News Epic Games: Fortnite kommt für Linux, Easy Anti-Cheat wird überarbeitet

Piktogramm schrieb:
https://en.wikipedia.org/wiki/Berkeley_Packet_Filter
Das sollten die meisten Implementierungen von SecureBoot zulassen.
Ein Problem ist halt, dass wenn ein Exploit das Betriebssystem übernimmt, kann der Exploit im Kernel persistiert werden, wenn der Schlüssel zum Signieren auf dem System liegt.

Da ist kein Problem. Wenn der Angreifer die Rechte vom Superuser (oder dem Repo in einer Firma) erlangt hat, ist man schon gefallen.

Sollte man eigene Zertifikate einspielen können - was bei Secure Boot nicht garantiert ist - fällt man ebenso. Das schlimme an Zertifikaten ist, wenn wer die Certificate-Authoritykapert (Microsoft) oder ein Zwischeninstanz (aktuell muss Microsoft wieder Zertifikate zurück ziehen: New Horizon Datasys und EAZ Solution) fallen alle System und die Gesamtsicherheit ist global kompromittiert.

Glückwunsch an Microsoft. Alle Fehler von HTTPS nochmal gemacht!
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Randnotiz schrieb:
dass es keine komischen extra Sachen braucht…

Haha. Bitte SecureBoot verwenden. Und einen Dienst installieren, den sie gar nicht brauchen.

Will ich eigentlich wissen, mit wessen Permissions der Dienst läuft?
 
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flaphoschi schrieb:
Haha. Bitte SecureBoot verwenden.
Kein Thema, nutze ich ohnehin auf meinen PCs die ganze Zeit und GRUB lässt mir trotzdem die Option, ohne zu starten.

flaphoschi schrieb:
Will ich eigentlich wissen, mit wessen Permissions der Dienst läuft?
Schau doch nach, wenn es soweit ist.

Es gibt so viele wachsame Augen in der Linux-Community und gerade bei EPIC sind ja sowieso alle skeptisch hoch zehn (siehe Thread), dass es da niemanden auffällt, wenn irgendwas komisch läuft und wenn es nur in den Logs vom Pihole ist, kann mir niemand erzählen.

Doch darum mache ich mir keine Gedanken, da gibt es Sicherheitsforscher, die weit mehr von der Materie verstehen, als ich.
 
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Dazu hatte ich gerade erst was geschrieben:
Caramon2 schrieb:
Wären die Leute konsequent und würde noch noch mit Linux kompatible Spiele kaufen *), würden die anderen Hersteller sicher bald merken, dass Inkompatibilität (egal ob aus Dummheit oder Ignoranz), kein gutes Geschäftsprinzip mehr ist.

Man muss es ja nicht mal für Linux programmieren, es muss nur kompatibel zu Wine werden. - Wie schwierig kann das sein, wo es bei den meisten schon funktioniert?

[…]

Also nur Spiele kaufen, die auch Kompatibel zu Linux sind, wäre eine Investition in die Zukunft, was auch bei anderer Software gelten würde: Wenn denen die Kunden weglaufen, würde die Hersteller schnell umdenken.
 
Fehlt nur noch auf SteamOS ;)
 
JP-M schrieb:
Und Mesaured Boot zielt ja genau auf das an, was ich angesprochen habe: Eine Möglichkeit der externen Verifizierung, dass beim Boot alles so gelaufen / geladen worden ist, wie "ich" als Dienst es gerne hätte.

In meinen Augen sind diese beiden Techniken deutlich zielführender als Secure Boot.
Habe ich bereits alles aktiv!
SecureBoot auch, aber sichert dich ja auch nur Lokal ab, macht auf Notebooks deutlich mehr Sinn.
 
Randnotiz schrieb:
Doch darum mache ich mir keine Gedanken, da gibt es Sicherheitsforscher, die weit mehr von der Materie verstehen, als ich.
Es muss ja auch nicht aktiv irgendwie eine problematische Komponente enthalten sein.
Aber solche Dinge erhöhen einfach die Angriffsfläche.
Und jeder Sicherheitsforscher wird Dir sagen, das eine der wichtigsten Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit ist, die potentielle Angriffsfläche so klein wie möglich zu halten.
Zudem sollte man dafür sorgen das selbst, wenn es zu einem Sicherheitsproblem/Exploit kommt, das das möglichst contained ist und so möglichst keinen größeren Schaden anrichten kann. Und da ist man mit einem Kernel-Modul erst mal in einer denkbar schlechten Ausgangsposition.

Insofern:
Selbst wenn man da nicht im Detail draufgeguckt hat, sind schon mehrere Prinzipien erst mal verletzt. Und es kann auch gute Gründe dafür geben, solche Prinzipien zu verletzen. Und ein bisschen verletzen muss man ja immer, weil sonst lassen sich keine sinnvollen Programme schreiben. Null Angriffsfläche heißt eben auch Null Interaktionsmöglichkeiten.

Hier geht die Verletzung aber eben schon sehr weit.
Und ob die durch ein lapidares "Wir wollen das Spieler nicht mogeln" zu rechtfertigen sind, ist zumindest streitbar.
 
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flaphoschi schrieb:
Da ist kein Problem. Wenn der Angreifer die Rechte vom Superuser (oder dem Repo in einer Firma) erlangt hat, ist man schon gefallen.
Exploits, die mit erweiterten Rechten persistiert werden können, sind kritischer, als ohne Persistent. Das "kein Problem" was du da raushaust zeugt allenfalls von Unverständnis.

Repositories zu übernehmen MUSS keinerlei Einfluss haben auf die Sicherheit der Clients. Die Reposerver MÜSSEN NICHT Schlüsselmaterial vorliegen haben. Es sind reine Auslieferungsdienste.

Signiert wird vom Buildserver, oder besser noch einem eigenem Server zum Signieren. Von da aus darf es nur Push zum Repo geben und NIE in die umgekehrte Richtung.

Die Isolierung der signierende Entität gibt es nicht, wenn das Alltagssystem mit Desktopumgebung und was noch allem gleichzeitig auch über die privaten Schlüssel verfügt.

flaphoschi schrieb:
Will ich eigentlich wissen, mit wessen Permissions der Dienst läuft?

Wenn es ordentlich implementiert wird, braucht es eigentlich nur CAP_BPF, ohne komplette Rechtseskalation. Systemd unit damit würde grob so ausschauen:
Code:
[Service]
User=eac2
CapabilityBoundingSet=CAP_BPF
AmbientCapabilities=CAP_BPF


andy_m4 schrieb:
Zudem sollte man dafür sorgen das selbst, wenn es zu einem Sicherheitsproblem/Exploit kommt, das das möglichst contained ist und so möglichst keinen größeren Schaden anrichten kann. Und da ist man mit einem Kernel-Modul erst mal in einer denkbar schlechten Ausgangsposition.

Das EAC2-Ding scheint nicht als Kernelmodul ausgelegt zu sein. Services mit eBPF
 
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flaphoschi schrieb:
Sollte man eigene Zertifikate einspielen können - was bei Secure Boot nicht garantiert ist - fällt man ebenso.
Wenn der Plattformschlüssel in den aktiven Variablen vorhanden ist (User Mode), müssen neue Zertifikate prinzipiell von einem der bereits hinterlegten Owner stammen. Unbekannte bleiben also draußen. Das gilt wohlgemerkt zur Laufzeit aus einem laufenden System heraus.
Deswegen ist es bspw. in diesem Szenario unter Linux mit efi-updatevar nur schwer bis gar nicht möglich, fremde Zertifikate in die aktiven Variablen reinzuladen.

Aus dem UEFI heraus kann man bei im Grunde allen Boards auf dem DIY-Markt neue Zertifikate einspielen, unabhängig von den dort hinterlegten Zertifikats-Ownern und dazu braucht der Angreifer physischen Zugriff.
Aber wenn der Angreifer physischen Zugriff auf die Maschine hat, hat man sowieso ganz andere Probleme möchte ich meinen.

Und für den Fall dass sich der Hersteller die Mühe gespart hat, eine voll funktionsfähige Schlüsselverwaltung ins UEFI zu integrieren (Notebooks haben hier meist das nachsehen), dann kann man aber dort zumindest das System in den Setup Mode versetzen, also alle aktiven Variablen löschen. Dann lassen sich auch zur Laufzeit wieder mit efi-updatevar oder sbctl Schlüssel und Hashes dort reinladen. Aber selbst dafür brauchts ja physischen Zugriff. Und sobald der Plattformschlüssel dort drin ist, geht das System wieder in den User Mode und begrenzt hart, welche Schlüssel zur Laufzeit dort rein dürfen.

Klar, wenn die Quelle (Microsoft) übernommen wurde, dann schaut man in die Röhre und der Angreifer kann über Windows Update die neuen schädlichen Zertifikate ausliefern. Aber dafür gibt's ein Gegenmittel und nennt sich: Clear CMOS.
Hilft halt nur nicht, wenn die dann in den kumulativen Updates drin sind.

Blöd isses nur, wenn die Quelle MSI, ASUS, Asrock und Co. heißen und diese ein UEFI-Update mit den schädlichen Schlüsseln ausliefern. Dann sitzen die im System drin und MÜSSEN über die dbx revoked werden.
 
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blackiwid schrieb:
jemand ein Vibecoded Clone raus bringt
Ich denke nicht, dass diese Befürchtung ausreicht, um den Aufwand zu rechtfertigen, den Epic für Linux betreiben muss. Den Store für unterschiedliche Distributionen anzupassen ist eine Menge Arbeit.

Mein Geläster hinterlässt einen falschen Eindruck, was ich tatsächlich von Epics Initiative halte: Ich finde es großartig. Ich denke, das ist wirklich ein Schritt vorwärts. Es ist absolut zu begrüßen, wenn Linux als Betriebssystem für Games gefördert wird. Mir ist nur nicht klar, was Epic sich davon verspricht, ob da kurz- und mittelfristig Geld zu holen ist. Hoffentlich ist deren Atem lang genug. Vielleicht zielen sie auf Handhelds. Davon kamen zuletzt eine Menge auf den Markt, und ich denke dass das anhalten wird. Die Speicherkrise wird noch andauern, die globale Wirtschaft ist mau und wird erst mal so bleiben. Da werden sich die Spieler nach etwas Günstigem umsehen.
 
@foofoobar
Den "besten" weg gibt's nur sehr selten.
Ich muss die Probleme meiner Kunden mit vorgegebenen Rahmenbedingungen und anderen Faktoren auf die ich keinerlei Einfluss habe zu gewissen kosten lösen.

Das ist das was Epic hier gemacht hat und deren Kunden werden das sicher auch dankend annehmen.
 
Piktogramm schrieb:
Damit werden so Dinge möglich wie virtuelle Maschinen, die Hardware durchgereicht wird. Daher die virtuelle Maschine kann GPU, (Fest-)Speicher oder sonstige Hardware direkt ansprechen (adressieren)
Also genau das, was ich mache. Dann würde das Spiel bei mir ja gar nicht auf dem Host laufen
 
Also insgesamt finde ich es super das Epic sich dazu entschieden hat.
Kann sich jeder selbst entscheiden, ob er es nutzen möchte oder nicht.
 
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Auch wenn ich Epic nicht mag, finde ich gut, dass die nun mehr Nativ für Linux machen.
 
JP-M schrieb:
Wie wurde denn die USB HID Kommunikation und der Service-Agent angepasst? Mit welchem Kernel funktioniert es? Das Solaar-Projekt würde sich sicher freuen, wenn das so easy war die ganzen Treibergeschichten mal eben so zu reverse engineeren.
Die USB HID Kommunikation läuft komplett über Wine. Das Reverse Engineering hat nur einfach ein paar stubs implementiert, damit G HUB richtig startet
 
Ist doch eine gute Entwicklung. KI sei Dank konnte man das Projekt wohl kostengünstig umsetzen.
Man hat es ja schon bei Windows mobile gesehen. Ein OS ist nur so gut wie die Software die darauf läuft.
Macht mir eine Distri auf der alles läuft ohne Werbung und dann bin ich auch bereit Preise wie bei Windows dafür zu zahlen.
Und gebt mir einen ordentlichen Support und kein Community Forum mit schlecht gelaunten Mitgliedern.
 
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mibbio schrieb:
Die offiziellen Zertifikate und Signaturen für Secure Boot werden halt von Microsoft als CA ausgesellt
Genau, ist ja "nur" die Kernkomponente der Technologie
 
Randnotiz schrieb:
Brauchst halt direkten Zugriff auf die Hardware.

Keine Ahnung was @schnacken genau verwendet, doch mit Solaar lassen sich immerhin die Mäuse gescheit einstellen.
Solaar ist leider kein Steelseries. Mit der GG Software kann ich Tastatur und Maus konfigurieren, Profile + automatischer wechsel, Beleuchtung und vor allem hab ich hier eine Apex pro als Tastatur mit Druckempfindlichen schaltern, wo ich doppelte aktionen ausführen kann beim drücken der taste. Einfach eine... "kompatible" Software geht da leider nicht :(
 
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