Balkonkraftwerk / Automatisierte Insellösung für Luftentfeuchter

mojomojo

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Hi,

ich würde gern den Gartenbungalow (DDR 40 Jahre+) gerne 365 Tage im Jahr entfeuchten, das ganze als Insellösung via Balkonkraftwerk und Speicher wenn möglich. Der Luftentfeuchter ist vorhanden, merkt sich den letzten Zustand und könnte per schaltbare Steckdose ein/aus geschaltet werden. Verbrauch ca. 330W maximal - im Durchschnitt wohl ca. 250W.
Wasser wird direkt aus dem Bungalow geleitet.

(Andere nötige Baumaßnahmen / Abdichtung usw. sind nicht Teil dieser Frage und sind in Bearbeitung)
(Ob sich das in den nächsten x Jahren in Benutzung amortisiert, weiß ich auch erst wenn ich weiß was das kostet, grundsätzlich ist Strom aber 365 Tage verfügbar aus dem Netz.)

Satteldach ist Richtung Süd bei 25° - Ertrag soll nur für Luftentfeuchter reichen, kein Überschuss ins Netz / maximal Stromspeicher füllen.

Meine leihenhafte Vorstellung:
  • 2 PV Module auf dem Dach
  • Stromspeicher, welcher direkt mit den PV Modulen geladen werden kann
  • Programierbarer Ausgang in diese Richtung mit Abhängigkeiten
Tageszeit ok / Stromspeicher x% voll / Ladeleistung ok -> einschalten / Speicher laden
Tageszeit ok / Stromspeicher x% voll / Ladeleistung nok -> einschalten / Speicher leeren bis x %
Tageszeit ok / Stromspeicher leer -> nicht einschalten / laden bis Speicher x%voll
usw.

Da das Gerät selbst eine Einstellmöglichkeit für den Soll Wert der Luftfeuchtigkeit hat bei der es anläuft, wäre es kein Problem es einzuschalten, und es liefe nicht da Sollwert unterschritten / Entfeuchtung nicht nötig.


Andere Ideen oder Gedanken, gerne...
(Lösung Taupunktlüfter ist auch interessant, aber wahrscheinlich am Ende sogar aufwändiger wegen Leitungen zu den Lüftern / entsprechende Umbauten an Fenstern oder Wänden / Stromlos funktioniert das ganze ja dan auch nicht, wenn auch mit deutlich weniger Verbrauch - Fertiglösungen kosten gern auch mal 1000 EUR. - Selbstbau liegt bei ca. 250EUR mit fertiger Platine - Vielleicht ist ja am Ende ein Kombination beider das Beste?!)


Was wäre eine "preiswerte" gangbare PV Lösung mit möglichst wenig Komponenten?
Erfahrungswerte bei solch einer Automatisierung?


Danke.
 
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Normalerweise lohnt sich ein Akku kaum, und über die Herbst und Wintermonate kommt kaum was runter an Strom. Selbst bei größeren Anlagen komm bei grauen Tagen kaum was rum.
 
Am Einfachsten wäre da wohl 2 PV Module und so ein kombiniertes Akku/Wechselrichtersystem was es zB von Ecoflow oder Anker Solix gibt.
Auf der Steckdose soll dann immer Saft anliegen und die Ein/Aus Steuerung der Luftentfeuchter selber machen. Das wäre denke ich mal die absolute Minimallösung. Sind aber immer recht teuer die Dinger..
 
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Das Problem dürfte sein: Gerade bei Wetterlagen, bei denen sich das Entfeuchten wirklich lohnt, könnte es schwierig werden, genug Sonne dafür zu haben (und umgekehrt). Ich würde wenn möglich nicht auf eine Insellösung setzen.
 
Im Winter bekommst du maximal für 3-4 Stunden Strom. Reicht das?
 
"Gartenbungalow (DDR 40 Jahre+)"
Ist der denn so dicht, dass ein Entfeuchten sinnvoll ist? Nicht das du indirekt nur die immer wieder nachziehende Außenluft entfeuchtest. Vielleicht würde eine geregelte Zwangslüftung mehr bringen.
 
Micha- schrieb:
Im Winter bekommst du maximal für 3-4 Stunden Strom. Reicht das?

Besser als nichts erstmal :) - irgendwo muss man ja anfangen...
halwe schrieb:
"Gartenbungalow (DDR 40 Jahre+)"
Ist der denn so dicht, dass ein Entfeuchten sinnvoll ist? Nicht das du indirekt nur die immer wieder nachziehende Außenluft entfeuchtest. Vielleicht würde eine geregelte Zwangslüftung mehr bringen.
Ja, aber das ist ja eine "andere Baustelle", die ich hoffentlich im Laufe des Jahres weiter beseitigen kann,
der Bungalow ist Grundsätzlich gedämmt, Fenster aber nicht 2fach verglast zum Beispiel. Ich werde sie bestmöglich abdichten, Rollos davor sind geschlossen, aber austauschen kann ich sie nicht.

Bunglaow soll nicht komplett saniert werden, nur etwas komfortabler.
Fujiyama schrieb:
Normalerweise lohnt sich ein Akku kaum, und über die Herbst und Wintermonate kommt kaum was runter an Strom. Selbst bei größeren Anlagen komm bei grauen Tagen kaum was rum.
"kaum" ist ja relativ - 6 Stunden am Tag 250W wären ja vielleicht schon ausreichend - mehr immer besser - je nach Akkustand dann halt - will ja kein Auto laden damit...

Insellösung, weil ich ungern in das Netz eingreifen würde, da es zwischen meheren Parteien aufgetielt ist, mit Unterzähler von Anno 1900. Der Hauptzähler Zähler wäre per se aber dazu in der Lage. Alternativ wäre ein 0 Einspeisung mit Netzunterstützung wenn PV zu schwach.

Dachte trennen wäre einfach "einfacher"... aka Insellösung.
 
6 Stunden wird wohl kaum ab Herbst möglich sein, auch wird man schwer auf 250 Watt kommen.
Ne Belüftung würde nur ein Bruchteil an Strom Lieder und möglich bereits ausreichen
 
mojomojo schrieb:
ich würde gern den Gartenbungalow (DDR 40 Jahre+) gerne 365 Tage im Jahr entfeuchten, das ganze als Insellösung via Balkonkraftwerk und Speicher wenn möglich.
Weshalb keine Heizung im Winter? Das reduziert die Entstehung von Feuchtigkeit.


mojomojo schrieb:
Insellösung, weil ich ungern in das Netz eingreifen würde, da es zwischen meheren Parteien aufgetielt ist, mit Unterzähler von Anno 1900. Der Hauptzähler Zähler wäre per se aber dazu in der Lage.
Du brauchst nicht ins Netz eingreifen, das müsste ein Elektriker übernehmen.
Natürlich sollte es an deinen Unterzähler angeschlossen werden, außer die anderen Parteien wollen den Strom für die Entfeuchtung mitbezahlen.
 
mojomojo schrieb:
6 Stunden am Tag 250W wären ja vielleicht schon ausreichend
In den Wintermonaten kannst du mit 2 Panels von Glück reden, wenn da bei Bewölkung mehr als 30W rumkommen.

Ich habe im gesamten Dezember 35kWh mit 2kWp "geerntet". An 10 Tagen davon weniger als 0,5kWh.
Da sammelst du das Sonnenlicht nur für die Wandlungsverluste.
 
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mojomojo schrieb:
kein Überschuss ins Netz /
Warum nicht?
Tu doch der Allgemeinheit im Sommer was gutes.
Es ist viel komplizierter den Überschuss per Nulleinspeisung wegzuregeln als einfach einzuspeisen.

Eine Nulleinspeisung macht nur Sinn, wenn du viel mehr als die erlaubten 2kWp/800W eines Balkonkraftwerks hast und eine Inselanlage macht es nur unnötig kompliziert.

Da wären wir beim nächsten Thema. Wenn du eh schon auf dem Dach anfängst, pack da gleich die erlaubten 4 Panels aufs Dach, nicht nur 2.

330W sind am Tag 8kWh Verbrauch
250W sind am Tag 6kWh Verbrauch

Und das wird ja nicht der einzige Verbraucher sein. Dein Stromspeicher sollte also mindestens 5kWh haben, eher 10. Wobei du im Winter auch den 5kWh Speicher mit einem Balkonkraftwerk nicht voll bekommst.
 
Im Winter bekommst du nichtmal 2kWh Speicher voll.

Realistisch reichen, je nach Eigenverbrauch/Grundlast 4 - 6kWh Speicher bei 2kWp.

Ich habe auch zwei von meinen drei Noahs eingemottet und hole die erst Ende Februar wieder aus dem Keller.
 
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So ganz "richtig" ist es nicht, du kannst aber mit einem Netzumschalter arbeiten:
https://www.fraron.de/einbauzubehoer/netzumschaltung-netzvorrangschaltung-16a-230v/a-85888760/
Du nutzt ein PV Akku System und solange das Power hat geht der gesamte Strom hinter dem Umschalter darüber und sobald der Akku leer ist, wird wieder über das Strom Netz bezogen.
Das ist aber eine Grauzone (die Energieversorger mögen sowas nicht) und da gibt es ein paar Sachen zu beachten (Erdung, Auslöseleistung der Automaten, RCD, etc...).
 
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h00bi schrieb:
Warum nicht?
Tu doch der Allgemeinheit im Sommer was gutes.
Es ist viel komplizierter den Überschuss per Nulleinspeisung wegzuregeln als einfach einzuspeisen.

Wie schon geschrieben gibt es Unterzähler von Anno 1900 gefühlt - welche nicht verändert werden sollten.
SaxnPaule schrieb:
Im Winter bekommst du nichtmal 2kWh Speicher voll.

Realistisch reichen, je nach Eigenverbrauch/Grundlast 4 - 6kWh Speicher bei 2kWp.

Ich habe auch zwei von meinen drei Noahs eingemottet und hole die erst Ende Februar wieder aus dem Keller.

ok, gut zu Wissen


Heizung, 50qm Heizen ohne Nutzen fänd ich jetzt deutlich aufwendiger "sinnloser" - Gegen Frostschäden vielleicht, aber ansonsten...


-> Denke mal das sinnvollste erscheint mir im Augenblick eine Taupunktlüftung im Winter (+ Entfeuchtung via Netz) / Balkonkraftwerk für Sommer vielleicht mit einfachen Stromspeicher der gleichzeitig Wandler ist für PV.

Danke für die Erfahrungswerte.
Werd es mal einfach durchrechnen die Tage.
 
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Ich finde Deine Lösungsvariante mit Entfeuchter schon sinnvoll und auch sparsam in den Anschaffungskosten, da der Entfeuchter ja schon vorhanden ist. Du müsstest nur prüfen, ob der auch mit sehr niedrigen Temperaturen arbeitet.
Mit Akku-Speicher wird das allerdings sehr viel teurer und wenig sinnvoll.
Einfach 2 oder 4 PV-Paneele aufs Dach (oder anderswo) und an einen Wechselrichter anschließen, muss noch nicht einmal eine Insellösung sein, da ja Stromversorgung, wenn auch alt, anliegt. Dann z. Bsp. den Entfeuchter über eine Zeitschaltuhr einfach die Hauptertragszeiten (>250 Watt) , also Mittags, einprogrammieren und schon bist Du für den Anfang fertig.
Wenn Du willst, wählst Du einen Wechselrichter mit optionaler Möglichkeit eines späteren Akkuanschlusses.
Wenn Du noch einen alten Stromzähler hast, dann gleicht dieser durch seine Rücklauffunktion die schwankenden Ertragstage sogar selbständig aus. Musst Du nur am Zähler kontrollieren und die Zeitschaltung dementsprechend anpassen! (also bei Negativzählerstand die Laufzeit erhöhen)
Billiger bekommst Du es nicht entfeuchtet!
 
@ThomasK_7 die günstigen Speicher für BKWs werden zwischen Solarmodule und WR gesteckt. Daher ist der WR im Prinzip egal.

Wenn er noch einen Ferrariszähler hat, wird der i.d.R. zeitnah nach der Registrierung des BKWs im MaStR gegen einen mit Rücklaufsperre getauscht.

Interessant wäre, wie die Abrechnung im Gartenverein läuft, falls es ein solcher ist.
Als ich damals noch einen Garten hatte, gab es einen Hauptzähler und nur über diesen wurde "offiziell" abgerechnet. Jede Laube hatte dann noch einen Unterzähler, der dann jedes Jahr verrechnet wurde.
Bei solch einer Konstellation wird der legale Betrieb eines BKW schwierig, da maximal 800W je Netzentnahmestelle (Hauptzähler) über die vereinfachte Anmeldung als BKW registriert werden können.
Bedeutet quasi ein BKW für den ganzen Gartenverein.
 
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Steuerungstechnisch ist ein unterschiedliches System von Wechselrichter und Speicher aber deutlich komplizierter und man spart nicht wirklich bei der Anschaffung/Betrieb.
Ein Speicher ist aus meiner Sicht aber überhaupt nicht nötig. Die 2-3 Stunden mitttäglicher Betrieb reichen zur Entfeuchtung völlig aus.
 
SaxnPaule schrieb:
Wenn er noch einen Ferrariszähler hat, wird der i.d.R. zeitnah nach der Registrierung des BKWs im MaStR gegen einen mit Rücklaufsperre getauscht.

Interessant wäre, wie die Abrechnung im Gartenverein läuft, falls es ein solcher ist.
Als ich damals noch einen Garten hatte, gab es einen Hauptzähler und nur über diesen wurde "offiziell" abgerechnet. Jede Laube hatte dann noch einen Unterzähler, der dann jedes Jahr verrechnet wurde.

Ja, das auch hier das Problem, mein Unterzähler und der Hauptzähler sind aktuell, andere Unterzähler definitiv nicht, daher ist Einspeisung ins Netz nicht Abrechnungstechnisch möglich.


Entfeuchter, der hat theoretisch eine DeFrost Integration. Was auch immer die kann.
"Insellösung" mit mini Speicher um einfach jegliche Einspeisung zu vermeiden.

Ok, glaub ich muss mich mal etwas in die "Powerstations" einlesen,
ob diese in der Lage wären beim laden den solarstrom zu priorisieren wenn parallel am Netz betrieben werden.

Und wenn Leistung entnommen wird, diese wenn vorhanden direkt aus den PV zu bekommen,
dann wäre keine Einspeisung ins Netz und wenn verfügbar immer PV in Benutzung.

Mehr oder weniger Platzhalter, aber sowas in die Richtung Anker Solix.
Schalten kann man den Ausgang ja dann per Programierbarer Steckdose.

1769085732347.png
 
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ThomasK_7 schrieb:
Steuerungstechnisch ist ein unterschiedliches System von Wechselrichter und Speicher aber deutlich komplizierter und man spart nicht wirklich bei der Anschaffung/Betrieb.
Wieso ist das komplizierter? Der WR ist in dem Fall dumm und man stellt nur im Speicher ein, wann und wieviel er abgeben soll.

@mojomojo Kläre erstmal mit deinem Vereinsvorstand, ob und wie dein Vorhaben möglich ist. Wenn die Konstellation so ist, wie von mir vermutet, funktioniert rechtlich sauber tatsächlich nur eine echte Inselanlage ohne Netzanschluss.

Also: Solarmodule -> Speicher mit integriertem WR -> Im Speicher integrierte Schuko Steckdose -> Entfeuchter

Die Solix wäre da ein geeigneter Kandidat.
 
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Du schreibst es selber, der WR ist dumm.
Der Speicher ist ohne zusätzliche Messinstrumente auch dumm.
Also braucht man noch zusätzliche Messinstrumente, denn WR und Speicher verfügen nicht über eine gemeinsame Kommunikation, was bei einer aus-einer-Hand-Lösung aber der Fall wäre.
 
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