Atomkraft?

Was haltet ihr von Atomkraft und der Austeigepolitik?

  • Atomkraft? Nein, danke!

    Stimmen: 60 8,8%
  • Atomkraft finde ich richtig, zumal sie die Umwelt mehr schohnt als irgendwelche Kohlekraftwerke

    Stimmen: 394 57,9%
  • Deutschland sollte die Reaktoren abschalten, dafür aber auf erneuerbare Energieen setzten

    Stimmen: 226 33,2%

  • Umfrageteilnehmer
    680
Status
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HappyMutant schrieb:
Ja Kernfusion wäre eine Alternative wenn sie funktioniert, aber man sollte sich beeilen.
Na ja, so sauber ist die Kernfusion auch nicht. Tritium muss erst erbrütet werden, die freigesetzte Neutronenstrahlung aktiviert den Reaktormantel.

HappyMutant schrieb:
Es ist ein totes Pferd, auf das man setzt.
Im schnellen Brutreaktor ist es möglich mehr spaltbares Material zu erzeugt, als gleichzeitig verbraucht wird.

Nach Ansicht der Profis der Atomwissenschaft und -industrie basiert die moderne Sicht auf dieses Problem auf drei Axiomen. Erstens hat die Zivilisation ohne die Kernenergetik kein Morgen, denn bisher ist nichts Effektiveres und Konkurrenzfähigeres erfunden worden. Die Kernenergetik ihrerseits hat ohne den geschlossenen Spaltstoffkreislauf keine Zukunft. Ohne diese Technologie könnten ihre Tage schon in unserem Jahrhundert gezählt sein. Das liegt daran, dass die Kernenergetik die bescheidenen natürlichen Uranvorräte stürmisch vernichtet. Nur Schnelle Brüter versprechen, das Spaltstoffproblem für lange Zeit, ja vielleicht für immer aufzuheben. Das ist denn auch das dritte Axiom.

Es hat sich historisch so ergeben, dass sich die Wissenschaft in Russland bereits im Frühstadium der Kernenergetik recht viel mit Schnellen Brütern beschäftigte. Allmählich und etappenweise wurde das Problem gelöst und der Weg von kleinen Forschungsanlagen zu industriell verwertbaren Reaktoren zurückgelegt. Seit 1980 besteht im KKW Belojarsk (Ural) ein experimentell-industrieller Schneller Brüter BN 600. Er funktioniert bis heute erfolgreich und speist das Netz mit Strom. Die Technologie wird weiterhin Schritt für Schritt perfektioniert: Fehler müssen ausgeschlossen werden.
http://de.rian.ru/analysis/20071207/91373950.html

Allerdings wenn so ein Ding hochfliegt, dann gute Nacht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die kernfusion ist im gegensatz zur kernspaltung harmlos. Denn die kernfusion kann nicht ausser kontrolle geraten da es keinen brennstoffvorrat gibt. Es gibt auch keine radioaktiven rückstände. Und wenn die fusion denn mal richtig funktioniert ist sie auch wesentlich effizienter als die spalltung. Da bei einer fusion hunderte male mehr energie freigesetzt wird als durch die spalltung.
 
drago-museweni schrieb:
in Bayern hat die Kernenergie 66%
Ja so siehts halt aus, ENBW und EON West setzen zu 50% auf Kernenergie.... warum sind die eigentlich nicht billiger?

drago-museweni schrieb:
Wie soll mann 66% kompensieren?
Die 66% gelten ja nur lokal, in dem Beispiel Bayern.
Es ist nicht notwendig, das Bayern seinen Bedarf zu 100% alleine deckt.

Heutzutage haben wir 380kV Leitungen, da schicken wir Energie quer durch Europa, warum nicht durch Deutschland?
 
surfix schrieb:
Es gibt auch keine radioaktiven rückstände.
Bis auf den Reaktor selbst. Wie ich schon mal oben geschrieben habe, die Neutronenstrahlung macht den Mantel radioaktiv (und noch spröde dazu). In den heutigen Fusionsreaktoren werden übrigens große Mengen von Cobalt-60 entstehen. Was bei der kommerziellen Nutzung inakzeptabel wäre.
 
Unyu schrieb:
Heutzutage haben wir 380kV Leitungen, da schicken wir Energie quer durch Europa, warum nicht durch Deutschland?

Weil das zu folge hätte das mann zig neue Hochspannungsmasten bräuchte die doch die Landschafft ganz schön verschandeln aber es währe auf jeden fall möglich.

Mann bräuchte nur größere Umspannwerke die sind eh im mom am testen, das mannvon 380KV auf 220KV auslässt und gleich auf 110KV runtertransformiert , hab schon sonen Trafo gebaut.

Ich hoffe ja immernoch das die die Erdwärmekraftwerke wie in München weiter ausbauen.
 
lucid dream schrieb:
Im schnellen Brutreaktor ist es möglich mehr spaltbares Material zu erzeugt, als gleichzeitig verbraucht wird.

Was sicherlich richtig ist, daran habe ich tatsächlich nicht direkt gedacht. Allerdings sind neue schnelle Brüter im westlichen Europa (aber vorallem in Deutschland) quasi nicht durchsetzbar. Selbst Kernkraftbefürworter trauen sich an das Thema (noch) nicht ran. Der Grund ist klar:

Allerdings wenn so ein Ding hochfliegt, dann gute Nacht.

Natürlich spielen da noch ein paar andere Faktoren rein, aber da muss noch einiges passieren, bevor man sich diesen Weg der Nukleartechnik im großen Stil antut. Zumal das Plutonium zum Atombombenbau taugt. Weshalb der weltweite Einsatz wieder enorme diplomatische Verwerfungen nach sich ziehen würde.

Wenn man überlegt, dass sich gerade durch den Protest gegen diese Variante, die Anti-Atomkraftbewegung zu einer ernstzunehmenden politischer Gruppierung entwickelt hat, sowie teils wirklich militante Aktionen, aber auch heftige Reaktionen der Sicherheitsbehörden gegen friedliche Demonstranten nach sich zog, muss man sagen, dass ein Beschluss in die Richtung wohl politischer Selbstmord wäre.
 
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drago-museweni schrieb:
Weil das zu folge hätte das mann zig neue Hochspannungsmasten bräuchte die doch die Landschafft ganz schön verschandeln aber es währe auf jeden fall möglich.
quellen?

nein? dann behaupte ich das gegenteil ebenfalls ohne quelle, aber mit der begründung, das bereits jetzt der strom durch europa geschickt wird und österreich als großer energieimporteur subjektiv nicht mehr hochspannungsleitungen hat als deutschland

drago-museweni schrieb:
Ich hoffe ja immernoch das die die Erdwärmekraftwerke wie in München weiter ausbauen.
ich auch, aber nicht nur das. das eigenen haus mit erdwärme zu heizen, DAS ist m.e. DIE ZUKUNFT.

vorallem weil für heizung ein großer teil von energie aufgewendet wird und im funament erdwärmeröhren kostengünstig verlegbar sind. (hier irgendwo habe ich das bereits vorgerechnet, dass selbst die nachrüstung rentabel ist)

@kernfusion

'erinnert' ihr euch noch an die aussagen von beführwortern von kernkraftwerken?
da wurde auch von orangenplantagen in sibiren und von energie im überfluss und so einem schwachsinn gesprochen, die geschichte wiederholt sich offenbar und wieder gibt es eine unmenge die unkritisch über alle gefahren und risiken hinwegsieht und milliaren für reine versuchprojekte OHNE sicheren ausgang investiert. :rolleyes:

da kann ich ja nur hoffen dass nicht die selbe ernüchterung eintreten muss wie in tschernobyl und konsorten damit auch über die nebenwirkungen nachgedacht wird.

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ansonsten finde ich es ziemlich schwachsinnig auf irgendwelche zukünftige technologien zu hoffen und darauf eine rechtfertigung aufzubauen bestehende resourcen zu vernichten anstatt BEREITS EXISTIERENDE alternativen nicht in betracht zu ziehen.

und wenn ich mir zb dieses kraftwerk ansehe
http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Kalkar
dann frage ich mich natürlich ob die 3,5 milliarden (!) euro nicht besser in nachhaltiger energiegewinnung angelegt wären.
 
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Für was Quellen wenn eine massive verlagerung der Energieproduktion standfinden würde wenn alle AKWs abgeschaltet werden und mann bekäme den Stom aus anderen Bundesländern, bräuchte mann dafür die Energienetze, da reicht das jetzige bei weitem nicht aus.
Siehe NRM als die Masten weggeknickt sind das konnte auch nicht aufgefangen werden, mann müsste schon einiges bauen.
 
und wer sagt, dass das nicht ebenso vom hirachischen aufgebauten stromversorgungssystem bewältigt werden kann?

-> ohne quellen bloß eine behauptung und nichts weiter -> meine gegenbehauptung ist ebenso eine.

wenn übrigens masten 'wegknicken' -die ohnehin seit 40 jahren ausgetauscht werden müssten- die eine hauptlast übernehmen müssen ist ja wohl klar, dass danach nichts mehr geht.

ABER sagmal, wo wurde dort ein AKW abgestellt? --> warum sollte das durch AKWs nicht passieren können?
deine argumentation hinkt doch vorne und hinten und ist noch dazu billige angstmache!
 
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Es ging nicht darumm das ein AKW abgestellt wurde sondern das das Netz zusammengebrochen ist, nur weil eine Transfehrleitung(weiß nicht wie sonnst nenen soll) weg war auch wenn es die Hauptleitung war sollte immer eine Ersatzleitung da sein. Ach und die Masten sind gebrochen weil minderwertiger Stahl benutzt wurde.

Ich Arbeite bei einer Transformatorenfirma dewegen weiß ich wies ums deutsche Netz bestellt ist, Rwe kauft alleine bei uns minderstens 50Trafos im Jahr, deswegen weiß ich wie marode das Netz ist und dann willst du über das jetzige die ganze Last schicken, noch dazu wenn die jetzigen 5 Akws nichtmehr einspeisen und die Leitungen dann brach liegen.
Die meistne Umspannwerke sind auf solche Leistungsveränderungen nichtmehr ausgelegt.

Wenn durch die Leitung 380KV laufen und sagen wier mal 100A(weiß nicht wieviel es ist) und dann aufeinmal weil der Stom nurnoch durch diese Leitung kommt sollen aufeinmal 200A oder so vielen weil die Leistung umverteilt wurde könnte die Leitung durch den zu hohen Strom Probleme bekommen(durch erwährmung) und reissen.

Das ist keine Angstmache wenn der Strom nur noch angeliefert wird, dann muss mann auch das Netzt darauf ausbauen mann kann nicht einfach 5Akws(wenn die Energie von der Küste kommt Windkraft usw.) abschalten und das Netz so lassen, das gebietet schon die Logik das das schief geht.

ps: leider weiß ich nichtmehr auf welchem Sender das war, da kam genau diese Problematik.
 
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Ich gehe nicht davon aus das man den ITER auf gibt. Warum auch ?

Es wäre in meinen augen einfach sehr unverständlich wenn es nur wegen der kosten währe.
Man muss an dieser technologie einfach festhalten.
 
@drago-museweni

wer sagt dass alles am strand ist? du nennst überhaupt keine quellen und berücksichtigst auch nicht, dass "ökostrom" wesentlich dezentraler als kernkraftwerke angeordet werden können und sind.

übrigens ist das desolate stromnetz in deutschland eine folge der privatisierung wichtiger infrastruktur die m.e. keinesfalls in privater GEWINNORIENTIERTER hand sein sollte.

insofern geht es mir wirklich am ***** vorbei wenn eure atomstrombetreiber das netz herunterwirtschaften. ich halte weiterhin an einem ausstieg fest (auch als nichtdetuscher) denn die möglichen folgen hat die gesammte menschheit zu tragen.


@surfix
wenn plötzlich die steuern wegen so einem kraftwerk steigen würden, meinst du danach wäre die partei immernoch in der regierung?
und wer garantiert eigentlich dass dieser kasten überhaupt funktioniert ? es nennt sich nicht umsonst VERSUCHSreaktor!

wer sagt überhaupt das diese 'Technologie' so gut wie angenommen ist? sie ist doch -selbst wenn sie das ist- ebenso eine gute ausrede an bestehenden risiken festzuhalten. außerdem glaube ich den behauptungen es sei ungefährlich erst wenn ein unfall passiert bei dem sich das bestätigt.
____________________________

http://www.zeit.de/1999/16/199916.kernfusion_.xml

Auch nach 40 Jahren Forschung und vie- len Milliarden an Steuergeldern ist noch immer nicht absehbar, ob die Fusion, die kontrollierte Verschmelzung, von Wasserstoffkernen jemals Strom liefern wird. Optimisten rechnen damit in 30 bis 50 Jahren. Da von Zeitspannen dieser Größenordnung aber schon seit Jahrzehnten geredet wird (Zyniker sprechen bereits von der "Fusionskonstante")
 
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Die fusion ist im gegensatz zur spaltung weitaus ungefährlicher. Da es bei einem fusionreaktor keinen brennstoffvorrat gibt. Die zur fusion benötigten stoffe müssen nachgefühlt werden. Wenn nichts nachgefüllt wird "erlischt" das plasma. Daher kann im grunde genommen nichts ausser kontrolle geraten.
 
Gegen einen Ausstieg binn ich ja nicht ich finde nur es muss erst eine elloquente Lösung dafür gefunden werden, um die Kernkraftwerke möglichts gut zu ersetzten, aber die Deutsche Politik beschließt den Ausstieg und hatt aber keine Lösung anzubieten.
Ich weiß das Ökostom dezentaler ist aber das bring dier bei Schwerindustie nichts, klar mann könnte das Netz total revormieren und das zb. satt 20 großer Kraftwerker 100kleine bauen hätte viele vorteile vor allem wenn eins ausfällt macht das fast nichts.

Ich binn der Meinung mann darf nichts übers Knie brechen und bevor ich 30Cent fürs KW zahle lebe ich lieber noch ein paar Jahre mit dem AKW.

Mit dem Stromnetz stimme ich dir zu wenn es Staatlich währe hätten kleine Energieproduzenten auch eine Chance zu überleben.
 
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drago-museweni schrieb:
Gegen einen Ausstieg binn ich ja nicht ich finde nur es muss erst eine elloquente Lösung dafür gefunden werden, um die Kernkraftwerke möglichts gut zu ersetzten, aber die Deutsche Politik beschließt den Ausstieg und hatt aber keine Lösung anzubieten.

Genau das beunruhigt mich. Aber in deutschland gibts ja zum glück die versorgungssicherheit.
Daher muss sich die politik was einfallen lassen. Oder bezüglich des atomausstiegs wieder zurückrudern.
 
die atomkraft wurde auch OHNE LÖSUNGEN (entsorgung) beschlossen aber nun ist dieses vorgehen plötzlich verwerflich?
 
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Das sind 2 verschiedene Sachen damals wurde Stom Produziert und Abfall ist entstanden jetzt würde der Stom verschwinden ohne Ersatz das ist doch was anderes.
 
für DICH sind das zwei sachen -> es ist ratsam nicht allgemein zu sprechen so wie du eben, denn offensichtlich hast du du die weisheit nicht mit dem ........

für MICH sind das nicht zwei verschiedenen sachen.

damals wurde entschieden obwohl der abfall ein ungelöstes problem war -was er immer noch ist- und der ausweg ist dann die nächste technologie mit noch nicht vorhersehbaren kosten? ob sie überhaupt funktioniert ist ebenfalls unklar.

warum würde der strom verschwinden? in 20 jahren findet sich schon etwas.... genausoviel wie eine lösung für das endlager gefunden wird.
 
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