News E-Scooter: Verbraucherschützer mahnen fünf Verleihfirmen ab

Naja, ob man sich auf die Privatpersonen oder Freiwilligen immer verlassen kann lass ich mal dahingestellt.

Ich behaupte ja nicht, dass sich die E-Scooter nicht durchsetzen und vom Straßenbild verschwinden werden, nur dass das ein oder andre Unternehmen sich womöglich nicht dauerhaft halten kann, wenn eine gewisse Ernüchterung einsetzt auf dem Markt.

Als das Personenbeföderungsgesetz ende 2012 geändert wurde waren es auch plötzlich viele Fernbusunternehmen am Anfang, die sich versucht haben mit Kampfpreisen auszubooten und es nicht jedes Unternehmen geschafft hat lange durchzuhalten und pleite ging!

Außerdem Unterschätze niemals den Winter, auch wenn es jetzt kein russischer Winter ist;)
 
Corros1on schrieb:
Außerdem Unterschätze niemals den Winter, auch wenn es jetzt kein ein russischer Winter ist;)
Der betrifft aber auch Bus, Bahn und vor allem auch das Auto.
Es gab schon Fälle, da bin ich mit dem Rad besser zur Arbeit/Schule gekommen als es mit einem Auto oder dem ÖPNV der Fall gewesen wäre. Ob und wie ein E-Scooter sich auch im Winter sinnvoll nutzen lässt, kann man schon bei den normalen (zusammenklappbaren) Tretrollern beobachten.
Selbst wenn eine dünne Schneedecke liegt, kann man damit durchaus noch fahren. (Hab ich selber schon mehrfach gemacht.)
Bei dickerem Schnee natürlich nicht mehr, aber da wird es für alle Verkehrsmittel ungemütlich. ;)

(Wobei ich auch davon ausgehe, dass der Großteil derer die sich aktuell E-Scooter ausleihen, diese im Winter sicher nicht mehr benutzen werden. Einige fahren ja nur damit, weil es "cool" oder "hip" ist, nicht weil es denen einen echten Nutzen bringt.)
 
Zuletzt bearbeitet:
sollen teilweise die Kunden selbst vor jedem Start prüfen, ob etwa Bremsen, Beleuchtung oder Räder in Ordnung sind. Eine Pflicht, die Nutzer in der Regel überhaupt nicht fachgerecht ausführen können

Teilweise nicht anders als beim Auto! Du als Fahrer bist verantwortlich für den Zustand des Kfz. Und wenn man nicht mal prüfen kann, ob die Bremsen oder die Beleuchtung funktioniert (entweder es bremst oder nicht, entweder es leuchtet oder nicht) hat man als Fahrer nichts auf der Straße zu tun.

Das man den Verschleißgrad nicht feststellt, ist wieder ne andere Baustelle.
Ergänzung ()

Köf3 schrieb:
...
Ob und wie ein E-Scooter sich auch im Winter sinnvoll nutzen lässt, kann man schon bei den normalen (zusammenklappbaren) Tretrollern beobachten.
Selbst wenn eine dünne Schneedecke liegt, kann man damit durchaus noch fahren. (Hab ich selber schon mehrfach gemacht.)
Bei dickerem Schnee natürlich nicht mehr, aber da wird es für alle Verkehrsmittel ungemütlich. ;)
...

Wichtiger ist da die Akku Kapazität
 
andi_sco schrieb:
Wichtiger ist da die Akku Kapazität
Kommt auf die Zelle an.
Bei einem Panasonic-Akku (NCR18650B als Klassiker zu nennen) hält sich der Kapazitätsverlust bei niedriger Außentemperatemperatur durchaus in Grenzen (Entladung auf 3,0 V bei 25°C: 3000 mAh - 0 °C: 2500 mAh, entspricht einer Verringerung von 17 %.

https://www.batteryspace.com/prod-specs/NCR18650B.pdf

Bei einem E-Scooter hat man dann eben nicht mehr 20 km reale Reichweite, sondern halt nur noch 17 km. Außerdem erwärmen sich die Zellen bzw. der Akkupack beim Entladen, fraglich ist, wie sehr das bei einem E-Scooter und den damit verbundenen Entladeströmen überhaupt ins Gewicht fällt.
 
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Roche schrieb:
Nein, aber sie würden öffentliche Verkehrsmittel wie Busse und Straßenbahnen nutzen, die genau dafür da sind! Wir brauchen nicht hunderte "Einzelfahrer" mit solchen Rollern, wenn eine Straßenbahn diese Menge an Personen auf einen Schlag transportieren kann.
Die öffentlichen Verkehrmittel bringen den Fahrgast aber nur in die Nähe seines Ziels (z.b. Café, eigene Wohnung oder die eines Freundes), nicht aber zum Endpunkt. - Und genau dafür sind solche Elektroscooter ideal, um diese Transportmittellücke zu füllen. Man kann sie ja auch kaufen, in die U-Bahn mitnehmen und beim Aussteigen als "beschleunigte Füße" nutzen. Wenn die Preise und das Gewicht weiter sinken, könnte die Kombination Öffi/E-Roller zu einer echten Alternative für das Auto werden. - Vor allem auch bei schlechtem Wetter.

Also, ich finde solch ein neues Verkehrsmittel, das für kurze Distanzen einen wesentliche Zeitersparnis zum Laufen bringt, auf jeden Fall sinnvoll und trotz "Recyclingproblem" (das im übrigen nur herbeigeredet wird) immer noch sehr umweltschonend. Wissen diejenigen überhaupt, welchen Rohstoff- und Energieeinsatz ein Auto bei der Herstellung benötigt? - Da braucht so ein Roller mit Sicherheit nur wenige Prozent davon.
 
@Köf3

Du weißt ja, jedes Jahr zwischen Dezember und Februar scheint der Winter ganz plötzlich und unerwartet zu kommen als hätte es noch nie Winter in Deutschland gegeben und wehe es wagen sich auch nur zwei Schneeflocken auf den Straßen liegen zu bleiben bricht das komplette Chaos aus, trotz vorbereitende Maßnahmen wie Winterreifen (sind bei entsprechender Witterung vorgeschrieben) oder Winterdienste in Bereitschaft versetzen, selbst der Schienen- und Luftverkehr funktioniert nur eingeschränkt.

Was ähnliches passiert auch zwischen Juni und August, da scheint es auch urplötzlich und unerwartet Sommer zu geben und die Anzahl der Leute, die nicht wissen wie man sich im Straßenverkehr zu verhalten hat nimmt leider nicht wirklich ab.
 
Corros1on schrieb:
Ich behaupte ja nicht, dass sich die E-Scooter nicht durchsetzen und vom Straßenbild verschwinden werden, nur dass das ein oder andre Unternehmen sich womöglich nicht dauerhaft halten kann, wenn eine gewisse Ernüchterung einsetzt auf dem Markt.

Da bin ich mir auch ziemlich sicher, dass der Markt noch gesundschrumpfen wird. Sobald die Nutzerzahlen kleiner werden, dürften zunächst die Preise sinken und danach wird es für einige nicht mehr lukrativ sein. Auf Dauer machen zig Anbieter auch keinen sinn oder zumindest nicht, wenn sie sich bei den Preisen absprechen.
 
Köf3 schrieb:
@Corros1on Worauf bezieht sich denn dein Beitrag? :confused_alt: Kann dem grad nicht folgen...
Auf diesen Beitrag.
Köf3 schrieb:
Selbst wenn eine dünne Schneedecke liegt, kann man damit durchaus noch fahren. (Hab ich selber schon mehrfach gemacht.)
Bei dickerem Schnee natürlich nicht mehr, aber da wird es für alle Verkehrsmittel ungemütlich. ;)
 
Apropos hat sich extra3 dem Thema sehr wunderbar gewidmet:

Ergänzung ()

anexX schrieb:
Grad gestern nen SoFlow SO6 durch neuem 1&1 Vertrag geliefert bekommen

Schon die Haftpflicht dafür abgeschlossen?
Ergänzung ()

RalphS schrieb:
Hier in Gothenburg stehen und liegen und fliegen die Dinger überall rum trotz des “längsten Straßenbahnnetzes Europas”.

Fun Fact, Göteborg ist nur an 6. Stelle:
2. St. Petersburg: 240 Kilometer
3. Berlin: 190 Kilometer
4. Moskau: 181 Kilometer
5. Wien: 174 Kilometer
6. Göteborg: 161 Kilometer
 
Zuletzt bearbeitet:
Nun gibt die nächste Art, E-Scooter ins Lächerliche zu ziehen.

https://www.heise.de/newsticker/mel...-Vorfahrt-fuer-den-E-Kinderwagen-4512857.html

(Man beachte gewisse Textpassagen, vor allem den zweiten Absatz. Und den Fantasienamen. Sorry, das ist doch offensichtlich, dass da neue Fahrzeugtypen bewusst runtergeputzt werden sollten, ist ja auch nach der vergangenen Medienkampagne zu erwarten. Und da bietet sich ein Scherzartikel mit Subtext ja an. Tja, nur leider wird das Auto zusehends kritisch gesehen, nicht mehr als der absolute heilige Gral im Bereich Fortbewegung.)
 
Köf3 schrieb:
Nun gibt die nächste Art, E-Scooter ins Lächerliche zu ziehen.

Es ist auch ein Kommentar. Außerdem ist ein gewisser Spott nicht gerade von der Hand zu weisen.
 
Touristen sind ja noch mal ein bißchen was anderes. Wenn zB in Dresden 50% weniger Autos und 50% mehr Tretroller unterwegs wären, dann wär das gar nicht mal so doof.

Albern wird es, wenn einen der Anwalt auf dem Tretroller besucht.

Was die Straßenbahnen angeht, mh, bis auf Moskau und St Petersburg kenn ich die zusoweit und kann sagen, Berlin ist selber schuld, daß die nicht unerreichbar auf Platz 1 stehen. :lol: Worauf ich aber rauswollte: obwohl es dort ein gut ausgebautes Tramnetz gibt und man eigentlich kaum zu Fuß gehen muß, wenn man das nicht will, fliegt der Kram doch überall rum. Ist in Berlin womöglich ähnlich.

Was mich schließen läßt: Die Roller sind überhaupt keine Ergänzung zu irgendwas, schon gar nicht für Autos. Sie fördern nicht den Weltfrieden, auch wenn sie vielleicht die neuen Bitcoins sind. Sie sind einfach Kinderspielzeuge in einer Umgebung, die sogar das berüchtigte Schlaraffenland alt aussehen läßt, wo der Überfluß so grenzenlos ist, daß die eine Hälfte absichtlich hungert und die andere Hälfte vor Langeweile nicht mehr weiß, was sie mit sich anfangen soll.

Da kommen Tretroller halt gelegen.
 
RalphS schrieb:
Was die Straßenbahnen angeht, mh, bis auf Moskau und St Petersburg kenn ich die zusoweit und kann sagen, Berlin ist selber schuld, daß die nicht unerreichbar auf Platz 1 stehen. :lol: Worauf ich aber rauswollte: obwohl es dort ein gut ausgebautes Tramnetz gibt und man eigentlich kaum zu Fuß gehen muß, wenn man das nicht will, fliegt der Kram doch überall rum. Ist in Berlin womöglich ähnlich.

Was mich schließen läßt: Die Roller sind überhaupt keine Ergänzung zu irgendwas, schon gar nicht für Autos.

Naja, dem ollen Adi und der nachfolgenden westdeutschen Utopie riesige Trambahnverkehr in der BRD stillzulegen kann schon ein bisschen eine eigene Schuld attestieren. Dass sich Berlin nach der Wende so schwer getan, das Netz weiter auszubauen, hat viele Gründe. Es wäre aber wirklich notwendig gewesen. Aber es geht ja langsam voran. Ich gebe Dir recht, die Roller für Faule ergeben keinen wirklichen Sinn. Es findet auch kaum Bewegung darauf statt und es kann auch kein Gepäck transportiert werden. Da hat das Fahrrad einfach weiter seinen Vorteil neben der sportlichen Bewegung. Selbst mit E-Motor. Vielleicht haben wir demnächst besonders viel Übergewichtige auf den Dingern?

Momentan haben wir natürlich den üblichen Hype und es gibt ein paar, die kaufen sich die Dinger ... sogar über überteuerte 1und1-Verträge und glauben dann 1und1 schenke ihnen hunderte von Euro, weil 1und1 so mildtätig. In etlichen Monaten liegt das Ding im Keller oder wird versucht es verzweifelt zu verkaufen. So ist das mit den Hypes. Spätestens im Herbst, wenn die Zombies bei nassem Laub reihenweise stürzen und sich komplizierte Brüche zulegen, werden sie merken, wie unpraktisch ein beschleunigter Roller ist. Wenn die Bahnen überfüllt, ist auch Endstation. Dann haben die Dinger auch keinen Anspruch auf Beförderung. Ein Zusatzticket muss zusätzlich gelöst werden. Die Diebe reiben sich schon die Hände. Während andere Länder schon so viel gelernt und E-Scooter einschränken, ploppen natürlich zu dem Thema auch die Naivlinge auf und erklären uns, wie toll doch mal wieder ein Hype sein kann und wie viel Spaß man hat. Wie viel sich schon zu Krüpeln gefahren haben interessiert da doch nicht. No risk no fun. Auf gehts. Beinmuskulatur ist überbewertet. Laufen sowieso. Dafür hab ich doch meinen fancy Heimtrainer zu Hause.

Dieser Text kann etwas Ironie und Sarkasmus enthalten. Für Schäden wird keine Haftung übernommen.
 
Schon nach drei Monaten schrottreif!

Also Umweltbewusst und Nachhaltigkeit sieht anderes aus.
Gut dass es bei der E-Mobilität um die Klimarettung und nicht um den Umweltschutz geht, also gerade noch mal glück gehabt.
 
Von wegen drei Monate, hier steht drei Jahre bei täglichem laden: https://www.heise.de/newsticker/mel...-Zwischenbilanz-zu-E-Tretrollern-4493497.html

Zitat: ,Derzeitige Akku-Modelle könnten bei täglichem Laden knapp drei Jahre durchhalten'

Da ich meinen eigenen Segway ES1 nur alle drei Tage laden muss, ist die Lebensdauer dementsprechend länger.

Hier hat jemand schon 2936 Kilometer erreicht:
Segway mit 2936 km !.png
 
Wenn Mietroller wirklich nur drei Monate durchhalten, ist das eine katastrophale Bilanz.

Wahrscheinlich wohl wegen Vandalismus, nicht der normalen Abnutzung.
 
Romanow363 schrieb:
Wahrscheinlich wohl wegen Vandalismus, nicht der normalen Abnutzung.
Tja ist halt heutzutage "cool" die Teile zu zerstören usw. Aber mal ganz ehrlich: Das war abzusehen. Ich sehe auch so recht den Vorteil zum Fahrrad nicht. Lebe ich dort kaufe ich mir ein Rad, was kostet nen gebrauchtes gutes Rad? 50euro?
Als Touri kann ich mir ein Rad leihen. Hat den Vorteil dass da bei der Ausgabe und Rückgabe eine Person anwesend ist und Schäden entsprechend festgehalten werden können.
Bei diesen "Stadtteilautos" der gleiche Rotz. Was niemanden gehört wird entsprechend behandelt.

Diese Geschäftsmodelle sind in unserer Gesellschaft einfach von vornerein zum Scheitern verurteilt. Da reichen 0,1% Idioten aus.


Woanders habe ich auch schonmal die Zahl von 20 Tagen gelesen. Ja es geht dabei um Vandalismus. Manche treten die nur um, andere machen Weitwurf, oder werfen sie in den nächsten Fluss. Ist halt cool heutzutage. So richtig Gangsta.
 
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