News Digitalsteuer: EU plant 3-prozentige Steuer für Digitalkonzerne

Andy

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#1

ContractSlayer

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#2
Was soll das bringen? Es wird nur wiederum dazu führen, dass diese Unternehmen die zusätzlich entstehenden Kosten auf die Anwender durch Werbung, käufliche (Zusatz)Abos, Weiterverkauf von Daten usw. verlagern. Schlussendlich kostet es den Anwender nur mehr Ressourcen und Nerven nicht aber den Unternehmen.
Dieses System wird auf Dauer nicht funktionieren.
 
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#6
die engstirnigkeit und die kreativlosigkeit unserer politiker ist immer wieder erschreckend. trump ist meister auf diesem stumpfen niveau und brüssel fällt nichts besseres ein als sich auf dieses spiel einzulassen. wenn die usa sich isolieren will dann lassen wir sie doch einfach. es wird immer vom globalen freien handel geschwärmt, aber wenn es darum geht diesem gedanken konsequent zu folgen fallen wir in revierkämpfe zurück. indien, russland und china bieten sich doch an unsere produkte abzunehmen und den handel zu verstärken. lasst die usa halt machen, kurzzeitige wirtschaftliche einbüßen hören sich für mich immer noch vernünftiger an als ein rüstungswettlauf, der in einem neuen kalten krieg oder einem richtigen krieg endet.

@florian
du meinst unsere immer weiter privatisierten autobahnen?

@ Toms
dagegen spricht an sich nichts, nur sollte man vlt. erst mal die steuerlöcher stopfen und die fälligen steuern auch einzuholen statt neue umgehungssteuern zu erheben.
 
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#7
Es wird allerhöchste Zeit. Jedes mit hardware handelnde Unternehmen zahlt Steuern, warum die Branche von Google, facebook und Co. bisher verschont geblieben ist war mir schon immer ein Rätsel. Und das Gejaule von wegen die Zeche zahlen die Verbraucher - die zahlen wir auch bei den anderen Unternehmen.
 
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#8
tja und wird dann einkassiert wegen Wettbewerbsverzehrung ... entweder die Steuer gilt allgemein für jeden oder gar nicht!
Stopft lieber die Steuerlöcher und kassiert da die rechtmäßigen Steuern ein!
 

Der Fisc

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#9
Ich finde da sollten erst einmal die Steueroasen innerhalb der EU für Amazon, Apple und co geschlossen werden.
Dann kann mal mal über so was nachdenken.

Und ich denke so etwas sollte im Einvernehmen mit der USA verhandelt werden.
Es gibt sicher auch Internetkonzerne wo es in die andere Richtung fließt.
 
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douggy

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#10
@owned_you

Warum soll die einkassiert werden? Sofern die Steuer allgemein gehalten wird, ist das koscher.
Das Vorhandensein von Rahmenbedingungen ist kein Ausschlusskriterium.
 

estros

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#11
Gefordert wurde eine solche Steuer von vielen. Seit dem Herbst 2017 wagten sich aber auch die Finanzminister der großen EU-Staaten aus der Deckung. Der Vorwurf lautet wie so oft: Firmen wie Apple, Facebook und Google würden zwar Milliarden-Umsätze in Europa zielen, aber nur einen Minimalsatz an Steuern zahlen. Das wäre ein klarer Vorteil gegenüber der hiesigen Industrie. Die Antwort soll nun die neue Steuer sein.
Versteh ich nicht, dann passt bitte das Steuersystem an. Das ist doch kein Argument für eine neue Steuer für Digitalkonzerne.

Da dies nur amerikanische Konzerne treffen wird, wird das wohl eine Waffe für den Handelskrieg sein, ums Geld gehts da wirklich nicht.

Komisch das dies „von vielen“ im Herbst gefordert wurde. Wer sind die denn, im Wahlkampf war das jedenfalls kein Thema und Computerbase hat diese Forderungen noch nie genannt.
 
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#12
Ich bin dafür. Der Verbraucher soll es am Ende ruhig zahlen. Das ist der SINN. Vielleicht wachen dann einige mal wieder aus ihrem Konsumschlaf auf. Wenn es EU-Weit gilt, ist wenigstens ein Loch geschlossen.
 

zeromaster

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#13
Diese Unternehmen verdienen an Werbeeinnahmen und dem Verkauf von Daten und anderen Diensten. Ganz normale Dienstleistungen, die ganz normal besteuert gehören. Die einzige Legitime Diskussion ist für mich "Wo fallen die Steuern an?". Neue Steuern braucht es dafür wirklich nicht...
 
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#14
Hallo @ all,

ich finde es eher abschreckend bis verstörend, daß Tech-Riesen bislang mehr oder weniger außerhalb eines gesetzlichen Rahmens agieren können. So kriegt man bei Amazon noch nicht einmal eine Mehrwertsteuer ausgewiesen für eine Prime-Mitgliedschaft. Wir waren als Betrieb Prime-Kunde noch vor der Zusammenlegung mit Video, weil sich das durch den Prime-Versand mehr als ausgezahlt hat. Wir als Firma bestellten Waren, die in deutschen Lagern gelagert sind, und auch natürlich der deutschen MwSt unterliegen. Aber das Prime-Abo ist ein Angebot, daß laut Amazon nur an private Verbraucher gerichtet ist, die folglich auch keine ausgewiesene MwSt benötigen. Offizielle Antwort von Amazon, nachdem wir Amazon schriftlich aufforderten, uns eine Rechnung für den Prime-Dienst, mit korrekt ausgewiesener MwSt zukommen zu lassen.

Und so etwas passiert jahrelang, nicht klammheimlich, sondern im Licht der Öffentlichkeit, und keiner tut was dagegen. Für mich ist das nichts anderes als organisierte Kriminalität, und nicht anders sollte es auch endlich behandelt werden.
Ergänzung ()

3% ist mMn ein Hohn, ein Schlag ins Gesicht für jedes Unternehmen, daß voll besteuert wird, weil es zu klein ist, um global agieren zu können. Andererseits entsteht durch die Globalisierung ein Konkurrenzdruck, der kleine bis mittlere Unternehmen teilweise auf breiter Fläche in den Ruin führt.

Nein, man müßte eher sicherstellen, daß auch virtuelle Dienstleistungen, die deutsche oder europäische Verbraucher zum Ziel haben, absolut gleichrangig behandelt werden, mit Unternehmen die lokal besteuert werden. Dazu gehört dann auch eine anteilsmäßige Besteuerung nicht nur der MwSt, sondern aller relevanten Steuerarten, wie UmSt, LohnSt, GewerbeSt, GewerbeertragsSt, u.ä.

Und wenn dabei der Export leidet - na und? Es kann doch nicht sein, daß man Steuergerechtigkeit außen vor läßt, um den Export zu stärken, dabei aber in Kauf nimmt, daß der lokale Handel Schaden nimmt.

3% ist da wie ein sehr schlechter Witz.
 
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SSJ

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#15
Es ist kein Wunder, dass Weltkonzerne heutzutage nur außerhalb der EU entstehen.
Sobald China die Aufträge für die EU zurückfährt, sieht es extrem düster aus hier.
Bis dahin kann jede fähige Person auswandern.

Digitalsteuer? Soetwas bescheuertes:rolleyes:
 
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#16
Was soll das bringen? Es wird nur wiederum dazu führen, dass diese Unternehmen die zusätzlich entstehenden Kosten auf die Anwender durch Werbung, käufliche (Zusatz)Abos, Weiterverkauf von Daten usw. verlagern. Schlussendlich kostet es den Anwender nur mehr Ressourcen und Nerven nicht aber den Unternehmen.
Dieses System wird auf Dauer nicht funktionieren.
Ja am besten schaffen wir alle Steuer ab am Ende bezahlt das ja nur der Kunde ...
 
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#17
Du meinst es zwar ironisch, doch tatsächlich wäre das die beste Lösung um langfristig zu verhindern, daß jegliches kleine bis mittlere Unternehmen von der Globalisierung vernichtet wird.

Der einzige Weg gerecht alle zu besteuern, wäre nicht virtuelle Geldmittel abzuschaffen, virtuelle Geldmittel und deren Transaktion zu verstaatlichen, und den Verlauf lückenlos zu protokolieren, und dann nicht Waren, Dienstleistungen u.ä. zu besteuern, sondern ausschließlich nur Transaktionen über deren Wert.

Und natürlich jegliche Geldschöpfung von vorneherein ausschließen, damit Inflation/Deflation von vorneherein ausgeschlossen sind.
 
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#18
@BlackWidowmaker

sehe ich ähnlich. 0% besteuerung verhindert steuerflucht, steuerhinterziehung und macht die steuerfahndung sowie steuerberater überflüssig. das geld das der staat zum handeln braucht muss er sich über transaktions- und/oder konsumsteuern einholen.
 

heiko50

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#19
Ist wahrscheinlich nicht die beste und auch nicht die letzte Lösung, aber immerhin passiert mal etwas in die Richtung.
Das ist schon seit einer Ewigkeit eine riesige Sauerei, was sich US-Großkonzerne für Wettbewerbsvorteile erlauben können. In diesem Zuge kann gerne auch Irland und Luxemburg für ihre widerwärtigen Steuerabsprachen aus der EU geschmissen werden, nachdem sie für den entstandenen Schaden aufgekommen sind...
 
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#20
Firmen zahlen ja eigentlich gar keine Steuern da diese im Produktpreis sind, somit geht sowas nur auf Lasten des Verbrauchers.
Haushalten und Wettbewerb staat Big Goverment heist das Zauberwort zum Glück aber Europa ist auch sonn einziger Nannystate
 
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