Gnasher schrieb:
Es ist ja eine Sache Kritik zu äußern oder eine Äußerung zu verbieten. Kritik sollte immer erlaubt sein.
Da bin ich absolut bei dir, jede Kritik muss respektiert werden. Und mit jeder Kritik sollten wir uns inhaltlich befassen. Auch wenn innerlich die Emotionen hochkochen ist es einfach zielführender von
allen Seiten, sachlich differenziert zu bleiben.
Gnasher schrieb:
Ich glaube das dem Satz dennoch eine gewisse Wahrheit innewohnt wenn man es übertreibt
Der Satz "go Woke, go broke" löst bei mir, der schlicht und ergreifend auf eine sachliche, möglichst nüchterne Auseinandersetzung mit den Dingen wert legt ein Störgefühl aus.
Ich muss den Satz einfach kritisieren da er eine Aktion=Reaktion/Wirkung beschreibt die so pauschal nicht korrekt ist.
Oder um es konkreter zu machen. Alle Menschen, die sich zur Aufgabe machen, Minderheiten, Ungleichheiten, Freiheit, Respekt, Akzeptanz usw. usf. zu artikulieren und dafür im besonderen Maße einstehen wollen OHNE dabei andere Menschen zu diskriminieren, fühlen sich dadurch verletzt.
Nehmen wir einen Buchautor der ein Buch über irgendein Random-Thema verfasst. Nehmen wir an das Buch ist inhaltlich einwandfrei geschrieben, spannend, auf den Punkt. Hinzu kommt, dass der Autor die oben aufgeführte Aufgabe für sich in diesem Buch wahrnimmt.
Und nun sagen wir als Kritiker zu dem Buch pauschal "go woke, go broke". Sprich, nur weil er in seinem Buch "woke" ist (ich meine damit: woke = engagiert gegen Diskriminierung, Ungleichheit etc.), wird das Buch scheitern. Punkt.
Da kann doch keine Wahrheit enthalten sein oder? Es ist eine undifferenzierte Aussage in der die Komplexität des Themas nicht zum tragen kommt.
Wenn! das Buch inhaltlich aufgesetzt wirkt weil er (der Autor) oben genannte Themen ohne kontextualen Zusammenhang behandelt oder das Buch einfach generell nicht sonderlich spannend, umschweifend oder gar inhaltlich falsch ist, dann sollte auch genau das so konkret kritisiert werden.