Atomkraft?

Was haltet ihr von Atomkraft und der Austeigepolitik?

  • Atomkraft? Nein, danke!

    Stimmen: 60 8,8%
  • Atomkraft finde ich richtig, zumal sie die Umwelt mehr schohnt als irgendwelche Kohlekraftwerke

    Stimmen: 394 57,9%
  • Deutschland sollte die Reaktoren abschalten, dafür aber auf erneuerbare Energieen setzten

    Stimmen: 226 33,2%

  • Umfrageteilnehmer
    680
Status
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es fällt vielen schwer umzudenken. Wenn man z.B. die Energieversorgung umstellt auf Solar, Wind, Wasser usw (was mit der heutigen Technik machbar ist) dann hat man sozusagen das Problem, das daraus kein Wirtschaftswachstum entsteht. Wir machen ja nur die gleiche Energie, die wir eh gewohnt sind, jetzt anders. Das sind erstmal Investitionen und somit Kosten, das ist das was sichtbar ist. Die Amis wollen jetzt mit ihrem neuen Präsidenten voll in die Erneuerbaren Energien einsteigen, da darf man gespannt sein, wie die das durchziehn. Frage ist nur, ob sie damit ihre Staatsverschuldung bezahlen werden können. Ich glaube das nicht.

Generell würde ich dieses Thema niemals mit Ökologie verbinden. Wenn ich des schon lese, das gegen Off-Shore-Windkraft-Anlagen argumentiert wird, weil da evtl ein paar Vögel erschlagen werden (ist das nicht ne Ente?). Oder wie jetzt in der Türkei, wo ein neuer Staudamm errichtet werden soll, und wieder die Ökoheinis durchdrehn - nee, sowas geht garnicht.
 
<NeoN> schrieb:
Ja und natürlich viel sauberer und gefahrloser, weil die Franzecken ja keine Atomkraftwerke nutzen. (Ironie)

Sowas ist genauso sinnvoll wie der Pseudo-Umweltschutz unserer Politiker und diverser Leute...

falsch, den das ist nur eine option wenn man bescheuerterweise die AKWs von heute auf morgen abstellen würde und keine ersatz dafür geschaffen hat!!
nachdem das aber keine macht ist diese option ohnehin hinfällig.

das 'von heute auf morgen abschalten' ist doch bloß das vermeintliche totschlägerargument der verbissenen verfechter von kernkraft.

noch viel bezeichnender ist, dass du genauso wie florian NIE auf DIE argumente der gegner eingehst wie ich und viele andere sie zu hauf angeführt haben. entweder werden sie geleugnet, als unwichtig dargestellt, ignoriert oder schöngeredet.

walter08 schrieb:
es fällt vielen schwer umzudenken. Wenn man z.B. die Energieversorgung umstellt auf Solar, Wind, Wasser usw (was mit der heutigen Technik machbar ist) dann hat man sozusagen das Problem, das daraus kein Wirtschaftswachstum entsteht.
und wieso nicht? die ganzen zellen sowie rohstoffe fallen nicht von den bäumen :freak:
die wartung, serviceteile,.....

walter08 schrieb:
Wir machen ja nur die gleiche Energie, die wir eh gewohnt sind, jetzt anders. Das sind erstmal Investitionen und somit Kosten, das ist das was sichtbar ist.
wenn man nicht naiv oder blauäugig durch die welt rennt so muss man die UNGELÖSTE endlagerung auch als investition sehen die dann ebenfalls sichtbar ist.

weiters kosten neue KKW ebenfalls geld, neue brennstäbe auch usw usw. man ist abhängig von beschränkten rohstoffen -> erneuerbare energien sind das nicht in dem ausmaß.
außerdem ist der umstieg einfach und gut finanzierbar sofern man keine großen windparks und der gleichen aufstellt sondern dezentral versorgt, was viele so genannten insellösungen bereits erfolgreich umgesetzt haben.

walter08 schrieb:
Die Amis wollen jetzt mit ihrem neuen Präsidenten voll in die Erneuerbaren Energien einsteigen, da darf man gespannt sein, wie die das durchziehn. Frage ist nur, ob sie damit ihre Staatsverschuldung bezahlen werden können. Ich glaube das nicht.
ich glaube schon, dass das geht. und wenn selbst die "amis" das tun sollte man sich fragen ob die deutsche atompolitik von gestern oder von vorgestern ist.
siehe auch die automobilbranche wo zu viele deutsche konzernen zuviel verschlafen haben.

walter08 schrieb:
Generell würde ich dieses Thema niemals mit Ökologie verbinden. Wenn ich des schon lese, das gegen Off-Shore-Windkraft-Anlagen argumentiert wird, weil da evtl ein paar Vögel erschlagen werden (ist das nicht ne Ente?). Oder wie jetzt in der Türkei, wo ein neuer Staudamm errichtet werden soll, und wieder die Ökoheinis durchdrehn - nee, sowas geht garnicht.
:) da sind wir der selben meinung, das finde ich auch.
wobei das problem von großen staudämmen -neben der zentralisierung von energieversorgung und damit verbundenen transportproblemen- die versandung ist. wenn das teil versandet kann es weniger leistung erbringen und das von jahr zu jahr.
 
wobei das problem von großen staudämmen -neben der zentralisierung von energieversorgung und damit verbundenen transportproblemen- die versandung ist. wenn das teil versandet kann es weniger leistung erbringen und das von jahr zu jahr.
das geilste ist doch: wenns ein Erdbeben gibt und das Tal stürzt ein, und ein natürlicher Stausee entsteht, dann sind die Ökos fasziniert davon, wie sich die Natur verändert, aber wehe es wird ne Betonmauer gezogen ><
entscheidend dabei: das alles lässt sich ja wieder abreißen. sollte irgendwann eine Killertechnik zur Energiegewinnung gefunden werden, dann halt weg mit den Windrädern, Stauseen und so weiter, no problem
Ansonsten muss eben die Industrie umgesiedelt werden, dahin, wos Energie gibt. Wenn sie in Nord und Ostsee tatsächlich 25GW an Windkraft realisieren, dann werden die Fabriken aus Süddeutschland halt da oben wieder aufgebaut. Zum Vergleich: ein deutsches AKW macht so im Schnitt 1,5GW afaik
siehe auch die automobilbranche wo zu viele deutsche konzernen zuviel verschlafen haben.
abwarten, Mercedes hat grad einen Batteriehersteller gekauft, die kommen so langsam in die Gänge
 
na wenn sie gerade einen hersteller gekauft haben, dann haben sie es offensichtlich verschlafen sonst hätten sie den doch bereits gekauft.

ansonsten muss man sich auch vor augen halten, dass zb windkraftwerke ohne gröbere sicherheitsrisikien abgebaut/gelagert und wieder in betrieb genommen werden können.
 
Die Installierte Leistung (hier 25GW Windkraft) sagt recht wenig über die gewonnene Energiemenge aus.

z.b. sagt der Statusbericht für den Energiegipfel am 3. April 2006 aus das man
bei Windenegie rund die 3,5 Fache Menge an Leistung Installieren muss um auf das die gleiche Erzeugung wir Wasserkraft zu kommen.

Bei Solar ist es das 7 fache.


Wie sich Wasserkraft gegen Atomkraft schlägt wird dort Leider nicht erzählt.
Könnte man aber sicher anhand von Wikipedia oder ähnlichem Nachlesen/rechnen.
(Das Überlasse ich aber Euch.)


Daher geht die Rechnung Windkraft 25GW Atomkraft 1,5GW schlicht nicht auf.
Klar das ein oder andere Atomkraftwerk wäre unnötig, aber bei weitem nicht soviele wie man auf den ersten Blick Vermutet.

Die Kosten für so einen Windpark dürfen Enorm sein und die eines Atomkraftwerkes bei Weitem übersteigen.

Seite 51 des Berichts



nun hab ich doch selber nachgerechnet,

KWB-A Biblis A D
Leistung:1225 MW
Erzeugung: 10,217 TWh

Derzeit Wind:
Leistung 18428 MW
Erzeugung: 26,5 TWh

Daraus Folgt das man die 7 Fache Leistung an Windenergie Installieren muss um 1 Kernkraftwerk zu ersetzen (gibt natürlich noch andere Faktoren)
___________________________________________________________________________________________________________

Kernkraft kosten
Investitionen und Ertrag

Bei Atomkraftwerken betragen die Brennstoffkosten ungefähr 0,3 ct/kWh

............................................................Photovoltaik Kernkraftwerk Wind (onshore)
spez. Investitionen (in €/kWmittel) .....40.000 ............2.400 ........4.800
jährliche Volllaststunden (in h/a)..........530-770.. ..... 8.000 ........1.800
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde die Energiepreiserhöhung, verursacht durch den verfrühten Ausstieg nicht in kauf nehmen.

http://de.ibtimes.com/articles/20060918/enbw-chef-atomausstieg-strompreiserh-ouml-hungen.htm

Der Ausstieg sollte frühestens mit dem Ende der betrieblichen Laufzeit erfolgen, gerade vor dem Hintergrund der schwersten Weltwirtschaftskrise seit - 1929 total unverantwortlich.
Zumal die AKWs viel sauberer sind als ie ganzen Kohle KWs die im Zuge des Atomausstieges geplant sind.
Da wurde auf Kosten von Wirtschaft und Umwelt grüne Ideologie Politik betrieben.
 
Zuletzt bearbeitet:
florian. schrieb:
Kernkraft kosten
Investitionen und Ertrag

Bei Atomkraftwerken betragen die Brennstoffkosten ungefähr 0,3 ct/kWh

............................................................Photovoltaik Kernkraftwerk Wind (onshore)
spez. Investitionen (in €/kWmittel) .....40.000 ............2.400 ........4.800
jährliche Volllaststunden (in h/a)..........530-770.. ..... 8.000 ........1.800

wieso nur lese ich hier keinen posten 'endlagerung'/ abwrackung ... :freak:

so etwas gehört in jede kostenabschätzung/berechnung. ein ungefähres bild kann man sich ja von den derzeitigen kosten * die nötige dauer (100, 1000,10.000? jahre) machen.


DugDanger schrieb:
Ich würde die Energiepreiserhöhung, verursacht durch den verfrühten Ausstieg nicht in kauf nehmen.

http://de.ibtimes.com/articles/20060918/enbw-chef-atomausstieg-strompreiserh-ouml-hungen.htm

es ist wohl naheliegend, dass ein energieversorger, der 51% des stromes mit atomkraft abdeckt, angst davor hat diese gewinnträchtige sparte aufgeben zu müssen und deshalb angst schürt.

http://de.wikipedia.org/wiki/EnBW#Stromkennzeichnung

eine schlechtere quelle gibts meiner meinung nicht für die angeblichen strompreiserhöhungen.

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gerade gefunden: Strahlenschutzkommission bestätigt erhöhtes Krebsrisiko in der Nähe von Atomkraftwerken

http://www.nabu-braunschweig.de/aktuelles Deutschland u. Europa.htm
 
Zuletzt bearbeitet:
Na ja, wenn die billigste Quelle für Strom (AKWs) durch die teuerste (erneuerbare Energien) ersetzt wird, dann ist eine Preiserhöhung wohl - ich drück es mal vorsichtig aus - naheliegend.
 
DugDanger schrieb:
Na ja, wenn die billigste Quelle für Strom (AKWs) durch die teuerste (erneuerbare Energien) ersetzt wird, dann ist eine Preiserhöhung wohl - ich drück es mal vorsichtig aus - naheliegend.

das wird Fimj nicht anerkennen, es fehlt die Quelle :freak:

____________________________________________________________

Fimj schrieb:
so etwas gehört in jede kostenabschätzung/berechnung.

das waren Rohstoffpreise.
um das Argument des Teuren Urans zu wiederlegen.
Ich wüste nicht seid wann in den Rohstoffpreisen so etwas vorhanden ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Qellen für die Stromgestehungskosten gabs in dem Thread wohl zugenüge.

Strom aus AKWs ca. 3 bis 5 cent/kwh

Windparks :ca. 10 bis 25 cent/kwh

Wobei Windkraft noch die mit Abstand günstigste erneuerbare Energie ist.

Die dt. Lieblins Eergie (Solar) kommt mal locker auf 50 ct/kwh
 
Zuletzt bearbeitet:
@ florian, stimmt ohne quelle ... ;)

dann lies doch einmal die anmerkungen in der wikitabelle - "Für die Investitionen bei Kernkraftwerken gibt es keine aktuellen Zahlen, weil alle in Deutschland betriebenen Anlagen vor etwa 30 Jahren gebaut wurden.Zu Grunde gelegt werden die Investitionen des im Bau befindlichen EPR in Olkiluoto. Dieser Reaktortyp repräsentiert den aktuellen Stand der Kerntechnik in Europa."

da dieser aber eine deutlich höher leistung und 30 jahre später gebaut wurde hat ist die ganze tabelle absurd... in der spielen übrigens natürlich die baukosten eine rolle, sonst hätten die alternativen einen deutlichen vorsprung, kostet ihr "brennstoff" doch nichts....

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da die windkraft noch nicht in einem deartigen entwicklungsstadion steht wie die kernkraft müsste man die kraftwerke aus den 60ern und noch 70ern heranziehen um einen vergleichbaren preis zu erhalten

--> die kraftwerke von damals hatten einen bruchteil der heutigen würden also auch entsprechend mehr kosten ----> deine betrachtung bezieht den entwicklungsstand der alternativen energie nicht mit ein.

und wenn niemals auf altern. energien gesetzt wird wird die entwicklung auch weiterhin schleppend vorankommen.


p.s. in den anfängen der KK war diese auch überhaupt nicht rentabel verglichen mit kohlekraftwerken oder wasserkraftwerken....

DugDanger schrieb:
Na ja, wenn die billigste Quelle für Strom (AKWs) durch die teuerste (erneuerbare Energien) ersetzt wird, dann ist eine Preiserhöhung wohl - ich drück es mal vorsichtig aus - naheliegend.
solange es von eine UNABHÄNGIGEN stelle keine ausführlichen analysen gibt - nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
zitat fjmi
da die windkraft noch nicht in einem deartigen entwicklungsstadion steht wie die kernkraft müsste man die kraftwerke aus den 60ern und noch 70ern heranziehen um einen vergleichbaren preis zu erhalten

Dann hätten wir in der Tat die Subventionen für die Kernkraft zum Fenster rausgeschmissen.

Wasn das für ne Logik?
Man investiert in eine Energie, und wenn sie dann rentabel, günstig und effizient ist, dann schaltet man sie ab.
Und wenn man die kosten berechnet muss man die kosten von vor 50 Jahren ranziehen -- hää:freak:
Und wenn die Windkraft in 10 Jahren rentabel ist, dann ist sie doch wieder nicht rentabel, weil man nimmt ja den Technik / Kosten Stand von vor 10 Jahren:freak:

Super Logik.

Zitat fjmi

solange es von eine UNABHÄNGIGEN stelle keine ausführlichen analysen gibt - nicht.

Da lachen ja die Hühner.

http://www.oeko.de/oekodoc/318/2007-008-de.pdf

Alle Stromgestehungskosten auf Seite 13 bzw 16

schon mal was von GEMIS gehört

Dacht das wäre bei nem ausgewiesenen Experten wie dir common sense.

http://www.oeko.de/service/gemis/de/index.htm

Aus den Emissionen und den Kosten, kann man dann die Vermeidungskosten ableiten und......

Ach was red ich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch Strom unterliegt der Marktwirtschaft.
Da braucht man keine Unabhängig erstellte Analysen.

Steigen die Herstellungskosten, Steigt der Preis.
Da gibt es nichts zu Spekulieren, Fakten muss man schlicht anerkennen.


Zur Endlagerung:
gibt es dort zahlen wie hoch die jährlichen kosten für die Endlagerung sind?
(ist zwar wenig aussagekräftig da es sich leicht ändern kann, aber besser als wild über die Endlager kosten zu Spekulieren)
 
Die Endlagerungskosten sind in den Stromgestehungskosten pauschal enthalten. Die Höhe kennt aber keiner - woher auch.

Für den Atomausstieg sind sie (Die Kosten der Endlagerung) irrelevant.
Ein Endlager für den bestehenden Atommüll muss in jedem Fall entwickelt werden. Ob darin dann 5 oder 10 Fässer stehen ist egal.
 
auf der zeit gibts grad ne Menge Lesestoff
http://www.zeit.de/themen/wirtschaft/maerkte/energiemaerkte/index

meine Meinung: schlimmstenfalls leben wir derzeit in einer Rohstoffblase, mit viel billiger Energie. Diese Blase, so sie existiert, was ich nicht weiß, würde eines Tages platzen. Dann stünden wir dumm da, wenn wir nicht ein gewisses Maß an Vorsorge getroffen haben bis dahin, meine 2 cent
 
Zuletzt bearbeitet:
wie sollte die Energieblaße denn aussehen?
Der Produzierte Strom wird praktisch zeitgleich verbraucht.

Der Strom ist auch nicht Billig wie nie, Sondern wird Jahr für Jahr Teurer.


es könnte höchstens passieren das einige Kraftwerke Plötzlich ohne Rohstoffe (z.b. öl) dastehen.
Deshalb ist es auch essentiell wichtig das man den Strom aus so vielen verschiedenen Kraftwerkstypen wie möglich gewinnt. Schlicht um unabhängig zu sein.
 
DugDanger schrieb:
Ob darin dann 5 oder 10 Fässer stehen ist egal.

warum ist das egal? vorher sagst du:
DugDanger schrieb:
Die Höhe kennt aber keiner - woher auch.

d.h. du hast gar keine ahnung, ob die kosten konstant, linear oder sogar exponentiell mit der anzahl an fässern steigen.

und da nen doppelt so großer lagerraum im grunde ungleich schwerer vor einsturz und eindringendem wasser zu sichern ist, gehe ich davon aus, dass die kosten weder konstant bleiben, noch linear mit der anzahl an fässern steigen. auch ist ein doppelt so großes gebäude nicht einfach nur doppelt so teuer.
daher ist es höchst naiv anzunehmen, dass dies bei so einem hochgefährlichem stoff wie den verbrauchten brennstäben nicht gilt.

also ist es bei weitem nicht egal, ob 5 oder 10 fässer und darum müssen wir aussteigen, solange es noch geht.
 
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