Bluescreens nach jedem Kaltstart

xCronoSx

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Hallo,
ich hab seit ein paar Wochen einen neuen PC gekauft den ich selbst zusammen gestellt hab und zusammenbauen lassen vom Händler. Nach jedem Kaltstart treten immer wieder Bluescreens auf mit folgenden 5 zufällig auftretenden Fehlermeldungen:
- IRQL_NOT_LESS_OR EQAL
- PAGE_FAULT_IN_NONPAGED_AREA (SYMEFASI64.sys oder NTFS.sys oder FLTMGR.sys als auslösende Datein)
- SYSTEM_THREAD_EXCEPTION_NOT_HANDLED (NTFS.sys)
- KERNEL_SECURITY_CHECK_FAILURE
- MEMORY_MANAGEMENT

Schalte ich dann den PC aus und wieder an fährt er ohne Probleme hoch und ist bisher auch nach mehreren Stunden in Benutzung nicht abgestürzt, also alles läuft danach stabil.
Ich hab versucht selbst das Problem zu lösen und einige Foren durchgesucht die auch diese Bluescreens haben aber nichts hat geholfen. Beim googlen nach den Fehlern stand oft da das es an vielen Faktoren liegen kann, da das richtige zu finden ist wahrlich schwierig. Hab soweit alle Treiber aktualisiert, CHKDSK ausgeführt und keine Fehler gefunden, Memtest +86 ausgeführt keinen einzigen Error beim Durchlauf.
Mein System:
- CPU: i7 6700k
- GPU: Nvidia GTX 960 4GB
- RAM: Corsair DIMM 16GB DDR3L-1600 Kit CL 9-9-9-24
- Mainboard: GIGABYTE GA-Z170 HD3 ATX
- Festplatte: Samsung MZ-750250BW (SSD 250GB)
- Netzteil: Thermaltake Berlin 630W

Aufgefallen ist mir aber das bei CPU-Z beim RAM CL 9-9-9-28 angezeigt wird aber im BIOS steht dennoch CL 9-9-9-24 und die Auto Einstellung des Systems, kann das evtl. die Bluescreens auslösen? Ich traue mich nicht wirklich selbst auf eigene Faust im Bios an den Einstellung zu fummeln bevor mir die Hardware kaputt geht.
Hoffe ihr könnt mir helfen. Danke im voraus :)
 
Das ist ein Onlinehändler, da müsste ich den Rechner dort hin schicken und ne weile warten bis er wieder zurück kommt und am ende waren es nur kleine dinge die man einstellen muss was man auch selbst machen kann. Daher frage ich erstmal hier bevor ich größeren Aufwand betreibe.
 
Möglicherweise Coldboot Bug. Hatte ich vor kurzem auch bei einem von mir verbauten System.

Ursache ist in dem Fall der Speicher gewesen, der nach einem Kaltstart halt Fehler verursacht hatte. (Ein Indiz dafür auch die verschieden artigen Fehlermeldungen) Memtest hat auch nur nach einem Kaltstart Fehler beim Speicher erkannt. Hat man das ganze anschließend wiederholt lief der Test ohne Fehler durch.

Daraufhin Speicher reklamiert. Mit dem ersetzen Speicher lief dann das System ohne weitere Fehler.

Daher um sicher zu gehen. Führe einmal einen Memtest nach einem Kaltstart und Warmstart durch. Sollten dabei Fehler auftreten, dann musst du eh den Händler anschreiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die Antwort, werde es morgen mal probieren.
Mit dem ersetzten Speicher meinst du damit den gleichen Speicher als Tausch gegen den defekten oder einen anderen Speicher(anderer Hersteller) als alternative für einen Speicher der nur nicht Kompatibel mit dem Board ist und dadurch die Fehler verursacht?
 
Der ersetzte Speicher war von der Bezeichnung her der gleiche. Wie gesagt, beim Händler reklamiert und daraufhin halt ein 1:1 Austausch bekommen.

Da war halt der Ursprüngliche Speicher defekt gewesen, passiert halt mal. Mit Kompatibilität hat das nicht viel zu tun, wenn der Speicher von Typ her im Board funktioniert, dann gibt es da in der Regel keine Probleme es sei denn der Speicher ist defekt. Die Kompatibilitätslisten im Boardhandbuch, sind nur ein Anhaltspunkt.
Die Hersteller testen in der Regel eine Handvoll Speicher. Diese Listen sind nicht allumfassend und nach einer gewissen Zeit auch nicht mehr aktuell.

Daher ist es völlig egal ob Speicher XY da mit auftaucht oder nicht. Wichtig ist nur welchen Speichertyp das Board generell unterstützt (z.B. DDR3, DDR4, Clockspeed, / (un)buffered / (un)registered) danach dann halt den Speicher aussuchen.

Wobei mir grad auffällt
RAM: Corsair DIMM 16GB DDR3L-1600 Kit CL 9-9-9-24
- Mainboard: GIGABYTE GA-Z170 HD3 ATX
Laut dem müsstest du die DDR3 Variante des Board besitzen oder? Denn sonst bräuchtest du DDR4 Speicher laut Handbuch. :)
Was natürlich die Frage aufwirft warum verbaut der Hersteller die DDR3 Variante...es sei denn du wolltest das explizit so haben.
 
Stimmt ich hab es mir bewusst ausgesucht da mir viele dazu geraten haben DDR3 zu nehmen, der währe für Games besser geeignet und das Sytem hab ich über einen pc Konfigurator zusammen gestellt der die Bauteile eigentlich schon auf Kompatibilität filtert und mir dort keinen Fehler angezeigt hat. Bei den angaben zum Board stand auch DDR3 beim RAM.
Hab grad auch memtest beim kaltstart laufen nach 2 Stunden bisher ohne fehler.
 
Hab grad auch memtest beim kaltstart laufen nach 2 Stunden bisher ohne fehler.
Das natürlich schlecht auch wenn es sich doof anhört. Weil man damit immer noch nicht den Fehler kennt.
Mit welchen Tool hast du den Speicher getestet?
Ich hab dazu http://www.memtest.org/ verwendet. Wichtig ist da halt das man nach dem Rechnerstart (der vorher einige Stunden ausgeschalten war) direkt von der Memtest CD startet, sonst kann man den Fehler in dem Fall nicht provozieren.
Zur Info mal ein Bild am Anhang, so sah das dann bei mir aus.
Nicht wundern über die Timings und der DDR3 Kennung (war ein DDR4 Board) aber das Tool ist schon etwas älter und erkennt die neueren Systeme nicht, was aber keinen Abbruch bei der Fehlererkennung tut.

Wenn es also nicht der Speicher ist. Könnte es vielleicht der Hybrid/Sleepmodus von Windows sein. Da du eine SSD hast, könntest du den Hybridmodus einmal deaktivieren, was das hochfahren um einige Sekunden verlängert (und positiver Weise einige GB, die für die hiberfil.sys verwendet wird auf der Systemfestplatte frei gibt)
Dazu in Windows einmal eine CMD mit Adminrechten aufmachen und
Code:
powercfg -h off
eingeben. Eine Rückmeldung siehst du nicht.

Bei aktiven Hybridmodus fährt Windows nicht wirklich richtig herunter, sondern speichert Zustände von allen PC Komponenten auf der Festplatte ab. Beim Hochfahren wird dann dieser Zustand wieder wie vorher hergestellt. Dies kann jedoch Probleme verursachen wenn einer der Gerätetreiber dies nicht korrekt durchführt. Daher einmal deaktivieren, dann fährt Windows beim Herunterfahren auch wirklich auf Null herunter.
 

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Ich nutze zum testen "PassMark MemTest86 V6.3.0 Free" nach 8 stunden des tests der bald beendet ist weiterhin keine Fehler feststellbar, werd den Test noch durchlaufen lassen und danach mal diese Funktion deaktivieren.
Und morgen vormittag nach Kaltstart werd ich sehen ob es was gebracht hat und mich dazu nochmal melden.
Zumindest klingt das sehr logisch da das Hochfahren wirklich sehr sehr schnell geht und nach dem 2 start der PC nichtmal 10sec brauch um den desktop anzuzeigen.

Edit: das tool läuft über einen USB stick was eigentlich keinen unterschied zu einer cd haben sollte.
Ergänzung ()

Hab heut zum Kaltstart keinen Bluescreen gehabt also lag es wohl doch am Hybrid Boot von Windows. Hoffe das es so bleibt das kein Fehler mehr kommt beim Kaltstart. Von allein wäre ich nie auf diese Lösung gekommen.
Vielen Dank für die Hilfe, das hat mir einiges an Aufwand ersparrt und weis nun das es nicht an defekter Hardware gelegen hat.
 
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