News EU-Kommission: TikTok ist suchterzeugend und muss sein Design ändern

Ich kenne TikTok nur aus der Presse, ist womöglich auch gut so, wenn ich das hier lese.
 
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Rock Lee schrieb:
Endlich wird mal was dagegen gemacht. TikTok hat überhaupt keine Existenzgrundlage. Sinnvollen Content sucht man da vergeblich.
Hast du nachgeschaut? Du wirst so ein absolutes Urteil ja schließlich nicht einfach auf Basis von Hören-Sagen fällen, oder? :hammer_alt:

Haldi schrieb:
Wie Australien machen!
Soziale Medien für Unter 16 Jährige verbieten!
Jau, nem chinesischen Unternehmen die Fahrt frei machen, damit sie "berechtigt" nach einem Foto vom Perso fragen dürfen - EU-weit.

Sehe ich absolut keine Risiken drin. :lol:

Mimir schrieb:
Es gibt mMn. nichts vergleichbares.
Mimir schrieb:
Es gibt nichts legales, was so schnell süchtig macht. (Verhaltenssucht)
Ich glaub Pornos und richtiges Glücksspiel stehen dem im nichts nach - würde man Kindern erlauben täglich ins Kasino zu gehen, dann würden die da nicht weniger Sucht entwickeln.

Tulol schrieb:
Schau, wenn der Pöbel zu blöd ist sich selbst darum zu kümmern, dann muss es eben die fürsorgeverpflichtete Instanz sein.
Pöbel ist wer pöbeln tut. Und blöd ist, wer von einer generellen Korrelation zwischen Suchtanfälligkeit und Intelligenz ausgeht. Zumal Sucht ja per Definition den Kontrollverlust beinhaltet, also die Stelle, wo jede Intelligenz gegen die Physiologie versagt.

Gab vor einer Weile eine Langzeitstudie, bei der ein paar dutzend Kinder über Jahrzehnte begleitet wurden, und deren Intelligenz und Charaktereigenschaften im Kindesalter im Kontext des Konsumverhaltens als Erwachsene betrachtet wurden. Ergebnis: Der stärkste Prädiktor für problematisches Konsumverhalten war neben dem Geschlecht die Gewissenhaftigkeit im Kindesalter, nicht die Intelligenz. Da war die Korrelation beim Rauchen negativ, und beim Alkohol sogar positiv.

Man sollte meinen, dass es irgendwann mal ankommt, dass Sucht und Suchtanfälligkeit Krankheitsbilder und keine moralischen Verfehlungen sind - aber klar, es ist der "Pöbel", der "zu blöd" ist.

wern001 schrieb:
und ändert sich da was?
Ständig. 2023 gab es noch einen Gesetzesvorschlag der Koalition zur Einschränkung von Werbung an Kinder, vor allem im Bezug auf Süßigkeiten. Die CDU setzt nun aber wieder auf das Eigenverantwortungs-yada-yada, also ja, da wieder auf Status Quo.

Alphanerd schrieb:
Wie wäre es mit so etwas ganz verrücktem wie Medienkompetenz zu schulen?

Ich weiß, total radikal und so, aber so bin ich halt.
Also nicht, dass ich das nicht begrüße, aber eine Lösung wäre das nicht. Du findest in Deutschland sicher mehr Heroinabhängige als solche, die nicht wissen, dass Heroin ungesund ist und extrem abhängig macht.

wolve666 schrieb:
Was ein dummer Vergleich. Dann lese lies das halt nicht, oder besser: bleib Bleib weg von CB :rolleyes:

Ich hab habe mit diesem tiktok kram TikTok-Kram und den idiotischen shorties Shorts noch nie was etwas anfangen können, ist Verblödung pur. Man merkt schon an der Sprachkompetenz der Kiddies Kinder, wieviel wie viel Einfluss dieser Müll auf die sie hat. Schnelles, abgehacktes Gossensprechen Schnelle, abgehackte Gossensprache.
Zum Glück haben wir Bertolt Friedrich von Goethe im Haus, der der Jugend ein Vorbild ist. :hammer_alt:

Alphanerd schrieb:
Nikotin steht nicht weit unter Heroin und ist legal. Über 60% der erstkonsumenten werden süchtig.
Nikotin ist physiologisch dem Koffein näher als dem Heroin, und wird allgemein in der Suchtwirkung weitläufig überbewertet. Die meisten Statistiken geben nämlich kein Nikotin, sondern Tabak als Suchtmittel an, und das macht einen ordentlichen Unterschied.

Gab dazu eine spannende Studie, bei der Mäuse entweder Luft, Vape-Dampf oder Zigarettenrauch ausgesetzt waren. Und bei gleicher Nikotinbelastung zeigten die Mäuse aus der Zigaretten-Gruppe deutlich größere Entzugssymptome als die aus der Vape-Gruppe.

Nun kann man sich fragen: Wenn das einen signifikanten Unterschied bei Mäusen macht, wie sieht es dann bei Menschen aus, auf die der Tabak ja hinoptmiert ist?

highwind01 schrieb:
Sind Zigaretten nicht auch suchterzeugend?
Ach nee, Moment, die erzeugen ja Milliarden an Steuereinnahmen… da hat der Betreiber von TikTok wohl einfach Pech, dass man den Konsum nicht besteuern kann, sonst hätte sich das Thema mit „suchterzeugend“ sehr schnell erledigt
Könnte man Zigaretten aus dem Smartphone ziehen, dann würden wir sicherlich keine Smartphones an Kinder verteilen - ist eigentlich ein guter Vergleich, um deutlich zu machen, wie fahrlässig das sein kann.

iGameKudan schrieb:
:freak: :lol: Also wer einen Dopamin-Schub durch ein zufällig ausgewähltes Video bekommt, hat ganz andere Probleme.
Du bekommst ja auch einen Dopamin-Schub, wenn du die rote Zahl oben siehst, weil ich just deinen Beitrag zitiert hab. :P
 
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am besten die ganzen Plattformen wie Tiktok insta und wie sie alle heissen mögen verbieten damit die Generation Z mal wieder normal im Kopf wird soviel bullshit wie da vertrieben wird und die dann auch noch das ganze Glauben das wäre echt.
 
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Rock Lee schrieb:
Sinnvollen Content sucht man da vergeblich.

Dabei will dir TikTok via TV-Werbung doch grade beibringen, wieviele informative Lern-Videos auf der Plattform zu finden sind! :evillol:
 
supermanlovers schrieb:
So wie Alkohol, Tabak oder Gras?
Bei Tabak hat die Industrie auch versucht die eigenen Produkte noch mehr suchterzeugend zu machen. Da wurden Stoffe beigesetzt, damit die Zigaretten weniger nach Tabak schmecken und durch Werbung etc. gesellschaftlicher Druck erzeugt „Rauchen ist cool“ oder ein Zeichen unabhängiger Frauen etc. Diese Praktiken wurden zu Recht verboten.
Auf die strikte Regulierung beim Verkauf regelkonformer/legaler Drogen wurde bereits ausführlich eingegangen. Der Vergleich hinkt an allen Ecken und Enden.
 
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neutrongummi schrieb:
Wie schon erwähnt ist das keine schwarze Magie der du da ausgesetzt bist. Du hast (hoffe ich doch für Dich) immer noch die freie Entscheidung die App zu schließen
Ich denke, das ist der Punkt, an dem der Begriff Sucht ins Spiel kommt. Es geht um den Zwang, der sich durch die Sucht aufbaut. Jeder Junkie hat die freie Wahl. Ganz China hatte ja die Wahl auf Opium zu verzichten. Es ist eine Erkenntnis gereift, das Tiktok und Co sich zunehmend negativ auf die Gesellschaft und ihre Mitglieder auswirken und das Selbstverantwortung nicht funktioniert. Seit 20 Jahren versuchen wir diese Medienkompentenz herbeizuzaubern. Aktuell sehe ich sie noch nicht in der Breite. Tiktok möchte, das wir sagen, das wir selber verantwortlich sind. So wie Shell und Co möchte, das jeder erstmal bei sich etwas CO2 spart.
 
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Ich begrüße grundsätzlich, dass die EU-Kommission das Problem erkennt und angeht. Aber seien wir ehrlich: Es geht nicht nur um TikTok, sondern um soziale Medien im Großen und Ganzen. Dass der unkontrollierte Konsum die geistige und psychische Gesundheit massiv beeinträchtigt, dürfte mittlerweile jedem klar sein.

Das Problem ist vielschichtig: Der Konsum ist nicht nur zeitraubend und suchtgefährdend, sondern verzerrt auch unsere Wahrnehmung von Realität und Weltbild. Algorithmen kuratieren maßgeschneiderte Filterblasen, Dopamin-Loops halten uns am Bildschirm, und die Grenze zwischen digitaler Inszenierung und echtem Leben verschwimmt zusehends.

Ein Gedankenexperiment: Wir verbringen täglich 4-6 Stunden mit sozialen Medien – scrollend, likend, konsumierend. Was würde passieren, wenn wir auf diese Zeit verzichten könnten? Was, wenn wir einen komplett medienfreien Tag einlegen würden?

Wir hätten wieder Zeit für Natur und Umwelt, könnten reale soziale Kontakte pflegen und Gespräche ohne permanente Ablenkung führen. Wir könnten uns auf ein Gegenüber konzentrieren, tiefer in Themen eintauchen, Perspektiven wechseln – kurz: unsere geistigen Fähigkeiten tatsächlich nutzen statt sie passiv zu konsumieren.

Es geht auch um Achtsamkeit: den Moment wahrzunehmen, präsent zu sein, die Umgebung bewusst zu erleben. Der Alltag ist ohnehin schon stressig genug – da ist der reflexartige Griff zum Handy und endloses Scrollen vielleicht nicht das richtige Mittel zur Entspannung.

Die große Frage bleibt: Kann und sollte die EU überhaupt regulieren, um den Konsum von sozialen Medien zu verringern? Und ist die Politik die richtige Instanz dafür – oder sollten nicht vielmehr wissenschaftliche Erkenntnisse, Bildungseinrichtungen und präventive Instrumente im Vordergrund stehen?
Design-Änderungen sind ein Anfang. Aber ohne Medienkompetenz, Aufklärung und gesellschaftliche Reflexion kratzen wir nur an der Oberfläche.
 
Haldi schrieb:
Wie Australien machen!
Soziale Medien für Unter 16 Jährige verbieten!
Stimmt...mit 16 hört die potenzielle Sucht dann ja auf...die sind quasi dann alle "save"...
Traurig, dass man in solchen Zusammenhänge nie was von Vermittlung von Medienkompentenzen hört...damit würde sich das Problem auch erledigen...und das viel nachhaltiger.

Ich frage mich wirklich, woher der ganze Verbotsfetischismus bei uns kommt....
 
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BloodGod schrieb:
Nur schwächliche Individuen werden von so einem Konzept tatsächlich süchtig, anscheinend gibt es mehr davon als man denkt.

Andererseits passt das ganz gut, kenne kaum Menschen mit echten Rückgrat, wundert mich eigentlich das die halbe Welt nicht längst süchtig nach Yo-Yo spielen oder so ist 😂

Falls du dich nicht zu diesen Individuen zählst, solltest du ernsthaft darüber nachdenken, ob du vielleicht eine andere Art von Sucht hast.

Die einen sind nach Tiktok Videos süchtig, die anderen - vielleicht du - nach Gaming. Denn Spiele verfolgen dasselbe Prinzip wie Tiktok, nur dass es sich nicht um Videos handelt, sondern beispielsweise besonderer Loot, Achivements, Lobpreisungen deines Charakters, etc.

Jemand mit einer RTX 5090 und (unnötig teurer?) Peripherie, welche man in die Signatur präsentiert, ist garantiert auch von irgend einer Art von Dopamin-Quelle abhängig.

Der erste Schritt ist die Selbsterkenntnis.
Niemand ist immun gegen psychologische Einflüsse der heutigen Welt.
 
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Bright0001 schrieb:
Du bekommst ja auch einen Dopamin-Schub, wenn du die rote Zahl oben siehst, weil ich just deinen Beitrag zitiert hab. :P
Yaaaaaaaay. :D

Aber Spaß beiseite... Das ist einfach schlicht und ergreifend das Interesse daran, was auf den eigenen Post geantwortet wurde. Wenn man sich mit wem so ganz in echt unterhält bzw. diskutiert wird man ja quasi auch direkt benachrichtigt...
Bright0001 schrieb:
Jau, nem chinesischen Unternehmen die Fahrt frei machen, damit sie "berechtigt" nach einem Foto vom Perso fragen dürfen - EU-weit.

Sehe ich absolut keine Risiken drin. :lol:
Genau deshalb sollte sich auch jeder Gedanken machen, ob man wirklich nicht lieber den verhältnismäßigen aber langwierigeren Weg der Stärkung von Medienkompetenz gehen mag. Das Thema muss endlich mal rechtzeitig und nicht nur als Randthema im Schulunterricht behandelt werden, in Verbindung mit verantwortungsvoller Erziehung.

Ansonsten ändert sich an der Problematik der fehlenden Medienkompetenz an Tag X beim Erreichen von Alter Y nämlich nichts, man verschiebt das Problem nur.

Bisher sah die Praxis ja leider bis auf wenige Ausnahmen so aus, dass moderne Medien in der Schule völlig verteufelt wurden und selbst im Rahmen des Unterrichts Medienkompetenz absolut keine Rolle spielte. Schule soll einen aufs Leben vorbereiten, aber moderne Medien und Medienkompetenz sind unausweichliche Gegenwarts- und Zukunftsthemen, die seit Jahren viel zu stiefmütterlich behandelt werden.

Und wenn man die Probleme nur verschiebt steht man früher oder später nur vor noch größeren Problemen, die dann in solchen Gedanken enden, wie im Artikel thematisiert.
 
Hypothek schrieb:
Falls du dich nicht zu diesen Individuen zählst, solltest du ernsthaft darüber nachdenken, ob du vielleicht eine andere Art von Sucht hast.

Die einen sind nach Tiktok Videos süchtig, die anderen - vielleicht du - nach Gaming. Denn Spiele verfolgen dasselbe Prinzip wie Tiktok, nur dass es sich nicht um Videos handelt, sondern beispielsweise besonderer Loot, Achivements, Lobpreisungen deines Charakters, etc.

Jemand mit einer RTX 5090 und (unnötig teurer?) Peripherie, welche man in die Signatur präsentiert, ist garantiert auch von irgend einer Art von Dopamin-Quelle abhängig.

Der erste Schritt ist die Selbsterkenntnis.
Niemand ist immun gegen psychologische Einflüsse der heutigen Welt.

Alles gut, ich habe zwar Rückgrat ohne Ende , aber bin ansonsten recht Scheiße und dazu bin ich süchtig nach schönen Frauen, diese elende Sucht kann ich aber irgendwie nicht ansatzweise befriedigen, weiß auch nicht warum? 🤷‍♂️

PS:
Rückgratlose Schwächliinge verachte ich trotzdem zutiefst und TikTok ist für mich eine der dümmsten Süchte überhaupt, dann lieber nach alten Autoreifen süchtig sein oder so 💩
 
mischaef schrieb:
Stimmt...mit 16 hört die potenzielle Sucht dann ja auf...die sind quasi dann alle "save"...
Traurig, dass man in solchen Zusammenhänge nie was von Vermittlung von Medienkompentenzen hört...damit würde sich das Problem auch erledigen...und das viel nachhaltiger.
Ich habs vorhin Schonmal gesagt.
Aber das eine funktioniert nicht ohne das andere!
Kinder müssen geschützt werden bis sie gebildet genug sind zu wissen was sie tun.
Genau das gleiche bei Alkohol/Tabbak/Glücksspiel.
 
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Bright0001 schrieb:
Also nicht, dass ich das nicht begrüße, aber eine Lösung wäre das nicht. Du findest in Deutschland sicher mehr Heroinabhängige als solche, die nicht wissen, dass Heroin ungesund ist und extrem abhängig macht.
Für eine Regulierung bin ich ja auch. Findest mehrfach in anderen Posts. Regulierung und Erweiterung oder überhaupt Installation einer Medienkompetenz.

Ich halte nichts von ganz verbieten oder ab 16, wie man hier ja öfter liest.
 
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Hypothek schrieb:
Jemand mit einer RTX 5090 und (unnötig teurer?) Peripherie, welche man in die Signatur präsentiert, ist garantiert auch von irgend einer Art von Dopamin-Quelle abhängig.
Bestimmt.
Die sucht immer das neuste und Beste zu haben ^^
Ab wann gilt das als Sucht?
Muss man dazu sein Erstgeborenes verkaufen für eine 5090?
Oder reicht es schon wenn man die aus der Portokasse bezahlt weil die gerade recht voll ist?
 
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Bright0001 schrieb:
Gab dazu eine spannende Studie, bei der Mäuse entweder Luft, Vape-Dampf oder Zigarettenrauch ausgesetzt waren. Und bei gleicher Nikotinbelastung zeigten die Mäuse aus der Zigaretten-Gruppe deutlich größere Entzugssymptome als die aus der Vape-Gruppe.

Nun kann man sich fragen: Wenn das einen signifikanten Unterschied bei Mäusen macht, wie sieht es dann bei Menschen aus, auf die der Tabak ja hinoptmiert ist?
Hmm. Ist zwar nur eigene Erfahrung aber: ich konnte nach 3 Jahrzehnten kippen sofort auf einen Vape wechseln und der Zigarettengeruch draußen hat mich nur sehr kurz getriggert. Nach wenigen Tagen hat der regelrecht gestunken. Die vape will ich allerdings noch nicht weg legen, obwohl ich direkt von kippen auf die kleinere Nikotinmenge (10mg/ml) gegangen bin. Ist fast 1 Jahr her

hänge da aber auch nicht ständig dran, sondern eher wie bei kippen vorher. Paar Zuge, fertig.

Ob es die Nikotinsucht oder die orale Gewohnheit ist: keine Ahnung.
 
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Vorab: Ich selbst habe Tiktok nie genutzt. Ich kenne Tiktok nur aus der medialen Berichterstattung und manchen Content (einzelne Videos) habe ich sicherlich über andere Kanäle gesehen.

Ich verstehe aber nicht, wie Tiktok ein politisches Thema werden konnte.

Was ist mit den Eltern los? Wenn ich der Meinung sei, irgendetwas würde meinem Kind schaden, dann sorge ich als Elternteil selbst dafür, dass mein Kind nicht länger Schaden nimmt. Als ich Kind war, hat man das Erziehung genannt. Schauen heutige Eltern einfach weg weil sie selber eine Bildschirmsucht entwickelt haben? Oder ist es derart modern alle Probleme vom Staat lösen zu lassen?

Erkennt wirklich niemand welche Gefahr von dieser Überregulierung ausgeht? Hier werden Präzedenzfälle und Infrastrukturen geschaffen, um zukünftig ähnliche Maßnahmen auch gegen anderes was der amtierenden Elite nicht gefällt einzusetzen. Alles letztendlich zum Schaden einer freien Gesellschaft.

Ich möchte an der Stelle auch an das Verfahren der EU gegen X erinnern, wo sich eine "Regierung" dazu bemächtigt sieht Dritten vorschreiben zu können, welche Bedeutung ein Haken haben darf und haben muss.
Nun also will man Dritten vorschreiben, wie eine Social Media Anwendung zu funktionieren hat?

Und kommt mir jetzt bitte nicht damit, dass der Markt nicht regelt: Jeder der Computerspiele spielt, ist seit Jahren mit den ganzen Dark Pattern der Computerwelt vertraut. Und was erleben wir aktuell? Der King of Loot Boxes und Microtransaktionen Ubisoft sieht sich gerade einer existenziellen Krise gegenüber.

Ähnliches wird ja auch in der deutschen Politik bei anderen Themen diskutiert: Aktuell ist wieder eine Steuer auf besonders zuckerhaltige Produkte im Gespräch. Natürlich haben die Politiker hierbei nur das Wohl der Menschen vor Auge. Was hat diese Welt nicht schon alles an Suchtkrankheiten geheilt, indem sie die entsprechenden Drogen kriminalisiert oder verteuert haben! Der Mensch, der sich täglich 4 TK Pizzen und 10l Cola gönnt wartet förmlich nur auf den Anreiz, endlich seine Ernährung umzustellen (und die Ursachen seiner ungesunden Ernährung werden ganz sicher nicht auch an seinen Lebensumständen, Perspektiven und Bildungsstand liegen), von wegen, "Endlich lohnt es sich! Nächsten Monat kann ich mir dann von dem Ersparten das RAM-Upgrade von 2 auf 4GB kaufen!"
 
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@Haldi
Also für unseren fast 14jährigen Junior kann ich sagen, dass ihn TikTok NULL interessiert. Würde man damit eben früh genug anfangen, bräuchte es kein Verbot. Aber ein Verbot kostet eben kaum was, wogegen das Vermitteln von Medienkompetenzen einiges an Ressourcen benötigt.

Also: Fängt man mit dem anderen früh genug an, benötigt es das andere kaum.
Ergänzung ()

Whistl0r schrieb:
Was ist mit den Eltern los? Wenn ich der Meinung sei, irgendetwas würde meinem Kind schaden, dann sorge ich als Elternteil selbst dafür, dass mein Kind nicht länger Schaden nimmt.
Du hast dabei aber einen Denkfehler: Du gehst davon aus, dass die meisten Eltern das gleiche "Wissen" wie Du haben - was aber nicht der Fall ist. Daher sind auch die Schulen gefragt, die eben Medienkompetenzen vermitteln sollen. War bei uns selbst in den 80ern so...und auch wenn das einige Jahre her ist und sich seit dem viel geändert hat - die Mechanismen der Manipulation sind nach wie vor die gleichen.
Ergänzung ()

Alphanerd schrieb:
Hmm. Ist zwar nur eigene Erfahrung aber: ich konnte nach 3 Jahrzehnten kippen sofort auf einen Vape wechseln und der Zigarettengeruch draußen hat mich nur sehr kurz getriggert.
Für mich nach wie vor unverständlich...spätestens hier müsste den Leuten die Sucht doch klarwerden...ich frage mich bis heute, wie man sein Leben generell von solchen Dingen steuern lässt.
 
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