Atomkraft?

Was haltet ihr von Atomkraft und der Austeigepolitik?

  • Atomkraft? Nein, danke!

    Stimmen: 60 8,8%
  • Atomkraft finde ich richtig, zumal sie die Umwelt mehr schohnt als irgendwelche Kohlekraftwerke

    Stimmen: 394 57,9%
  • Deutschland sollte die Reaktoren abschalten, dafür aber auf erneuerbare Energieen setzten

    Stimmen: 226 33,2%

  • Umfrageteilnehmer
    680
Status
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Zitat fjmi

.......ist es mir nachwievor unbegreifflich warum darüber so konsequent hinweggesehen wird......

Weil Energie aus Geothermie momentan noch sehr teuer ist.
Würde es sich finanziell lohnen, würden die Anlagen nur so aus dem Boden schießen.
 
Und auf eine neue Runde:freak:

Dieser Thread dreht sich gehörig im Kreis.
Anstatt mal einfach ein paar Seiten zu lesen wird immer wieder das gleiche neu gepostet...
Wurde doch alles schon ziemlich ausführlich diskutiert und erläutert.
 
DugDanger schrieb:
Zitat fjmi

.......ist es mir nachwievor unbegreifflich warum darüber so konsequent hinweggesehen wird......

Weil Energie aus Geothermie momentan noch sehr teuer ist.
Würde es sich finanziell lohnen, würden die Anlagen nur so aus dem Boden schießen.

liest du überhaupt meine beiträge? ich habe gerade vorhin erwähnt, dass das nicht "sehr teuer" ist. für meine behauptungen habe ich hier im thema auch quellen angegeben, suchen würde hefen.

hast du eigentich quellen dafür, warum das so teuer sein sollte?

hier was zum selber ausfüllen
http://slm.ochsner.de/vergleich_agas/01BetriebskostenVergleich.asp

wenn die anage 10.000 kostet ist laut diesem rechner das ganze in 10 jahren schon wieder drinnen. vorausgesetzt die gaspreise steigen nicht weiter :rolleyes:
 
Ich habe heute im aktuellen Spiegel gelesen, dass die Fusionsenergie entgegen den weitläufigen Auffassungen mitlerweile Fortschritte macht.
So findet man stetig neue Wege, um die Stabilität und Effizienz der Anlagen zu steigern.
Hab den Spiegel leider nicht mehr zur Hand, um genaures zu sagen...
 
@ fjmi:

Ähm, ich habe das gerade mal für meine Wohnung gemacht mit meinen Angaben.

Jahresbetriebskosten = 838€ zu 614€.. Macht in 20 Jahren einen Unterschied von 4500€... Bei 10000€ Erstkosten würden das gute 44 Jahre bedeuten... Zinsverlust nicht mitgerechnet, ebenso aber auch nicht die steigenden Gaspreise oder andere Faktoren.

Ist das jetzt "nicht sehr teuer"?


Mal ganz davon abgesehen, dass es bei mir in der Nähe immernoch keine Erdwärme gibt und wir Fernwärme haben (was billiger ist als Gas, aber der Herd wird noch mit Gas betrieben, weil E-Herde zu schwach sind).
 
der rechner rechnet aber NICHT für wohnungen woher hast du ales deine bezugswerte?
außerdem waren die 10.000 aus der luft gregriffen, ich weiß nicht mehr was ich damals für investitionskosten ausgerechnet habe.

das wort WOHNUNG drückt ja schon aus, dass es mehr benützer als dich gäbe, demnach auch mehr die die anschaffungskosten tragen...
 
Mal davon abgesehen, dass ich nicht wüßte, warum die anderen da mitbezahlen sollten und es aus meiner Sicht nahezu egal ist, ob nun Haus oder Doppelhaushälfte (=Wohnung), sind es meine Werte laut Nebenkostenabrechnung..


PS: Aus der Sicht meines Umweltbewußtseins aber trotzdem lohnenswert. Allerdings wird es, falls mal ein neues Haus kommt, eher Sonnenenergie in all seinen Nutzungsformen..
 
Ist dann nicht die Zukunft der Energie eher die Eigenversorgung? Hätte den Vorteil, dass man keine Stromrechnung mehr bezahlen muss, und wenn ein Schiff von der Werft ins mehr geschippert wird, fällt nicht der Strom aus
 
Möglich.

Obwohl es auch teils schon bei Hochhäusern geht, glaube ich aber nicht, dass es bei allen Wolkenkratzern funktioniert, außer man stellt die Architektur etwas um. Ganz zu schweigen von Firmen, die werden ihren Strombedarf nicht selber produzieren können.
 
Man muss auch bedenken, dass Solar- oder Windkraftanlagen für den Privatmenschen zu teuer sind und sich Dieselgeneratoren aufgrund der Lautstärke und der Spritkosten kaum lohnen.
 
man muss auch bedenken, dass durch wärmepumpen nur noch 1/4 der energie (strom) zum heizen benötigt wird...
 
Beispiel: Für eine Sondenlänge von 190 Metern betragen die durchschnittlichen Brutto-Investitionen 190 m x 58 €/m + 900 € = 11.920 €.

Beispiel: Für eine Heizleistung der Wärmepumpe von 13 kW kann im Durchschnitt mit Brutto-Investitionen von 3.790 €/kW x 13 kW0,48 = 12.980 € kalkuliert werden.

Beispiel: Für eine Wohnfläche von 210 m2 betragen die durchschnittlichen Gesamt-Investitionen 210 m2 x 73 €/m2 + 9.700 € = 25.030 € (brutto).

http://www2.um.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/19834/

25000€ nur für die Anlage.
für 210m², ne ganze menge.
Dafür kann man lange heizen.

wenn ich das richtig verstanden habe dann braucht man auch noch eine Normale Heizung um auch kalte winter o.a. zu überstehen.



Kann das Allerdings schlecht einordnen, wir heizen 380m² für <300€/Jahr (Kostenloses Holz)
 
florian. schrieb:
25000€ nur für die Anlage.
für 210m², ne ganze menge.
Dafür kann man lange heizen.
womit heizen? meinst du andere heizungen haben keine anschaffungskosten?

florian. schrieb:
wenn ich das richtig verstanden habe dann braucht man auch noch eine Normale Heizung um auch kalte winter o.a. zu überstehen.
das wäre mir neu. ob ein winter kalt oder warm ist hat wenig einfluss auf die temperaturen unterhalb der frostgrenze. "schlimmstenfalls" wird etwas mehr strom o.ä. verbraucht um das wasser mehr zu erwärmen.

florian. schrieb:
Kann das Allerdings schlecht einordnen, wir heizen 380m² für <300€/Jahr (Kostenloses Holz)

beweise? kostenloses holz? wie kommt das zustande? fällt das einfach in euren keller? wie wärs mal mit einberechnung der arbeitszeit.
wie siehts mit servicekosten aus? euer kamin kostet sicher etwas, dann noch euer ofen; gute sind teuer.
UND schließlich auch die errichtungskosten des kamins. das alles sind posten die bei meinen 25.000€ bereits eingerechnet sind.

ich kenne keine preise von kamin, holzofen usw usw. aber viel billiger dürfte das bei guten komponenten nicht kommen.

Lausi30

wir haben uns auch für erdwärme entschieden. die anschaffungskosten betragen all inclusive ca. 25.000,--. wir beheizen 250 qm2. der strom ist vergünstigt.

http://www.parents.at/forum/archive/index.php/t-304389.html


edit:
hier ist von 11500€ für einen guten holzofen die rede
http://www.abendblatt.de/daten/2007/02/14/688602.html
fehlt noch der größere platzedarf (der erst GEBAUT WERDEN MUSS!!) und der kamin, der ebenfalls kostet.

hier habe ich noch einen interessanten link gefunden zu holzheizungen und deren kosten, pereise alledings von 1999:
http://www.lev.at/download/Pireus1.pdf
angaban ein öst. schilling (1€=13,7603öS)

-----------------
dennoch finde ich holzheizungen nicht schlecht, m.e. gibt es zwar umweltfreundlichere alternativen aber holz als nachwachsender rohstoff ist auf jedenf all nachhaltig.
 
Zuletzt bearbeitet:
fjmi schrieb:
womit heizen? meinst du andere heizungen haben keine anschaffungskosten?

--> Doch, aber es wird immer davon geredet das man mit Erdwärme 75% der Heizkosten sparen kann. ergo nehme ich an das man die anderen 25% über eine Herkömmliche Heizung decken muss.

d.h. 2 mal Anschaffungskosten.

genauso wie beim umrüsten auf Erdwärme, die alte Heizanlage ist schon vorhanden und es muss eine 2. Angeschafft werden.
in wie weit sich das rechnet ist eben fraglich.


beweise? kostenloses holz? wie kommt das zustande? fällt das einfach in euren keller? wie wärs mal mit einberechnung der arbeitszeit.
wie siehts mit servicekosten aus? euer kamin kostet sicher etwas, dann noch euer ofen; gute sind teuer.

Kostenloses Holz? --> Ja, wir haben eine Hackschnitzel Heizung. Hackschnitzel werden aus Ästen gemacht, welche zu hauf in den Wäldern liegen. die meisten Förster sind froh wenn das jemand abholt.
Wir zahlen jedes jahr nur ein paar Hundert Euro für das Leihen der Hackmaschinen.
Die Arbeitszeit darf man allerdings nicht rechnen, sonnst hat man mit einer Hackschnitzel Heizung gleich verloren.

Allerdings braucht man auch einen entsprechenden Lagerraum.
wir verbrauchen jährlich bei einem Starken Winter rund 3 Wagenladungen, das dürfte ungefähr 18m³ Holz entsprechen und haben einen Lagerraum von ~50m³ Nutzvolumen

Servicekosten gibt es nicht, wenn etwas am Ofen Kaput ist dann wird das selbst repariert.
kommt aber sehr selten vor. Der Kaminkehrer Kostet eben noch bissel was aber das ist ja überall so.

ich kenne keine preise von kamin, holzofen usw usw. aber viel billiger dürfte das bei guten komponenten nicht kommen.

bei einer Neuanlage werden die Preise sicher ähnlich sein, man hat eben Kaum Folgekosten das ist aber auch mit sehr viel Eigenleistung verbunden.

Erdwärme macht bei Neuanlagen sicherlich sinn, ein Umrüsten ist ehr fraglich.

Ist das selbe wie bei der Dämmung eines Hauses.
es gibt wenig sinn ein Haus für 30.000€ mit Modernsten Dämm Materialien auszurüsten um jährlich 1000€ Heizkosten zu sparen wenn man schon 40-50Jahre Alt ist.
bevor es sich lohnt ist man tot.
 
Zuletzt bearbeitet:
die 25% werden bereits in der anlage dazugeheizt -> ergo eine anlage :p

hab jetzt keine lust mehr zu schreiben, aber es ist schon interessant, dass du hier vergleichst (bzw erwähnst) und im nächsten satz sachen anführst wie 'kein service weil selbst repariert'.

das möchte ich bei einem versicherungsfall mal lesen. ansonsten auch hier die arbeitszeit.
so eine erwärmeanlage könnte man sich sicher auch selbst zusammenbauen..... :rolleyes:
 
Ich habe mir diese ewig lange Diskussion nicht durchgelesen, aber ich gebe trotzdem meinen Senf dazu ab. Meiner Meinung müsste man die Erforschung der Kernfusion als Energieträger stärker fördern. Es gibt einfach eine ganze Menge Argumente dafür

- Unabhängigkeit von rohstoffreichen Ländern wie Rußland
- Klimaschonung da bei der Reaktion kein Co² entsteht
- weltweit würde das Risiko eines großen Kriegs um Rohstoffe gesenkt

Dass dabei zwar auch radioaktive Abfälle enstehen, würde ich persönlich angesichts der massiven Vorteile als vertretbar einstufen.
 
Dazu fällt mir ein Zitat eines klugen Menschen ein.
"Atomkraftwerke sind wie fliegende Flugzeuge, für die es keine Landebahnen gibt."
Denkt drüber nach.

Aber in sich ist Atomkraft eine gute Lösung, wenn das endlagerproblem gelöst ist. zur not müsste man in sibirien eine gegen im norden mit ein paar hundert km² frei machen und dort wir alles weltweit gelagert kp.
Uran wird es noch in 100 Jahren geben vermute ich. Derzeitige Uranquellen reichen noch für 30 Jahre oder so, jedoch wurde schon seit vielen Jahren keine neuen uranminen erschlossen, geschweige denn danach gesucht. Es herrscht einfach keine Nachfrage nach mehr Uran. Die werden in ein paar Jahren nach neuen uranstellen suchen udn sie finden. Saubere Energie ist es meiner Meinung. Viel wichtiger ist es von Kohle udn Besonders Öl/Gas wegzukommen.

Zereiss
 
Exar_Kun schrieb:
Ich habe mir diese ewig lange Diskussion nicht durchgelesen, aber ich gebe trotzdem meinen Senf dazu ab.
vltl solltest du das aber um deine meinung zu überdenken, bzw. die wissengrundlagen dieser..
Exar_Kun schrieb:
Meiner Meinung müsste man die Erforschung der Kernfusion als Energieträger stärker fördern. Es gibt einfach eine ganze Menge Argumente dafür
die lauten wie?
meine argumente für alternative energiegewinnung (zb auch erdwärme für haushalte): unerschöpfliche energiequellen->nachthaltigkeit; geringes risiko für nachfolgende generationen; lokale versorgung; wettbewerbsfähig (ich bezahle hier für 100% wasserkraft nur 6cent/kwh) sofern genügend forschung und ausbau betrieben wird usw usw.

Exar_Kun schrieb:
- Unabhängigkeit von rohstoffreichen Ländern wie Rußland
10 Staaten fördern 94 % der weltweiten Urangewinnung
http://de.wikipedia.org/wiki/Uranabbau
bzw. sieh dir mal diese grafik an:
http://www.kernenergie.ch/upload/cms/user/weltkarte_DE-big.jpg
Exar_Kun schrieb:
- Klimaschonung da bei der Reaktion kein Co² entsteht
die umwelt/klima"bedrohung" besteht wohl mehr als nur aus co². ganz zu schweigen von der verschmiutzung bei der gewinnung --> siehe diese diskussion hier.

Exar_Kun schrieb:
- weltweit würde das Risiko eines großen Kriegs um Rohstoffe gesenkt
ach, wieso? weil die stärksten militärmächte gleichzeitig große vorkommen haben? das pünktlein bei deutschland ist aber verschwindend klein, dann doch lieber kohle, davon hat deutschland wenigstens viel.


Exar_Kun schrieb:
Dass dabei zwar auch radioaktive Abfälle enstehen, würde ich persönlich angesichts der massiven Vorteile als vertretbar einstufen.
klar macht ja auch nix, müll der die nächsten paar 1000(0) jahre strahlt, zu produzieren. unsere nachkommen wirds freuen.
 
Und was spricht gegen Kernfusion?

Die benötigten Stoffe wie Tritium haben eine Halbwertszeit von nur 12.3 Jahren und sind in weniger als 100 Jahren vollkommen ungefährlich für den Menschen. Deren Lagerung kann man also sehr wohl sehr gut abschätzen im Vergleich zur Kernspaltung.


Und was wir mit unserer Kohle hier anfangen können, beweisen ja die hohen Subventionen.

Und zum Thema Kernfusion stand erstens in der ersten Ausgabe dieses Jahres vom Spiegel eine Menge und zweitens gibt es ja ITER.

Nebenbei ist das Thema Krieg wegen Rohstoffen (Energie + Wasser) sicherlich nicht unerheblich. Was meinst du, was passiert, wenn weiterhin kein/kaum Gas nach Deutschland geliefert wird wegen der Ukraine? Denkst du, die Menschen hier sitzen gerne im Kalten/Dunklen oder riskieren eher einen Krieg?


10 Staaten fördern 94 % der weltweiten Urangewinnung

Ähm.. Das heißt erstens im Umkehrschluss nicht, dass man deswegen davon Abhängig ist, weil auch nicht alle Länder Kernkraftwerke nutzen.. Und zweitens sagt das nix darüber aus, wie die derzeitige Nutzmenge ausschaut und ob deswegen nicht mehr Abbaugebiete benötigt werden. Wenn die 10 Länder ausreichen, um 94% des benötigten Urans abzubauen, kann man es auch so deuten, dass einfach keine großflächigen Abbaugebiete benötigt werden, um den Bedarf zu stillen.

Auch zahlst du vielelicht nur 6ct pro KWh für Energie aus Wasserkraft, andere zahlen da aber wesentlich mehr.. Auf Island gibt es Erdwärme praktisch umsonst, in Tibet wird das aber nicht klappen.. Verstehst du solche Argumente eigentlich nicht?
 
Zuletzt bearbeitet:
Will jetzt auch mal meinen Senf dazugeben.
Also ich bin dafür, das wir moderne Atomkraftwerke errichten und die Alten vom Strom nehmen.
So gesehen bauen wir immer noch die besten Atomkraftwerke auf der Welt.
Aber was bringt uns das wenn wir unser Know-How nicht einsetzen können, da uns die Politker einen Strich durch die Rechung machen.
Frankreich freut sich. Baut direkt an der Deutschen Grenze Kraftwerke.
Was glaubt ihr macht es einen großen unterschieden wen 30 Km ausserhalb von deutschland ein Kernkraftwerk in die Luft geht? Denke mal nicht. Zumal wären wir dann auch nicht auf den teuren einkauf von Strom angewiesen.
 
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