aber was ist für dich das was dich ausmacht?
Das ist eine schwierige Frage. Die Beantwortung ist nicht leicht, deswegen schrieb ich oben schon, dass es einfach zuviele Faktoren gibt.
Nummer 1: Ich bestehe aus einem Mischmasch der Gene meiner Eltern und Vorverwandten. Diese beinhalten AUCH (nicht NUR, wie es einige Biologen und Gefangene von Haftanstalten gerne hätten) Anlagen zu einem Verhalten, ob so oder so.
Nummer 2: Ich bestehe aus den Sinneseindrücken meiner Umgebung. Das bedeutet, mein Verhalten wäre anders, wenn es anstatt draußen regnen würde die Sonne scheint. Wenn es anstatt Sonnenschein Hagel gibt. Geräusche, Temperatur, Gerüche, Gesehenes, gefühltes. Alles das beeinflusst mich in dem, was ich speichere und wie ich es speichere.
Nummer 3: Ich bestehe aus diesen beiden oben genannten Dingen und kann TROTZDEM noch mit meinem Willen, nicht komplett wie ich es will handeln. Wenn dem so wäre könnte ich mir selber den Hintern lecken. Ich kann mich nur in dem vom Körper gegebenen Umständen frei bewegen und handeln (außer Instinkt bzw. Reflexmäßig). Ich kann NICHT meinen Geist woanders hinbringen es sei denn in sich gekehrt nach innen. Ich kann NICHT in einer Wolke über mir schweben. Ich KANN mir vorstellen wie es ist, in einer Wolke über mir zu schweben. Ich kann mir auch vorstellen, wie es sein kann, das Gefühl zu haben über mir zu schweben. Aber nicht, weil mein Bewusstsein geöffneter ist, oder weil ich eine höhere Existenzstufe erreicht habe und mich Q nenne. Sondern weil ich eine große Vorstellungskraft besitze und Phantasie. Wenn du mich also fragen würdest, ob ich fliegen kann, dann ist die antwort: Nein. Denn mein Körper kann nicht fliegen. Mein Geist kann ebenfalls nicht fliegen, ich kann mir aber vorstellen ich würde fliegen.
Daher bin ich die Person, die aus der Vergangenheit, aus dem Ort und den Sinneseindrücken von außen, aus meinen Genen genau der bin, der jetzt hier sitzt und schreibt. Ich habe eine Wahl zu schreiben, jedoch nicht die wirkliche Wahl. Denn eigentlich, würde man jegliche Erfahrung und jeden Sinneseindruck, jedes Gen nachvollziehen können, könnte man extrapolieren was ich jetzt tue und wofür mir keine Wahl bliebe. Unter welchem zwanghaften Verhalten ich eine Antwort schreibe. Mir kommt es so vor wie freier Wille. Aber das ist auch ein anderes Thema.
Jedenfalls bin ich in keinster Weise, mit einem "frühere" Ich gekoppelt. Auch nicht mit dem "großen Ganzen", denn wäre dem so, könnte jeder von uns Raum und Zeit beliebig verändern. Dem ist nicht so.
und trutzdem kannst du im Ganzem als ein Teil existieren. Wenn das Universum doch in einer Zeitschleife steckt und immer von vorne beginnt so ist es egal ob du Tot bist und 1 Milliarde Jahre auf Wiedergeburt warten musst, den im Nichts gibts keine Zeit auf die man wartet.
Das stimmt nicht. In dem Falle ist jegliche Energie und Materie auf einen Punkt konzentriert. Es wird sich nichts bewegen, es wird nur ein unglaublicher Druck herrschen, und da gibt es keine Energiewesen die wir "Bewusstsein" oder sowas nennen. Und du wirst auch nicht in 1 Milliarde Jahre wiedergeboren. Denn nach dem Zusammenfall des Universums gibt es weder Raum noch Zeit. Von "Dauer" kann also keine Rede sein. "Dauer" ohne Zeiteinheit geht nicht. Und daher ist es, wie bereits geschrieben, auch möglich, dass alles simultan abläuft. Aber du kannst nichts daran ändern. Das wissen also, falls dem tatsächlich so wäre, es würde dir nichts bringen.
Ob man früher es als glaube ansah oder Spirituallität und Heute als Wissenschaftliche Theorie bezeichnet ändert es nicht an der Tatsache oder dem Sachverhalt wie es ist und ob es so ist.
Richtig, ich kann mein Leben lang an etwas glauben was völliger Humbug ist. Oder ich mache das beste aus meinem Leben.
Um das Ganze mal in ein paar Sätze zu pressen:
Nehmen wir nur mal:
42. Nehmen wir an, die Antwort auf eine so bedeutende Frage lautet: 42. Und nun? Nehmen wir an, alles im Universum wäre beantwortet, jede Frage. Die Lage jedes Atoms wäre geklärt, jeglicher Ablauf, jedes Partikelchen, jeder Gedanke gedacht. Auch hier: Ja, und? Es gab mal einen Hit in den 70ern der ging: Born to be alive. Das ist genau der springende Punkt. Wir haben JETZT in dem Augenblick ein Leben. Es ist vergänglich, und wenn es vorbei ist... vielleicht überlebt was von uns, vielleicht nicht, vielleicht sind wir im Paradies, vielleicht nicht. Vielleicht sind wir alle verbunden, vielleicht nicht. Aber selbst wenn dem so wäre, dann passiert das auch wenn wir nicht auf dieses Ziel hinarbeiten. Wenn am Ende ein gütiger Gott steht, und ein allmächtiger Gott wäre ja ganz schön öde wenn er nicht gütig wäre, denn der könnte uns ja jetzt schon brennen lassen, also wenn da nachher einer steht, dann ist er doch nett zu einem ob man an ihn geglaubt hat oder nicht. Das ist doch einem gütigen Wesen egal. Und genauso verhält es sich auch mit einer Spiritualität mit dem Nahtod. Ich verändere mein Leben nicht wenn ich weiss was nachher kommt. Ich lebe jetzt. Und was beim Tod passiert, sehe ich doch dann. Oder wenn eben ich recht habe, dann sehe ich nichts mehr. Weil ich dann nicht mehr existiere. In der Form, in der Materie und somit auch nicht mehr in dem Bewusstsein/Geisteszustand.