News Big Tech im Visier: EU startet DMA-Ermittlungen gegen Apple, Google und Meta

Und Microsoft?

  • Dubios Verträge zur Vorinstallation auf Computern wie in den 90ern. Zuletzt mit Qualcomm. Behinderung von Linux und BSD.
  • SecureBoot zur Behinderung von Linux und BSD.
  • ACPI zur Behinderung von Linux. Alt, aber gut nachweisbar da gerichtlich dokumentiert. Und bis heute folgenreich.
  • Pluton Sicherheitskoprozessor sowohl Intel und AMD aufgezwungen.
  • Windows 10 mit Cloudkonto bei Netzwerkverbindung, ab Windows 11 nicht mehr sicher umgehbar für Privatkunden.
  • Vernachlässigung von Exchange-Server und Kunden in die Cloud zu treiben. Und dann deren Daten auch noch zu bekommen.
  • Outlook “Webanwendung” welche fremde Passwörter auf Microsoft Cloud speichert (in die jetzt oft genug eingebrochen wurde) und das im Kleingedruckten versteckt.
  • Missbrauch von Daten für Intelligenz erweckende Assistenten (sogenannte KI-Software) z.B. durch die Übernahme von GitHub.

Was sie morgen machen sollte auch auf die Lust. Vielleicht ein Embrace, Extend and Extinguish mit WSL2?
 
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Die reichen von einer Geldbuße von bis zu 10 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes bis zur Verpflichtung, bei systematischen Verstößen einen bestimmten Geschäftsbereich zu verkaufen.
Interessant, dass man rein in der Theorie sich hier so starke Hebel offen lässt.
Praktisch aber würde mich es mehr als überraschen, wenn 10% des Jahresumsatzes oder der Verkauf von Bereichen erzwungen würde...

Und dabei wäre sicher mal ein Exampel gut: hier wirklich mal eine oder mehrere Mega-Corps für objektiv vorhandene absolute Anti-Kunden-Taktiken bestrafen damit auch die übrigen CEOs immerhin ein klein wenig umdenken.

Neben Apple, Google, Facebook oder Amazon wäre hier auch ein Vorgehen gegen Drucke-Hersteller nett: so sehr Anti-Kunden wie ein Großteil dort ist quasi keiner. Und die letzten Bußgelder gegen diese waren ja so lachhaft, dass natürlich kaum bis keiner den Kurs um nur einen Prozent gedreht hat...
 
Kadett_Pirx schrieb:
Welches offene System meinst du damit?
Das letzte Mal als Microsoft APIs offen gelegt hat, hat die EU das erzwungen. Nach vielen Jahren und Gerichtsurteilen.

https://www.heise.de/news/EU-Kartel...echnik-unter-Open-Source-Lizenzen-107991.html

Ja. Das waren deren ernst. Die Umsetzung der API durch Dritte mit quelloffenem Code wollte Microsoft verbieten.

https://www.heise.de/news/Microsoft...-EU-Wettbewerbshueter-nach-Update-187549.html

Seit dieser Zeit läuft Exchange und SMB akzeptabel. Die kommerzielle Konkurrenz war zu diesem Zeitpunkt ausgelöscht.



Die winzigen Sträfchen…zehn Jahre später. Die erreichen nichtmal eine Milliarde. Und wisst ihr was die Bande heute macht? Edge als Default festnageln. Browserweichen gegen Firefox in Teams…2001 ist zurück.

Was halt passiert, wenn man eine Branche nicht durchgehende reguliert, welche zur Monopolisierung neigt. Aufseher im Aufsichtsrat platzieren (zwei je BigIT als Minimum wäre meine Idee) und dann wie bei AT&T regulieren - Verbot zum Betritt neuer Geschäftsfelder. Ich vermute es wird keine nachhaltigen Innovation wie bei AT&T (UNIX, C, Quellcode, Dokumentation) folgen. Aber besser als eine Zerschlagung, durch die Monoponeigung der Software, würde sich die Unternehmen sofort wieder dem Monopol widmen.
 
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Haldi schrieb:
Hast du einen Vertrag mit Microsoft wo sie dir ein Sicheres Stabiles System verkaufen?
Sämtliche Microsoft Services werden "as is" verkauft mit bekannten und unbekannten Sicherheitslücken.
Dem hast du beim zustimmen der EULA zugesagt.
An deiner Stelle würde ich mir nochmal die Microsoft Thematik genauer anschauen. Dafür muss und sollte man Microsoft definitiv nicht in Schutz nehmen.
 
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Krik schrieb:
Weil unsere Unternehmen sich an die Spielregeln halten und nicht durch dubiose, marktverzerrende und manchmal auch dreist kriminelle Aktionen die Konkurrenz ausstechen. Nur durch diese Taten sind Google, Apple & Co. in eine Monopolstellung aufgestiegen. Wäre der Erzkapitalismus in der USA nicht, hätte wir wahrscheinlich dutzende Konkurrenten in jedem Gebiet.

Das glaubst Du doch selbst nicht. Der Grund auf den ich hinaus wollte ist ein anderer: Hyperregulierung und eine ausgeprägte Wirtschaftsfeindlichkeit in der EU.

Ganze Armeen von Bürokraten stehen jeden morgen in diesem Teil der Welt auf und fragen sich, was sie heute mit neuen Gesetzen, Vorschriften und potentiellen Strafen überziehen können, ohne auch nur einen Cent an Wertschöpfung zu leisten!
 
Sehr schön dass die Regulierungsbehörden so langsam mal verstehen was da so passiert.

Jetzt nur noch mal den Fossilen Konzernen und der Energiebranche auf die Finger schauen...
 
Mr.Seymour Buds schrieb:
Wirtschaftsfeindlichkeit
Faire Regeln und mehr Wettbewerb wirken sich tatsächlich förderlich auf die Wirtschaft aus, möchte ich meinen.
 
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NameHere schrieb:
Dafür muss und sollte man Microsoft definitiv nicht in Schutz nehmen.
Oh... Ich möchte die auf keinen Fall in Schutz nehmen.
Egal ob es nun Grob fahrlässig oder nur nicht ganz korrekt war. Microsoft hat definitiv einige Schwachstellen zu beseitigen.

Tatsache ist aber das du nicht absolut sichere Software von Microsoft bekommst weil sie dir das nie garantiert haben.
Ist ja keine Software für eine Bank
 
Nehmen wir uns mal das Beispiel des App-Stores. Wie soll ein Unternehmen Gewinne verdienen, wenn jede Software preislos ist (zb OS Android). Da kann ich es schon verstehen, dass man seinen App Store von Entwicklern bezahlt haben möchte. Irgendwo muss ja das Geld herkommen, um die hohen Kosten zu decken. Wettbewerb gibt es in Nordamerika übrigens auch. Welche Regeln "fair" sind müssen wir allerdings noch festlegen.
 
Haldi schrieb:
Tatsache ist aber das du nicht absolut sichere Software von Microsoft bekommst weil sie dir das nie garantiert haben.
Ist ja keine Software für eine Bank
Wissentlich Service anzubieten obwohl die Systeme kompromittiert sind, ist was ganz anderes.
 
Mr.Seymour Buds schrieb:
Nehmen wir uns mal das Beispiel des App-Stores. Wie soll ein Unternehmen Gewinne verdienen, wenn jede Software preislos ist (zb OS Android).
Auch bei Android kannst du Apps kaufen. Der Unterschied zu Apple ist, dass bei deren Klientel das Portemonnaie etwas lockerer sitzt.
Mr.Seymour Buds schrieb:
Irgendwo muss ja das Geld herkommen, um die hohen Kosten zu decken.
Welche hohen Kosten? Schau dir die Zahlen an, Apple macht 100 Mrd. Gewinn, also Überschuss im Jahr, hat fast 50% Marge. Solche Preise kann man nur in einem festgefahrenen Duopol verlangen. Ähnlich ausgestattete Android sind ja mittlerweile ähnlich teuer.
Mr.Seymour Buds schrieb:
Wettbewerb gibt es in Nordamerika übrigens auch.
Haha, wo denn? Wie gesagt, im Smartphone-Markt schon lange nicht mehr. Huawei wurde ja sogar ohne stichhaltige Beweise aus dem Markt gemobbt.
Mr.Seymour Buds schrieb:
Welche Regeln "fair" sind müssen wir allerdings noch festlegen.
Nö, die wurden bereits festgelegt, nennt sich DMA. Darum geht's hier ja.
 
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aspro schrieb:
Welche hohen Kosten? Schau dir die Zahlen an, Apple macht 100 Mrd. Gewinn, also Überschuss im Jahr, hat fast 50% Marge. Solche Preise kann man nur in einem festgefahrenen Duopol verlangen.
97 Milliarden von 383 Milliarden sind bei mir aber keine 50%.

Bei einzelnen Produkten hat Apple vielleicht eine theoretische Marge von 50% oder höher.
Der Gewinn liegt aber bei knapp 25%, was sehr gut ist.
Das haben aber andere Firmen auch ohne Probleme.
Meta, Alphabet und co. liegen auch in diesen Regionen.

Und nur weil eine Abteilung eine gute Marge hat, muss die andere ja ebenfalls wirtschaftlich arbeiten.
Bei uns ist das so, dass alle Abteilungen einen Gewinn erwirtschaften sollen (Verwaltung ausgenommen).
 
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@Nightmar17
Die Bruttomarge in 24Q1 war ca. 46%. Die Marge bei den Services lag sogar bei 73%.
Um die genauen Zahlen ging es mir aber auch nicht. Nur um eine Entgegnung, dass Apple angeblich so hohe Kosten habe, was offensichtlich eine weltfremde Behauptung ist.
 
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halbtuer2 schrieb:
Glaubst du das wirklich, was du da schreibst?
Wenn auf die Gesetzestreue anspielst: Ja, wir haben auch unsere schwarzen Schafe. Aber die bekommen sofort was auf die Nüsse, wenn sie gegen die Spielregeln verstoßen. Bei den Amis bekommt nur der Recht, der mehr Geld hat.

Mr.Seymour Buds schrieb:
Ganze Armeen von Bürokraten stehen jeden morgen in diesem Teil der Welt auf und fragen sich, was sie heute mit neuen Gesetzen, Vorschriften und potentiellen Strafen überziehen können, ohne auch nur einen Cent an Wertschöpfung zu leisten!
Das ist übertrieben, und das weißt du auch. Die Bürokraten regulieren den Markt doch nur, weil ungezügelter Kapitalismus zu den Zuständen in der USA führen. Eine Monatspackung Insulin kostet in den USA rund 250 €, im Extremfall auch bis zu 1800 US$. In Deutschland sind es 65 €, die ganz oder teilweise von den Krankenkassen übernommen werden.

Firmen sind per Definition gierig. Wenn man nicht will, dass diese Gier einem alles im Laufe der Zeit kaputt macht, dann muss man sie regulieren. Das haben sogar die Amis teilweise erkannt, und verfügt, dass Insulin künftig nur noch 35 € im Monat kosten darf. Von 250 € auf 35 €, das nenne ich mal Marge.
 
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@aspro Ich fand die 30% vor 10 Jahren noch angemessen, als es noch nicht so viele Abomodelle gab.
Als immer mehr Entwickler zu Abos umgestiegen sind, hätte meiner Meinung nach eine Anpassung der Gebühr erfolgen sollen.
Bei dauerhaften Abos wären 7-10% mehr als in Ordnung.
 
Das ist genau das Ding. In einem funktionierenden Markt, wo Unternehmen noch tatsächlich in Konkurrenz stehen, hätte sich früher oder später ein Unternehmen gefunden, was die gleichen Apps für weniger Kosten angeboten hätte und Apple hätte sich überlegen müssen, ob sie ebenfalls die Gebühren entsprechend anpassen. Aber durch das bisherige Verbot alternativer App Stores wurde dieser Wettbewerb schon im Ansatz eliminiert und es besteht überhaupt kein Grund die Gebühren anzupassen. Außer etwas Imageverlust haben sie nichts zu befürchten. Umso irritierender, dass sich sogar noch genug Fanboys finden, die das auch noch verteidigen.

Dass nun sogar die amerikanische Regierung, die sonst eine protektionistische Politik verfolgt, eine Klage gegen Apple einleitet, sollte Beweis genug sein, dass hier der Bogen weit überspannt wurde.
 
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NameHere schrieb:
Warum dann auf Umsatz verzichten und sich aus der EU zurück ziehen?

Eben, das würde keiner machen.
Ergänzung ()

imperialvicar schrieb:
Einfacher wäre es Handys ab 18 und sogenannte soziale Medien erst ab 21 mit Klarnamen und ID Feststellung.
Das würde viele Probleme lösen und bis zum 21. Lebensjahr mehr Bildung fördern.

Also deinen Beitrag fasse ich mal als pure Ironie auf.

Warum bist du denn dafür, wenn Du es ernst meinen solltest?
 
Aktuell gibt es Spekulationen, ob sich Apple nicht einfach (ggf. teilweise) aus der EU zurückziehen sollte bzw könnte. Künstlich angehobene Strafen wie kürzlich bei der Beschwerde von Spotify, eine gewisse Willkür bei allem (wie so häufig ein recht vages Gesetz mit viel „Auslegungsspielraum“ unter Androhung exorbitanter Strafen), interessante Rechtsauffassungen wie "nicht den Wortlaut des Gesetzes erfüllen, sondern den Geist dahinter" und ggf. jahrelange Rechtsstreits für wohl 7% am weltweiten Umsatz (dafür aber 10%-20% Strafe wenn es der EU beliebt)

https://daringfireball.net/2024/03/eu_share_of_apples_revenue

Spannende Überlegung. Keine Ahnung, ob sich Apple sich das leisten könnte oder wöllte, aber es wäre eine Ironie der Geschichte, wenn der „mehr Wettbewerb“-DMA letztendlich die Android-Vorherrschaft in der EU in ein absolutes Monopol verwandeln würde. Ich würde es mir fast wünschen und frage mich, welche Smartphones die EU-Kommissare dann wohl in Zukunft nutzen.
 
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