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NewsAus der Community: Der Große Astrofotografie-Thread
Leider muss ich gestehen, dass ich seit der Nachwuchs da ist kaum mehr Zeit gefunden habe für dieses schöne Hobby, aber hoffentlich bietet sich irgendwann wenn die Kinder größer sind wieder mehr Gelegenheit.
Trotzdem ein paar Bilder von mir:
Die Entwicklung von Andromeda vom einzelnen 2s Bild, zum gestacktem Bild vom (Stadt-)Garten bis hin zur 1,5h Belichtung auf dem Lande. Alles mit einem 200 f2.8er Objektiv, nur eben mit mehr Zeit und Erfahrung.
Herkuleshaufen mit dem großen Teleskop (200/1000)
Der Trifid und Lagunennebel aufgenommen auf dem Roque de los Muchachos (La Palma)
Hier mal von mir zwei Aufnahmen. Einmal Startrails auf Norderney vom Juli 2014 (der linke helle Bereich ist das Restleuchten im Norden, wo die Sonne nicht tief genug untergeht im Sommer). Das andere Bild ist die Venus in den Plejaden vom 03. April 2020. Beide Aufnahmen sind mit einer EOS 600D einmal mit 18mm und einmal mit 270mm Tele-Objektiv entstanden.
Auch wenn hier von der reinen Schärfe bzw. Bildqualität (weit) abgeschlagen: Fotos von meinem damaligen Huawei Mate 20 Pro in Norwegen (wenig Lichtverschmutzung da mitten im Nirgendwo aufgenommen).
Das gecropte Mondfoto sowie die Sternenspuren sind aus Deutschland.
Auch wenn hier denke ich KI im Spiel ist, klasse was mit dem Handy aus der Hand (außer das mit dem Sternenhimmel, das war langzeitbelichtet) möglich ist.
MfG, R++
PS: Alles unbearbeitet. Mit Schwarzwertanpassung/Schärfe geht da noch einiges.
@Boimler im Zeitraffer sieht man auch schön, warum die Polaruhr im Polarfinder erforderlich ist. Der Polarstern ist zwar technisch sehen genau im Norden, aber nicht vollständig.
Falls einer von euch eine Brennweite Richtung 3-4 Meter zur Verfügung hat, ist eingeladen gerne mal das System zu fotografieren. Denn das Sternensystem des Polarsterns ist tatsächlich ein Trinäres Sternensystem
in der Sternwarte haben wir zwar ein 5250 mm 20" RC aber das ist für die automatische Beobachtung und Mapping für Variable Sterne konfiguriert und vollständig automatisch also kann ich das nicht mal eben machen ^^
Ist sie. Das mit der "mondmap" klappt leider auch mit einem Mozzarella den man hochält
aber an der Stelle sei erwähnt, dass man auch sehr gut einen mount für das eigene Handy für das okular 3D drucken kann und es dort sicher befestigt. Die Sensoren sind solide genug, dass man damit auch feine Bilder machen kann, was den Mond und Planeten betrifft. Deep sky geht nur, wenn auch Bulb mode und RAW unterstützt werden
Ich habe meinen Einstieg in die Astrofotografie bislang nicht bereut. Heute verfügen wir über Gerätschaften die das schon sehr erleichtern. Das betrifft sowohl die Digitalkameras als auch günstige hochwertige Teleskop.
Alles was es braucht ist aber eine gute Nachführung (da ist mir der StarAdventurer ans Herz gewachsen. Das reicht für Fotoapparat und je nach Kamerasensor bis stärkeres Teleobjektiv.
Mein Einstig war im August 2014 mit einer gerade noch tragbaren Montierung (AZ-EQ6) und einem 800mm Spiegelteleskop. Und bislang brauche ich nichts anderes. Bei dem kleinen Sensor meiner Olympuskameras hab ich einen "Crop" von 2. Den Rest nach unten habe ich mir dann später eben die kleine Nachtführung zugelegt, weil ich unabhängiger vom Teleskop sein wollte wo ich die Fotoapparat mit Objektiv Huckepack verwendete...
Das alles kann man kaufen - und man sollte sich gut informieren, damit man nicht unnötig viel Geld versenkt.
Das "Hauptproblem" ist aber dann hinterher die Bildbearbeitung, die zumindest in den ersten Teilen des Workflow speziell ist. Und das kann man nicht kaufen sondern muß es sich erarbeiten.
Heute gibt es aber ausgezweichnete Freeware und jede Menge Anleitungen auf der U-Röhre.....
Mittlerweile habe ich zumindest einen Großteil dieser Hürde bezwungen....
Für Anfänger/Einsteiger kann ich nur mitgeben: Verzweifelt nicht an dem was andere zeigen - sondern freut Euch über Euer selbst erarbeitete Bild! Anfangs gibt es halt jede Menge an Problemen zu überwinden, da muß man durch! Letztlich ist jedes Bild immer ein Kampf, nichts geht halt nach Schema F....
Da "unter den Blinden der Einäugige König ist" betreibe ich noch ein Forum für Laien meiner Ortschaft in Engabrunn einen Forum und eine eher Technisches Forum rund um Astrofotografie mit meinen Digitalkameras.
Anbei ein tiefer belichtetes Bild des Orion mit dem 45mm Objektiv (KB Sensoren = 90mm)
in der Sternwarte haben wir zwar ein 5250 mm 20" RC aber das ist für die automatische Beobachtung und Mapping für Variable Sterne konfiguriert und vollständig automatisch also kann ich das nicht mal eben machen ^^
Als ich meine EQ3-2 das erste Mal mit dem Polarfinder eingenordet habe, habe ich überlesen, wie man ohne großen Aufwand den korrekten Pol einstellen kann und mir einen abgebrochen. Am Ende reicht es ja für die meisten Projekte, wenn man Kochab (Beta UMi) nimmt und den Polarfinder dann knapp unterhalb von Polaris Richtung Kochab einstellt. Soweit ich weiß reicht das aus, um mehrere Minuten Belichtung ohne Probleme hinzubekommen.
Macht ihr in der Sternwarte auch Spektroskopie von Variablen? Ich würde mich da gerne mal einarbeiten, weil ich hier im städtischen Umfeld kein sonstiges DeepSky machen kann und zum Rausfahren wegen Familie oft keine Zeit ist.
Auch wenn man damit vermutlich nie eine Frau "rum kriegt".
Hab ich mit dem Pixel 4a/7a auch immer wieder gemacht und bin dann zwischenzeitlich aufs Dwarf 3 umgestiegen.
Aber mittlerweile hab ich das Interesse etwas verloren. Facebook Gruppen sind geflutet mit immer gleichen Bildern.
Ob echt oder KI (unterstützt) generiert kann ich nicht mehr erkennen.
Kein Geld für teueres Equipment und zudem in einem anderen Hobby so erfolgreich dass vieles etwas zurückstecken muss.
Die Bilder finde ich nach wie vor beeindruckend.
Vor allem Zeitraffer mit Bäumen,Bergen, etc. Im Fokus.. und dahinter "dreht" sich quasi der Sternenhimmel.
Bei Youtube gibt's dazu auch eine 5 teilige Doku "Expedition Sternenhimmel".
Eine davon mit dem deutschen Astro Fotograf Bernd Pröschold.
Letztes Jahr, am 30.12. 😉😁
Ergo vor 3 Tagen.. war ich im Zeiss Planetarium und Sternwarte im Erzgebirge.
Einiges "gelernt" und ein tolles foto vom Mond mit dem Handy durchs Teleskop "geschossen".
Astrofotografie ist auch ein Fass ohne Boden, wenn man das möchte. Grundsätzlich ist Astronomie aber ein schönes Hobby, weil ein Teleskop bestenfalls ein Leben lang hält und technisch auch nicht altert. Das ist - zumindest mit Blick auf die Unterhaltskosten - ein Vorteil gegenüber dem Hobby PC/Gaming etc.
Noch mal was interessantes, was Lichtverschmutzung und Möglichkeiten angeht.
Das Foto habe ich mitten in Berlin von einen Balkon aufgenommen. Da ich zweite OG wohne musste ich knapp über ein anders 5 stöckiges Gebäude fotografieren. Hatte auch sehr viel ausschuss, weil Gebäude im Winter ja warm sind und Hitzeflimmern über den Dach erzeugen. Dank Nutzung eines Dual Narrowband Fiters kann man aber gut die Lichtverschmutzung reduzieren. Die Polarausrichtung wurde virtuell am Smartphone gemacht, da ich nur Sicht in den Süden hatte. Dies wurde mit 18x145sec mit einer Sony a7III und Sony 200-600 mit 1,4 Telekonverter.
Das habe ich hier auf dem Land aufgenommen an einer Stelle welches etwas schlechter ist als der dunkelste Ort Deutschlands. Mit einer Omegon veTEC 571C und Askar AFR500 und auch Dual Narrowband Filter.
Aber mit 197x90sec.
Man kann sozusagen sehen, was in einer Großstadt mit schlimmster Lichtverschmutzung möglich ist. Man muss natürlich dazu sagen der Orionnebel ist einer der hellsten Emissionsnebel und dadurch leicht zu machen. Und Emissionsnebel sind ideal für Dual Narrowband Filter die viel Lichtverschmutzung rausfilter.
Dazu noch eine Geschichte, man sieht viele Fotos und Videos im Netz/Fernsehr übers Weltall oder in Lehrbüchern usw. wie unserer Weltall aussieht. Aber wenn man selbst mal im Weltall Emissionsnebel oder Galaxien fotografiert ist es schon total verblüffend. Weil man dann erst realisiert wie Gigantisch alles ist und was da alles los ist.
Gerade wo ich so ein Foto gemacht habe, war ich erstaunt wie groß alles sein muss bei der Menge an Galaxien dort auf einen Foto sind und das nur mit einer kleinen Brennweite von 500mm@APS-C.
Ergänzung ()
Boimler schrieb:
Astrofotografie ist auch ein Fass ohne Boden, wenn man das möchte.
Leider ist eher das Gegenteil der Fall aufgrund billigerem Betrieb (ergo einfach noch mehr Lichtverschmutzung) und Lichtfarben, die der Umwelt so gar nicht zuträglich sind 😕
@-MK Was ich auch eher sehe ist nicht das Problem der Art des Leuchtmittels sondern die falsche Ausrichtung. Oft leuchten die Lampen in ein zu großen Winkel das sie auch seitlich strahlen. Dazu die vielen hellen Objekte wie Häuser und co. die das seitliche Licht wieder reflektieren. Teilweise auch so viel unnötige Beleuchtungen, wie Baustellen wo die Flutlichter 24/7 anbleiben obwohl da keiner arbeitet und das Gelände abgesperrt ist. Für den Wachschutz reicht doch Licht per Bewegungsmelder.
Sehr schöner vergleich. Schmalbandfilter helfen da natürlich ungemein. In dieses Loch bewege ich mich aber erst noch hinein, sobald die Kamera und Computersteuerung passt geplant sind sowohl UV VIS IR breit-filter (ugriz' wem das was sagt)als auch die Schmalband Nebelfilter H alpha/beta, OIII, SII. da ich mit Bortle 3/4 gesegnet bin, je nach Tag, ist auch so eine hübsche Haussternwarte mit zurückziehbarem Dach bei mir etwas was ich gerne realisieren möchte
Kennst Du dort die Gruppe „Astronomie für Anfänger und Einsteiger“? Die haben wir jetzt geschlossen, weil sie die alten Admins offen für jeden gelassen hatten und damit jeder Handyknipser seinen Mist a la „Schaut mal, was habe ich denn da erwischt“ gepostet hatte. Die alten Hasen haben jetzt aber die Gruppe neu gegründet und dieses Mal mit einer neuen Struktur und einem besseren Berechtigungskonzept. Aus der alten hatte ich bisher die meisten Bekannten, seit ich seit 2018 das Hobby betreibe, wenn auch erst von der reinen Beobachtung.
BTW: Wer sich auch damit auskennt: Ich habe auch eine kleine, sieben Okulare von Televue umfassende Sammlung. Darunter befinden sich drei Nagler (Type 4 und 5), drei Delos und ein Panoptic.
Ergänzung ()
TausendWatt schrieb:
Wow, da bekommt man selber Lust ein weiteres Hobby zu beginnen!
ich habe seit ein paar Monaten ein Dwarf 3 und bin natürlich als Einsteiger unterwegs. Bin aber mit de Aufnahmen zufrieden. Allerdings stinken diese gegen eure Bilder ab 😁 ich finde die Nachbearbeitung mit Siril schwierig, kann ich null auskenne, was welches Script tut. Bei Youtube gibt es zwar viele Videos, aber mit unterschiedlichen Empfehlungen.
Als wir noch zu zweit waren, fanden wir das beide sogar ziemlich perfekt, weil jeder mal seine Ruhe haben konnte, ohne dass man sich gezwungenermaßen aus dem Weg gehen musste. Jetzt mit Familie ist das alles etwas komplizierter und ich verlege so langsam alles, was geht, in den Garten. Hat leider zur Folge, dass ich bspw. meinen 8" Dobson kaum noch raus hole, weil der im Stadthimmel kaum nutzbar ist. Aber so passt man sich eben an und @raychan zeigt ja sehr schön, was man fotografisch dann noch erreichen kann, wenn es visuell nicht mehr geht.
ich habe seit ein paar Monaten ein Dwarf 3 und bin natürlich als Einsteiger unterwegs. Bin aber mit de Aufnahmen zufrieden. Allerdings stinken diese gegen eure Bilder ab 😁 ich finde die Nachbearbeitung mit Siril schwierig, kann ich null auskenne, was welches Script tut. Bei Youtube gibt es zwar viele Videos, aber mit unterschiedlichen Empfehlungen.
Das Problem ist generell, dass es die erzielbare Auflösung bei Geräten von der Öffnung abhängt. Daneben wie der Himmel ist. Man muß auch lange genug belichten (können). Meine DeepSky Bilder bei meinem Himmel mit Borthle 4,5 herum, am Rand eines größeren Dorfes zwischen Wien und Krems, erlauben bei F/2 (Foto Objektive) und ISO1250 so 1 Minute Belichtungszeiten am Teleskop mit F/4 (200mm Öffnung) dann eben 4 Minuten...
Aus guten Bildern ansprechende Bilder zu erhalten ist noch einigermaßen machbar für einen Anfänger in der Astrofotobearbeitung. Aber üblicherweise hat der natürlich Anfangs unterbelichtete Bilder an aufgehelltem Himmel. Damit wird die Latte um viele Höher gelegt.
Siril ist sicher die beste Freeware und man sollte sich da letztlich reinarbeiten. Die Einfachste ist Sequator.
Neu und mit U.Tube Videos (mit automatischer Deutscher Übersetzung) wäre Seti Astro Suite - mittlerweile Pro ..... Marek hatte vor einem Jahr begonnen Tools mit KI zu programmieren für PI (PixInsight) und letztlich seine AstroSuite geschaffen. Die hat so ziemlich alles was man braucht.
Bei Mond/Planeten/Sonne sind PIPP und Autostackert das Mittel der Wahl um die Bilder vorzubereiten.
Zur Planung nehme ich einfach Stellarium. Gibt man da seine Werte für Brennweite der Objektive und die Chip/Pixelmaße seiner Kamera ein, kann man sich das Bildfeld bequem anzeigen lassen.
Einfach nicht aufgeben!
Siegfried
Ergänzung ()
Boimler schrieb:
....und ich verlege so langsam alles, was geht, in den Garten. Hat leider zur Folge, dass ich bspw. meinen 8" Dobson kaum noch raus hole, weil der im Stadthimmel kaum nutzbar ist.
Hab zum Glück auch den Garten hier am Land...
Fotografieren tue ich nur wenn alles passt. Zum Glück hat man als Fortgeschrittener die Option einfach spontan, wenn alles passt rauszustellen und es läuft meistens ;-).
Auch bei mir ist der Himmel meist gnädig, sodaß ich schlafen kann :-)
Anfängern muß man aber raten, jede Gelegenheit zu nutzen um Praxis zu bekommen. Dann werden "spontane" Ereignisse auch was.
Oft fragen Leute ohne jegliche Erfahrung gerade kurz mal vor einem spannenden Ereignis wie sie das jetzt am besten festhalten können. Das wird halt üblicherweise nur ein suboptimales Ergebnis liefern , denn die paar Gerätschaften die es braucht muß man beherrschen.
Wie sage ich gerne: "Anfangs hat man alles an Problemen und da sind einige darunter, von denen man nichtmal weiß dass man sie hat".
Wenn es zu Komplex wird am besten wie beim Fliegen: Checklisten machen.
Vor allem wer weit fahren muß, über die Gerätschaften, denn ein essentielles fehlendes Teil verhindert dann Bilder.