Sammelthread Eurovision Song Contest 2026

Banger schrieb:
Gäbe es keine gesetzten Länder, wäre Italien für mich ein Kandidat fürs Halbfinalaus
Warum sollte der jetzt im HF schlechter ankommen als im Finale? Leuchtet mir nicht ein.
Lass das Ding eine junge Gianna Nannini singen und die gewinnen den Wettbewerb haushoch.
 
@mo schrieb:
Ein simpler klassischer Italo Pop Song
das "Problem" am Italo Pop, auch wenn er eher von der ausgelutschten langweiligen Sorte ist, dass er in Europa immer gut ankommt. Und das sowohl bei den Juroren, als auch bei den einzelnen Menschen, was man daran erkennt, wie Deckungsgleich die Punkte jeweils sind (140 plus minus 4 oder so).
Die Kiste funktioniert und zieht einfach immer und ist als italienischer Beitrag ein No-Brainer
 
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catch 22 schrieb:
das "Problem" am Italo Pop, ...

Wenn Italien, dann lieber den hier meiner Meinung nach:


Das Lied hatte ich weit oben in meiner Liste.

Das von Maneskin fand ich damals beim ESC furchtbar, später aber auch in Ordnung. :D Im Musikthread haben die Posts Likes bekommen. :D
 
Froki schrieb:
Das würde mich als Gebührenzahler freuen ... :D

Das müsste eher das Gegenteil dann sein, so günstig wie durch den Esc kriegst du sonst kein sendematerial.

Wenn man überlegt wieviele Sendeminuten alleine durch die Übertragung von der Show generiert werden, dazu dann noch die ganze zweitverwertung vom Material.

Da ist jeder EB Beitrag ohne Archivmaterial teurer.

Aber vielleicht sollte man mal generell den Wettkampf Gedanken der Show verwerfen und es als kulturelles sowie musikalisches Event ansehen. Immerhin die größte Show im Live Fernsehen.
 
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Zählt der ESC eigentlich zur kulturellen medialen GEZ „Grundversorgung“?

Somit kommt an sich höchstens eine finanzielle Beschränkung in
Betracht, die vor dem Hintergrund der notwendigen Staatsfreiheit und Pluralismussicherung al-
lerdings stets auch die Finanzierungsgarantie zu beachten hat. Während also die für die Gewähr-
leistung der Meinungsvielfalt erforderliche Infrastruktur im Sinne einer publizistischen Konkur-
renzfähigkeit entwicklungsfähig bleiben muss, gibt es für die dauerhafte Existenz einer einzelnen
Rundfunkanstalt als Institution dagegen keine verfassungsrechtliche Ewigkeitsgarantie
Quelle/Zitat: Deutscher Bundestag
 
Zuletzt bearbeitet:
Also unabhängig davon dass ich musikalisch garnichts von dieser Veranstaltung halte - wie kommt man auf das schmale Brett das Israel betrogen hat?

Aus meinem persönlichen Umfeld weiß ich genau eine Sache:

Wenige gucken den ESC, fast niemand hat je dort angerufen. Anrufen, das tun die Die-Hard Fans - und das waren schon in den 2000ern in meinem Umfeld nur Queere Menschen.

Wer von euch hat denn mal angerufen? Ich wette genau 0
 
Als Wokie Ultra würde ich dich im besten Sinne zur Queer oder zumindest Ally - Fraktion zählen um damit meine Wette nicht direkt zu verlieren :D

Was ich sagen will:

Nach meiner Einschätzung ist der ESC im Public Voting kein querschnitt der Gesellschaft.
Israel schickte die erste Transperson wenn ich mich recht Erinnere.
Conchita Wurst als Travestie/Genderfluid Künstler schlug auch direkt voll ein.

Israel bekam hohe public Punktzahlen aus Ländern in denen Queere Menschen eher schlecht gelitten sind, ich sehe da einen Zusammenhang.
 
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Corto schrieb:
Nach meiner Einschätzung ist der ESC im Public Voting kein querschnitt der Gesellschaft.

Kommt drauf an. Es lässt sich nicht abstreiten, dass der ESC gerade für Empowerment und Vielfalt steht, seit Jahrzehnten schon, wenn auch subtiler, siehe z.B. 1961 der Sieg des französischen Sängers Jean-Claude Pascal mit dem Lied "nous les amoureux". Queere Sichtbarkeit nahm jedoch dort genau wie im öffentlichen Raum in den letzten Jahren zu.

Conchita Wurst bekam damals übrigens 5 Punkte aus Russland.
 
Hmm, siehst du 5 als viel aus Russland?
Meine These würde ja mehr Punkte aus diesem Land für diesen Künstler vermuten..

Ich finde es auch in Ordnung. Seit ich fernsehen gucke interessiert es fast niemanden, abgesehen davon das die Presse schreibt wenn man verloren hat.
Die Queere Szene feiert es. Gut so, wieso auch nicht.
 
Corto schrieb:
Wenige gucken den ESC, fast niemand hat je dort angerufen. Anrufen, das tun die Die-Hard Fans - und das waren schon in den 2000ern in meinem Umfeld nur Queere Menschen.

Wer von euch hat denn mal angerufen? Ich wette genau 0
ich vermute mal, du hast nicht viel Kontakt zu Rentnern, bzw. hast in letzter Zeit auch niemanden im Altersheim besucht... für viele dort sind die klassischen Lagerfeuerevents in der Glotze, die sie aus ihrer Kindheit und auch jungen erwachsenen Jahren her kennen, immer noch sehr wichtig. Nachdem die ganzen klassischen großen Samstag Abend Shows verschwunden sind und neben dem Tatort nur noch ein paar wenige "alte große Serien" da sind, haben Sendungen wie die ESC Shows einen sehr hohen Stellenwert. Die Leute dort schauen sich das an und nehmen auch teilweise am Voting Teil. Auch kenne ich in meinem persönlichen Umfeld mehrere Familien (extra für dich: Vater - Mutter -Kinder - Hund - Katze), die aus Sendungen wie dem ESC ein Familienevent stricken, teilweise auch den ganzen Freundeskreis einladen, und ein riesiges Gartenfest draus basteln (wenn das auch dieses Jahr eher ein riesiges am Heizkörper kuscheln gewesen sein dürfte).
Und beides sind Gruppen, die nicht deiner dich entlarvenden populistischen vorurteilsbelasteten Denke angehören.

Natürlich kann man argumentieren, dass die teilnehmenden Künstler in ihrer Art und ihrem Auftreten eher hervorstechen, das ist aber auch erforderlich, da man als Künstler der die Massen ansprechen und bewegen will, mit seinen Liedern seinen Gefühlen Ausdruck verleihen will und auf der Bühne als schillernde Person wahrgenommen werden will, als introvertierter Mensch statistisch betrachtet nicht weit kommt. Eine gewisse Extrovertiertheit und das Spiel der Extreme ist als Künstler immer förderlich. Auch oblag es Künstlern schon immer neue soziale und gesellschaftliche Impulse zu setzen.
Daher auch jetzt bitte nicht mit den guten alten Zeiten kommen, in denen alles gesitteter war und es sowas "krankhaft Wokes" (ein nie definiertes wages etwas, in dass der bettnässende Bierdermann alles packen kann, was seinem Fühli Fühli widerstrebt und in sein Heuli Heuli endet).
Es gab schon seit den Anfängen des ESC mehr als genug Beiträge, die du als Woke titulieren würdest.
Und das ist gut so!!!
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_LGBTQ_participants_in_the_Eurovision_Song_Contest
 
5 Punke aus einem Land, in welchem es zu strafrechtlicher Verfolgung, Razzien und Verhaftungen gegen Aktivisten oder generell sichtbar queeren Menschen (die sind dann nämlich auch Aktivisten) kommt? In welchem die "internationale LGBT-Bewegung" als extremistisch eingestuft wird? Durchaus.

Und dazu, dass den ESC "wenige gucken":
https://www.dwdl.de/zahlenzentrale/...ent_marktanteil_esc_haelt_hohes_quotenniveau/

"bei den 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil erneut bei mehr als 60 Prozent"
 
catch 22 schrieb:
Und beides sind Gruppen, die nicht deiner dich entlarvenden populistischen vorurteilsbelasteten Denke angehören.

Schalte mal einen Gang zurück, danke.

Ich bin absolut pro-Queer eingestellt - du schießt gegen den falschen.
Ich kann aber auch Quellen posten wenn dir das lieber ist.

@TheManneken
wow ok, 60 Prozent hätte ich wirklich nicht erwartet. 9 millionen lineare Zuschauer.
Mich würde mal die Zahl der Anrufe interessieren. Gibt es dazu Zahlen?

Zu 5 Punkten aus Russland:
Ich hätte mehr erwartet, eben genau weil es eine möglichkeit ist anonym ein Zeichen gegen diese Repression zu setzen. Aber ich weiß nicht wie hoch der Stellenwert des ESC allgemein in Russland ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab nur ab und zu mal reingezappt und einen Einspieler gesehen wo die Moderatorin in einem Auditorium auf die Gleichwertigkeit aller Menschen hingewiesen hat. Diversity ist schon immer ein großes Thema.

Ich finde das vollkommen fine, irgendwelche Ragebait-Manfreds darf können ja was anderes schauen.
 
@Banger
Das kommt auf die Ausprägung in der Darstellung bzw. den Texten an und was man visuell unter LGBTQ+ einordnen würde. So explizit wie z.B. 2024 durch den UK-Teilnehmer Olly Alexander im Song "Dizzy" war's nicht und der Song landete auch auf dem letzten Platz.

Was dieses Jahr betrifft: soweit mir bekannt sind sowohl Griechenlands Akylas als auch der Däne Søren offen geoutet, im Song von Akylas ging es jedoch hauptsächlich um Konsumkritik. Beim dänischen Beitrag ging es in der Tat um Identität und Erfahrungen als queere Person - da der Song allerdings auch komplett auf dänisch war, haben das vermutlich die wenigsten internationalen Zuschauer wahrgenommen. Allerdings könnte man es optisch so einordnen aufgrund seiner Darstellung/Erscheinung (wenn man in Schubladen denkt).
Der litauische Sänger selbst hat in Litauen die Drag-Szene mitbegründet, im Text geht es aber allgemein um menschliche Nähe und Emotionen ohne queeren Bezug.
 
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Corto schrieb:
Ich hab nur ab und zu mal reingezappt und einen Einspieler gesehen wo die Moderatorin in einem Auditorium auf die Gleichwertigkeit aller Menschen hingewiesen hat.

Und der Punkteverteiler aus Österreich, der seit 7 Jahren das Gleichheits-T-Shirt anzieht.

Ich meine bei den Vorträgen.
 

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