News Bedingungen rechtswidrig: Verbraucherzentrale mahnt Apple wegen Schülerkursen ab

Frank

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#1
Die deutschen Apple Stores müssen ihre Teilnahmebedingungen für Schülerkurse in den Apple Stores spätestens bis zum 10. Juni ändern. Dazu hat sich Apple mit einer Unterlassungserklärung gegenüber dem Verbraucherzentrale Bundesverband verpflichtet. Der Verband hatte die Bedingungen fast vollständig als rechtswidrig kritisiert.

Zur News: Bedingungen rechtswidrig: Verbraucherzentrale mahnt Apple wegen Schülerkursen ab
 

Köf3

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#2
Interessant wäre eher, sämtliche Marketingkampagnen und Angebote mit einer eindeutigen Werbeabsicht, die sich an Kinder richten (und Apples Angebot ist imho genau das), gesetzlich zu verbieten.

Aber mittlerweile ist Marketing/Werbung, welche sich explizit an die ungeschütztesten Gruppen der Gesellschaft richtet, vollkommen üblich.
 

zazie

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#3
Man mag es fast nicht glauben. Leistet sich Apple in D keinen Compliance-Mitarbeiter? Oder darf niemand bei Apple schon nur seinen gesunden Menschenverstand anwenden?
 
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#4
Bestimmt 1:1 aus den AGB der USA übernommen.
Dort bestimmt alles erlaubt.
 
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#5
ja kommt mir auch so vor, das klingt schwer nach USA Recht und keiner hat sich gedanken über D/EU gemacht, sondern es einfach erstmal so übernommen. Die VZ'en machen wirklich gute Arbeit, fällt mir schon öfter auf.

aber bitte, schule = werbefreier raum? das ist doch der totale witz, wenn man sich mal ansieht, das es bereits adidas und nike schuhe für kinder <1 Jahr gibt. kinder und schüler sind doch wandelnde werbeträger, sei es beim ranzen, bei den klamotten oder bei der auswahl der schreibgeräte.
 

CrAzY DiD

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#6
Klar klingt das erstmal nach Panikmache, aber wenn man schon kostenlos für Leute arbeitet (Mitarbeiter kümmern sich ja dann um die Schulklasse), finde ich es nicht verwerflich wenigstens Material für Werbefotos usw. zu sammeln, damit man nach außen hin auch präsentieren kann, dass es solche Ausflüge/Schulungen gibt.

Die Eltern & Lehrer werden ja nicht gezwungen einen Ausflug in den Apple Store zu machen...

Meine persönliche Meinung wäre sowieso, dass man keinen Klassenausflug in Apple, Microsoft oder sonstwas für Stores machen sollte. Natürlich geht es da immer ums verkaufen, soviel ist klar :rolleyes:
 
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#7
In meiner Zeit als Grundschüler Anfang 90iger, gab es allerhand an Werbung.
Der Typ von der Sparkasse brachte jedes Jahr neue Spardosen, Blend-a-dent brachte Zahnbürsten und Zahnpasta, dann gab es Stifte, Hefte und was weiß ich noch alles zum Testen von verschiedenen Firmen.
Ergänzung ()

Klar klingt das erstmal nach Panikmache, aber wenn man schon kostenlos für Leute arbeitet (Mitarbeiter kümmern sich ja dann um die Schulklasse), finde ich es nicht verwerflich wenigstens Material für Werbefotos usw. zu sammeln, damit man nach außen hin auch präsentieren kann, dass es solche Ausflüge/Schulungen gibt.
Schalte erst mal dein Hirn ein und dann schreib Texte. :rolleyes:
Das ist Werbung, da arbeitet niemand kostenlos für irgendjemand, sondern es ist und bleibt Werbung.
Und das du es gut und angebracht findest das man Bilder und Videos von Kindern macht und frei darüber verfügen kann, solltest du eventuell auch noch mal überdenken.
 

CrAzY DiD

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#9
Ich sehe da nicht das Problem, weil niemand dazu gezwungen wird.

Die Schulklassen sollten dort einfach nicht hingehen. Ich persönlich würde meine Kinder dort auch nicht hinschicken.

Nur wenn man den Service KOSTENLOS in Anspruch nimmt, sehe ich kein Problem darin, dass auch Aufnahmen gemacht werden. Nur so kann nach draußen präsentiert werden, dass es diese Schulungen auch gibt.

Wer das nicht möchte, brauch doch nicht hingehen..

Und ja, natürlich ist es Werbung. Ein Wohlfahrtsunternehmen ist eine Firma ja sowieso nicht, sondern die Idee hinter einem Unternehmen ist nunmal die Gewinnabsicht
 
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#10
[...]
Nur wenn man den Service KOSTENLOS in Anspruch nimmt, sehe ich kein Problem darin, dass auch Aufnahmen gemacht werden. Nur so kann nach draußen präsentiert werden, dass es diese Schulungen auch gibt.
[...]
Sehe ich anders. Nur weil man einen Kostenlosen Dienst nutzt heißt das noch lange nicht, dass man all seine Rechte an den Konzern, der den Dienst zur Verfügung stellt abtreten muss.
Zum Glück werden solche Probleme von fachkundigen Personen bearbeitet. Hier hat sowieso jeder eine andere Ansicht dazu, aber solange die Bedingungen Rechtswidrig sind hat sich sowohl Apple als auch jeder andere Anbieter diesem Recht unterzuordnen.
 

Köf3

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#11
Ich frage mich, inwieweit diese Bedingungen auch bei anderen Institutionen als Unternehmen rechtswidrig wären.

Mir sind Internetforen bekannt, wo man bei Treffen quasi seine Bildrechte abtreten muss (ganz zu schweigen davon dass man sich mit Besuch bereits bereit erklärt, jederzeit und überall fotografiert werden zu können). Bilder von solchen Treffen werden dann öffentlich gezeigt (per Google auffindbar). Wer das nicht will, darf nicht kommen. Alternativen oder Kompromisse gibt's nicht.

Von eingetragenen Vereinen habe ich sowas auch schon gehört.
 

homerpower

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#12
Natürlich werden die Kinder gezwungen! Das sind ja Klassen und Gruppenarbeiten und wenn ich der einzige bin der etwas dagegen hat tue ich es eben für die Gemeinschaft.
 

estros

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#13
Früher als Kinder wurden wir gegen Unterschrift(Erlaubnis) auch zig fach fotografiert und ins Internet gestellt. Heute geht das alles nicht mehr. Aus meiner Sicht haben hier die selbsternannten Datenschützer die Oberhand gewonnen, sodass es mehr schadet als nützt.
 
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#14
Da Kinder sowieso rund um die Uhr mit Werbung vollgeballert werden, wird es da keinen großen Schaden geben ;-)

Nee im Ernst - ich finde Veranstaltungen nicht grundsätzlich schlecht. Ich finde es in Ordnung, wenn Menschen aus der Wirtschaft an eine Schule kommen und Dinge vorstellen. Grundsätzlich sollte fachliches Wissen in der Oberstufe eher aus der Wirtschaft kommen, da die Kinder so am besten das reelle Leben im Beruf kennen lernen könnten.
Ein Biologe, Chemiker und Informatiker kommt einmal die Woche und hält eine Doppelstunde unter Beaufsichtigung und mit Unterstützung des Pädagogen. Dafür wird er vom Kultusministerium entschädigt (beispielsweise). Diese Menschen aus der Wirtschaft haben mehr Ahnung von der Materie und wie diese aktuell im Berufsleben anzuwenden ist.

Andererseits sollten Klassen hierbei wenn möglich nicht die Schule verlassen müssen, sondern die schulinternen Räume nutzen. Werden Gerätschaften benötigt, könnten diese vom entsendenden Unternehmen geliehen werden, sollten diese transportabel sein. Sind die Gerätschaften nicht zu transportieren oder spezielle Räume sind notwendig für die Aufgaben, könnte man über Ausflüge als Ausnahme nachdenken. Ausweichend könnten Unternehmen auch Schulräume finanzieren oder mit ausstatten. Das aber alles ohne Werbung im Saal.


Aber Kinder zu Lehrgängen einzuladen, dann als Werbestatisten zu nutzen und die Möglichkeit Interviews mit ihnen zu veröffentlichen, halte ich für etwas übertrieben.
 

CrAzY DiD

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#15
Wenn es gesetzlich problematisch ist in Deutschland, dann muss sich Apple nunmal auch an die Gesetze halten, soviel ist klar.

Abgesehen davon, habe ich meine Meinung geäußert & so sehe ich das nunmal auch aus Unternehmersicht. Bin ja ebenfalls Selbständig & würde auch nicht kostenlos arbeiten, wenn ich keinen Nutzen davon hätte.

Klar ists bei Kindern immer problematisch, deswegen dünnes Eis :)
 
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#16
Unterricht ist doch längst nicht mehr neutral. Politisch wird denen dort auch eine bestimmte Richtung eingetrichtert. Kindern vorgeschrieben was sie wie zu sehen haben. Eine eigenständige Meinung ist nur erwünscht solange sie dem politischen Mainstream entspricht.
Im Grunde müsste sich da sowieso sehr viel ändern. Wir wäre es auch mal wenn man Kindern das Finanzsystem erklärt? Naja ist aber auch net erwünscht. Die Leute die damals nach der 10. abgegangen sind von meiner Schule und kein Abi gemacht haben, wenn man die nach 5 Jahren wiedergesehen hat hat man gemerkt dass die deutlich mehr gelernt haben in der Zeit als man selbst auf der Schule, zumindest was nützliches angeht für das eigene Leben.

Dass man hier ein US-Unternehmen einfach mal machen lässt in den Schule wäre sowieso sehr kritisch zu betrachten. Wollen wir das Kinder abhängig gemacht werden von einem Unternehmen? Und wenn schon, wäre es dann besser nicht zumindest wenn es inländische Unternehmen sind? Irgendwie fördern wir so doch das Ausland,was nicht schlimm wäre, wenn es nicht gleichzeitig zu Lasten des Inlands wäre.
Ich denke in den USA würde man sowas bei einem ausländischen Unternehmen auch nicht zu lassen.
 

iimpact

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#17
Nur wenn man den Service KOSTENLOS in Anspruch nimmt, sehe ich kein Problem darin, dass auch Aufnahmen gemacht werden. Nur so kann nach draußen präsentiert werden, dass es diese Schulungen auch gibt.
Nur weil Apple nicht direkt mit Geld vergütet wird ist das Ganze noch lange nicht kostenlos. Du schreibst es ja selber, man Zahlt mit seinen Bildrechten und sonst was.
 

CrAzY DiD

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#18
Genau, und deswegen ist es ein Win/Win für beide Seiten :)
 

scornthegreat

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#19
Man darf auch nicht vergessen, dass Apple bei diesen Veranstaltungen selbst massiv Werbung gemacht hat und unter anderem USB-Sticks mit Apple-Logo und T-Shirts verteilt hat.
 
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