AYAlf schrieb:
Clair Obscur ist doch das Spiel, bei dem 1/3 des Bildschirms halbnackten Hintern zeigt.
Dann doch lieber "Woke"!
Woke ist auch kein Schimpfwort, sonders der einzig gangbare Weg für kluge Humanisten.
"Woke" Bedeutung ist wohl niemanden klar? „Woke“ bedeutet laut dem Duden, in hohem Maße politisch wach und engagiert gegen Diskriminierung wie Rassismus oder Sexismus zu sein. Ursprünglich stammt der Begriff aus dem afroamerikanischen Englisch der 1930er-Jahre und wurde durch die Black-Lives-Matter-Bewegung weltweit bekannt, wird heute jedoch häufig als politischer Kampfbegriff verwendet.
Mir ist aber schon klar, dass Ewiggestrige und Faschisten diesen Begriff und alles was er bedeutet nicht mögen.
Das Problem ist nicht, dass Spiele "woke" sind oder diverse Charaktere haben. Das ist an sich ja völlig okay. Das Problem ist einfach das unfassbar schlechte Writing, das heutzutage daraus entsteht.
Die Charaktere sind oft einfach nur unsympathisch. Besonders diese künstlichen Girlbosses nerven extrem. Die sollen zwar stark und unabhängig sein, werden aber oft absichtlich unattraktiv oder arrogant geschrieben, sodass man sie am Ende gar nicht mehr cool oder badass findet, sondern einfach nur abstößt. Aber bei Veilguard mit Taash war es genauso. Einfach nur absolut kindisch und unsymphatisch und alles andere als ein cooler Charakter über den man mehr wissen will.
Man merkt beim spielen richtig, wie das Writing gegen einen arbeitet. Statt einer guten Story wird man ständig belehrt. Man kriegt das Gefühl, man müsste erst mal lernen, dass Diversität okay ist, als ob man im Mittelalter leben würde. Man wird pausenlos korrigiert oder belehrt, entweder direkt als Spieler oder indirekt als Zeuge wie andere NPCs mit dem Charakter umgehen, obwohl man im Spiel eigentlich gar nichts falsch gemacht hat. Es ist einfach nur plump und unfassbar cringe.
Cyberpunk ist da ein super Gegenbeispiel: Da ist alles divers, es gibt gleichgeschlechtliche Beziehungen und diverse Charaktere, aber es funktioniert einfach, weil es Teil der Welt ist und es dir nicht als moralischer Zeigefinger ins Gesicht gedrückt wird.
Ich glaube, die meisten Leute reden da aneinander vorbei. Es geht nicht um die Werte an sich, die sind ja gut, sondern darum, wie es umgesetzt wird. "Woke" ist mittlerweile einfach ein Schimpfwort für genau diese erzwungene Art, Ideologie in Games zu pressen, ohne die geringste Rücksicht auf gute Storys und symphatische Charaktere. Mittlerweile ist das für viele eine absolute Red Flag, weil man direkt weiß, was für ein Müll einen beim Writing erwartet, wenn solche Themen im Spiel sind.
Und wenn der Spieler das ganze Spiel über von so einem Charakter begleitet wird und immer wieder mehr oder weniger Subtil diese infantilen Belehrungen aufs Auge gedrückt bekommt, dann braucht man sich nicht wundern, wenn das ganze Spiel dadurch ruiniert wird und Spieler abstand halten.
Es ist traurig, dass viele bei dieser Diskussion einfach nicht begreifen wollen, dass hier handwerklich absoluter Müll abgeliefert wird, der überhaupt keinen Sinn ergibt. Stattdessen wird immer die Keule von wegen "die Person ist rechtsradikal, schwulenfeindlich etc." geschwungen, obwohl es darum überhaupt nicht geht.
Es ist für mich wirklich ein Rätsel, warum es nicht erlaubt sein darf, diesen Müll zu kritisieren, selbst wenn man die Werte vertritt.