News EU-Kommission: TikTok ist suchterzeugend und muss sein Design ändern

pseudopseudonym schrieb:
Das kannst du nur umsetzen, wenn da zu jedem Account Perso-Daten liegen. Wie das dann? Sollen die Chinesen und Amis die Persos von uns haben? Tolle Idee...
Das geht auch anders.
Wie beim Alkoholkauf wird nur abgeklärt ob ab18 ist ohne ID direkt zu verknüpfen.

Alphanerd schrieb:
Ich verstehe den Zusammenhang mit meiner Forderung nach mehr Medienkompetenz zu schulen nicht.
Das eine schließt da andere nicht aus.
 
Haldi schrieb:
Wie beim Alkoholkauf wird nur abgeklärt ob ab18 ist ohne ID direkt zu verknüpfen.

Ich stell mir gerade vor was passiert wenn man das Verknüpft.
Du hast diese Woche eine Kiste Bier gekauft und bekommst diese Woche keine zweite mehr.
Oder man wird von der Krankenkasse angeschrieben ob alles OK ist wenn dem hohen Alkoholkonsum.

Wäre auf der einen Seite gar nicht so schlecht.....
 
kicos018 schrieb:
Nein, das ist ganz und gar nicht dasselbe. Ein langes Video schaut man sich meistens aktiv an, also du klickst es selber an, weil dich das Thema interessiert.
Und es gibt auch leute die sich aktiv dafür entscheiden lieber mehrere kurze Videos im Short-Format schauen zu wollen anstatt eines langen Videos, ggfs. halt auch per zufälliger Wiedergabe anhand der eigenen Interessen bzw. Abos/Follows.

Oft genug sind es auch einfach nur Clips bzw. Inhalte, die zwar interessant sind, aber nicht reichen, um komplette Videos zu schauen.

Zumal es auf Videoplattformen absolut keinen Unterschied macht ob das Video kurz oder lang ist. Autplay ist keine Erfindung von TikTok bzw. Short-Video-Apps.
kicos018 schrieb:
Beim Scrollen von Shorts/Reels hast du immer einen Überraschungseffekt, weil du nicht weißt was als nächstes kommt.
Und wo ist das Problem? Manchmal möchte man sich auch einfach berieseln und überraschen lassen. Oft genug wurde und wird auch einfach die Glotze angeschaltet und halt das geschaut was gerade im Fernsehen läuft. Und nicht, weil man eine bestimmte Sendung schauen will.

Zumal durch die Zufallswiedergabe hin und wieder mal Inhalte auf den Schirm kommen, die man sonst so nie im sprichwörtlichen Sinne auf dem Schirm gehabt hätte.

Genau das gleiche wie mit den Radio-Funktionen in Musikstreaming-Apps...
kicos018 schrieb:
Die Dopamin-Spritze, die @wern001 oben in #149 angesprochen hat, kickt da richtig rein, undzwar bei quasi jedem Video.
:freak: :lol: Also wer einen Dopamin-Schub durch ein zufällig ausgewähltes Video bekommt, hat ganz andere Probleme.

Wenn einem dieses zufällig präsentierte Video sogar gefällt... Wo ist das Problem?
 
iGameKudan schrieb:
:freak: :lol: Also wer einen Dopamin-Schub durch ein zufällig ausgewähltes Video bekommt, hat ganz andere Probleme.
jeder bekommt da einen kleinen Dopamin-Schub. Es sind halt ganz viele kleine Dosen.
Das Problem ist die Suchtanfälligkeit der Leute, die halt unterschiedlich hoch ist.
Aus diesem Grund hängen leute stundenlang in irgendwelchen Games rum oder verzocken ihr Geld in Spielhallen.
Jedes geblinke oder gebimmel bewirkt einen kleinen Dopamin-Schub.

Selbst das gebimmel und rangehen vom Handy kann man als Sucht auslegen. Auf einmal ist das Handy wichtiger als die Person der man gegenüber sitzt.
 
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Haldi schrieb:
Das geht auch anders.
Wie beim Alkoholkauf wird nur abgeklärt ob ab18 ist ohne ID direkt zu verknüpfen.
Und wenn du das auf ner Webseite eingibst, glaubst du wirklich, dass da nichts gespeichert wird? Ja nee, sicher...
 
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die maßstäbe sind schon befremdlich...
achtung, bahnbrechende info: alkohol ist suchterzeugend und rauchen ebenso - jedenfalls wenn man zuviel davon konsumiert. aber das ist so ziemlich mit allem der fall...
 
TitTok hat massgeblichen Einfluss auf die Verdummung der Jugend heutzutage. Aber auch Erwachsene verblöden zusehends dadurch
 
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iGameKudan schrieb:
Ob ich nun am Ende ne Stunde kurze Clips im Loop schaue oder ne Stunde einen langen "Clip" schaue ist doch völlig Wurst, es kommt aufs Gleiche hinaus. Es ist nunmal schlicht die App bzw. es ist schlicht das Format der in der App angebotenen Medien die so designt sind. Was soll man da groß ändern, um einen nicht mehr so sehr "im Loop" zu halten, ohne sich effektiv wieder mal einem neuen Medienformat verschließen zu wollen?

In einem einstündigen Video lassen sich aber komplexere Inhalte vermitteln. In einem 10-sekündigen KI generiertem Ragebait Video mit exaggerierten Gesichtsausdrücken und horizontaler Teilung mit Subway Surfer Gameplay ist das schon schwierig.
Den Loop könnte man z.B. unterbrechen in dem nach 25 Videos zurück zur Hauptseite geschickt wird und sich für einen neue Videosequenz entscheiden muss. Daneben gibt es noch andere Möglichkeiten, evtl. kurze 10-sekündige Downtimes bei der man einfach warten muss und kein Inhalt oder Webung dargestellt wird. Dazu niedrigschwellige Einstellungsmöglichkeiten bei Accounterstellung bei der man Errinnerungen bekommt die einem dazu raten die App abzustellen oder in denen man sich harte Zeitlimits setzen kann. Solche Maßnahmen würden wahrscheinlich nicht dazu führen, dass extrem Süchtige dann komplett aufhören, aber die durchschnittliche Nutzungsdauer dürfte das schon beeinflussen. Wenn einen diese Wartezeit nervt macht man eventuell etwas anderes.

iGameKudan schrieb:
Dementsprechend ist da absolut nichts "komlett sinnlos" an der "Ideologie Keule". Es wird wieder mal versucht, die Meinung/Ideologie einiger weniger, die etwas für sinnlos bzw. für Zeitverschwendung halten, auf Viele übertragen zu wollen. Man verschließt sich dabei wieder mal dem Neuen und wundert sich, wenn die breite gesellschaftliche Akzeptanz doch eingetreten ist, wieso man selbst nix Vergleichbares in konkurrenzfähig auf die Kette bekommt oder es so schlecht umsetzt, dass es aus mehr oder minder nüchternen Gründen keiner haben/nutzen will.

... und nein, ich persönlich kann mit solchen Apps auch nix anfangen...

Es geht nicht um "Zeitverschwendung", sondern darum, dass dieses Medium absichtlich so designed wird, dass man nicht mehr davon los kommt. So ähnlich wie Glücksspiel. Es ist wie bei Lootboxen und In-App-Käufen, bei denen die Natur des Menschen ausgetrickst/genutzt wird.
Außerdem geht es nicht um Verbote, sondern einfach um ein paar Maßnahmen, die die App weniger "süchtigmachend" machen sollen.

Was meinst du mit "vergleichbarem auf die Kette bekommt"? Digitale Souveränität ist wichtig, aber da sollte es um andere Dinge gehn, als um Kurzvideoplattformen die Menschen süchtig machen.
 
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iGameKudan schrieb:
:freak: :lol: Also wer einen Dopamin-Schub durch ein zufällig ausgewähltes Video bekommt, hat ganz andere Probleme.

Wenn einem dieses zufällig präsentierte Video sogar gefällt... Wo ist das Problem?
Genau das ist das Problem. Kommt ein Video was dir gefällt wird Dopamin ausgestoßen.
Du scrolls weiter und immer weiter denn das nächste Video könnte ja wieder das Gewinnervideo sein.
Das ist exakt wie beim Glücksspiel. Beim nächsten Mal gewinn ich. Und wenn du gewinnst willst du mehr.
Ist wissenschaftlich bewiesen.
Hat eine komplett andere Wirkung auf das Gehirn als ein langes Video zu schauen.
 
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dev.random schrieb:
Außerdem geht es nicht um Verbote, sondern einfach um ein paar Maßnahmen, die die App weniger "süchtigmachend" machen sollen.
Es werden sich andere Wege finde, um das Suchtverhalten wieder zu optimieren. Das ist die Welt des Marketings. Regulierungen werden nicht helfen. Nur eine kurze Pause schaffen, bist der Anbieter eine neue Idee gefunden hat.
Menschen lassen sich immer manipulieren. Das wird man nicht aufhalten können. Wir Menschen sind einfach Dumm. Einfacher Fakt.
 
Nur schwächliche Individuen werden von so einem Konzept tatsächlich süchtig, anscheinend gibt es mehr davon als man denkt.

Andererseits passt das ganz gut, kenne kaum Menschen mit echten Rückgrat, wundert mich eigentlich das die halbe Welt nicht längst süchtig nach Yo-Yo spielen oder so ist 😂
 
Die EU hat auf jeden Fall eine Erziehungsfunktion gegenüber dem Untertan.
So liest sich hier das traurige Credo.
 
Hovac schrieb:
Die EU hat auf jeden Fall eine Erziehungsfunktion gegenüber dem Untertan.
Die EU hat schon längst ihre Funktion als Handelsgemeinschaft verloren. Ist mehr zu einer Diktatur geworden!
 
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Rock Lee schrieb:
Endlich wird mal was dagegen gemacht. TikTok hat überhaupt keine Existenzgrundlage. Sinnvollen Content sucht man da vergeblich.
Der Content der angezeigt wird richtet sich nach dir. Ich habe da eigentlich immer recht interessante Sachen.
 
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@JoinRise Der Content kommt noch immer von den Nutzern. ;) Wären das alles super wertvolle Videos, würde man sich dann über das "Design" genauso aufregen? I don't know.
 
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wern001 schrieb:
Das Problem ist die Suchtanfälligkeit der Leute, die halt unterschiedlich hoch ist.
Aus diesem Grund hängen leute stundenlang in irgendwelchen Games rum oder verzocken ihr Geld in Spielhallen.
Also das Suchtpotenzial von Short-Video-Formaten bzw -Apps mit Spielhallen gleichzusetzen ist schon ein Hammer. :freak: In dem einen Fall gehts sicherlich um ein hohes Suchtpotenzial durch Dopamin-Einflüsse, allerdings oft in Verbindung mit Gier nach Geld bzw. Vermögen oder Verzweiflung/verzweifelter Hoffnung aus Geldnot.

In den anderen beispielhaft genannten Fällen geht es einfach um eine Freizeitbeschäftigung mittels eines modernen Mediums, das den Leuten tatsächlich sogar gefällt und wo es daher sogar zur Mehrnutzung bzw. zum Mehrkonsum kommt. Und dann sogar noch das Beispiel, dass manche Leute stundenlang in Games rumhängen. Wie schlimm. :freak: Das ist genau diese Logik, die ich vorhin kritisiert habe und weshalb ich die Diskussion um Apps für Short-Video-Formate für ideologisch aufgeladen halte...

Ich halte auch so manche Freizeitbeschäftigungen für Bullshit und den Sinn und Zweck stellenweise für zweifelhaft (mal abgesehen davon, dass Sinn und Zweck nicht immer vonnöten sind...). Aber ich dichte nicht in alles direkt ein Suchtpotenzial hinein, um Anti-Maßnahmen zu rechtfertigen.

EDIT: Natürlich entgehen auch mir die offensichtlichen Auswirkungen auf zwischenmenschliche Interaktionen nicht... Allerdings sieht man so relativ einfach und schnell, wem man wirklich wichtig ist und auf wen man im Ernstfall zählen kann. Früher durfte man das dann im Ernstfall oft schmerzlich herausfinden. Jeder dürfte mal die Bekanntschaft mit Leuten gemacht haben, die sich mit dutzenden Freunden gerühmt haben, die dann aber doof aus der Wäsche geschaut haben, wenn man Hilfe gebraucht hat und dann von den dutzenden Freunden 95% abgewunken haben.

Wenn man wem wirklich wichtig ist, wird dann auch das Smartphone nicht übermäßig einsam genutzt, wenn man gemeinsam Zeit verbringt.

dev.random schrieb:
In einem einstündigen Video lassen sich aber komplexere Inhalte vermitteln.
Und wenn ich zum Zeitpunkt X, bspw. nach dem Feierabend oder in der Pause, einfach keine Lust auf ein einstündiges Video mit komplexen Inhalten habe?
dev.random schrieb:
In einem 10-sekündigen KI generiertem Ragebait Video mit exaggerierten Gesichtsausdrücken und horizontaler Teilung mit Subway Surfer Gameplay ist das schon schwierig.
Die Schwemme an KI-generierten Bullshit-Medien sind ein komplett anderes Problem... Da ist dann vorallem nicht das Short-Video-Autoplay-Format das Problem, sondern schlicht die Empfänglichkeit der Nutzer für sowas... Schlicht fehlende Medienkompetenz.
dev.random schrieb:
Den Loop könnte man z.B. unterbrechen in dem nach 25 Videos zurück zur Hauptseite geschickt wird und sich für einen neue Videosequenz entscheiden muss. Daneben gibt es noch andere Möglichkeiten, evtl. kurze 10-sekündige Downtimes bei der man einfach warten muss und kein Inhalt oder Webung dargestellt wird.
Damit geht man schlicht und ergreifend auch allen bewussten Nutzern auf den Sack/auf die Eier. Nicht umsonst versucht einen bspw. Facebook mit Werbeunterbrechungen zum Abschluss des Abos zu bringen...
dev.random schrieb:
Dazu niedrigschwellige Einstellungsmöglichkeiten bei Accounterstellung bei der man Errinnerungen bekommt die einem dazu raten die App abzustellen oder in denen man sich harte Zeitlimits setzen kann.
Zugegeben, das kann, gut umgesetzt, durchaus auch mal echt belustigend sein... Anno sag ich dazu nur. 😅 Richtig umgesetzt definitiv wirkungsvoller wie einfach nur so umgesetzt, dass man Nutzern maximal auf den Sack geht und diese dann Umwege suchen.
dev.random schrieb:
Es geht nicht um "Zeitverschwendung", sondern darum, dass dieses Medium absichtlich so designed wird, dass man nicht mehr davon los kommt.
Man kommt absolut bestens davon los. Die Nutzer, die WIRKLICH süchtig sind lassen sich schlicht nicht mit die Allgemeinheit betreffenden Mitteln aufhalten, ohne die Verhältnismäßigkeit über Bord zu werfen. Der Rest nutzt es halt als (Freizeit-)Beschäftigung der eigenen, persönlichen Wahl.

Und die Entscheidung darüber, wie ich freie Zeiten verbringe, sollte absolut die Entscheidung eines jeden selbst bleiben!

dev.random schrieb:
Was meinst du mit "vergleichbarem auf die Kette bekommt"? Digitale Souveränität ist wichtig, aber da sollte es um andere Dinge gehn, als um Kurzvideoplattformen die Menschen süchtig machen.
Glaubst du, dass es diese Diskussion so wirklich geben würde, wenn europäische Länder in dem Bereich eine nennenswerte wirtschaftliche Rolle spielen würden?
 
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Eher ist TikTok ein Einfallstor für Propaganda, weg damit.
 
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