Diskussionsthread: Deutsche Politik

Auf Tagesschau.de, gibt es eine aktuelle Umfrage, mit ein paar interessante Punkte, auf die ich eingehen will.

Erst einmal, wie beliebt ist Merz bei den Unionsanhänger
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Die Unionsanhänger sind unzufrieden. Nicht, wie bei den anderen drei auch ein guter Teil "Weiß nicht/Keine Anhabe", sondern 53 % nein. Das sind schon eindeutige Meinungen.

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Das sind Diagramme, die ich liebe. Parteiübergreifen sagen die Wähler das selbe und bei 55 % ist das mehr als nur die AfD und Linke Wähler, welche sich am ehesten einen Wechsel wünschen würden, aber total unterschiedliche Vorstellungen. Und dann sieht das ein Merz und denkt "Ich muss was machen, und zwar ganz anders wie jetzt. Die Leute wollen das ja so". Und man kann sich sicher sein, er macht es Falsch. Und ich meine nicht "Schlecht" im Sinne, er geht immerhin in die Richtige Richtung, sondern wirklich "Falsch".

Aber genug über Merz hergezogen. Jetzt kommen die Diagramme, welche etwas über die Stimmung der Bevölkerung aussagt.
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Dort kann man noch in etwa die Glockenkurve erkennen, und immerhin 40 % Empfinden ihren Anteil als Gerecht, bzw. 50 % als nicht zu wenig. Das betrifft nur die persönliche Einschätzung, der eigenen Situation, nicht ob sie glauben, dass dies für ganz Deutschland für alle andere zutrifft. Menschen schätzen ihre Situation meist besser ein, als die der anderen.

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Im Westen sieht die Verteilung nahezu gleich aus. ganz leicht besser. Jetzt kann man auf zwei Gedanken kommen (Natürlich steht es jedem Frei, auf andere Gedanken zu kommen und gar auf mehr als drei. Aber es ist meine Analyse).
1. "Man weiß doch, dass es dem Westen deutlich besser geht. Müssten die Werte nicht deutlich besser sein, um die Negativwerte im Osten auszugleichen, um auf den Mittelwert von Deutschland zu kommen?"
2. "Wenn der Westen wie ganz Deutschland aussieht, muss der Osten ja nicht viel anders aussehen."

Die Wahrheit ist. Im Osten sieht es deutlich schlechter aus, und offenbart dadurch ein wichtiges Problem
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Das ist keine Glocke mehr, sondern im wahrsten Sinne des Wortes ein Abgrund. Über 50 % empfinden, dass sie weniger als den gerechten Anteil bekommen.
Und warum sieht dann die Deutschlandverteilung aus, wie die Westverteilung? Ich nehme mal an, jedem hier ist klar weshalb. Die Antwort ist, der Osten macht nur 15 % der Gesamtbevölkerung aus. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Minderheit und wird auch so behandelt. Ich finde es wirklich nicht toll, dass der Osten so stark die AfD wählt und ich glaube sogar, dass es ihre Situation verschlechtert. Aber ich verstehe trotzdem, warum sie es machen. Da es nach über 30 Jahren wirklich der einzige Schrei ist, welchen der Westen wirklich hört und juckt. Nicht so ein jucken, was einen motiviert, etwas langfristiges dagegen zu unternehmen. Sondern nur so ein nerviges Jucken.

Die restlichen Diagramme zeigen wenig neues. Die CDU schenkt der AfD einen weiteren Prozentpunkt, Boris Pistorius bleibt Nr. 1. Die AfD findet Tino Chrupalla besser als Alice Weidel und den Grünen mangelt es an einprägsame Gesichter.
 
Hallo

Die Linke und die AfD möchte ich beide nicht, beide haben ihre extremen Flügel, wovon sich beide nicht so wirklich distanzieren können.
Irgendwie haben es alle anderen Parteien schon versemmelt, ich frage mich mitterweile welche Partei man überhaupt noch wählen kann.
Ich sehe keinen Politiker der sich das Prädikat "Staatsmann" verdient, da stellt keiner das Wohl des Landes über die Interessen der Partei.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
Tomislav2007 schrieb:
ich frage mich mitterweile welche Partei man überhaupt noch wählen kann.

Das frage ich mich seit 20 Jahren - seit Schröder mit seinem Agenda-Verrat die soziale Marktwirtschaft aufgekündigt und aus dem wählbaren Angebot zensiert hat.

Bessere Absicherung für Beitragszahler gestrichen, Freibrief zur Billiglohndegradierung, Altersdiskriminierung und Vermögensplünderung. Rentensystem zerstört statt angemessen reformiert (kein Staatsfonds zum Ausgleich der niedrigen Geburtenraten).

Beim "Bürgergeld" wurde die damalige anrechnungsfreie Arbeitslosenhilfe natürlich unterschlagen - Wahlversprechen gebrochen.

Das weltfremde "Heizungsgesetz" hat die ohnehin schon komplett aus dem Ruder gelaufenen Wohnungskosten noch weiter in die Höhe getrieben, und der durch Putins Krieg zum reinen Irrsinn gewordene Atomausstieg die Energiekosten.

Und jetzt blindwütiger Sozialkahlschlag bei Alten und Kranken - wovon "junge Männer" eher weniger betroffen sind. Die AfD bedankt sich für die geschenkte Wahlwerbung. Hetzen können die besser.
 
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CCIBS schrieb:
Es ist verdammt heiß, dass es tausende Hitzetode (die Ironie ist da besonders, dass es Hauptsächlich die Kernwähler der CDU betrifft und die das kaum behandeln) und auch Bauern beschweren sich darüber, wegen ihrer Ernte.

Und nun kommt die Kommunikationskette der Grünen "Wir haben den Menschengemachten Klimawandel (Ursache), weshalb wir für eine CO2 Reduzierung sind durch Regenerative Energien (Lösung), und vermeiden dadurch Hitzetode und Ernteausfälle (Problem)." An sich klingt das ja ganz Plausible. Nur wird das Problem hier jetzt als letztes überhaupt benannt.
Die Grünen wurden imho halt auch zu stark diffamiert. Primär Söder als die treibende Kraft. Da hilft keine Kommunikation mehr. Was wollen die denn bitte noch groß tun. Eigentlich können die nur warten.
Erkekjetter schrieb:
Sehe ich anders. Ein erheblicher Teil der Bevölkerung ist für diese Themen sachlich nicht erreichbar. Sie wollen es nicht wahrhaben bzw. sind ihnen die nötigen Lösungen noch immer zu unbequem, die Probleme hingegen noch zu abstrakt, zu weit weg.
Das dürfte wohl der gravierendste Punkt sein weshalb ein Großteil der Bevölkerung die Augen davor verschliesst.
Es wird halt nur nicht helfen. Es wird ja nicht besser sondern nur schlimmer. Dürren, Fluten, Hitzewellen.... gegen Physik kann man nichts tun.
Jedes Grad mehr Erwärmung lässt die Atmosphäre um 7% mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Jedes Grad mehr lässt aber nur 4% mehr verdunsten. Somit wird mehr aufgenommen als abgegeben was zu Dürren und ausgetrockneten Böden führt. Wenns aber mal richtig regnet, dann mehr als normal. Und es wird seltener regnen. Wohin das führt kann sich jeder selbst ausmalen.

Und deswegen können die Grünen eigentlich nur abwarten. Auch wenn ich davon ausgehe das es bis dahin eh schon zu spät sein wird. Das aktuelle nicht handeln der Bundesregierung treibt die Kosten in absurde Höhen. Die wird niemand stemmen können.
 
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braindamage10k schrieb:
Die Grünen wurden imho halt auch zu stark diffamiert. Primär Söder als die treibende Kraft. Da hilft keine Kommunikation mehr. Was wollen die denn bitte noch groß tun. Eigentlich können die nur warten.
Es verwundert mich auch, von welchen Grünen Söder immer spricht. Der denkt da wohl eher an die jungend Organisation. Aber wie schon gesagt, komme ich aus Baden-Württemberg und da sind die Grünen Gefühlt näher an der Merkel-CDU, als an den aktuellen Bundesgrünen.

Das ist halt ein Pragmatismus im Sinne, "das ist nicht das größte Problem und es kommt sowieso nicht". Auch wenn ich es schade finde, verstehe ich diese Haltung.

Die Bundesgrünen müssen nicht exakt, wie die BW-Grünen werden, aber die BW-Grünen wirken einfach prackmatischer und lassen einige Themen dann in der zweiten und dritten Reihe.
 
Zuletzt bearbeitet:
braindamage10k schrieb:
Und deswegen können die Grünen eigentlich nur abwarten. Auch wenn ich davon ausgehe das es bis dahin eh schon zu spät sein wird.
Klimathemen als Kernthema zu haben ist das Undankbarste was man haben kann. Selbst wenn wir eine Grüne Regierung hätten, welche Maßnahmen sollen denn den Klimawandel stoppen ? Wenn man es schaffen würde die Emissionen weltweit auf 0 zu reduzieren, geht die Erwärmung erst mal Jahrzehnte munter weiter.

Erkläre das mal einem Wähler: Du musst dich einschränken, aber änderst dadurch erst mal gar nichts. Es wird dir vielleicht sogar noch schlechter gehen. Es heißt doch immer ohne bezahlbare Lösungen wird es keine Akzeptanz in der Bevölkerung geben. Wobei ich mich frage wie sich das die Leute vorstellen. Ich bezahle lieber mit Geld statt man dem Tod, noch hätte man die Wahl.

Die Klimatransformation würde ähnlich viel kosten wie der damalige Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg. Warum klappt das also nicht erneut ? Wir haben mehr Geld als damals.

Beim nächsten Ahrtal wird dann in Panik wieder Grün gewählt und dann soll was passieren ? Es gibt keine einfachen Lösungen für strukturelle Probleme.

Ich weiß aber auch nicht was man da besser Kommunizieren könnte. Wie viele brennende Wälder braucht es noch in den Nachrichten ? Die Menschen haben halt zu viele eigene Probleme als sich mit dem Klima zu beschäftigen.
 
CCIBS schrieb:
Es verwundert mich auch, von welchen Grünen Söder immer spricht. Der denkt da wohl eher an die jungend Organisation. Aber wie schon gesagt, komme ich aus Baden-Württemberg und da sind die Grünen Gefühlt näher an der Merkel-CDU, als an den aktuellen Bundesgrünen.
Und genau davor hat Söder Bammel!
Die Bundes-Grünen liefern ihm zwar 'die Munition' aber gemeint sind Kretschmann oder Özdemir weil ihm da schnell die Argumente ausgehen.
Da füttert er sich lieber Aiwangers FW an als auf einer anderen Ebene mit selbst konservativen Grünen regieren zu müssen. Die letzte OB Wahl in München wird ihn sicher nicht beruhigt haben. Dort muss er sich jetzt mit nem grünen OB rumschlagen.
 
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Kassenwart schrieb:
Ich weiß aber auch nicht was man da besser Kommunizieren könnte.
Ich denke man kann es nicht besser kommunzieren. Und zwar aus folgendem Grund:

"Der Mensch begehrt die Wahrheit: er begehrt die angenehmen, leben-erhaltenden Folgen der Wahrheit; gegen die reine, folgenlose Erkenntnis ist er gleichgültig, gegen die vielleicht schädlichen und destruktiven Wahrheiten sogar feindlich gestimmt." Quelle: Friedrich Nietzsche - Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne.

Die heutige Neigung von Menschen, unangenehme Fakten abzulehnen, Echokammern aufzusuchen und Ansichten eher nach sozialem Status oder Gruppenzugehörigkeit als nach Wahrheitsgehalt auszuwählen, bestätigt diese Beobachtung.

Mit Forderungen für die notwendigen Investitionen in den Klimaschutz gepaart mit ebenso notwendigen Verboten, da zieht man politisch einfach den kürzeren. Gerade weil mit der AfD eine Partei vertreten ist der diese feindlichen Maßnahmen in Frage stellt. Es bräuchte in einer Demokratie einen breiten gesellschaftlichen Konsens.

Deswegen kann ich es nicht mehr hören, dass man die AfD inhaltlich stellen muss. Wir wissen, dass Dank Brandolinis-Gesetz, dass bei der Produktion von Falschinformation und deren Widerlegung keine Chancengleichheit besteht und das man mit Fakten gegen gefühlte Wahrheiten nicht ankommt.
 
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Klasse Beitrag. Und mal was gelernt. Wusste nicht, dass es zu dieser Asymmetrie, die ich auch schon aufgeführt habe in diesem Kontext, tatsächlich ein "Gesetz" besteht. Muss ich mir merken.
 
Erkekjetter schrieb:
Die Interpretation als "explodierend" find ich da im Kontext "interessant".

Es ist natürlich immer eine Frage des Zeitraums.

Hier mal Verläufe:

1000011000.jpg

(https://de.statista.com/infografik/...tnis-zum-bruttoinlandsprodukt-in-deutschland/)

Ich sehe da einen deutlichen Anstieg. Ob man ihn "explodiert" nennen will oder nicht, ist dann eher Wortklauberei.

Noch klarer sieht es bei den Personalausgaben aus. Hier gibt es nahezu einr Verdoppelung gegenüber 2012 im zivilen Bereich:

1000011003.jpg

(https://de.statista.com/statistik/daten/studie/76737/umfrage/personalausgaben-des-bundes-seit-2006/)
 
Banned schrieb:
Ich sehe da einen deutlichen Anstieg.
über nur schlappe 64 Jahre... Und ab 2009 mit neu hinzugerechneten Ausgaben. Zudem steht dort: "Hierfür ist in großen Teilen der demografische Wandel verantwortlich, der in Deutschland dafür sorgt, dass die Bevölkerung schrumpft und zugleich immer älter wird. Ein nominaler Anstieg der Sozialleistungen ist daher nur schwerlich zu verhindern."
Ah ja...

Banned schrieb:
nahezu einr Verdoppelung
Auch nicht Nahezu. Braucht man doch gar nicht behaupten. von knapp unter 10 Mio auf 17,7 Mio in 14 Jahren. Ohne Inflationsbereinigung...

Graphen dieser Art, die nicht Inlfationsbereinigt sind, steigen IMMER an, selbst wenn di Kosten kleiner werden (sofern die Inflation eben höher als die sinkenden Ausgaben sind).

Bitte hör einfach auf....
 
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Banned schrieb:
Ich sehe da einen deutlichen Anstieg. Ob man ihn "explodiert" nennen will oder nicht, ist dann eher Wortklauberei.
Ich denke, es ist offensichtlich, dass ein Diskurs überhaupt nie angestrebt wurde. Dem wurde von Beginn an mit Semantik, Wortklauberei und der Strategie begegnet, grundsätzlich erst einmal alles in Zweifel zu ziehen.

Warum allerdings gerade (meiner Vermutung nach) im eher links-progressiven Spektrum eine regelrechte innere Brandmauer hochgeht, sobald die Kommunen fast schon verzweifelt um Hilfe rufen, ist mir ein völliges Rätsel. Denn wenig dürfte die AfD mehr freuen, als wenn ausgerechnet die Kommunen als unmittelbare Vermittler zwischen Politik und Bürger immer schwächer und handlungsunfähiger werden.

Ach ja, da war noch etwas: Wie formulieren eigentlich die kommunalen Spitzenverbände selbst die Entwicklung der Zinsausgaben?

„Sämtliche finanziellen Reserven sind in den vergangenen drei Jahren aufgebraucht worden: Das Defizit übersetzt sich nun nahezu 1:1 in neue kommunale Schulden. Die kommunalen Schulden, insbesondere Kassenkredite, drohen daher im Prognosezeitraum um mehr als 100 Mrd. Euro in bislang nicht gekannte Dimensionen ansteigen. Die kommunalen Zinsausgaben explodieren, der Einstieg in eine die Lage weiter verschärfende Zins-Schuldenspirale droht.

Die Zinsausgaben der Kommunen werden – wie bereits in den Vorjahren – dramatisch ansteigen; jährlich Steigerungsraten von mehr als 20 % sind zu befürchten. Die Ursachen liegen auf der Hand: Insbesondere ist die rasant steigende Schuldenlast der Kommunen Treiber für die explodierenden Zinsausgaben.“


Na so was.
 
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@Erkekjetter Wie kommst du darauf, dass die zweite Darstellung nicht inflationsbereinigt ist? Das sind solche Darstellungen eigentlich immer - eben weil sie sonst wenig Sinn machen.
Und bei der ersten handelt es sich um eine Quote, da spielt dies noch nicht mal eine Rolle, weil sie das Verhältnis zum jeweiligen BIP wiedergibt.

Und doch, 17,7 von knapp unter 10 sind nahezu 20. Sowas meine ich mit Gaslighting: Es werden einfach komplett offensichtliche Dinge infrage gestellt, um die andere Seite zu verwirren und damit mürbe zu machen.

Nazrael schrieb:
Ich denke, es ist offensichtlich, dass ein Diskurs überhaupt nie angestrebt wurde. Dem wurde von Beginn an mit Semantik, Wortklauberei und der Strategie begegnet, grundsätzlich erst einmal alles in Zweifel zu ziehen.

Danke. Genau so ist es. Und ich habe das einfach schon so, so oft erlebt. Ich frage mich immer, ob die Personen dieses Interaktionsverhalten einfach unbewusst adaptieren, oder ob man das im Antifa-Sommercamp oder so in nem Workshop lernt. Das Traurige ist, dass sich solche Personen geistig nie groß weiterentwickeln werden; denn das passiert maßgeblich in ernsthafter Auseinandersetzung mit anderen Meinungen und nicht durch Selbstbeweihräucherung in einer Blase.

Am Ende ist das hier verschwendete Lebenszeit. Ich geh jetzt raus im die Sonne. :)
 
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Banned schrieb:
Wie kommst du darauf, dass die zweite Darstellung nicht inflationsbereinigt ist? Das sind solche Darstellungen eigentlich immer
Seit wann sind sie das immer wenn es nicht erwähnt wird? Das Gegenteil ist der Fall, es werden in der Regel absolute Werte gezeigt und nur wenn erwähnt, bereinigte Daten... Wir reden nämlich bei der Darstellung um Budgetausgaben.
Banned schrieb:
eben weil sie sonst wenig Sinn machen.
Natürlich machen sie auch dann Sinn. Für Budgetplanungen etc, sind absolute Werte relevant, nicht inflationsbereinigte. Oder ist dein Gehalt mit dem du dein Budget planst, inflationsbereinigt? Genauso ist es bei öffentlichen Ausgaben...
Banned schrieb:
Und doch, 17,7 von knapp unter 10 sind nahezu 20.
Nein, es sind 10 zu 17,7. Nicht nahezu 20. nahezu zwanzig könnte man bei 19,x sagen. 17,7 ist fast genauso weit entfernt von 15 mio wie von 20 Mio, es liegt nahezu in der Mitte. Dann wäre das deiner Logik folgend auch fast nur 15 Mio.... Du willst dir semantisch etwas hinbiegen, damit es dramatischer wirkt.
Nazrael schrieb:
Ich denke, es ist offensichtlich, dass ein Diskurs überhaupt nie angestrebt wurde. Dem wurde von Beginn an mit Semantik, Wortklauberei und der Strategie begegnet, grundsätzlich erst einmal alles in Zweifel zu ziehen.
Natürlich.... die Herren bedienen sich martialischer Adjektive wie "explodierend", runden zu ihren "Gunsten" deutlich auf, können Aussagen nichtmal mit Quellen belegen, aber diejenigen, die das aufzeigen, betreiben Wortklauberei und sind an keinem Diskurs interessiert. Kannste dir echt nicht ausdenken derlei Opferrollen Gehirnakrobatik... Sich der argumentativ dargelegten Kritik inhaltlich stellen? Ne lieber schön ad hominem
Banned schrieb:
im Antifa-Sommercamp
Banned schrieb:
Das Traurige ist, dass sich solche Personen geistig nie groß weiterentwickeln werden
 
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Erkekjetter schrieb:
Natürlich machen sie auch dann Sinn. Für Budgetplanungen etc, sind absolute Werte relevant, nicht inflationsbereinigte.

Das ist aber nicht, was für Statista und deren Zielgruppe relevant ist.

Erkekjetter schrieb:
Nein, es sind 10 zu 17,7.

Nein, es sind unter 10. Es dürften etwa 8 sein, wenn du mit dem Balken rechts daneben vergleichst. Langsam wird es echt albern mit dir.

Und ja, auch eine 17,7 gibt man in schriftlichen Zusammenfassungen normalerweise als "knapp" 20 oder eben "nahezu" 20 an. Ich sehe, du hast von der Aufarbeitung von statistischen Daten zu journalistischen oder wissenschaftlichen Zwecken keine Ahnung.

In diese Bredouille kommen wir hier aber gar nicht, da es eben ziemlich genau 8 zu 17,7 sind. Na, merkst du noch was?

So, und das bestätigt mich weiter in meiner zuvor getätigten Annahme. Und jetzt ist hier für mich endgültig Schluss.
 
Banned schrieb:
Das ist aber nicht, was für Statista und deren Zielgruppe relevant ist.
Es ist deine Quelle, dann belege bitte, dass es inflationsbereinigt ist. Das wäre dann deine Aufgabe. Und nicht einfach davon auszugehen bzw. zu behaupten, das sei ja üblich. Ist es nämlich nicht. Dinge, die inflationsbereinigt sind, die zwangsweise bearbeitet und verändert wurden, geben dies an. Auch deshalb, weil es zur Inflationsbereinigung einen Referenzwert geben muss, zu dem die Bereinigung in Relation stattgefunden hat. Findet man diese Angaben nicht, muss man von absoluten Werten ausgehen.

Davon, mir wäre neu, dass Statista eine spezielle Zielgruppe hat, die erklärt, warum da inflationsbereinigte Werte stehen müssen. Soweit mir bekannt, bietet Statista jedwede statistischen Daten an die es irgendwie gibt und hat keine spezielle Zielgruppe.
Ergänzung ()

Banned schrieb:
Langsam wird es echt albern mit dir.
Der Abstand am ersten Balken zur 10 ist kleiner als hinten zur 20. Aber ganz bestimmt sind es 8...
Du darfst von 17,7 auf 20 aufrunden, aber der Wert da vorne, der irgendwo bei 8,x oder gar 9,x liegt, der darf selbstredend nicht auf 10 hochgezogen werden. Das wäre ja albern....
Banned schrieb:
Ich sehe, du hast von der Aufarbeitung von statistischen Daten zu journalistischen oder wissenschaftlichen Zwecken keine Ahnung.
Munter fröhlich statt inhalte nur ad hominem...

Ach ja, zum Thema Wortklauberei, was ja nur die anderen machen:
Erkekjetter schrieb:
von knapp unter 10 Mio auf 17,7 Mio in 14 Jahren
war die ursprüngliche Aussage dazu. knapp unter, weil im Gegensatz zu den 17,7 mio dort einfach kein klarer Wert ablesbar ist oder erwähnt wird. Im weiteren verlauf, der einfachheit halber schreibe ich dann:
Erkekjetter schrieb:
Nein, es sind 10 zu 17,7.

Worauf wird sich gestürzt statt im Kontext zu bleiben? Aber immer sind es die anderen...
 
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Erkekjetter schrieb:
Es ist deine Quelle, dann belege bitte, dass es inflationsbereinigt ist. Das wäre dann deine Aufgabe. Und nicht einfach davon auszugehen bzw. zu behaupten, das sei ja üblich. Ist es nämlich nicht. Dinge, die inflationsbereinigt sind, die zwangsweise bearbeitet und verändert wurden, geben dies an. Auch deshalb, weil es zur Inflationsbereinigung einen Referenzwert geben muss, zu dem die Bereinigung in Relation stattgefunden hat. Findet man diese Angaben nicht, muss man von absoluten Werten ausgehen.

Davon, mir wäre neu, dass Statista eine spezielle Zielgruppe hat, die erklärt, warum da inflationsbereinigte Werte stehen müssen. Soweit mir bekannt, bietet Statista jedwede statistischen Daten an die es irgendwie gibt und hat keine spezielle Zielgruppe.
Ergänzung ()


Der Abstand am ersten Balken zur 10 ist kleiner als hinten zur 20. Aber ganz bestimmt sind es 8...

Da hast du recht. Wäre dann 9 okay? 2x9=18 --> ist doch echt viel mehr als 17,7, oder? Oder okay, wir nehmen 9,5. Das sind dann 19. Das ist dann schon enorm viel mehr als 17,7. :D

Das ist eine komplett schwachsinnige Ebene. Es ist allgemein offensichtlich, dass es einen starken Anstieg gegeben hat, da müssen wir nicht jeden einzelnen Wert daraufhin bewerten, für wie viel der Balken denn nun stehen könnte.

Und zu deinem Argument mit der Inflation:
Der Staat profitiert selbst enorm von der Inflation. Denn da du hier auf quasi alles Steuern an den Staaat zahlst - und das nicht zu knapp -, verdient der Staat fürstlich mit am teuren Sprit, Strom etc.
Also selbst, wenn die Werte des einen Diagramms nicht inflationsbereinigt sind, so wird es trotzdem eine ziemliche Milchmädchenrechnung sein, zu glauben, der Staat würde durch die Inflation stärker belastet - es ist sogar eher das Gegenteil anzunehmen.
Letztendlich sind die Staatseinnahmen stark (oh, oh, er hat "stark" gesagt - das müssen wir jetzt wieder sezieren) gestiegen. Wir haben kein Einnahmen, sondern ein Ausgabenproblem.

Hier mal die deutsche Staatsverschuldung:

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Aber wird die böse Inflation sein - da machste nix. ;)

Und komm mir jetzt bitte nicht mit Aufrüsten. Die Bundeswehr befand sich in den 70ern und 80ern auf einem erheblich höheren Niveau, was Truppenstärke und Ausstattung anbelangt. Das alleine erklärt gar nichts. Selbst die Wende hat nicht so reingehauen wie die jüngere Vergangenheit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ah wir wechseln komplett das Thema nachdem wir nicht mehr argumentativ weiter kommen. VErstehe. Das Inflatrion schlecht böse oder sonstwas ist, was zwar zu keinem Zeitpunkt meine Aussage, aber hey... So kann man ja zumindest versuchen davon abzulenken, dass nicht inflationsbereinigte Anzeigen von Ausgaben eben zwangsläufig ansteigen auch wenn die Ausgaben inlfationsbereinigt gleich bbleibend sind...
 
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Ich habe mir die Tabelle der Personalkosten jetzt auch mal sehr intensiv angeschaut. Ich stimme Erkekjetter zu, das ist nicht inflationsbereinigt. Setzen wir das doch mal ins Verhältnis, 2012: 20,26Mrd€ zu 1171Mrd€ Einnahmen, sind ~1,73% und 2025: 33,07Mrd€ zu 1772Mrd€ Einnahmen, sind 1,866%. Nein, keine Kostenexplosion, eine leichte Steigerung (+0,13%Punkte). Nicht verwunderlich, wenn seid der letzten Krise die Inflation>Wirtschaftswachstum. Dann steigen die Sozialausgaben (und auch die Personalkosten) zwangsweise. Wenn aber Wirtschaftswachstum>Inflation, dann sinken im Normalfall die relativen Ausgaben im Sozialen auch wieder.
Banned schrieb:
Wir haben kein Einnahmen, sondern ein Ausgabenproblem.
Ach ja, kommen wir doch einfach wieder zurück zur schwarzen null, der Bund legt sich sein Vermögen schön weg (hat die letzten 30 Jahre auch so schön funkioniert, wird schon noch ein paar Jahre gutgehen, bis der Zusammenbruch aufgrund maroder Infrastruktur eintritt). Schon mal darüber nachgedacht, dass die Staatsschulden in Gänze ungefähr dem Vermögen der Gesellschaft entsprechen müssen? Und Staatsschuldenabbau geht immer einher mit Vermögensabzug aus der Gesellschaft. Aber mal Butter bei die Fische, wo möchtest du denn die fehlenden Mrd sparen, wo sie zuviel ausgegeben werden?
 
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Samurai76 schrieb:
Schon mal darüber nachgedacht, dass die Staatsschulden in Gänze ungefähr dem Vermögen der Gesellschaft entsprechen müssen? Und Staatsschuldenabbau geht immer einher mit Vermögensabzug aus der Gesellschaft. Aber mal Butter bei die Fische, wo möchtest du denn die fehlenden Mrd sparen, wo sie zuviel ausgegeben werden?
Die Aussage greift zu kurz. Staatsschulden sind zwar gleichzeitig Vermögenswerte der Gläubiger, aber sie entsprechen nicht annähernd dem gesamten Vermögen einer Gesellschaf, dazu gehören auch Immobilien, Unternehmen, Maschinen, Infrastruktur usw.

Auch Schuldenabbau bedeutet nicht automatisch, dass der Gesellschaft im gleichen Umfang Vermögen entzogen wird. Die Schuldenquote kann etwa durch Wirtschaftswachstum sinken, und bei tatsächlichen Haushaltsüberschüssen geht es zunächst um finanzielle Salden, nicht automatisch um einen Verlust realen Vermögens. Entscheidend ist daher nicht nur die Höhe der Schulden, sondern auch, wofür sie aufgenommen wurden und welche Werte ihnen gegenüberstehen
 
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