Berufsunfähigkeitsversicherung: Fallen, Tips und eure Erfahrungen

Ein Forenthread ersetzt keine Beratung, wie bei allen Versicherungsprodukten gilt seit der Deregulierung - Toyota, alles ist möglich. Es gibt kein Standardprodukt, gerade im Bereich der selbsständigen Berufsunfähigkeitsversicherung.

Als erstes solltest du dich gründlich informieren -> Verbraucherzentrale, Finanztest, selbst mal ein Bedingungswerk lesen

Zweitens, gibt es ein paar Inhalte die ein Vertrag schon beinhalten sollte, ein paar wurden hier bereits erwähnt wie der Verzicht auf die abstrakte Verweisbarkeit, Nachversicherungsgarantien, Leistungsendalter und Schlussalter möglichst nahe des erwarteten Renteneintrittsalters (65 Jahre aufwärts) etc... da gibts ne wunderbare Checkliste auf test.de http://www.test.de/themen/versicher...versicherung-Fragen-Antworten-1560151-2560151

Drittens, eine BU sollte schon von der Rentenhöhe angemessen seien, eine BU mit einer Rente unter 700 Euro im Monat ist Müll, da kannst du auch gleich die Sozialleistungen beziehen.

Bei meiner BU ist mein zukünftiger Beruf versichert, bin momentan Student habe aber vorher eine Ausbildung absolviert (Versicherungskaufmann - Bachelor Versicherungswesen)
Das sollte man aber mit dem Versicherer abklären.

Ich würde die raten eine selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschliessen (steuerlicher Vorteil, wie auch mehr Flexibilität bei Zahlungsschwierigkeiten).
Es gibt sehr gute Einsteigerangebote, wo man in den ersten 5 Jahre einen verringerten Beitrag zahlt.... finde ich gerade für mich sehr sinnvoll, da einem als Student doch das Geld fehlt.
Sicherlich habe ich ne guten Überblick über den Markt (Berufsunfähigkeit, Erwerbungsunfähigkeit, Unfallversicherung, Dread-Dease Versicherung und was es da nicht noch alles gibt etc..) aber du solltest dir wirklich die Zeit nehmen und dich für einen Vertrag entscheiden.

Hier nochmal ein paar hilfreiche Links:
http://www.klipp-und-klar.de/versicherungen/berufsunfaehigkeitsvers/index.jsp
http://www.map-report.com/vmental.htm <-- da gibts unter BU auch ne gute Übersicht über die Berufsklassen
http://www.verbraucherzentrale-bayern.de/UNIQ130416309117475/link26576A.html
 
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Bin schon ein paar Jahre raus aus der Thematik, ich hab damals (vor ca. 10 Jahren) noch gelernt, dass eine reine BU-Versicherung oft teurer ist, als das ganze über ne Zusatzversicherung zu einer Risiko-LV abzudecken. Und auch wenn man noch keine Familie etc. abzusichern hat, bei den wenigsten wird das ihr Leben lang so bleiben. Sofern also noch keine Vorerkrankungen vorhanden sind, lohnt es sich, auch darüber schon mal nachzudenken. Müssen ja keine Unsummen sein, die man da als Todesfallleistung absichert. Und Risiko-LVs kosten nicht die Welt.

Also einfach mal vom Vertreter des Vertrauens ein Angebot für ne selbständige BU und eins für ne BU als Zusatzvericherung zu ner Risiko-LV anforden. Kann sein, dass sich das preislich gut rechnet.
 
Die Logik erschließt sich mir nicht so ganz. Jede Versicherung (egal ob Summen- oder Risikoversicherung) wird über einen entsprechenden Tarif durch einen Aktuar kalkuliert. Jedes Risiko benötigt einen finanziellen Ausgleich in der Zeit und im Kollektiv. Sprich wir nehmen einfach mal das Risiko Sterblichkeit. Mit Hilfe der Sterbetafel wird das ganze berechnet, hinzu kommen Beiträge für das versicherungstechnische Risiko, Sicherheitszuschläge, Kostenzuschläge (Verwaltung,Abschluss etc..) plus Versicherungssteuer.

Jetzt erklär mir mal mit der Logik bitte, wie die reine BU günstiger seien soll als eine BU inform einer Zusatzversicherung. Hier hat der Aktuar mal fünf gerade seien lassen oder wie?
Kann natürlich ein Lockangebot seien, dass einfach zu günstig bzw. mit Verlust kalkuliert ist.....

Und ja am besten eine Versicherung mit Beitragsrückgewähr..... damit der Laie es auch mal blickt, sowas ist meistens eine teure Risikoabsicherung gepaart mit einem schlecht verzinsten Sparvertrag.
Wie gesagt, Risikoabsicherung vor Sparvertrag und das ganze am Besten getrennt voneinandern.
 
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Die Logik dahinter war die, dass bei einer reinen BU die Risiko Gegenauslese schlechter, sprich dass subjektive Risiko höher ist.
 
Es gibt bei der BU ein kleines Problem. Sie ist nominell zwar von der Steuer absetzbar – aber die Freigrenzen sind so niedrig, dass diese quasi durch deine Krankenversicherung schon ausgefüllt ist.

Ich habe eine BU in Kombination mit einer Altersvorsorge. Dazu wird diese Kombiversicherung zu 51% als AV und zu 49% als BU eröffnet – und fällt somit steuerlich unter AV und kann damit voll abgesetzt werden.

Praktisch ist es auch, da du am Ende eine Rente daraus erhältst. Was man natürlich dazu sagen muss ist, dass die Versicherung dadurch um einiges teurer wird. Wenn du dich z.B. auf EUR 2000 versicherst im Falle der BU, dann musst du natürlich das Doppelte des fälligen Beitrages +1% in die AV stecken.

Der Steuervorteil war für mich jedoch ausschlaggebend. Eine „Empfehlung“ in dem Sinne, dass ich dir eine bestimmte Versicherung ans Herz legen würde, kann ich dir auch nicht geben (HUK schon gar nicht – aus persönlichen Gründen). Meine Empfehlung ist eher, dass du dir mehrere Versicherungen anguckst.

Wichtig dabei ist die Leistung im Falle der BU und deren Ausschlusskriterien. LESEN VERGLEICHEN – LESEN – VERGLEICHEN. Das ist das A und O. Es sollte zumindest soviel bei der BU rauskommen wie du jetzt verdienst. Besser ist es, wenn etwas mehr dabei rumkommt.

Lass dich dabei auch nicht auf „dynamische“ Versicherungen ein. Dynamisch heißt zwar, dass du es anpassen kannst – es heißt aber auch, dass jede Anpassung in effektiv einem neuem Vertrag mündet. Und die Versicherung zieht dir dann alle Kosten dafür von deinen Beiträgen ab. Wenn du also eine jährliche Dynamik hast, zahlst du effektiv bis zu 50% nur die Kosten der Versicherung.

Ich bin bei der Nürnberger – kann jetzt aber pauschal nicht sagen, dass diese „die Besten“ sind. Das hängt definitiv von deinen Ansprüchen an die Versicherung ab.
 
Wenn du eine Bu abschließen willst, musst du eine Menge beachten, um am Ende auch wirklich deine zugesprochenen Leistungen zu erhalten. Die wichtigsten wurden bereits mehrfach genannt. Zusammengefasst sind sie auch hier nochmal gut erklärt http://www.berufsunfaehigkeit.com/vertrag-wissenswertes
Erfahrungsgemäß kann ich sagen, dass die Versicherungsunternehmen, bei rechtmäßigen Vertragsabschluss auch zahlen. Wichtig ist es nur sich im Vorfeld nicht übers Ohr hauen zu lassen und selbst weitreichende Informationen zu Besonderheiten einzuholen. Von Vorteil ist es dabei mehrere Tarife von verschiedenen Versicherungen zu vergleichen um so den individuell passenden Tarif für sich zu finden. Auch ist es wichtig alle Fragen bei der Gesundheitsprüfung wahrheitsgemäß zu beantworten..hier liegt nämlich die grüße Gefahrensquelle, wenn es darum geht, dass die Versicherer im Ernstfall aus dem Vertrag und den Leistungen herauswinden können. Also nimm dir ausreichend Zeit um dich über alles was in deinem Vertrag steht zu informieren. Lieber jetzt etwas mehr Zeit investieren, als im Ernstfall ohne was dazustehen...
 
Ah hier noch etwas, jaja ich will euch doch nicht allen wieder angst machen und panik auslösen aber: die Leute die nicht nur eine BU abschließen sondern BU mit extra-super-hyper Zusätzen (wie Rente etc.) ist Risikofreudig. Weil wenn mal was mit der Versicherung ist (nehmen wir mal das wohl alle schlechteste Situtation an, also wenn die Pleite sind) hat man dick verloren. Das ist dann nicht einfach "unschön", sondern man steht da und weiß nicht mehr weiter.
 
Im kommenden Finanztest (test.de) gibts ein Special zur BU. Empfehlenswert!
 
Hallo. Die wikipedia-Seite zu BU finde ich auch ganz gut. Diese Seite ist im Prinzip auch ganz informativ: Berufsunfähigkeitsversicherung. Allerdings finde ich persönlich die wikipedia-Seite besser. Persönliche Erfahrungen mit BU habe ich bislang noch nicht gemacht, da ich schlichtweg keine habe;). Ich bin bzgl. Versicherungen etwas vorsichtig.
 
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