@mo schrieb:
Merz ist so ziemlich das Gegenteil von einem Populisten.
Bitte was? Merz ist ein Populist durch und durch. Er ist überhaupt nur Kanzler geworden, weil er extrem populistischen Wahlkampf gemacht hat, gut daran zu erkennen, dass er das genaue Gegenteile von dem gemacht hat, was er gesagt hat im Wahlkampf um Kanzler zu werden. Merz ist der Inbegriff des Populisten, da sind manche AfDler Chorknaben dahingehend. Dieser Mann wäre ohne extremen Populismus niemals CDU Bundesvorsitzender geworden und erst Recht niemals Kanzler.
Knergy schrieb:
Die AfD besetzt eben geschickt diese Lücke,
Die haben dafür auch extra alle in den Osten migriert. Viele AfD Kader inszenieren sich als Menschen der neuen Bundesländer und sind auch aktiv dort hin gesiedelt, obwohl sie mit den Neuen Bundesländern so absolut gar nicht verbindet, außer das die Bevölkerung da empfänglicher für ihre Propaganda ist.
Das rechte und rechtsextreme Organisationen gezielt und abgesprochen in den Osten siedeln ist zwar leider noch immer irgendwie kaum bekannt, dabei seit weit mehr als 2 Jahrzehnten Tatsache. Da werden ganze (Klein)Ortschaften still und heimlich, oftmals verdeckt über Mittelsmänner aufgekauft und an gleichgesinnte verkauft oder vermietet. Ebenso beliebt und noch viel häufiger wurde und wird dies mit Aussiedlerhöfen gemacht. Interessiert in der Politik auf Landes und vor allem Bundesebene so gut wie niemanden und die wenigen lokalen Politiker, die immer wieder darauf aufmerksam machen und Hilfe dagegen suchen werden und wurden allein gelassen damit. Da haben sich teilweise richtig abgeschottete Kommunen gebildet, oft im Zusammenhang mit esoterischen Gedankengut wie der neuen germanischen Medizin und Neopaganismus.
CCIBS schrieb:
würde ich Merz zugegeben auch nicht als Populist bezeichnen
Also wenn ich die ersten Absätze im WikiArtikel lese, sehe ich da Merz durch und durch. Wo siehst du der "Definition" entsprechend was anderes, gibt es doch nicht mal einen Abschnitt, der sich so nennt?
"In der politischen Debatte wird mit dem Begriff
Populismus dem politischen Gegner auch eine unredliche Haltung unterstellt. Ein populistischer Aktivist stellt sich in dem konstruierten Gegensatz von „
Volk“ und „
Elite“ auf die Seite des „kleinen Manns“ und behauptet von sich selbst, die Stimme und den Willen des Volkes zu repräsentieren. Er bevorzugt einfache, emotional ansprechende Botschaften, um komplexe politische, wirtschaftliche oder soziale Probleme zu erklären. Indem sie vorhandene Ängste und Ressentiments aufgreifen, agitieren Populisten gegen etablierte politische Institutionen, Parteien und Eliten. Sie versprechen Veränderung und präsentieren sich als Alternative zum bestehenden politischen System." Das sehe ich bei Merz definitiv, und ich sehe nichts positives daran. Das dann Trump und Berlusconi als Beispiele bildlich gezeigt werden, unterstreicht diesen Absatz auch nochmal deutlich.
Beziehst du dich ggf. auf die Punkte, die unter "Ursprung" aufgeführt sind? Das ist keine Definition, dass zeigt nur auf, wo der Begriff herkam und mal bedeutet hat. Die Nutzung und Deutung hat sich stark verändert und wird heute als negative Umschreibung im Sinne von "Volksverführer" genutzt. Halt noch nicht im extremen Sinne wie Demagoge, wobei nach heutiger Verwendung die Grenzen dabei zunehmend verschwimmen dürften, nimmt man Beispiele wie Trump.