Deutschland und seine Politiker/Beamte- Wie steht ihr dazu?

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Vorschrift ist Vorschrift
Vollziehungsbeamter kam für drei Pfennig Steuerschulden


Das hätte sich Ursula Koch auch nicht träumen lassen, als sie die Haustür öffnete. Vor der 75-Jährigen stand ein Vollstreckungsbeamter. Seine Forderung: Drei Pfennig Steuerschulden - plus 15,10 Mahngebühren, 6 Mark Säumniszuschlag und 30 Mark Vollstreckungsgebühr. Macht alles in allem 51,13 Mark. Vorschrift ist nun mal Vorschrift.

Warum so viel Gebühren für so wenig Geld? Normalerweise rücken doch die Beamten für Beträge unter 20 Mark nicht aus. Stimmt - aber nicht in diesem Fall. Denn schon vier Wochen zuvor hatte Ursula Koch den Vollstreckungsbeamten vor der Tür, damals wegen nicht gezahlter Grundbesitzabgaben in Höhe von 545,72 Mark. "Die Rechnung und die Mahnung zu dieser Forderung waren versehentlich im Altpapier gelandet", erinnert sie sich. Ursula Koch gab dem Beamten das Geld und die anfallenden 30 Mark Vollstreckungsgebühr und dachte, der Fall sei erledigt. Das war er auch, bis das städtische Steueramt entdeckte: Die Seniorin hatte drei Pfennig zu wenig an Steuern gezahlt. Man hätte die Lapalie auf sich beruhen lassen können; 3 Pfennig sind weniger als 20 Mark. Aber der städtische Vollzieher setzte noch eine Nebenforderung auf die Rechnung: Mahngebühren und einen Säumniszuschlag, die er offenbar beim seinem ersten Besuch bei Ursula Koch vergessen hatte zu kassieren. Das machte dann insgesamt 21,13 Mark, plus ein zweites Mal Vollstreckungsgebühren von 30 Mark.

Seniorin zahlte um Ärger zu vermeiden
Ursula Koch ärgerte sich und fand die ganze Angelegenheit abstrus. Aber sie zahlte dennoch, um Ärger mit den Behörden zu vermeiden. "Außerdem war ich so perplex, als der Beamte vor mir stand. Sonst hätte ich gesagt, er könnte einen Kuckuck auf den Küchenstuhl kleben."

Im Steueramt kann man den Ärger der Frau nicht nachvollziehen. Vorschrift sei eben Vorschrift.

Ja das ist Es, das macht das Beamtentum aus, Korrekt bis zum Abwinken,keine Gnade, knallhart, da frage ich mich mal, was das ganze den Steuerzahler gekostet hat, denn die Zeit des Vorschriftsmaessigen Beamten ist ja auch nicht umsonst, ode doch ? ;)

MfG Fairy
 
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Zulagenregen bei Staatsbediensteten

Berlin 1920: Die junge Republik braucht tüchtige Beamte. Deshalb wird die Ministerialzulage eingeführt, zunächst nur für die Beamten in den obersten Reichsbehörden.
Auch heute noch gibt es diese Ministerialzulage, aber inzwischen für alle Beamte. Ob Bundes- oder Landesministerium, ob Staatssekretär oder Pförtner: die Zulage gibt es für jeden, je nach Position zwischen 140,- und 1.080,- DM monatlich.
Den Steuerzahler kostet allein die Ministerialzulage rund 150 Millionen DM.

Obwohl die meisten Bundesländer die Ministerialzulage abgeschafft haben, gilt sie noch beim Bund, in Bayern und in Nordrhein-Westfalen.
Zudem gibt es etwa 400 Zulagen im öffentlichen Dienst für Arbeiter, Angestellte und Beamte.

Ein Beispiel:
Das Beethovenorchester in Bonn. Ein Musiker verdient hier zwischen 8.000,- und 13.000,- DM Grundgehalt plus Zulagen. Für das Instrument die Instrumentenzulage 2.280,- DM jährlich. Die Oboe hat ein Rohr. Die Klarinette ein Blatt. Dafür gibt es die Rohr- und Blattzulage: je 1.416 DM. Und für die Saiteninstrumente die Saitenzulage.
Der Musiker trägt Anzug und Krawatte. Dafür gibt es die Kleiderzulage: 262,-Mark.
Zulagen allein für das Beethovenorchester: 111.000,- DM.

Weitere Beispiele:
Gitterzulage für Vollzugsbeamte, Magnetbandzulage für Schreibkräfte, Leichenzulage für Staatsanwälte, usw.
Für alle, die leer ausgehen in puncto Zulagen, gibt es schließlich die Harmonisierungszulage. Gesamtvolumen der Harmonisierungszulage: 3,1 Milliarden Mark bundesweit.

In Berlin hat alles angefangen, und in Berlin geht es weiter. Würde man alle Zulagen im öffentlichen Dienst streichen, wären die Staatskassen um 13 Milliarden Mark voller, der Steuerzahler um 13 Milliarden Mark entlastet.

Sind das nicht herrliche Beispiele, am besten finde ich die Magnetbandzulage, gibt es die eigentlich noch im Zeitalter des Computers, oder heisst die jetzt Kunststofftastenzulage?Es sollte auch fuer Beamte, die vor lauter Langeweile in der Nase bohren, ne Q-Tips Zulage geben :hammer_alt:

MfG Fairy
 
Zuletzt bearbeitet:
Deine Meinung über Beamte kennen wir ja nun.

Niemand wird wohl anzweifeln, dass Bauarbeiter hart schuften müssen, ausgenommen vielleicht diejenigen, die eine Baustelle auf der BAB geniessen dürfen.;)
Der durchschnittliche Krankenstand ist bei Beamten aber etwa dreimal höher, als bei den Bauarbeitern !
Wenn man nun davon ausgeht, dass dieser einzig auf eine höhere Belastung durch den ausgeübten Beruf zurückzuführen ist (einem Beamten wird in seiner Freizeit nichts Schlimmeres widerfahren, als einem richtigen Arbeiter), dann gelangt man zu der Erkenntnis, dass Beamte ganz schön knüppeln müssen.
Dafür wäre dann noch eine Gefahren-/Risikozulage durchaus angemessen.

Ganz schön dünn, die Argumentation, aber die Wahrheit verträgt ja wieder keiner.
 
@Fairy
Zuerst dachte ich, du hättest uns hier einen Quadro-Post reingehauen. Dann hab ich nochmal nachgesehen und festgestellt, daß du ganze fünf Beiträge hintereinander geschrieben hast.
Ich will dich jetzt nicht ermahnen, du weißt es ja bestimmt selbst besser - in Zukunft also bitte nicht mehr so eine Batterie von Beiträgen.
Du hast damit dem Beamtentum zweifellos eine argumentative Breitseite verpaßt, von der es sich so schnell nicht erholen wird (:D), aber gleichzeitig erschlägst du auch die anderen Teilnehmer hier mit deiner Themenvielfalt - man weiß gar nicht, worauf man jetzt antworten soll. So kommt es, daß sich nur noch die mutigsten hier (Hallo, HaPe :lol:) zu antworten trauen.

P.S.: Wenn du dir die Granaten aufsparst und sie nicht alle auf einmal wirfst, erzielst einen größeren Effekt. ;)
 
Original erstellt von Lord Kwuteg
P.S.: Wenn du dir die Granaten aufsparst und sie nicht alle auf einmal wirfst, erzielst einen größeren Effekt. ;)

@Lord Kwuteg

Sorry, aber da bin ich wohl im Ueberschwang meiner Gefuehle ueber das Ziel hinausgeschossen,Aber ich dachte, da es verschiedene Themen umfasst, das Ihr ein Recht auf Information habt ;) Ok, ich werde es jetzt etwas langsamer angehen lassen, aber Einer muss doch das Kreuz auf sich nehmen und als Ritter (nicht der Kokusnuss) einen Kreuzzug gegen Unsere lieben (nicht Olly natuerlich) ;) aufs Staatskosten dahinduempelnden, Beamtenschlachtschiffe (weil so gut wie nicht angreifbar) zu Felde ziehen ;)
Wenn Du/Ihr nichts dagegen habt, werde ich den Tread nicht sterben lassen, ich fuehle mich einfach dazu berufen :evillol:

@HaPeLo

Sei begruesst im Bund der Raecher der Steuerzahler ;)

Seit Beide bedankt das Ihr es gewagt habt, in meinem verbalem Trommelfeuer (eigentlich toller Ausdruck) tapfer Stellung zu beziehen ;)

In diesem Sinne, Fairy
 
@ HaPeLo

der Erkenntnis, dass Beamte ganz schön knüppeln müssen.
Dafür wäre dann noch eine Gefahren-/Risikozulage durchaus angemessen.

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Mämmmmm........
Naja..... :)
Mit dem Menschlichen Körper ist das son Ding :)
Wenn man untätig ist..... sprich seinen Körper nicht belastet..
Zum einen verlieren die Knochen dann gewaltig an Stabilität....
Die Muskulatur schlafft ab, kann somit das Skeltett nicht mehr anständig Stützen.......

Somit ist dann das Verletzungsrisiko eines Beamten, beim sturz über die Tepichkannte bedeutend größer, als das Verletzungsrisiko eines Bauarbeiters auf der Baustelle.

Daraus resultierend finde ich das der Zuschlag für unsere armen und im höchsten maße verletzungsgefährdeten Beamten ( was ja die Statistiken über Krankheitsausfälle belegen ( Übrigens... wurden die von Beamten erstellt ? ) ) eigentlich noch viel zu gering bemessen ist.

cio.....
Georg

( wer mich ernst nimmt ist selber schuld :) )
 
fairy,fairy der frust sitzt tief.....:D
finde die verallgemeinerung irgendwie nicht so klasse
dasselbe wenn man behauptet, arbeiter seien alle faul, dreckig, geldgierig und trinker; kann ich leider nicht gutheißen
sicherlich kann man über diverse dinge in diesem lande nur noch
die hände über´m kopf zusammenschlagen, ich für mein teil möchte aber
ganz sicher nicht mit einem polizisten, sozialamts-,arbeitsamts-,
finanzamts-,usw-beamten tauschen auch dort werden stellen nicht
nachbesetzt und überstunden gekloppt, dazu muß man sich noch
dumm anlabern lassen
auch so´n doofer lehrer, wenn er nicht gerade richtig abgewichst ist
und seinen job ernst nimmt, beneide ich nicht, zerr dir mal rein,
was heute in den schulen so läuft, die sollen die erziehung, die zu-
hause nicht mehr stattfindet übernehmen, ganz prima job.....
naja was unsere abgeordneten in den diversen(überflüssigen)
parlamenten teilweise so abziehen, da stimme ich voll und ganz mit
dir überein!!!
istdasnix??
:)
ersma tin
 
Original erstellt von tinneff
istdasnix??
:)

Und ob das was ist ;) bin wie immer uebergluecklich wenn wenn man mal ne Uebereinstimmung feststellt ;)
Naja, ich denke mal nicht, das ich verallgemeinere, ich stelle ja nur Situationen und Einzelfaelle dar, owohl manche Sachen das gesammte Beamtentum betreffen.Eigentlich meine ich ja auch nicht den Beamten als Person, sondern das System, das dieses alles erst ermoeglicht.Ich hatte auch schonmal in einem vorigem Post betont, das wir alle nur Menschen sind, wenn mir jemand die Moeglichkeit geben wuerde, faul zu sein und trotzdem ein abgesichertes, lukratives leben zu fuehren, wuerde ich es wohl auch machen. ;)
Was die leistung von verschieden Beamtengruppen angeht, da bin ich mit Dir einer Meinung, mein Tread bezieht sich auch ausschliesslich auf die sitzende Fraktion der Beamten ;) gewiss nicht Polizeibeamte und weitere taetige Beamte. Hmm, wieso ist Finanz,Sozialamts,Arbeitsamtsbeamter nicht zu beneiden ? Als Sozialamtsbeamter koennte ich eventuell noch zustimmen, aber ein Finanzbeamter als Schreibtischtaeter hat ja wohl absolut nichts auszustehen. Was die Ueberstunden angeht, das ist ja nun nicht wirklich ein Beamtenproblem, oder, frag mal einen Arzt im Krankenhaus, Krankenschwester, Arbeiter im Dreischichtsystem was die dazu sagen, also das Argument lasse ich absolut nicht gelten. Lehrer sollen die Erziehung uebernehmen..hmmm...naja das koennen Sie nicht, denn Sie kommen zum groessten Teil ja kaum mit dem Unterricht klar, da moechte ich aber eher die Politik anklagen. Das die Jugend zum Teil heut sehr schwierig geworden ist, hat ja auch seine Gruende, wenn einem Jugendlichem von klein auf nur gepredigt wird, das Ihm alle Rechte zustehen und Er sich ohne Ruecksicht auf andere ausleben kann, ja was soll man da anders erwarten. Das es im Elternhaus erziehungsmaessig nicht mehr so hinhaut ist doch auch klar, erstmal hat die Anzahl, alleinerziehnder Muetter zugenommen, die muessen auch knueppeln um Ihre Kids durchzubringen, ebenso ein Famileinvater der seiner Familie einen angenehmen Lebensstandard nach heutigen Masstaeben erlauben will. Obwohl ich es ausserordentlich fragwuerdig finde, den Kids Markenklamotten unbedingt beschaffen zu muessen und das auf Kosten der Erziehung. Auch wenn ich da nicht im Trend liege, ich finde, das ein Elternteil die Pflicht hat, sich um ein Kind fulltime zu kuemmern, auch wenn dadurch eine Jacke weniger von Diesel gekauft werden kann. Denn dann wuessten die Eltern was mit ihren Kids los ist, wuerden die Beduerfnisse eines Heranwachsenden besser verstehen und muessten nicht die Erziehung der Schule ueberlassen, was sowieso nicht geht.Nun bin ich etwas vom Thema abgeschweift, also zurueck zu meinen lieben Beamten ;) Damit jemand effektiv arbeitet, muss ein leisungsanreiz vorhanden sein, ich denke damit stimmst Du mir zu, ergo muessen Leistungsanreize geschaffen werden, was heissen soll, die Erfolgsquote sollte benotet werden, um danach das Gehalt festzusetzen.Nur ein Beispiel. Aber das alles ist ja sinnlos, da die Beamtenzunft sowas niemals akzeptieren wuerde und durch Ihren unkuendbaren Zustand auch nichts zu befuerchten hat. Also sind wir wieder beim Thema, brauchen wir Beamte, ganz klar nein, wir brauchen Leistungstraeger und das koennen die meisten Beamten nicht sein.Ich kenne mehrere junge motivierte Lehrer/innen die sich von Teilzeitjob zu Teilzeitjob hangeln muessen, da Sie keine feste Anstellung bekommen, weil alte Beamtenwracks auf Ihrem Posten kleben. Das Beamtentum ist nunmal Fortschritts und Reformverhindernd in allen Bereichen, deshalb gehoert abgeschafft und ins Museum.

MfG Fairy
 
Derbe Einschnitte

Weils soooo hart fuer unsere treuen Beamten ist, muss ich das Euch gleich miteilen....:(Kommission legt Gutachten vor


NRW-Landtag

Die Bezahlung der Abgeordneten im Düsseldorfer Landtag soll grundlegend verändert werden. Das empfiehlt eine vom Landtag eingesetzte Kommission, die ihr Gutachten am Donnerstag (07.03.02) dem Landtagspräsidenten Ulrich Schmidt überreichte. Die Kommission schlägt vor, dass die Abgeordneten ab 2005 ihre gesamten Einkünfte versteuern müssen. Zudem sollen die Abgeordneten künftig für ihre Altersversorgung und ihre Krankenversorgung alleine aufkommen. Im Gegenzug müsse deshalb die zu versteuernde Vergütung auf monatlich 9.500 Euro verdoppelt werden. Derzeit erhalten die Abgeordneten eine steuerpflichtige Diät von 4.722 Euro und steuerfreie Pauschalen von bis zu 2.368 Euro. Über die Vorschläge der Kommission müssen nun die Fraktionen beraten.

Jetzt wirds hart fuer die Jungs, ALLES muessen Sie nun selbst bezahlen, oje. Naja, ein bischen faengt ja die VERDOPPLUNG der Diaeten auf, monatlich 9.500 € is ja auch nicht die Welt, da muss man schon rechnen um ueber die Runden zu kommen.

Dazu passt dieser link: http://gruene-nuernberger-land.de/roethenbach/diaeten.htm

MfG Fairy
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin moin.......


Na nu, habe ich mich im Forum vertan? Worum geht es denn hier? Es gibt ohne Ende interessante Probleme und ihr redet über unsere Beamten.......

Kennt überhaupt jemand die unterschiedlichen Differenzierungen im Beamtentum? Sind euch die sehr unterschiedlichen Besoldungsstufen bekannt? Ihr wollt mir erzählen das sei nicht pauschal? Hut ab, Helm auf!

MFG
 
Auf Wunsch von Fairy hier ein Link zu einem Posting, das ich in einem anderen Thread gemacht habe, welches allerdings auch ganz gut zu diesem Thema hier paßt.

Viele Grüße, Tiguar
 
Original erstellt von Tiguar
Auf Wunsch von Fairy hier ein Link zu einem Posting, das ich in einem anderen Thread gemacht habe, welches allerdings auch ganz gut zu diesem Thema hier paßt.

Viele Grüße, Tiguar

Thx, Tiguar, welcome im Club ;)

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@Phantom
Kennt überhaupt jemand die unterschiedlichen Differenzierungen im Beamtentum? Sind euch die sehr unterschiedlichen Besoldungsstufen bekannt?
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Sicher sind Die bekannt, und ? was soll uns das jetzt sagen ? zB. das es auch arme bedauernswerte Beamte gibt ? Wenn Du die Posts gelesen haettest, wuesstest Du, das wir hier absolut nicht pauschalieren und sehr wohl differenzieren, ich mache sehr wohl unterschiede, zwischen taetigen Beamten, wie zB. Polizisten und Nasebohrenden Bleistiftspitzern. Frag mal eine OP Schwester im Krankenhaus, was Die verdient, die hat sicher den richtigen Text zur Beamtenbesoldung. Aber so ist das in Deutschland, sich den BeamtenArsch breit sitzen, bringt mehr, als der Dienst am Menschen, aber aufregen koennen Sie sich ganz hervorragend, wenn einer an Ihre Pfruende geht. Wie sagte mal ein Beamter, "Wir sind der Staat" und was sind wir, die arbeitende Bevoelkerung ?

MfG Fairy
 
Preussen

Ich finde nirgends, dass hier im T. sauber getrennt wird zwischen dem Öffentlichen Dienst und dem Berufsbeamtentum.
Das muss man aber, denn die Besoldungsunterschiede sind enorm.
Beim BB selbst gibt es wiederum den normalen, mittleren, gehobenen und höheren Dienst.
Trotz aller Privilegien kommen Beamtengehälter nicht an die aus der Wirtschaft heran.
Nachzulesen sind die BAT und andere sogar über google.
Weil die Gehälter bei begabten Akademikern nicht mehr ziehen, vor allem weil es keine Karriereaussichten gibt, ist guter Nachwuchs sehr schwer zu halten.
Beispiel gefällig?
Die Steuerfachbeamten lernen hochkarätiges Fachwissen, für normale Sterbliche eine Geheimwissenschaft. Wegen oben gibt es viel zu wenig gute Leute in der Bürokratie. Die Folgen kennen wir alle...ungeahndete Steuerkriminalität.
Schlimm in meinen Augen war, dass der Aufbau Ost über eine Buschzulage den DAmen und Herren aus der Verwaltung schmackhaft gemacht werden musste. Das war mein Schlüsselerlebnis. Seither plädiere ich ganz klar für preussisches Staatsdienertum und eiserne Pflichterfüllung im Dienste der Allgemeinheit.
Das ist genauso idealistisch und knorrig wie eine 6jährige Kinderbetreuung, aber ich steh dazu.
Ach ja. eigentlich wollte ich ja Klappe halten und nur noch auf Ziel lernen - ich kanns nicht. Bißchen FB darf noch sein.
(Heute sind bei mir die Schwalben angekommen...)
Zimtziege
 
Re: Preussen

Original erstellt von Zimtziege
Trotz aller Privilegien kommen Beamtengehälter nicht an die aus der Wirtschaft heran.

tststs...beste Zimtziege, sollten wir denn nicht fuers Examen lernen ;)

Es mag durchaus sein, das die Beamtengehaelter nicht an Die herankommen die in der freien Wirtschaft gezahlt werden, das ist aber nicht der springende Punkt, sondern all das was es zusaetzlich noch obendrauf gibt, da kommt niemand aus der freien Wirtschaft mit. Es geht um die Ueberversorgung. Ich spuere das jetzt am eigenen Leib, durch die Krankheit meiner Frau. Zahlen ohne Ende, meine Frau muss sich schwer krank, das Zimmer mit 4 Anderen teilen, gegenueber auf dem Flur liegt ein Postler, dem wahrscheinlich nur ein Furz quer sitzt (das ist meine Einschaetzung, nachdem ich mit Ihm geredet habe) Einzelzimmer, Chefarzt und was weiss ich noch alles. Es sei Ihm durchaus gegoennt, auf meine Scheinheilige Frage " das kostet aber deftig, oder" nee kostet mich garnichts, alles versichert, normalerweise muesste ich das auslegen, aber das wird mit der Versicherung abgerechnet. Schoen koennte man da sagen, dann mache ich einfach auch, ne Versicherung, oja, kann man als Nichtbeamter, aber frag nicht, was das kostet, bei einem Beamten ist der Dienstherr dazu verpflichtet fuer Ihn zu sorgen. Warum bekommen Beamte ein 13 Monatsgehalt als Renter ? Mehr Kindergeld als NormalKinder, wieso ? sind BeamtenKinder was besonderes ? kann man als normaler Arbeiter 7 Jahre zu Haus bleiben und bekommt seinen Job wieder ? wohl kaum ?meine Mutter bekommt als Krankenschwester nach 45 Dienstjahren, etwa 2300,-, noch Fragen, da lacht jeder kleine Beamte drueber.Der Beispiele gibts noch tausende, also lass ma gut sein. Es heisst immer, Leistung muss sich lohnen, wieso lohnt sich bei den meisten Beamten Nichtleistung ? Was ich absolut aetzend finde, das es nur sehr wenige Beamte gibt, die wenigstens dazu stehen, das Sie vom Steuerzahler reich beschenkt werden, aber das ist selten, fast jeder Beamte sieht das als sein Recht an, das wir fuer Ihn zu zahlen haben, egal ob er arbeitet oder nicht.Uns Normalos wird offeriert, das wir laenger arbeiten muessen, Lehrer usw. auch ? nee, wohl eher nicht, die gehen dann zwischen 40/50 in Ihr Feriendomizil, weil die boesen Schulkinder Sie ja fix und fertig gemacht haben, vielleicht sollten diese Herrschaften mal bei uns 40 Jahre in der Dreierschicht arbeiten, dann wuerden Sie auf dem Zahnfleisch laufen. Wie gesagt, ich nehme taetige Beamte aus, Feuerwehr, Polizei usw. Du weisst welche Kategorie ich meine.

MfG Fairy
 
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Danke danke Fairy, ich kann lesen... Warum habe ich wohl so energisch reagiert? .............

Zimtziege liegt allerdings richtig! Es gibt solche und solche! Mißstände gibt es überall! Es hilft aber nicht viel wenn man die kritisiert die es nicht "verbockt" haben! Eine Differenzierung in dieser Diskussion muß vorgenommen werden!!!

MFG
 
Original erstellt von Phantom
Zimtziege liegt allerdings richtig! Es gibt solche und solche! Mißstände gibt es überall! Es hilft aber nicht viel wenn man die kritisiert die es nicht "verbockt" haben! Eine Differenzierung in dieser Diskussion muß vorgenommen werden!!!

Naja, wenn ich das richtig lese, bist Du Insider, vielleicht waere es nicht schlecht, wenn Du mit der differenzierung beginnst und uns miteilst, was Dich (Beamte) schlechter stellt, als einen normalen Arbeiter, worin die Schlechterstellung besteht, welche Vorteile ein normaler Arbeiter gegenueber einem Beamten hat.Ich habe kein Brett vor dem Kopf und bin jedem Argument zugaenglich.Meine persoenlichen Beamtenerfahrungen hab ich durch die Zusammenarbeit mit Bahnbeamten und Gespraechen mit Lehrern/Postlern und einer Beamtin der BFA erlangt. Leider sind mit dort keinerlei nachweislichen Nachteile gegenueber dem Normalo Arbeiter bekannt geworden.Waere auch nicht schlecht, wenn Du mir erklaeren koenntest, worin die Berechtigung der unzaehligen Zusatzleistungen besteht, die manchmal laecherlichen Charakter haben, aber den Steuerzahler immens belasten. Auf dem Papier sehen Eure Grundgehaelter ja sehr wenig aus, das ist richtig, aber die ganzen zusaetzlichen Obendraufzahlungen und Nichtzahlungen, treiben Beamtengehaelter in ungeahnte Hoehen. Aber Du hast natuerlich immer das Recht mir zu wiedersprechen.Ich finde jedenfalls, das in einer Zeit, mit ueber 4 Millionen Arbeitslosen, keine Berechtigung besteht, sich satt aus dem Staatssaeckel zu bedienen, angemessene Besoldung muss sein, auch fuer Beamte, aber wie gesagt, Angemessen, Geld fuer Leistung, fuer mehr plaediere ich auch nicht.Beamte sind nicht der Staat, Wir sind das Wir sind der Staat...Ach ja..ich finde schon, das Kritik sehr wichtig ist, wenn es gegen Aerztekorruption geht, regt sich auch keiner auf, wenn es heisst, DIE AERZTE, da hauen die Beamten auch kraeftig mit drauf, nur wenn es um Sie selbst geht, da werden Sie sehr empfindlich.Das ganze Beamtenproblem ist ja einfach zu loesen, abschaffen heisst die Devise, wir leben nicht mehr im Kaiserreich. Das normale Arbeitsrecht, normale Gehaelter, normaler Steuer und Rentenrecht auf Beamte anwenden und schon gibts keinen Aerger mehr mit Diaeten, Pensionen und Zusatzleistungen, wie gesagt, Arbeit muss sich lohnen, auch fuer Staatsdiener, er muss aber auch den selben Repressalien unterliegen wie der Normalbuerger und nich in einem Staat im Staate leben, fern aller Realitaet.

Fairy
 
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Schnell aus der Hüfte

@ Fairy
Umgekehrt wird doch auch ein Schuh draus, Fairy.
Die Lage der Arbeiter in der BRD ist , historisch gesehen, gut wie nie. Aber die Lage der Unternehmer und der Bürokraten halt auch....
Daß es alte Zöpfe gibt, Überversorgungen, Relikte aus dem 20. Jahrfhundert ist allen klar. Aber Dein Lösungsvorschlag, die Bematenschaft ganz aufzulösen und "nach Leistung " zu bezahlen wird nicht klappen.
Warum?
Weil wir in der komplexesten Gesellschaftsform leben, die sich entwickelt hat. Weil eigentlich nur die Besten dorthin gehören, wo es um das Wohl der Vielen geht (Schule). Weil Geld weder Integrität noch Loyalität nach sich zieht. Es gäbe da noch mehr, auch besser wissenschaftlich untersucht (Tausch und Tausch).
Der Vergleich mit Staatsdienern konnte mir auch das Wasser in die Augen treiben, als ich noch selbständige Kleinunternehmerin war....Es gibt mit Sicherheit Wildwuchs, der gekappt werden soll.
Aber ganz abschaffen halte ich für völlig unkalkulierbares Risiko.
Beamte wurden ursprünglich mal "Gekauft" und rundum abgesichert, damit sie loyale Diener des Staates sind. Wo das sich umgedreht hat in den Irrglauben, einen Selbstbedienungsladen zu verwalten, hast Du Recht.
Altersversorgung und Krankenversicherung können Beamte meiner Meinung nach selbst aufbringen - vor allem wenn im neoliberalen Postkapitalismus andere Leute ihre erkämpften(sic!) finanziellen Entgelte wieder verlieren... Und ehrlich gesagt, würde ich mal dorthin gucken wo das Geld erarbeitet wird, dort ist m. E. noch viel mehr die K a D...
So, soviel vor dem Frühstück. Zimtziege
Es ist halt ein schönes Forum, isn´t it?
(Hast Du schon ein Hemd bestellt? Und sollen wir mal Modenschau machen?)
 
Re: Schnell aus der Hüfte

Original erstellt von Zimtziege
Umgekehrt wird doch auch ein Schuh draus, Fairy.
Die Lage der Arbeiter in der BRD ist , historisch gesehen, gut wie nie.

Hmmm, also das sehe ich absolut nicht so, es ist eher wesentlich schlechter geworden. Arbeiter werden noch schlimmer ausgenutzt als es jemals der Fall war, krank zu machen traut sich keiner mehr, Ueberstunden ablehnen ist auch kaum drinnen, jeder bangt um seinen Arbeitsplatz, also sag nicht das es besser geworden ist, vom Gehalt ganz zu schweigen, desweiteren die Rentenkuerzungen, nix mit besser.



Aber die Lage der Unternehmer und der Bürokraten halt auch....

Auch ? die Banken und Grossunternehmen sind die absoluten Winner, aber anstatt die Arbeitnehmer daran teilhaben zu lassen, plaedieren Sie fuer sog. moderate Lohnabschluesse um Ihren Aktionaeren fette Dividenden zahlen zu koennen, die die Gewinne erarbeiten, bleiben aussen vor.


Aber Dein Lösungsvorschlag, die Beamtenschaft ganz aufzulösen und "nach Leistung " zu bezahlen wird nicht klappen.....

Natuerlich klappt es nicht, weil sich Beamte bestimmt nicht selbst kastrieren und freiwillig ihre Pfruende aufloesen. Frueher war Das, was Du da als Argument anfuehrst, durchaus richtig, aber heute ist das Beamtentum absolut ueberfluessig. Wie Du ja weisst, werden nicht alle Lehrer verbeamtet, denkst Du das die nicht verbeamteten Lehrer keine loyalitaet gegenueber unserem Staat haben ? oder sich schulisch nicht genug engagieren, das Gegenteil ist eher der Fall denk ich. Beamte sind nur noch in verschiedenen Bereichen erforderlich, wenn ueberhaupt, Polizei, Bundeswehr,Richter, also Verfassungsorgane, viel mehr muss nicht sein und Lehrer/Post usw. da seh ich garkeine Berechtigung mehr.

Abschliessend: Vielleicht solltest Du auch mal ueberlegen, was zur Zeit in unserem Staat laeuft, da soll Arbeitslose in die Sozialhilfe geschickt werden, das sind Leute die fuer Ihre Ansprueche gearbeitet haben, ist das in Ordnung, im Gegenzug genehmigen sich Beamte wieder einen kraeftigen Schluck aus der Pulle. Tatsache ist, unser Staat ist pleite, allein die Beamtenpensionen fressen unseren Staatshaushalt auf, das ist das Vielfache dessen, was die 4 Millionen Arbeistlosen bekommen.Aber wie Du siehst, machen unsere politischen Beamten bei den Aermsten der Armen den Schnitt, nicht bei denen die reich beschenkt sind und auch noch von den Steuerzahlen bezahlt werden, denen Sie Ihr letztes Hemd noch wegnehmen.

Ganz klar, Beamte gehoeren Abgeschafft und zwar radikal..oder Deutschland wird an den Beamten zugrunde gehen. Etwas uberzogen, aber nicht ganz unrichtig.

schoenen Tag noch, Fairy
 
Zuletzt bearbeitet:
:D :D :D

Moin Moin,

Hauptsache , ich bin gesund und mein Partner (verbeamtet auf Lebenszeit) hat Arbeit.....hihihihi
 
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