Sammelthread Der Große Astrofotographie-Thread

Hallöchen nach langer Zeit mal wieder.

Ich hab nach WOCHEN voller Wolken und aktuell viel dichtem Silent-Hill-Style-Nebel abends bis frühs mal zwei Nächte gehabt mit insgesamt 4h + 4h halbwegs freier Bahn.

Mein Processing aktuell ist urster Much und ich bekomm es schlicht nicht hin, aber teile dennoch mal die Ergebnisse der Nebelnächte des Grauens.

Immernoch der alte Seestar S50. Immernoch Bortle 6 ( laut Map eher Bortle 6.7 - also fast Bortle 7 ).

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Ja das Wetter ist aktuell die komplette Katastrophe, ich hab mein Setup quasi eingerichtet das alles funktioniert und dann Monate lang absoluter Endgegner.

Wir haben in der Sternwarte ein Radioteleskop womit man zumindest durch die Wolken was machen kann aber meine Güte :D

Aber deine Bilder sind trotz aller Umstände doch hübsch geworden. Der seestar hat natürlich seine Grenzen aber innerhalb dieser gelingen die Aufnahmen eigentlich immer :)

Es muss einfach besser werden mit dem Wetter. Und dann werde ich da sein! Bis dahin warscheinlich auch gleich mit klein PC für draußen damit es direkt losgehen kann

Schwanke halt ob es so eine spezielle Astro-Lösung mit eigenem Software Stack sein muss oder ob einplatinenrechner mit Windows wo dann Nina drauf läuft nicht einfach auch genügt. :D
 
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Ich hab damals Stellarmate OS gekauft und 1x genutzt ( mangels Teleskop Hardware ). Wenn man mit KStars/Ekos und Linux etc. was anfangen kann, ist das recht nice.

Hat man eher Windows Affinität und nutzt gern NINA, dann ist der Win Mini-PC mt NINA eben was.

Hat man eh nur ZWO Zeugs, einfach ne ASIair und fertig.
 
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Gut zu wissen ich schau mich mal um was es so gibt :daumen:
 
PS828 schrieb:
Ich suche aktuell noch einen Steuercomputer für draußen auf den ich mich remote schalten kann für die Sequenzen und Kontrolle in NINA..

So ein Industrial PC mit Windows drauf reicht dafür ja. Wäre dann auch für die anderen rigs künftig sinnvoll. Weil aktuell häng ich halt mit dem Laptop draußen das ist eher suboptimal den draußen stehen zu lassen im Winter :D
Geht das nicht auch mit einem Raspberry Pi? Hab da mal vor Jahren unter Linux experimentiert, aber inzwischen gibt es da auch Fertiglösungen. Im VDS-Journal gab's da einen Artikel, aber den finde ich natürlich auf Anhieb nicht :D.
 
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@E1M1:Hangar:
Zuallererst mal sind es trotzdem sehr schöne Bilder geworden.
Ich denke mal, dass Du Dich auch schon sehr gut auskennst und einen Multisession Stack gemacht hast, richtig?
Ich mache immer folgenden Workflow so als ersten Versuch:
  • Stack mit Siril/Sirilic, besonders bei Multisessions
  • Vorverarbeitung: Crop, Hintergrund extrahieren, ggf. Grünrauschen entfernen (manchmal aber auch erst am Ende)
  • Farbkalibrierung
  • Hyperbolischer Stretch, Asin Stretch, ggf. auch Veralux HypStretch
  • Nachbearbeitung: Abberation Remover, CosmicClarity Sharpen und Denoise
  • Danach noch Feinbearbeitung in Affinity Photo 2

Das ist sicher nicht der ultimative Workflow, aber einer mit dem ich bei DeepSky Objekten immer an ein erstes vorzeigbares Ergebnis komme.
Aber nochmal: Deine Bilder sind doch sehr schön geworden. 😊👌🏻

Edit: Noch etwas von mir. Ich hatte noch Raws vom Mond auf dem NAS rumliegen sowie von letzter Woche eine Kalibrierungsaufnahme. Beide hatte ich dann mal wegen des Wetters doch jetzt mal verarbeitet.
 

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Danke Danke! :)

Ich mach aktuell folgenden Workflow:

  • Siril Naz Script Stacking mit 99% Limits, SPCC, weighted Stacking (FHWM)
  • Crop
  • an den linearen Daten erst Background Extraction, Star Shape Correction, Deconvolution, Denoise, Hypermetrical Stretch, ggf. manueller Stretch
  • an den gestretchten Daten dann den Rest ( je nach Objekt )

Ich hab in yt Videos und Guides gesehen, dass man die Reihenfolge für max. Details ( Deconvolution etc. ) machen soll. Keine Ahnung ob das 100% korrekt ist. Bisher geht es ganz gut.
 
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Boimler schrieb:
Geht das nicht auch mit einem Raspberry Pi? Hab da mal vor Jahren unter Linux experimentiert, aber inzwischen gibt es da auch Fertiglösungen. Im VDS-Journal gab's da einen Artikel, aber den finde ich natürlich auf Anhieb nicht :D.
warscheinlich geht das auch mit einem Pi aber da funktioniert wieder die hälfte der sachen evtl nicht die ich für das gesamte ding brauche. außerdem ist das leistungstechisch direkt so "knapp" das gerade bei multi instanz ich nicht riskieren möchte dass ein timer versagt :D

ich bin leider auch nicht so gut mit linux. ich bin eher benutzer und wenn es nich sofort funktioniert ist es dann nicht so leicht mal eben die ganzen probleme zu lösen. deshalb war ich von nina ja auch so überrascht. jeder sagte mir im umfeld so bisschen dass das extrem überladen und komplex ist aber gerade was die registirerung der hardware und die verbinfdung angeht war das selbst bei meiner mischhardware am rig plug and play.

da möchte ich mich ungern jetzt nochmal umstellen. ich behalte das thema aber mal im auge da ich mehrere rigs plane und habe wäre ein experiment durchaus mal drin (wenn der Pi nicht gerade wie im moment 350 euro oderso kostet, ja um gottes willen :daumen:)
Ergänzung ()

BorstiNumberOne schrieb:
Edit: Noch etwas von mir. Ich hatte noch Raws vom Mond auf dem NAS rumliegen sowie von letzter Woche eine Kalibrierungsaufnahme. Beide hatte ich dann mal wegen des Wetters doch jetzt mal verarbeitet.
wirklich schön :) mond muss ich auch mal "richtig" angehen, war bisher mit meinem bildfeld nicht so möglich da mein Koma-korrektor nicht für vollformat ausgelegt war sondern nur für APS-C (ein fakt der mir vor jahren erstmal aufgefallen ist) sodass ich wenn die anderen sachen im frühjahr entstehen dann definiv auch mal die mondnächte für was sinvolles nutzen kann.
 
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E1M1:Hangar schrieb:
Keine Ahnung ob das 100% korrekt ist. Bisher geht es ganz gut.
Es klingt auf jeden Fall auch interessant. Das muss ich auch mal probieren. Mehrere Workflows probiere ich immer mal aus, allein im letzten Jahr hatte ich M51 gut sechs oder sieben Mal neu bearbeitet.
Ergänzung ()

PS828 schrieb:
Dankeschön. Mit dem Mond hatte ich damals angefangen, erst mit dem Handy afokal durch das Okular, dann direkt mit einer alten Canon EOS 77D per T2 Anschluss. Die beiden Bilder unten sind zB noch aus dieser Zeit. Das erstere mit der EOS an meinem 102/1350mm F/13,2 Refraktor und das zweite durch ein 12mm Okular an diesem.

BTW: Ich habe ja mal mit beobachtender Astronomie angefangen und noch einen Koffer mit Televue Okularen (Delos 4,5mm, 8mm und 12mm, Nagler Typ 4 in 12mm und 17mm, Nagler Typ 5 in 31mm und ein Panoptic in 27mm.
 

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Der Okularkoffer ist schon ein harter flex :D eine der drei Säulen die ich plane ist ja für mein Newton und damit für visuell. Ich habe aktuell wirklich gute Okulare. Ich kann dem Drang wiederstehen daran etwas zu ändern.

Ganz bestimmt! :D

Zu meinem Workflow sag ich dann auch noch was aber muss noch was anderes tun im Moment.

Ansonsten wären qualitative Mond und Planetenfotos neben Vollspektrum und Filterrad der nächste Schritt für mich. Mal sehen wie das wird weil im Gegensatz zu deep sky fehlt mir für lucky imaging noch ein Workflow
 
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PS828 schrieb:
Ansonsten wären qualitative Mond und Planetenfotos neben Vollspektrum und Filterrad der nächste Schritt für mich. Mal sehen wie das wird weil im Gegensatz zu deep sky fehlt mir für lucky imaging noch ein Workflow
Also meine nächste Anschaffung ist ein 6" Maksutov, weil ich hier im Randbezirk der Großstadt idealerweise helle Objekte wie Planeten und Mond mit langer Brennweite und kurzen Belichtungszeiten am besten abgelichtet bekomme. Ich habe bisher hauptsächlich visuell beobachtet und mit der DSLR nebenbei ein paar Startrails oder ähnliches gemacht. Aber da ich wegen der Familie auch nicht mehr so oft in die dunkle Eifel fahren kann und möchte, ist der große Mak ein ganz guter Kompromiss, denke ich.

Zum Lucky Imaging: Das folgt meiner Erfahrung nach sehr gut dem Pareto-Prinzip: Wenn du 80% mehr Zeit in die Bildauslese und / oder Anzahl der Aufnahmen investierst, steigt die Qualität "nur" um 20%. Das kann beim Mars dann das eine oder andere Oberflächendetail mehr oder weniger sein, aber letztlich macht die Software inzwischen einen sehr guten Job, dass man am Ende hauptsächlich an der Helligkeit und dem Kontrast noch dreht. Allerdings habe ich Fotografie an Planeten bisher auch nur bis 4" Öffnung an meinem kleinen Mak betrieben. Da ist letztlich die Auflösung das begrenzende Kriterium.
 
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