News Entlassungswelle rollt an: An Intels Standorten werden bis zu 20 Prozent entlassen

TorenAltair schrieb:
es ist selten ein gutes Zeichen, wenn eine Firma anfängt die Leute massenhaft zu entlassen, die die Produkte herstellen, die man zum Geldverdienen braucht.

Würden die Produkte "herstellen" die man zum Geldverdienen braucht, dann würde die ja keinen entlassen.

Deren Produkte können und werden zum Teil auch bei anderen Hergestellt.
 
Nighteye schrieb:
Vollkommen richtig.
Inwiefern? Außer im Laptop-Bereich purzeln eigentlich überall die Marktanteile, die Bruttomarge ist so niedrig wie so ziemlich niemals zuvor und die versammelte Konkurrenz (längst nicht nur AMD, sondern auch ARM-Lizenznehmer wie Qualcomm) ist so stark wie noch nie.
Nighteye schrieb:
Und mit Nova Lake wird Intel Stärker zurück kommen was Desktop Architekturen angeht.
Das ist auch mit Alder-Lake passiert, die waren damals sehr solide bis stark (je nach Produkt), nachdem die berühmte 14nm+++++-Kette mit ihnen endlich an ihr Ende kam. Die Stagnation kehrte dann aber unmittelbar wieder zurück.
Abgesehen davon ist der Desktop aber ohnehin ziemlich unwichtig. Die Konkurrenzsituation Xeon vs. Epyc ist da viel, viel kritischer. Und an die Skalierbarkeit der AMD-Technik muss man halt erstmal rankommen ...
Nighteye schrieb:
Ich sehe ehrlich gesagt gute Zeiten für Intel.
Ein Comeback ist sicherlich möglich, die Kurve auf dem Weg dorthin ist aber längst noch nicht erfolgreich genommen. Die Foundry hat nach wie vor keinerlei Kunden, Intel selbst kann die Fabriken nicht auslasten, auch weil ihre Prozesse nicht konkurrenzfähig sind. Bisher gibt es dort nur Ankündigungen für Verbesserungen, die sich nun aber auch schon von neuem Node zu neuem Node verschieben, während selbst Intel-eigene CPU-Chiplets bei TSMC vom Band laufen (sogar in N3 aber keine Effizienzvorteile gegen die Konkurrenz herausfahren können, die noch in N4 gefertigt wird).

Demzufolge sind die Fabriken, Stand heute, reine Geldverbrennungsanlagen und es ist völlig unklar, ob sich das nochmal ändern wird. In jedem Fall sind weiter gewaltige Investitionen notwendig, sollte erneute Konkurrenzfähigkeit in diesem Bereich das Ziel bleiben.

Die Probleme für Intel sind also nach wie vor extrem vielfältig: Starke Konkurrenz, die die erzielbaren Marktpreise drückt, teure Fremdfertigung, die die Margen drückt, abgehängte Eigenfertigung, die Geld verschlingt, eine eher schwache eigene Produktpalette. Hinzu kommt ein nach vielen Berichten nach wie vor großer, wenig produktiver "Wasserkopf" in der Unternehmensstruktur.

Unbefangen zu sagen, man sehe gute Zeiten kommen, sollte da möglicherweise besser begründet sein als mit "Nova Lake kommt". Warum du das so siehst, würde mich jedenfalls durchaus interessieren :)
Uzer1510 schrieb:
Naja das ja generell in der IT Branche so dass die Zeiten sich etwas ändern da geht das goldene Zeitalter für die Arbeitnehmer halt langsam zu Ende.

https://www.golem.de/news/it-arbeit...arbeitsrealitaet-ueberrascht-2507-197858.html
Ich glaube nicht, dass man Intel zwangsläufig als die Klasse "Tech-Unternehmen" bezeichnen kann, um die es in diesem Artikel schwerpunktmäßig geht. Das betrifft eher IT-Fachkräfte und studierte Informatiker, Intels wesentliche Probleme, gerade mit Blick auf die Fabriken, existieren dagegen sehr viel eher im Ingenieursbereich.
Uzer1510 schrieb:
China Asien allgemein und Indien (Fertigung, auch zunehmend maximal komplexer Maschinenbau) werden halt qualitativ langsam extrem stark und bleiben relativ günstig - und IT ist halt schon immer maximal international und wenig standortgebunden.
Vor allem bezüglich China hast du da sicherlich absolut recht, was industrielle Fertigung angeht. Tatsächlich sind die dahingehenden Kapazitäten des Landes schlicht enorm, bei trotzdem hoher Qualität. Vergleichbar ist das nur mehr mit den USA, wie sie in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg in Relation zum Rest der Welt standen - und das will schon einiges heißen, denn natürlich ist vor allem die westliche Welt heute bedeutend weiter entwickelt als damals.
Man muss aber auch sagen, dass dieser starke industrielle Fokus auch politisch gewollt ist und forciert wird. Der dadurch schwach ausgeprägte Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft, den ein Schwellenland an diesem Punkt in seiner Entwicklung eigentlich durchleben würde, drückt mittlerweile doch ordentlich auf das Wertschöpfungspotenzial, was man am schrumpfenden Wirtschaftswachstum und dem nach wie vor ziemlich kleinen Pro-Kopf-BIP sieht.
Indien denkt da in völlig anderen Bahnen, ist aber, zumindest was Fertigung angeht, für die Welt insgesamt auch wesentlich weniger relevant.
Uzer1510 schrieb:
Aber die Frage ist braucht man dazu die eigenen US Fabs?
Den politischen USA gefiele es wohl weniger, wenn man auf diese verzichten würde ... Die Position des Landes würde extrem geschwächt, wenn es um Halbleiterfertigung geht, die wenigstens noch halbwegs nahe an der "bleeding edge" rangiert.
Betriebswirtschaftlich betrachtet sind Intels Fabs aber längst ein Fass ohne Boden. Ja, TSMCs Fertigung ist mittlerweile extrem teuer und wird in den kommenden Generationen im Preis sogar noch wesentlich mehr zulegen. Auch gibt es dort mit AMD, Nvidia, Qualcomm, Apple und co. extrem finanzstarke Konkurrenz um verfügbare Kapazitäten.
Da man aber mittlerweile sowieso dort fertigen lässt, sind "Fabless"-Überlegungen sicherlich längst auf dem Tisch. Allermindestens sollte eine Abspaltung der Fabriken im Raum stehen. Allerdings hat Intel Foundry halt auch keine Kundschaft und könnte sich am Markt so nicht halten, so dass eine Auslagerung momentan wohl einer Liquidation gleichkäme. Es bleibt schwierig ...
Uzer1510 schrieb:
Oder ist es nicht sinnvoller darin maximal zu investieren dass man nicht wieder ins Hintertreffen gerät.
Man ist doch aus dem Hintertreffen seit dem 10nm-Debakel nicht mehr herausgekommen? Wenn man bedenkt, dass ursprünglich bereits 2015 in 10nm (in abgewandelter Form dann volle sechs Jahre später (!) als "Intel 7" an den Start gegangen) gefertigt werden sollte, kann man sich wirklich nur an den Kopf greifen ...

Seitdem sind viele Milliarden Dollar verbrannt worden in dem Versuch, wieder aufzuschließen. Da haben "maximale Investitionen" also leider wenig gebracht ... und ich vermute, dass sie das ohne größeren Strukturwandel im Unternehmen leider auch weiterhin nicht werden.
 
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heroesgaming schrieb:
Inwiefern? Außer im Laptop-Bereich purzeln eigentlich überall die Marktanteile, die Bruttomarge ist so niedrig wie so ziemlich niemals zuvor
Hitler sagte, mit dem Angriff Novas kommt die Sache schon in Ordnung.

heroesgaming schrieb:
Ein Comeback ist sicherlich möglich, die Kurve auf dem Weg dorthin ist aber längst noch nicht erfolgreich genommen.
Ganz ruhig. Wenn AMD 70% Marktanteil bei Servern und Intel 20% hat kann man erst von einem Comeback sprechen. Zz hat Intel aber noch 72,8% laut Ki.
"Im Serversegment für x86-Prozessoren hat Intel immer noch die Marktführerschaft. Im ersten Quartal 2025 lag Intels Marktanteil bei 72,8%"
Also AMD ist noch weit davon weg Marktführer im Serversegment zu sein. Intel benötigt also kein Comeback, sie sind nie weg gewesen.

heroesgaming schrieb:
Die Foundry hat nach wie vor keinerlei Kunden, Intel selbst kann die Fabriken nicht auslasten, auch weil ihre Prozesse nicht konkurrenzfähig sind. Bisher gibt es dort nur Ankündigungen für Verbesserungen, die sich nun aber auch schon von neuem Node zu neuem Node verschieben, während selbst Intel-eigene CPU-Chiplets bei TSMC vom Band laufen (sogar in N3 aber keine Effizienzvorteile gegen die Konkurrenz herausfahren können, die noch in N4 gefertigt wird).
Schadet Intel nicht so. AMD muss ja auch Geld an TSMC Zahlen und Intel ist viel reicher als AMD.
Die eigenen Foundrys könnten sie versuchen mit neuen Arc Grafikkarten etwas mehr in Anspruch zu nehmen wie es aussieht. (Ist nur meine Vermutung, aber macht doch Sinn oder?)

heroesgaming schrieb:
Unbefangen zu sagen, man sehe gute Zeiten kommen, sollte da möglicherweise besser begründet sein als mit "Nova Lake kommt". Warum du das so siehst, würde mich jedenfalls durchaus interessieren :)
Die Zeiten sind für Intel ja bereits gut wenn man sich den Server und Laptop Markt anschaut.
Desktop wird mit Nova Lake sicher auch wieder stärker.
Hinzu kommen coole neue Arc Grafikkarten in Zukunft.
Dazu die Entlassungen die viel Personal Kosten einsparen werden und zugleich die Komplexität entschlackt und so das Unternehmen evtl Effizienter Arbeiten lässt.
Alles in allem ist der neue Ceo scheinbar sehr gut. Läuft wie es aussieht.
 
Nighteye schrieb:
[...] Intel benötigt also kein Comeback, sie sind nie weg gewesen.

Stimmt so nicht ganz. Aktuell gibt es kein Grund Intel zu kaufen. AMD ist im Prinzip für alles Zertifiziert und punktet nicht nur bei P/L sondern auch beim Verbrauch. Der einzige Grund aktuell auf Intel zu setzen ist "haben wir schon immer so gemacht". Daher muss Intel in der Tat ein Comeback haben da der Marktanteil nur einen Weg kennt.
 
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Karl S. schrieb:
Natürlich ist das nicht schön für die betroffenen, aber die Abfindungen werden schon ok sein.
Artikel gelesen? 19 Monatsgehälter ab 30 Jahre Betriebszugehörigkeit ist eine ziemliche Hürde, vor allem in den USA wo die Arbeitnehmer nicht, wie oft hier ,ein ganzes Leben bei der selben Firma sind.

Nighteye schrieb:
Hitler sagte, mit dem Angriff Novas kommt die Sache schon in Ordnung.
😳 🤷‍♂️
 
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Cool Master schrieb:
Aktuell gibt es kein Grund Intel zu kaufen.
Und dennoch ist Intel die Marktmacht. Mit Auszeichnung.
Es kaufen mehr als Genug Leute Intel.
Und es gibt genug gründe auf Intel zu setzen.
Ich meine guck dir mal 2016 an. Da war AMD 5 Jahre mit AMD Bulldozer unterwegs, und Intel hatte schon 1 Jahr den Skylake auf dem Markt.
Intel war gefühlt eine Dekade besser als AMD was die CPU angeht.
Und dennoch sah es nicht schlecht für AMD aus.
1752046967034.png

M@tze schrieb:
😳 🤷‍♂️
Noch nie der Untergang Meme,s auf Youtube gesehen :D ?
 
Nighteye schrieb:
Hitler sagte, mit dem Angriff Novas kommt die Sache schon in Ordnung.
Was bitte? Wenn das ein Witz war, zündet er bei mir leider nicht besonders, sorry.
Nighteye schrieb:
Ganz ruhig. Wenn AMD 70% Marktanteil bei Servern und Intel 20% hat kann man erst von einem Comeback sprechen. Zz hat Intel aber noch 72,8% laut Ki.
"Im Serversegment für x86-Prozessoren hat Intel immer noch die Marktführerschaft. Im ersten Quartal 2025 lag Intels Marktanteil bei 72,8%"
Also AMD ist noch weit davon weg Marktführer im Serversegment zu sein. Intel benötigt also kein Comeback, sie sind nie weg gewesen.
Computerbase hat zuletzt deutlich andere Zahlen publiziert:

https://www.computerbase.de/news/pr...-12-prozent-alles-auf-kosten-von-intel.93303/

Die Quelle, die du da zitierst (kannst du gerne verlinken), klammert zwar den ARM-Marktanteil aus, was ich wenig sinnvoll finde, denn der wird in Zukunft in seiner Relevanz nur wachsen - für alles andere sind die Investitionen der Hyperscaler in diesen Bereich zu groß - trotzdem würde es aber auch laut CB-Bericht anders aussehen, wenn man diese Konkurrenz herausrechnet.

Ganz abgesehen davon ist aber sicherlich auch ein technologisches "Comeback" für Intel nötig, ganz sicher bei der Fertigung, in Sachen Endprodukte aber letztlich auch.
In beiden Bereichen hat man jede Führerschaft verloren, was die Zahlen dann letztlich auch zeigen. Intels Umsatz ist seit 2021 um mehr als ein Drittel zurückgegangen. Sowas passiert nicht, wenn das Angebot gleichbleibend toll ist.
Nighteye schrieb:
Schadet Intel nicht so. AMD muss ja auch Geld an TSMC Zahlen und Intel ist viel reicher als AMD.
Ein Nettoverlust von fast 19 Mrd. US-Dollar in 2024 sagt etwas anderes.
Und der riesige Unterschied in den Bilanzsummen von Intel und AMD - ich nehme an, auf diese Größe beziehst du dich, wenn du Intel als weit "reicher" beschreibst, denn Marktkapitalisierung und Cashflow können es nach den jüngsten Zahlen kaum sein - kommt übrigens zu guten Teilen über die Foundries zustande, die rein produktiv, Stand heute, aber wenig Mehrwert haben. Was flüssiges Kapital betrifft, sind sie sogar eher negative Größen.
Nighteye schrieb:
Die eigenen Foundrys könnten sie versuchen mit neuen Arc Grafikkarten etwas mehr in Anspruch zu nehmen wie es aussieht. (Ist nur meine Vermutung, aber macht doch Sinn oder?)
Im Gegensatz zu seinen CPUs kamen die Arc-GPUs bisher sogar ausschließlich von TSMC. Ob man überhaupt Prozessvarianten entwickelt hat, die GPU-Fertigung erlauben, ist m.E. völlig offen. Theoretisch würde das also Sinn ergeben, sicherlich, in der Praxis ist es aber eventuell gar nicht umsetzbar.
Ist man langfristig auf TSMC als Fertiger angewiesen, dürfte die Existenz der eigenen Foundry, deren einziger Kunde man ist, auf jeden Fall stark in Frage stehen.
Nighteye schrieb:
Die Zeiten sind für Intel ja bereits gut wenn man sich den Server und Laptop Markt anschaut.
Laptop ja, Server nein. Du kannst argumentieren, dass ihr Marktanteil ja weiterhin sehr hoch sei (und wie gesagt, oben genannte Quelle spricht nurmehr von 48%, was im Vergleich zu früher geradezu katastrophal wenig ist), so viel du willst - wenn Umsatz und Gewinn abstürzen, während Marktanteile schrumpfen und die Bruttomarge auf ein nie dagewesenes Niveau fällt, kann ein Unternehmen gar nicht gut aufgestellt sein. Das ist illusorisch.
Nighteye schrieb:
Desktop wird mit Nova Lake sicher auch wieder stärker.
Zu hoffen ist es. Ich will auch starke Intel-CPUs sehen. Aber wie gesagt, der Desktop ist kein besonders heißes Pflaster, was die Profitabilität angeht.
Nighteye schrieb:
Hinzu kommen coole neue Arc Grafikkarten in Zukunft.
Auf die freue ich mich ebenfalls. Eine B770 wandert fast sicher in den Zweitrechner. Will das Ding testen :D
Aber: Auch diese Produktkategorie ist, Stand heute, ein Verlustbringer.
Nighteye schrieb:
Dazu die Entlassungen die viel Personal Kosten einsparen werden und zugleich die Komplexität entschlackt und so das Unternehmen evtl Effizienter Arbeiten lässt.
Wenn man die richtigen Leute entlässt, ja. Ob man das aber tut, lässt sich so noch nicht beurteilen. Ein bürokratischer Wasserkopf baut sich in fast jedem Unternehmen über die Jahre quasi automatisch auf. Ihn effektiv abzubauen ist viel schwieriger.
Nighteye schrieb:
Alles in allem ist der neue Ceo scheinbar sehr gut. Läuft wie es aussieht.
Kann man so schlicht noch nicht beurteilen. Bis man die Entwicklung der Zahlen in den kommenden Jahren kennt, wird diese Frage unbeantwortet bleiben.
Nighteye schrieb:
Und dennoch ist Intel die Marktmacht. Mit Auszeichnung.
Es kaufen mehr als Genug Leute Intel.
Und es gibt genug gründe auf Intel zu setzen.
Sicherlich gibt es noch Gründe. Aber sie schwinden eben, die Konkurrenz liefert bessere Argumente. Wäre das anders, würde der Marktanteil stagnieren oder wachsen, nicht schrumpfen.
Und Gemini sucht dir hier nicht die aktuellsten Werte heraus, denke ich. Aber selbst wenn, dass Intel zuletzt enorme Verluste machte, pro Zeit und Produkt wesentlich weniger Geld mit seinen Angeboten verdient und auch die rohen Umsätze in den letzten vier Jahren massiv abgefallen sind, sagt dir alles, was du wissen musst.
Nighteye schrieb:
Ich meine guck dir mal 2016 an. Da war AMD 5 Jahre mit AMD Bulldozer unterwegs, und Intel hatte schon 1 Jahr den Skylake auf dem Markt.
Intel war gefühlt eine Dekade besser als AMD was die CPU angeht.
Und dennoch sah es nicht schlecht für AMD aus.
Du verlässt dich zu stark auf KI-Zusammenfassungen. Im Servermarkt, mit Abstand der margenträchtigste Bereich für x86-CPUs, startete AMD mit seinen ersten Epyc-CPUs quasi von null - nur folgerichtig, denn der Opteron war mit der Bulldozer-Architektur schnell in der Irrelevanz verschwunden.
Im Laptop existierte AMD übrigens ebenfalls nicht mehr, dort kam Bulldozer aus offensichtlichten Gründen gar nicht erst auf den Markt.

In 2016 setzte AMD über das gesamte Unternehmen hinweg ca. 4 Milliarden US-Dollar um und machte einen Nettoverlust von über 400 Millionen US-Dollar. Seine Marktkapitalisierung lag bei gerade einmal noch 10 Milliarden Dollar, was im amerikanischen Technologiesektor auch damals schon extrem niedrig war. Ein Anteilsschein war zeitweise für ca. einen Dollar zu haben.
Einem Unternehmen, das solche Zahlen schreibt, geht es nicht gut. Zu folgern, dass es für AMD damals trotz jahrelangem Kampf nicht schlecht aussah, ist schlechthin absurd.
 
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Nighteye schrieb:
Zz hat Intel aber noch 72,8% laut Ki.
Laut https://wccftech.com/amd-manages-to-shift-the-dynamics-of-data-center-markets-into-its-favour/ hat AMD mittlerweile fast 40 Prozent und wird bei der aktuellen Dynamik nächstes Jahr die Parität erreichen. Vor acht Jahren waren sie noch bei 0 Prozent.

Für Intel ist das nicht weniger als eine Vollkatastrophe.

Nighteye schrieb:
Schadet Intel nicht so. AMD muss ja auch Geld an TSMC Zahlen
Wahrscheinlich zahlt AMD dafür pro Einheit weniger als Intel, wenn man deren Überkapazitäten einberechnet.

Nighteye schrieb:
und Intel ist viel reicher als AMD.
Aktuell ist AMD mehr als doppelt so viel wert wie Intel.

Nighteye schrieb:
Die eigenen Foundrys könnten sie versuchen mit neuen Arc Grafikkarten etwas mehr in Anspruch zu nehmen wie es aussieht. (Ist nur meine Vermutung, aber macht doch Sinn oder?)
Dazu müsste jemand die Karten kaufen.

Nighteye schrieb:
Die Zeiten sind für Intel ja bereits gut wenn man sich den Server und Laptop Markt anschaut.
Intel hat in den letzten Jahren über 60 % an Wert verloren, in Zahlen 150 Milliarden USD.
 
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heroesgaming schrieb:
Auf die freue ich mich ebenfalls. Eine B770 wandert fast sicher in den Zweitrechner. Will das Ding testen :D
Kann ich nur von abraten.
Ohne Potente High End CPU wie 9800X3D ist der Intel Treiber so belastend für die CPU, das in CPU Lastigen Spielen die Karte sehr sehr viel Geschwindigkeit verlieren wird.
Also nichts für 2t Rechner wegen der Intel Treiber Problematik die selbst Aktuell nicht besser wurde.
Hier ein Aktueller Intel Driveroverheat Test.
Arc B580 in 5nm mit 190W verliert gegen eine 5 Jahre alte RTX 3060 8nm welche nur 170W zog.
Betrachtet man die Fertigungsvorteile von 5nm TSMC vs 8nm Samsung mit ein, ist das schon traurig.
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Star Citizen Test im Juni 2025 mit neusten Intel Treibern.
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Und das alles nur wegen CPU Treiber Overheat der schlechten Intel GPU Treiber.
 
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Kaufmannsladen schrieb:
Wahrscheinlich zahlt AMD dafür pro Einheit weniger als Intel, wenn man deren Überkapazitäten einberechnet.
Das ist fast sicher. Zum einen laufen auch AMDs GPUs und Semi-Custom-APUs dort vom Band. Zum anderen fertigt man aber bisher auch nicht in N3, sondern nur in N4 und N5. Das dürfte auch ordentlich Kosten sparen.

Nighteye schrieb:
Kann ich nur von abraten.
Ohne Potente High End CPU wie 9800X3D ist der Intel Treiber so belastend für die CPU, das in CPU Lastigen Spielen die Karte sehr sehr viel Geschwindigkeit verlieren wird.
Also nichts für 2t Rechner wegen der Intel Treiber Problematik die selbst Aktuell nicht besser wurde.
Hier ein Aktueller Intel Driveroverheat Test.
Arc B580 in 5nm mit 190W verliert gegen eine 5 Jahre alte RTX 3060 8nm welche nur 170W zog.
Betrachtet man die Fertigungsvorteile von 5nm TSMC vs 8nm Samsung mit ein, ist das schon traurig.

Star Citizen
Und das alles nur wegen CPU Treiber Overheat der schlechten Intel GPU Treiber.
Ich sagte ja, ich will sie testen ;) Muss dann am Ende nicht überragend performen, das passt schon ^_^
 
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Abfindungspakete sehen laut Calcalistech bis zu 19 Monatsgehälter vor – dafür muss der Angestellte aber auch über 30 Jahre im Unternehmen gewesen sein.
Ist das schlecht! Bei angenommen100k$ Jahresgehalt sind das gerade mal 158k$ nach vollen 30 Jahren.
Bei uns werden die Abfindungen nach Alter und Betriebszugehörigkeit gezahlt. Also z.B. für einen 55 Jährigen ein Altersfaktor von etwas über 1,5 multipliziert mit der Betriebszugehörigkeit von 30 Jahren ergibt dann insgesamt 45 Monatsgehälter, VORAUSGESETZT, man überschreitet dabei nicht gewisse Deckelungen.

Bei Mercedes kann man bei der aktuellen Abbauwelle in der Verwaltung als Teamleiter mit Mitte 50 und 30 Jahren Zugehörigkeit 500k€ und mehr an Abfindung bekommen. Sachbearbeiter mit 20 Jahren Zugehörigkeit immer noch bis 300k€.
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/mercedes-benz-abfindungsprogramm-100.html
 
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Simonte schrieb:
Weniger Personalkosten == Mehr Gewinnmarge.
Ist doch logisch :freak:
Und das ohne BWL-Studium
Oh da hat sich ein McKinsey Consultant ins Forum eingeschlichen. ;)
 
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2005: 100'000 Mitarbeiter, Umsatz 39 Mia und 8.7 Mia Gewinn
2021: 121'000 Mitarbeiter, Umsatz 79 Mia und 19.9 Mia Gewinn
2024: 109'000 Mitarbeiter, Umsatz 53 Mia und 18.7 Mia Verlust

Wenn da nicht knallhart bei den Fabriken gespart wird, gibt es das Unternehmen bald nicht mehr.
Ob dieser Entwicklung muss man den Entscheid von AMD, ihre Fabriken 2009 zu verkaufen, nachträglich als goldrichtig ansehen.
Intel wurde übrigens 1968 gegründet, AMD 1969. Ich dachte, AMD sei viel jünger.
 

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Nighteye schrieb:
Und dennoch ist Intel die Marktmacht. Mit Auszeichnung.

Das war mal der Fall aktuell eher nicht sonst würde es wohl keine Entlassungen geben.

Nighteye schrieb:
Es kaufen mehr als Genug Leute Intel.

Nicht wirklich. Seit 2020 ist der Gewinn Rückläufig:

https://de.statista.com/statistik/d...age/nettogewinn-von-intel-seit-dem-jahr-2004/

Nighteye schrieb:
Und es gibt genug gründe auf Intel zu setzen.

Die da wären? Aktuell zeichnet sich Intel wie folgt aus:

  • CPU Fehler seit Jahren die immer wieder mitigiert werden müssen.
  • Exrem hoher Verbrauch und damit auch viel Hitze
  • Hoher Preis, vor allem im Entrprise/Datacenter Segment

Objektiv gesehen gibt es aktuell kein Grund auf Intel zu setzen und das sage ich als Aktionär...
 
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Weyoun schrieb:
Bei Mercedes kann man bei der aktuellen Abbauwelle in der Verwaltung als Teamleiter mit Mitte 50 und 30 Jahren Zugehörigkeit 500k€ und mehr an Abfindung bekommen. Sachbearbeiter mit 20 Jahren Zugehörigkeit immer noch bis 300k€.
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/mercedes-benz-abfindungsprogramm-100.html
Wow, das ist mal happig.
Ergänzung ()

Cool Master schrieb:
Objektiv gesehen gibt es aktuell kein Grund auf Intel zu setzen und das sage ich als Aktionär...
Darf man fragen, zu welchem Preis Du gekauft hast?
 
Cool Master schrieb:
Aktuell zeichnet sich Intel wie folgt aus:

  • CPU Fehler seit Jahren die immer wieder mitigiert werden müssen.
  • Exrem hoher Verbrauch und damit auch viel Hitze
  • Hoher Preis, vor allem im Entrprise/Datacenter Segment
Du hast noch mehr Vorteile vergessen.
1.) Man hat sehr viel Spaß mit E-Cores und FPS Einbrüchen in Spielen mit Process Lasso rumzuspielen.
2.) Sein Mainboard bei jedem CPU Upgrade wechseln zu müssen bringt auch Extra freude.
3.) Nicht zu vergessen die hohen CPU Anforderungen durch Intel GPU Treiber (B580 Beispiel)
Dadurch hat man viel mehr Motivation seine CPU aufzurüsten.
Alles Vorteile (für Masochisten) :daumen:
 
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Cool Master schrieb:
Objektiv gesehen gibt es aktuell kein Grund auf Intel zu setzen und das sage ich als Aktionär...
Wenn man nicht "long" geht, dann vielleicht "short". :p
 
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Uzer1510 schrieb:
Oder ist es nicht sinnvoller in F&E etc maximal zu investieren dass man nicht wieder ins Hintertreffen gerät
So klappt das leider nicht. Erhöhung um 100% erhöht nicht den Forschungsoutput um 100%.

Im schlechtesten Fall bleibt er so gleich hoch wie vorher.
Kaufmannsladen schrieb:
Intel hat in den letzten Jahren über 60 % an Wert verloren, in Zahlen 150 Milliarden USD.
Ich rechne nur noch in Elmos, da klingen die Zahlen nicht so schlimm. Ist also ca 1/3 Elmo. Also 40kg Fleisch.

Kilo Schwein kostet im Großhandel 5€. Sind 200€ Realwert 🤣
 
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@Land_Kind

Kann ich dir nicht mehr 100% genau sagen aber das war um 2008 oder 2009 für ~12,xx € oder so. Verkauft in 2024 für 43,xx € und vor ein paar Tagen für 18,92 € wieder gekauft.
 
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