News Entlassungswelle rollt an: An Intels Standorten werden bis zu 20 Prozent entlassen

Karl S. schrieb:
@ThirdLife Ob man das so runter rechnen kann weiß man nicht. Jedenfalls werden die Angestellten nicht am Hungertuch genagt haben und es sicherlich auch zukünftig nicht tun. Uns geht's schon recht gut im Westen.
Ein normaler MA wird vielleicht seine 60-80k USD verdient haben, hat vielleicht einen Hauskredit laufen und Frau und Kinder daheim. Jetzt zu sagen "dem gehts schon gut im Westen" is nicht unbedingt grad sensibel. 😂

USA mit Hire & Fire in einer Branche wo derzeit massenhaft entlassen wird dürfte genau das sein: am Hungertuch nagen. Sollte man halt nicht mit der EU verwechseln und sozialem Rückhalt.
 
Nighteye schrieb:
Okay heftig das hatte ich nicht gewusst.
Ist das erste mal in der Geschichte Intels.
Nein.
Nighteye schrieb:
Hätte nie gedacht das sowas passieren kann.
Das ist sehr einfach. Man muss Abschreibungen machen, weil man bilanzierte Werte korrigieren muss.
Nighteye schrieb:
Dann sollte Intel mal aufhören bei TSMC CPU,s Produzieren zu lassen und nur noch selber fertigen, selbst wenn sie dann nicht mit AMD mithalten können.
Das will Intel ja machen.

Im übrigen waren die Prozesse von Intel immer für CPUs optimiert. Die Frage ist eher ob die Chiparchitektur mithalten kann wenn beide dauerhaft bei TSMC fertigen.
Ergänzung ()

supertramp schrieb:
Kaum sollen die Mitarbeiter gehen, steigt die Aktie, verkehrte Welt.
Das ist immer so. Die Börse glaubt an eine Wende.

Allerdings ist der langfristige Ausblick für Unternehmen die im großen Stil Mitarbeiter entlassen eher schlecht.

Denn es gehen bei solchen Anlässen auch viele die das Unternehmen gerne behalten hätte.
 
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Dann sollte Intel mal aufhören bei TSMC CPU,s Produzieren zu lassen und nur noch selber fertigen, selbst wenn sie dann nicht mit AMD mithalten können.
ETI1120 schrieb:
Das will Intel ja machen.

Im übrigen waren die Prozesse von Intel immer für CPUs optimiert.
Nadja... schrieb:
Eigenfertigung alles andere als klug.
Die Anfangsinvestitionen sind gigantisch und die Fixkosten sehr hoch.

Wenn die Auslastung der Produktion nicht hoch ist, wird der Gewinn entweder sinken oder nur noch Kosten verursachen.
Und wenn die Auslastung maximal ist und die Auftragslage etwas höher, entgeht Intel Gewinn, weil man nicht mehr produzieren kann

Die Eigenfertigung ist sehr selten zu bevorzugen
Wer von euch hat jetzt Recht ?
Und wenn Intel für die Foundry jetzt Jahrelang auch keine Aufträge rein bekommt, wozu hat Intel die Foundry dann, wenn nicht für selbst benutzen ?

Der 12900K in der Intel eigenen 10nm Foundry war doch am ende ganz gut.
3nm vs 10nm

12900k vs 285k pcgh bench cyberpunk.jpg

Und der 3nm Core 285K hatte auch noch den besseren Ram bei dem Test.
12900k vs 285k Watt.jpg

Man stelle sich vor der 12900K wäre in 3nm und der Core Ultra in 10nm.
 
Alphanerd schrieb:
Ich rechne nur noch in Elmos, da klingen die Zahlen nicht so schlimm.

Ich verrate es jetzt mal, ich rechne in Grafikkarten... mit der 4090 ist das etwas abgedreht geworden :freak:
 
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supertramp schrieb:
Kaum sollen die Mitarbeiter gehen, steigt die Aktie, verkehrte Welt.
Eigentlich nicht, ist völlig normal.
ETI1120 schrieb:
Der hohe Verlust 2024 basiert auf Abschreibungen. Operativ war es deutlich weniger.
Das ist natürlich korrekt. In Q1/2025 lief es aber auch nicht gerade toll, man schreibt weiter rote Zahlen. Mal sehen, wie der Bericht für Q2/2025 ausfallen wird. In jedem Fall ist die Situation weiterhin extrem schwierig.
ETI1120 schrieb:
Es gibt eine ganz einfache Methode die Verluste zu verkleinern, die Fabriken besser auszulasten.
Stimmt wohl, aber dafür müsste es halt auch Produkte geben, die zu produzieren und eine Nachfrage, die zu bedienen wäre. Intel selbst hält seine modernsten Prozesse offenbar nicht für mit TSMCs Angebot konkurrenzfähig, sonst würde die neueste Generation nicht dort vom Band laufen.
ETI1120 schrieb:
Sparen führt oft zu höheren Verlusten, weil in Folge auch die Einnahmen sinken. Vor allem wenn man niemanden mehr hat der die Produkte verkauft.
Die Foundry bekommt ja auch weiterhin viel Geld. Konsolidierung ist trotzdem in jedem Fall notwendig.
Ein bisschen vergleichbar mit der Volkswirtschaft Deutschland in der Tat, die neben Investitionen des Staates auch dringend Sozialstaatsreformen braucht :D
ETI1120 schrieb:
Ab einem gewissen Punkt ist es sinnvoll Standorte komplett zu schließen und die restlichen Fabriken besser auszulasten als mit der Heckenschere zu kürzen.
Die Frage ist: Für welche Fertigungslinien besteht noch Bedarf, welche "können weg"? Welche Fabs sind überhaupt für die modernsten Intel-Prozesse ausgerüstet? Ich habe da selbst ehrlich gesagt wenig Überblick, aber was überhaupt besser auszulasten ist und was man stattdessen schließen sollte, ist unter diesem zusätzlichen Gesichtspunkt potenziell eine sehr komplexe Fragestellung.
ETI1120 schrieb:
Es ist schon damals klar gewesen, dass es keine Alternative gab.
AMD und IBM hatten ein riesen Dusel dass ihnen GF nicht mehr wettbewerbsfähige Fabs abgekauft hat.
Korrigiere mich gerne, aber Globalfoundries ist doch aus der Auslagerung der AMD-eigenen Chipproduktion überhaupt erst entstanden?
Von "abgekauft" kann man in dieser Form also eigentlich nur bei IBM sprechen, oder nicht?
ETI1120 schrieb:
Dieses Glück wird Intel nicht haben. Intel muss die Foundry so aufstellen dass sie überlebensfähig ist. Außerdem hat Intel bereits die Fab in Irland und die Fans 52 und 62 in Chandler Arizona in Joint Ventures eingebracht.
Eine Auslagerung der Foundry ist auch für Intel langfristig eine Option, aber ja, eben erst dann, wenn sie als eigenständiges Unternehmen überleben könnte. Andernfalls bräuchte es große Drittinvestoren. Die sind für den Halbleitermarkt eher nicht in Sicht, dafür ist das Risiko viel zu groß und die Konkurrenz am oberen Ende viel zu stark. Unterhalb davon verdient man wiederum eher zu wenig, als dass sich das im gleichen Umfang lohnen würde.
 
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Nighteye schrieb:
Kann ich nur von abraten.
Freue mich auch schon auf die (hoffentlich) kommende B770.
Die B580 (259 €) weiß schon zu gefallen als PL Sieger ...

 

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Intel hat wohl anscheinend zu lange am 14nm ++++++++ Prozess gearbeitet !
Und uns immer erklärt: der ist doch viel besser als irgendwas mit 10nm oder 7nm...
Irgendwann hat sich das doch gerächt...und nun folgen ein paar harte Monate.
Aber Intel kommt ganz sicher zurück. Es dauert halt nur ein bisschen bis man den Rückstand, den man sich über Jahre erarbeitet hat, wieder wettmacht.
 
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ETI1120 schrieb:
AMD und IBM hatten ein riesen Dusel dass ihnen GF nicht mehr wettbewerbsfähige Fabs abgekauft hat.
IBM, ja …
Was auch der Grund dafür ist, weswegen sie GlobalFoundries '14/'15 nicht nur $1,5 Mrd. USD dafür gezahlt haben, ihnen die Fabriken überhaupt abzunehmen (um diese endlich aus den eigenen Büchern zu bekommen).

IBM mußte sich auch gleich im Gegenzug noch zusätzlich verpflichten, ein Wafer-Supply Agreement über eine volle Dekade mit GF einzugehen. Ihre 1,5 Mrd. waren also bloß der Einstiegspreis, die WSA waren die restlichen Raten über die Jahre gesehen. Die Summe insgesamt war für IBM also deutlich höher.

AMD aber hatte niemals irgendeinen Dusel vor GF, daß sie ihnen die AMD'sche Halbleiter-Sparte abnehmen.
Weil GlobalFoundries ist die ehemalige AMD'sche Halbleiter-Sparte – Die Ausgründung von und durch AMD selbst.


Aber ja, das Glück wird Intel sicherlich nicht haben. Schlimmer noch, mit jedem Monat länger den sie warten, werden ihre Fabriken weniger Wert sein und sie dürften schon heute massig draufzahlen.
Frage ist bloß, kann sich Intel das überhaupt noch leisten? Oder sind sie verdammt, daran zu ersticken?

Weil Niemand bei Verstand wird Intel das Geraffel abnehmen wollen – Wahrscheinlich mittlerweile nicht einmal mehr für Geld – Intel's Fertigung ist einfach extrem veraltet und über Jahrzehnte heillos runter geritten.

Wäre irgendwie ironisch, wenn Intel am Ende an den Unterhaltskosten ihrer eigenen Fabriken zugrunde geht …
Daß ihnen ausgerechnet diese immer hoch-gepriesene Super-Duper Eigenschaft als IDM das Genick bricht und Intel daran zugrunde geht, weil ihnen Niemand bei Verstand die Fertigung wird abkaufen noch überhaupt würde selbst auch nicht für Geld obendrauf haben wollen …
 
Nighteye schrieb:
Wer von euch hat jetzt Recht ?
Das ist keine Frage, wer recht hat, sondern des unternehmerischen Risikos.

Wenn man "mit Sicherheit" eine Absatzmenge von X aufrechterhalten kann, ist eine Eigenfertigung absolut sinnvoll, wenn man diese konkurrenzfähig betreiben kann. Wenn unter anderem die Rohstoffe, Energiepreise, Löhne, Distribution, etc. hoch sind, wird es höchstwahrscheinlich unwirtschaftlich sein. Solange es kein besonders Betriebsgeheimnis ist, welches eine Monopolstellung erlaubt, ist die Auslagerung der Produktion fast immer sinnvoll.

Eine 100% Eigenfertigung für einen CPU Hersteller mit starker Konkurrenz ist nicht wirtschaftlich, weil die Absatzzahlen zu stark schwanken.

Einfaches fiktives Beispiel:
Wenn der Markt 100 CPUs will und Intels Absatz von 80 immer weiter sinkt, werden die Fixkosten irgendwann höher als die Einnahmen. Und weil AMDs Absatz von 20 nun steigen wird, wird der Gewinn immer höher.
Intel muss die teuren Maschinen irgendwann billig an AMD verkaufen, um die Fixkosten zu senken.

Damit man das Problem mit den Fixkosten nicht hat, wird einfach ein Dritter (TSMC) hinzugeschaltet, der immer 100 CPUs herstellen kann. Keine Fixkosten, kein Problem, da die Stückkosten und der Stückgewinn immer gleich bleibt. Dafür muss man den Gewinn nun mit TSMC teilen.
 
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Entrovis schrieb:
Ich befürchte das wird nichts in Magdeburg.
Bist Du dir da sicher?! Ich mein, Pat hat das doch sogar öffentlich gesagt – Der wird ja wohl kaum lügen! 🤔

heroesgaming schrieb:
Eine Auslagerung der Foundry ist auch für Intel langfristig eine Option […]
Für Normal-Denkende, ja. Aber sicher nicht für Intel selbst und erst recht nicht für ihren Vorstand.

Der Grund liegt nämlich darin begründet, daß sobald Intel ihre Fertigung los ist, Intel beispiellos implodieren wird und die kümmerliche Größe von einem schlechten Start-up einnehmen werden – Den Führungsstil dafür pflegen sie ja schon, also hat man wenigstens da zumindest seit Jahren Übung.

Weil in dem Moment, wo Intel nicht länger selbst fertigen kann, können sie nicht länger klandestin in Fernost hinterrücks den Markt mit Intel-CPUs fluten, so die Vertriebskanäle vollstopfen und ihre Mitbewerber gezielt verdrängen, was übrigens unverhohlen das eigentliche Rückgrat und kausale Geheimnis von Intel's Markt-Macht schon seit den Achtzigern ist. Natürlich abgesehen von ihren stets gefüllten Töpfen an Intel-Money

Beim Hochfahren der Fertigung klammheimlich den Ausschuß bis dahin in den Markt drücken, bis die Fertigung mit guter Ausbeute läuft und man offiziell die eigentlich gewünschten SKUs fertigen kann – Auf diese Weise werden die Vertriebskanäle vollgestopft und Distributoren mit Intel-CPUs geflutet. Für den Wettbewerb bleibt bei Großhändern und Distributoren kein Platz mehr und ist dann auch kein Geld mehr da.

Dadurch wird bei den Distributoren und Großhändlern ihr eigenes Kapital gebunden (was im Falle dessen nicht Hardware des Wettbewerbs einkaufen kann), und Intel hat dadurch ohne groß nachzuhelfen den 'natürlichen' Effekt, daß jeder Distributor und Großhändler einem zuallerst immer nur Intel-CPUs andrehen will und nichts vom Wettbewerber (weil sie auf dem Kram seit Ewigkeiten sitzen und ihn loswerden wollen, um neuere Produkte einkaufen und schlußendlich anbieten zu können).

All das weiß auch Intel's Chef-Etage als Grundstock ihres künstlich geschaffenen Erfolges
Das ist der einzige Grund, weswegen Intel bis heute an ihrer Fertigung um buchstäblich jeden Preis festhält, selbst wenn es ihnen mittlerweile nur noch weh tut …

Verabschiedet sich Intel von der eigenen Fertigung, sind sie von da an allein auf Auftragsfertiger wie TSMC, Samsung, GlobalFoundries, UMC, SMIC und Konsorten angewiesen und den Fair Play-Foundries auf Gedeih und Verderb ausgeliefert (eher Letzteres als Ersteres) und müßten sich dem tatsächlichen, natürlichen Wettbewerb und dem gnadenlosen Kaufverhalten der Kunden unterwerfen.

Intel weiß, daß sie im natürlichen Wettbewerb nicht die geringste Chance haben, deswegen werden sie solange wie möglich an ihrer Fertigung festhalten wollen – Anderenfalls implodiert ihre Marktmacht über Nacht.

Weil nur dadurch daß Intel scheinheilig die Vertriebskanäle mit ihrem Kram flutet, haben sie überhaupt eine Chance sich am Markt zu 'behaupten' (und die Gewinne, dem natürlichen Wettbewerb entgegenzusteuern, indem man mit ihren Fördertöpfen nachhilft und Intel'sche 'Überzeugungsarbeit' leistet).


Nur mal als Denkanstoß, warum Intel krampfhaft an ihrer Fertigung festhält.
Intel kann einfach kein Wettbewerb und sie wissen das …

Der Gedanke keine eigene Fertigung mehr zu haben, erfüllt die Intel'sche Chef-Etage wahrscheinlich mit blankem Terror – Gelsinger's Vorstoß zum Ausbau der Fertigung kam nicht von Ungefähr …
 
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ThirdLife schrieb:
Ein normaler MA wird vielleicht seine 60-80k USD verdient haben, hat vielleicht einen Hauskredit laufen und Frau und Kinder daheim. Jetzt zu sagen "dem gehts schon gut im Westen" is nicht unbedingt grad sensibel. 😂
Wie sensibel ist denn deine Einschätzung Gegenüber 90% der restlichen Weltbevölkerung? Die verdienen dort ein für die USA leicht überdurchschnittliches Gehalt und damit ist es schon möglich, nicht gleich in Armut zu fallen. Ich finde das nicht unsensibel, ich muss aber auch nicht zwanghaft betonen, dass es mir für die Mitarbeiter leid tut, da das eigentlich selbstverständlich sein sollte.
 
ThirdLife schrieb:
USA mit Hire & Fire in einer Branche wo derzeit massenhaft entlassen wird dürfte genau das sein: am Hungertuch nagen. Sollte man halt nicht mit der EU verwechseln und sozialem Rückhalt.

Nicht in allen US-Staaten gibt's Hire & Fire.
 
Karl S. schrieb:
Wie sensibel ist denn deine Einschätzung Gegenüber 90% der restlichen Weltbevölkerung? Die verdienen dort ein für die USA leicht überdurchschnittliches Gehalt und damit ist es schon möglich, nicht gleich in Armut zu fallen. Ich finde das nicht unsensibel, ich muss aber auch nicht zwanghaft betonen, dass es mir für die Mitarbeiter leid tut, da das eigentlich selbstverständlich sein sollte.
Ich würde dort sicher nicht meinen Job verlieren wollen. Da bist wirklich gezwungen alles zu machen fürs Überleben.

Ggü 90% der Weltbevölkerung verdient auch jemand mit Bürgergeld noch mehr. Ist ein prima Massstab wenn mal wieder jemand über die nächste teure GPU kreischt: sei froh dass du sauberes Trinkwasser hast, ist mehr als 90% der Menschen haben. 😂

Man kann immer alles relativieren.
Ergänzung ()

Avatoma schrieb:
Nicht in allen US-Staaten gibt's Hire & Fire.
Stimmt. Nur 49 von 50. :daumen:

In the United States, 49 out of 50 states, plus the District of Columbia, operate under at-will employment laws. Montana is the sole exception, where employers need to demonstrate "just cause" for termination, according to Criterion HCM.
 
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Na wenn das schlanker werden der Firma bedeutet das es demnächst günstigere Produkte für den Endkunden gibt, dann hab ich damit kein Problem. :)
 
TechFA schrieb:
Nein, Deine gutmütige Einschätzung ist nicht nur absurd, sie ist einfach illusorisch. Nimm's nicht persönlich. ❤️‍🩹

Intel ist schon lange nicht mehr gut aufgestellt und befindet sich eigentlich seit AMD's Ryzen, Threadripper und EPYC, seit Januar 2017, geschlagenen 8 Jahren und damit seit annähernd einem Jahrzehnt im permanenten Krisenmodus – Mit einem versaubeutelten Product-Launch nach dem anderen, ständigen Marketing-Fails und weiter einbrechenden Zahlen.

Zwar hat sich Santa Clara unverdienterweise (und in einem augenscheinlichen Wahnwitz der Ironie und des Schicksals) durch den eigenhändig von Intel verursachten größten Fall-out der Computer-Geschichte (insbesondere im Bereich Sicherheit, vor allem dem Mangel derselben) mit abartig lukrativen Bestellungen seit 2018 während der komplett selbstverursachten Mangelversorgung und selbst in der Zeit von Covid-19 noch halbwegs über Wasser halten können, jedoch hat man währenddessen praktisch ausschließlich insbesondere im Server-Umfeld das schnelle Geld gegen verbrannte Erde eingetauscht.

Der Trugschluß gekaufter Illusion (von momentanen Mehreinnahmen und satten Profiten), welche die Intel-Chefetage gegen die Zeit ihrer eigenen Existenz eintauschte, und das Ganze gar noch bejubelte …

Zudem mußten währenddessen viele Unternehmensbereiche abgestoßen und anderweitig schon erheblich Federn gelassen werden, um bilanztechnisch halbwegs den Eindruck von Stabilität suggerieren zu können. Vom ständigen Kommen und Gehen von Chefs und Posten-Schiebereien, will ich in diesem Zusammenhang hier an dieser Stelle gar erst nicht anfangen.

Stand 2017 war AMD und ARM im Server-Segment nicht einmal existent – AMD hielt abgesehen von uralten Opteron Langzeit-Beständen im bestenfalls einstelligen Prozent- wenn nicht gar Promille-Bereich, gar nichts!
Und selbst diese minimalistischen AMD-Marktanteile mit Fehler-Quoten-Charakter, eruierten einzig aus dem Fakt von der wegweisenden Ersteinführung von AMD's Technologie mit 64-Bit (AMD64) einer vollen Dekade zuvor in 2006. Seitdem war Intel unangefochtener Monopolist mit praktisch ±99% Marktanteil, wenn auch nur durch eine Menge Marktmanipulation und noch mehr korrupter Machenschaften.

Aber das war alles einmal und kommt auch garantiert nie mehr wieder, zumindest nicht für Santa Clara.
Heute kan Tan gerade noch über 55% Marktanteil im Server-Segment heulen – Und selbst diese faktische Halbierung ist auf kapitale Weise mit ungeheuren Milliarden-Summen durch ständig laufende Intel-Money-Pumpen schweineteuer erkauft worden …

Reuters: Intel's new CEO says the company has 55% of the data centre market19. Mai 2025

Weil hätte Intel nicht mit ständigen Verlustgeschäften unter Zuhilfenahme von brutalsten Rabatten ihrer Xeons (welche bis heute verzweifelt oftmals zum bloß Selbstkostenpreis verhökert werden) hier und da wenigstens ein paar Verträge von Langzeitkunden halten können und hätte tatsächlicher, freier Wettbewerb im Markt stattgefunden (statt systematischer Einschüchterung bei und durch OEMs und sonstiger Intel'scher Marktmanipulation durch mediale Hetz-Kampagnen), dann könnte sich Intel glücklich schätzen, heute gegen AMD's EPYCs und anderen Offerten diverser ARM-Anbieter zumindest 25% Marktanteil bei größtenteils verblendeten Intel-Jüngern zu halten.

Soviel zum Thema Server – Intel's Xeons sind Lachnummer mit Fremdschäm-Charakter und in der Bilanz stellen sie trotz Milliarden-Volumen durch notwendige Rabatte bloß prominentes Nullsummenspiel dar.


Der herbe Rückschlag von Millionen zumindest im nächsten Jahrzehnt temporär (vielleicht gar permanent) verlorenen „Nie wieder!“-Kunden, zeigt sich im Desktop bisher zumindest deutlich verzögerter und langsamer, aber nicht weniger schwerwiegend – Man schummelt seit Jahren fast jede Generation marginale IPC-Steigerungen mit den nächsten krampfhaften Rekorden aufgepumpter RAM-Generationen herbei oder Tricks mit PCi-Express-Geschwindigkeiten, um geschwindigkeitstechnisch in gezinkten Benchmarks gleichziehen zu können und um dennoch den längsten e-Pen!s zu haben, hat man auch keine Skrupel, unverholen zu lügen.

Intel muß seit Jahren Intel jede Generation mit allen möglichen dubiosen Tricks auf Power-Point-Folien (mit Fußnoten bis X und Y) scheinheilige Vor-Vor-Generationsvergleiche verstecken, um die bemitleidenswerten Käufer überhaupt noch über den Tisch ziehen und zum Kauf animieren zu können – Oder Santa Clara sagt einfach den Launch mit tatsächlichen Spezifikationen ab und überfällt die Kunden mit der Absicht und hehren Spekulation, daß sie doch hoffentlich die unbekannte Katze im Sack kaufen werden …

Zudem verschiebt Intel einfach wie eh und je die eigentliche Preis-Last (durch absurd ansteigende Stromverbräuche) unfair auf den Kunden, welche die Kaufpreislast zu Ungunsten des Kunden auf die Nach-Kauf-Rechnung aufsummieren, im Grunde die Prozessoren im Wert extrem inflationär entwerten und dadurch den tatsächlichen, effektiven Kaufpreis (durch Stromkosten) stark ansteigen lassen, jedoch den damaligen beim Marktpreis dadurch künstlich niedrig halten.

All das ist aber auch nur unter der Vorraussetzung gegeben, daß Intel der Öffentlichkeit nicht schon wieder die nächsten Serienfehler oder Prozess-GAUs verschweigt, wissentlich fröhlich-munter reihenweie SKUs mit Serienfehler in Millionenauflage vertickt und ihre Dinger stillschweigend global eine suizidale Schwarmintelligenz à la Skynet entwicklen, heimlich den eingebauten Kill-Switch aktivieren und die Prozessoren sich nicht schlußendlich selbst grillen …

Selbst einfache Basis-Designs bekommt man nicht mehr hin und solide Chip-Entwicklung hat Intel nach Jahren des kopflosen rumrennens (und insbesondere Dreckwerfens!) einfach mal komplett verlernt.

Dummerweise kann es Intel trotzdem nicht lassen, mit grenzdebilen Produkten und kapitalen Schnellschüssen an Panik-Designs oder eben (aus puren Neid, verdienter Frustration und immerwährender Intel'scher wohlgehegter und traditionsbewußter Mißgunst), ständig Marketing-Schlammschlachten anzuzetteln (um die Reputationsschädigung wenigstens komplett zu machen) und dem Ganzen stetig noch einen gehörigen Spin Richtung Abgrund zu gegeben.

Und anstatt daß man in dem verkommenen, korrupten Schuppen endlich mal aufwacht und realisiert, daß man das Unternehmen als schlechter Verlierer damit zielgerichtet dem wohlverdienten Exitus übereignet, ereifert man sich in absurd-gestörten wahnhaften Phantasie-Spielchen, daß man doch ja eh bald wieder an der Spitze steht und überhaupt – Leadership products!

Daß man währenddessen die ganze Zeit muß auslagern (weil man seit einem Jahrzehnt die eigene Fertigung nicht mehr gebacken bekommt) und sich selbst die Marge killt, hat in Santa Clara auch noch Keiner geschnallt – Lieber noch schnell IDM 2.0 ausrufen, vielleicht glauben ja wenigstens die Aktionäre dran!

Irgendwie typisch amerikanisch ist auch die Illusion (mitsamt vorgeschobener Sicherheit, in der man sich bei Intel noch wähnt), es doch noch irgendwie zu schaffen, das Ruder plötzlich herumreißen zu können, und wie durch ein Wunder durch irgendeinen Messias und Gel[dherbei]singers dem unvermeidlichen großen Knall zu entkommen, mitdem das Kartenhaus unweigerlich eines Tages muß zusammenstürzen – Hochgejubelte, mit jeder Menge unverdienter Vorschußlorbeeren überschüttete Scheinheilige, konnten bisher wider Erwarten Intel's Gesamtsituation auch nicht richten, sondern nur akut verschlimmern. Seltsam.

Weil selbst Stand jetzt im Hier und Heute, gibt es seit 2017 nicht einen einzigen Indikator der tatsächlichen, geschweige denn potentiell langfristigen Verbesserung ihrer eigentlichen, fundamental desaströsen Situation (als vollkommen abgeschlagener, so ziemlich Letzter den Markt zu bestreiten), ganz zu schweigen von einer eigentlichen Lösung des immerwährenden Intel-Problems. Intel schafft es nicht einmal, selbst mit sämtlichen kapitalen, noch so verzweifelten Versuchen, gegen Wettbewerber ihre Marktanteile zu verteidigen.

Intel ist weiter unvermittelt der stetig herannahende Super-GAU im Zeitlupentempo.
Intel-Marktanteile sind seit 2017 auf allen Fronten in steter Dauer-ErosionBesserung in Sicht gibt's nicht.


Wo das denn?! Sicher nicht In der Realität. In welchem Universum sind denn die Masse der Intel'schen Gurken-Produkte nicht wirklich abgeschlagen, werden wettbewerbstechnisch in praktisch jeder Disziplin auf die Plätze verwiesen und sind in allen nennenswerten Metriken dem Wettbewerb unterlegen? Im Lala-Land?!

Der Einzige Ort, wo Intel-Produkte doch wirklich top sind, ist noch immer ihr eigenes imaginäres Tomorrowland, indem Intel nicht müde wird als Ankündungsweltmeister ihre Marktführerschaft herbei zu manifestieren.

Oder redest Du jetzt von dem Intel-Booth der alten Riege ehemaliger Intel-Mitarbeiter in SecondLife™?


Diese Formulierung ist extrem charmant, seit mindestens 10 Jahren.


Glücklicherweise kann ich Dich da jetzt enttäuschen, weil Tan wurde weichgeklopft und hat sich einreden lassen, der Intel-Bloat wäre mehrheitlich in den Fabriken zu verorten. War von der Riege der immergleichen Papiertiger, welche sich da in Santa Clara schon seit Jahrzehnten halten und bis jetzt noch jeden kompetente Führungskraft wegekeln konnten, die leichteste Übung.

Die längst überfällige, ewig hinterhältige Manager-Riege wird Tan nicht anrühren, es werden stattdessen ganz normale Arbeiter gefeuert und der Quatsch geht ein paar Jahre so weiter, bis zum endgültigen Chapter 13.
Wow ist das viel Text nur um ihm überhaupt nicht zu widersprechen - wie auch:
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Intel ging es auf jeden Fall schon besser, aber man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen …
 
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Ist mir irgendwie unverständlich wie man mit einem nach wie vor hohen Marktanteil (72%) so abrutschen kann. AMD hat unter sehr viel schlechteren Zuständen überlebt und sogar viel Forschung betrieben.

Habe das Gefühl, dass bei Intel nicht gerade effizient gewirtschaftet wird / wurde. Von daher ist der Stellenabbau sogar verständlich.
 
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Nighteye schrieb:
Und wenn Intel für die Foundry jetzt Jahrelang auch keine Aufträge rein bekommt, wozu hat Intel die Foundry dann, wenn nicht für selbst benutzen ?
Intel hat ein Produkt das massiv Umsätze bringt. X86 CPUs. Alles andere sind Nebengeräusche. Und nun nimmt die Bedeutung der CPUs im Data Center ab weil die Bedeutung der GPU drastisch zugenommen hat, die Hyperscaler verschieben interne Workloads auf hauseigene CPUs.

Intel hat ein notorisches Problem Produkte rechtzeitig auf den Markt zu bringen. Intel hat zudem alle neuen Märkte in den letzten 20 Jahren verpasst. Nicht weil Intel geschlafen hätte, sondern weil es Intel vermasselt hat. Falsche Produkte, zu spät, ...
Nighteye schrieb:
Der 12900K in der Intel eigenen 10nm Foundry war doch am ende ganz gut.
3nm vs 10nm

Anhang anzeigen 1636347
Und der 3nm Core 285K hatte auch noch den besseren Ram bei dem Test.
Anhang anzeigen 1636348
Man stelle sich vor der 12900K wäre in 3nm und der Core Ultra in 10nm.
IMO ist Intel mit dem Golden Cove in eine Sackgasse gelaufen. Ein toller Core für Gamer. Eine absolute Katastrophe für alles andere. Denn Gamer scheren sich nicht um die Power, allen anderen ist die Power mindestens ebenso wichtig wie Performance. Also muss Intel aus dieser Sackgasse raus, und das gelingt eben nicht in einer Generation.

Die Probleme von Intel nur in der Fertigung zu lokalisieren ist viel zu einfach.

Die Frage ist doch eher wieso AMD auf N4P mit der HD-Bibliothek so hohe Frequenzen erreichen kann.

heroesgaming schrieb:
In Q1/2025 lief es aber auch nicht gerade toll, man schreibt weiter rote Zahlen. Mal sehen, wie der Bericht für Q2/2025 ausfallen wird. In jedem Fall ist die Situation weiterhin extrem schwierig.
Die Situation ist seit 2022 schwierig. Pat Gelsinger hat ein enormes Investitionsprogramm für die Foundry angeschoben und hat geglaubt es aus den Gewinnen finanzieren zu können. Und dann ist der PC Markt eingebrochen. Beim Servermarkt hat sich erst AMD bemerkbar gemacht und dann hat auch der Servermarkt geschwächelt.

Intel hat kaum noch Gewinne erwirtschaft, in manchen Quartalen sogar Verlust gemacht. Damit ist das ganze finanzielle Kartenhaus zusammengebrochen.

Die Probleme sieht man nicht in der Gewinn und Verlustrechnung. Sie zeigen sich ein bisschen in der Bilanz und im Cash Flow. Aber nur wenn man den Kontext beachtet.

Weil das Geld ausgegangen ist hat Pat Gelsinger die Fabs 52 und 62 in Chandler Arizona und die Fab 34 in Irland in Joint Ventures mit Finanzinvestoren eingebracht. Da Intel die unternehmerische Führung hat, werden diese Fabs noch komplett in der Bilanz von Intel aufgeführt. Die Ausgaben zur Ausrüstung dieser Fabs läufen AFAIU über die Finanzinvestoren. Die haben den Deal aber nicht aus Wohltätigkeit gemacht, sondern wollen Rendite sehen. Eine Frage ist, wie sich die Finanzinvestoren abgesichert haben.

Die Frage ist in welchen Quartal Intel die Strukturierungskosten verbucht, Q2 quasi im Vorgriff oder alles im Q3?


heroesgaming schrieb:
Stimmt wohl, aber dafür müsste es halt auch Produkte geben, die zu produzieren und eine Nachfrage, die zu bedienen wäre. Intel selbst hält seine modernsten Prozesse offenbar nicht für mit TSMCs Angebot konkurrenzfähig, sonst würde die neueste Generation nicht dort vom Band laufen.
Bob Swan hat AFAIK den Ausstieg von Intel aus der Halbleiterfertigung vorbereitet und deshalb mit TSMC bindende Verträge mit TSMC für die Fertigung in 3 nm abgeschlossen. Aus diesen Verträgen kam auch Pat Gelsinger nicht mehr raus und diese Verträge muss Intel erfüllen. Das tut Intel unter anderem mit Lunar Lake und Arrow Lake. Was im Klartext bedeutet, dass Intel die Kapazität und Prozessetwicklung von TSMC bezahlt, während für die eigene Fabs zu wenig Kapazität abfällt.

Wenn es stimmt, dass Bob Swan TSMC erzählt hat, dass Intel aus der Halbleiterfertigung aussteigen will, dann war TSMC garantiert nicht erfreut, dass Intel nach dem Einstieg von Pat Gelsinger die Halbleiterfertigung fortführen wollte. Das würde erklären warum Morris Chang nicht gut auf Pat Gelsinger zu sprechen ist,
heroesgaming schrieb:
Die Foundry bekommt ja auch weiterhin viel Geld. Konsolidierung ist trotzdem in jedem Fall notwendig.

Das Problem war, dass Pat Gelsinger den Aufwand massiv unterschätzt hat, ein PDK zu erstellen, mit denen die Kunden Chips für die Intelprozesse entwickeln können. AFAIU ist lediglich das PDK für 18A fertig. Intel hat momentan kein Kunden taugliches PDK für Intel 3, Intel 7 oder 14 nm. Also hat Intel auch keine Fertigungsaufträge für diese Nodes. Gerade bei 14 nm und 7 Nanometer hat Intel sehr viel Kapazität.

Halbleiterfertigung ist ein Geschäft bei dem Scaleneffekte extrem wichtig sind. Wenn das Volumen zu klein ist, hat man keine Chance bei modernen Nodes mitzuhalten. Die Prozessentwicklung und die Fabs können nicht kostendeckend betrieben werden.

heroesgaming schrieb:
Die Frage ist: Für welche Fertigungslinien besteht noch Bedarf, welche "können weg"?
Es gibt in der Halbleiterfertigung keine Fertigungslinien und auch keine Bänder. Die Wafer kreisen in den FOUPs durch die Fab und werden damit von Maschine zu Maschine transportiert.

Wenn Intel noch nicht vollkommen abgeschriebene Maschinen ausrangiert, müssen diese Maschinen AFAIU sofort komplett abgeschrieben werden.

Wenn man Maschinen hat die abgeschrieben sind und auf ihnen weiter produzieren kann, entfällt ein Großteil der Kosten. D. h., mit diesen Maschinen kann man ganz billig produzieren. Das gilt vor allem bei der Halbleiterfertigung, bei der die Abschreibung der dominierende Kostenfaktor ist.
heroesgaming schrieb:
Welche Fabs sind überhaupt für die modernsten Intel-Prozesse ausgerüstet? Ich habe da selbst ehrlich gesagt wenig Überblick, aber was überhaupt besser auszulasten ist und was man stattdessen schließen sollte, ist unter diesem zusätzlichen Gesichtspunkt potenziell eine sehr komplexe Fragestellung.
Das war zum großen Foundry Day im Februar 2024, da war die Welt noch in Ordnung. Hier konnte Pat Gelsinger noch die Illusion aufrecht erhalten alles läuft gut.
1752101006872.png

https://x.com/IanCutress/status/1762948653130395674

Intel hat große Waferkapazität bei Intel 7 und auch noch einiges bei 14 nm.

Die Kapazitäten für Intel 3 und 18A sind erheblich kleiner als bei Intel 7 und jeweils auch kleiner als bei 14 nm. Da in der Zwischenzeit die Ausbaupläne zusammengestrichen wurden, wird die Waferkapazität auch nicht im dargestellten Maß ansteigen.
heroesgaming schrieb:
Korrigiere mich gerne, aber Globalfoundries ist doch aus der Auslagerung der AMD-eigenen Chipproduktion überhaupt erst entstanden?
Ich war am Smartphone und hätte erst noch rausfinden müssen wie sich Mubadala eigentlich schreibt.
Denn ohne den Cash von Mubadala hätte die Auslagerung der Halbleiterferigung von AMD in Global Foundries nicht funktioniert.

Mubadala hat bei dem Deal sowohl AMD Cash zugeschossen als auch GF mit Cash ausgestattet. Anfangs hatte AMD 34,2 % an GF, die letzen 14 % hat AMD im März 2012 an Mubadala verkauft. 2012 war klar, dass die Lizenz von AMD für X86 nicht daran gebunden ist, dass AMD die CPUs selbst fertigt.

heroesgaming schrieb:
Von "abgekauft" kann man in dieser Form also eigentlich nur bei IBM sprechen, oder nicht?
Defakto hat Mubadala AMD die Halbleiterfertigung in mehren Schritten abgekauft. Zwischendurch hat GF (mit dem Cash von Mubadala) Chatered Semiconductor Manufactoring in Singapur gekauft. Eine vor sich hin siechende Foundry. Die hatten veraltete Prozesse aber wenigsten ein bisschen Ahnung was man als Foundry machen muss.

Die Idee des ganzen Deals war, dass durch die Fremdkunden ausreichend Cash reinkommt um die neuen Prozesse und neuen Fabs zu finanzieren. Aber GF konnte mit den ehemaligen Fabs von AMD lange Zeit gar keine andere Kunden als AMD bedienen.
heroesgaming schrieb:
Eine Auslagerung der Foundry ist auch für Intel langfristig eine Option, aber ja, eben erst dann, wenn sie als eigenständiges Unternehmen überleben könnte.
Du sagst es so schön langfristige Option. Aber hat Intel überhaupt die Zeit?

Defakto hat aber Intel schon 3 Fabs zur Hälfte verkauft und ist dafür Verpflichtungen eingegangen, aber welche?

heroesgaming schrieb:
Andernfalls bräuchte es große Drittinvestoren. Die sind für den Halbleitermarkt eher nicht in Sicht, dafür ist das Risiko viel zu groß und die Konkurrenz am oberen Ende viel zu stark. Unterhalb davon verdient man wiederum eher zu wenig, als dass sich das im gleichen Umfang lohnen würde.
Intel braucht Kunden für die Foundry. Aber wer setzt bei wichtigen Investitionen auf einen krieselnden Partner.

Aber das gilt nicht nur für die Foundry. Die ganze Logik die dafür gesorgt hat, dass Unternehmen stur weiter bei Intel bestellen, kann ganz schnell ins Gegenteil umschlagen, wenn Intel nicht mehr als das große starke Marktführer war genommen wird, sondern als ein wankender Riese.

Die Fabs und deren Ausrüstung stehen mit über 109 Milliarden USD in der Bilanz. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgend jemand so viel bezahlt. AFAIU muss Intel die Differenz von Verkaufserlös und verbuchtem Wert in der Bilanz als Abschreibung verbuchen.
Ergänzung ()

TechFA schrieb:
AMD aber hatte niemals irgendeinen Dusel vor GF, daß sie ihnen die AMD'sche Halbleiter-Sparte abnehmen.
Weil GlobalFoundries ist die ehemalige AMD'sche Halbleiter-Sparte – Die Ausgründung von und durch AMD selbst.
Wenn Du meine laxe Formulierung korrigierst, solltest Du wenigsten richtig korrigieren und nicht die entscheidenden Punkte falsch darstellen.

Die Gründung von Global Foundries war ein Deal von AMD mit Mubadala. Dieser Deal war nur möglich weil Mubadala Cash eingebracht hat. AMD hat die eigene Halbleitersparte in Global Foundries eingebracht und dafür 34,2 % Anteil an Global Foundries erhalten. Später hat AMD nach und nach diese Anteile an Mubadala verkauft. Zu dem Zeitpunkt als das IPO von GF stattfand, hatte Mubadala 100 % Anteile an GF und AMD 0 %. Also hat AMD Dusel gehabt jemanden zu finden der die Halbleitersparte abgekauft hat, wenn es auch Mubadala war und nicht GF wie ich zu vereinfachend geschrieben habe.

Global Foundries ist nicht die ehemalige Halbleitersparte von AMD. Das ist grotesk, wenn man berücksichtigt dass Mubadala 22 Milliarden USD in Global Foundries eingebracht hat. Man kann sagen Global Foundries ging aus der ehemaligen Halbleitersparte von AMD hervor.
 
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Reaktionen: TechFA und Nighteye
Gute Idee von Intel ich kaufe eh nichts von denen derzeit
 
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