News Finanzierungsprobleme: Internationale Computer­spiele­­sammlung vor dem Aus

Deutschland unterstützt Gott und die Welt in Milliardenhöhe mit unseren Steuergeldern.
Aber die Bewahrung von Kulturgut im eigenen Land kriegen die sogenannten "Volksvertreter" nicht gebacken. Ein weiteres Armutszeugnis für das beste Deutschland aller Zeiten.
Einfach nur zum 🤮
 
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Ich hoffe wirklich, dass sich hier eine Lösung findet , es wäre schade, wenn so ein Projekt verschwindet.

Mir kam direkt der Gedanke, warum nicht Plattformen wie GoG, Steam und Co. mit einbinden? Wenn man beim Bezahlen einfach optional einen Euro an solche Projekte spenden könnte, so wie PayPal manchmal kleine Zusatzspenden vorschlägt, würden das bestimmt viele machen. Ich mache das jedenfalls bei PayPal, weil ich dort die Wahl habe und es unkompliziert ist.

Bei GoG mag ich diese Option auch ^^ Mein innerer Monk liebt es, den Betrag „glattzuziehen“, und die Preservation‑Spende ist dabei gleich sinnvoll angelegt.

So etwas könnte der Computerspielesammlung sicher helfen.
 
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Zensored schrieb:
Spiele sind Kultur und müssten dadurch logischerweise dazugehören.
Mit der Aussage wäre ich heute ganz vorsichtig. Vor gut 15 Jahren waren wir da auf einem sehr guten Weg, aber heute gibt es viele Spieler die genau das nicht mehr in Spielen haben wollen. Denn sobald kulturelle Themen behandelt werden wie: Politik, Krankheiten, Körperbilder, Religion oder Sexualität, ist der Aufschrei und die Ablehnung so groß, das man hier nicht mehr von Kultur sprechen kann, wenn man sämtliche kulturellen Themen ausklammert und nur die Themen zulässt, die man selber gut findet.
Entweder man beschäftigt sich mit allen kulturellen Themen oder man lässt es komplett, aber dann kann man auch nicht mehr von einem Kulturgut sprechen

Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass, funktioniert hier nicht. Entweder ganz oder garnicht.
 
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Kaum ist Deutschland aus der WM geflogen, werden aus den ganzen Bundestrainern nun wieder Soziologen und Wirtschaftswissenschaftler. :lol:

Spriti schrieb:
1,5 Mio in nicht mal 3 Jahren. Jede kleine Hutzelbude wäre froh auch nur Ansatzweise soviel Geld zu bekommen.
2 Enthusiasten und du kannst so ein Projekt damit 10 Jahre finanzieren.
Zensored schrieb:
ich könnte das wesentlich länger als 20 Jahre Finanzieren mit dem hergegebenen Geld.
Selbst wenn das Einpflegen eines Spiels im Schnitt nur 5 Minuten dauert, wäre man schon mit den vorhandenen 60.000 Titeln gute 2,5 Jahre Vollzeit dabei.

Miete, Wartung bzw. Instandhaltung, Infrastruktur, Akquise, Lizenzen, Marketing, Verwaltung und ähnliches fallen auch nicht vom Himmel.

Oder wie genau stellt ihr euch das vor? Images bei Google Drive hosten und Cartridges kommen in den Keller? :lol:
 
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estros schrieb:
Bei den Kosten hätte ich es auch gestoppt. Ist doch Wahnsinn, warum wir Steuerzahler Millionen zahlen sollen.
Finde ich aber immernoch besser Investiert, als in Politiker Karren, Fahrdienst etc🤔
 
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Crifty schrieb:
Mit der Aussage wäre ich heute ganz vorsichtig. Denn sobald kulturelle Themen behandelt werden"", ist der Aufschrei und die Ablehnung so groß, das man hier nicht mehr von Kultur sprechen kann, wenn man sämtliche kulturellen Themen ausklammert und nur die Themen zulässt, die man selber gut findet.
Entweder man beschäftigt sich mit allen kulturellen Themen oder man lässt es komplett, aber dann kann man auch nicht mehr von einem Kulturgut sprechen
Empörungsmarketing/Outrage Marketing ist seit 1997 mit Rockstar Games und PR Experte Max Clifford eine bekannte Praxis.

Empörungsmarketing (auch und insbesondere außerhalb des direkten Einflussbereichs der Kulturschaffenden) als Grund vorzuschieben um Videospielen den Kultursiegel aberkennen zu wollen lässt tief blicken, denke mal ich verstehe dich da falsch. Ein ausklammern sämtlicher kulturellen Themen kann ich bei Videospielen nicht erkennen. Eventuell hast du da mehr infos.

Bright0001 schrieb:
Oder wie genau stellt ihr euch das vor? Images bei Google Drive hosten und Cartridges kommen in den Keller? :lol:
Wenn schon (Un)lustig dann Raspberry Pi als Server und Cartridges kommen ins Kölner Stadtarchiv, rückwirkend bis zum 02.März 2009 bitte alles einlagern.

Bright0001 schrieb:
Selbst wenn das Einpflegen eines Spiels im Schnitt nur 5 Minuten dauert, wären man schon mit den vorhandenen 60.000 Titeln gute 2,5 Jahre Vollzeit dabei.
das kostet bei dir 1,5M€? Das ICS hatte von 2023-2026 soviel zur Verfügung.
 
Was ich mich immer Frage. Wie würde man Games auf Disc überhaupt archivieren? Die halten ja keine 50 Jahre. Man müsste ja erstmal mühseelig Images erstmal von denen ziehen, aber so mit Kopierschutz das diese laufen. Und wie macht man es bei den Games die es nur bei Steam gibt? Oder wie macht man es bei Games von PS5 Zeiten? Da viele Games nicht vollständig auf Disc sind sondern Downloads benötigen. Oder manche Spiele die ihre Patches brauchen. 🤔

Also alles was so ab ende 90ziger bis heute ist ultra schwer zu Archivieren, das es auch mehr als 50 Jahre benutzbar ist.

Da sind denke ich die alten Konsolen wo alles noch Cardrigtes war haltbarer, weil was soll an so IC-Chips kaputt gehen? Maximal konendastoren oder Speicherbatterien.

Ich selbst habe viele Games von meiner Kindheit bis aktuell. Denke die Gameboy spiele werden mich locker überleben, aber den Disc bin ich gespannt wann die ersten nicht mehr funktionieren. Bei DVD/Bluray Filmen habe ich schon alles Digitalisiert und da habe ich festgestellt das mir schon einige Blurays und DVDs schon gestorben sind.

Von daher kann ich mir schon vorstellen das es ziemlich teuer ist. 60.000 Games ist schon eine Hausnummer ich komme gerade mal auf 311 physische Games von Gamboy bis PS5/Switch2.

Glaube manche ist nicht klar wie aufwendig das ist. Wenn man es richtig machen will muss man auch die ganzen Anleitungen. Papkartons usw. Digitalisieren und dann Archivieren. Und archivieren heißt nicht einfach in den Keller im Umzugskarton werfen.
 
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Zensored schrieb:
Empörungsmarketing (auch und insbesondere außerhalb des direkten Einflussbereichs der Kulturschaffenden) als Grund vorzuschieben um Videospielen den Kultursiegel aberkennen zu wollen lässt tief blicken, denke mal ich verstehe dich da falsch. Ein ausklammern sämtlicher kulturellen Themen kann ich bei Videospielen nicht erkennen. Eventuell hast du da mehr infos.
Oh da verstehst du mich vielleicht falsch, Mir geht es darum, du kannst etwas nicht mit einem „Kultursiegel“ versehen, wenn du nicht das ganze Spektrum an Kultur zulässt. Aber genau da sind wir heute, passt das kulturelle Thema nicht, wird ganz schnell der Shitstorm im Internet entfesselt und das Thema totgemacht. Kultur ist kein Süßigkeitenladen wo man sich nur das rausnimmt was einem genehm ist.
Solange aber Spieler genau auf so einer Welle reiten, solange sind Spiele nur Industrieprodukte die weit hinter Filmen und Musik in ihrer Daseinsberechtigung sind. Denn Filme und auch Musik sind hier wirklich kulturell weiter.
 
Zensored schrieb:
In Deutschland regelt das Gesetz über die deutsche Nationalbibliothek die Archivierung aller seit 1913 jemals im Staatsgebiet herausgegebenen Bücher, Filme und Musikstücke.
Keine Filme. Spielfilme sind ausdrücklich ausgeschlossen.
 
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Es wird auch in DE soviel Geld verpulvert…
interessant das dann bei dem bisschen diskutiert wird.
Dürfte aber auch daran liegen das der Staat selber(egal welcher in Eur) technologisch soweit hinter her ist… die Entscheidungsträger verstehen oft gar nicht um was es geht da für sie noch Fax „state of the art“ ist.
 
Und wieder hat Berlin 1,5Mio versenkt. Danke an den Tennis Spieler..m
 
Bright0001 schrieb:
Kaum ist Deutschland aus der WM geflogen, werden aus den ganzen Bundestrainern nun wieder Soziologen und Wirtschaftswissenschaftler. :lol:



Selbst wenn das Einpflegen eines Spiels im Schnitt nur 5 Minuten dauert, wären man schon mit den vorhandenen 60.000 Titeln gute 2,5 Jahre Vollzeit dabei.

Miete, Wartung bzw. Instandhaltung, Infrastruktur, Akquise, Lizenzen, Marketing, Verwaltung und ähnliches fallen auch nicht vom Himmel.

Oder wie genau stellt ihr euch das vor? Images bei Google Drive hosten und Cartridges kommen in den Keller? :lol:
Ja und? Die haben für 3 Jahre 1,5M Förderung kassiert, das sind knapp 40k pro Monat. Es ist schon fragwürdig, wo das ganze Geld hingeht.
 
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Zensored schrieb:
Meine Vermutung ohne die Finanzen zu wissen, die haben die Spiele für Vollpreis gekauft.
Es wurde doch gesagt, das die Spiele z.B. aus den Beständen der USK oder einem Museum kamen ich glaube nicht, dass dafür gezahlt wurde.
 
Wie sieht das eigentlich rechtlich aus? Beim Digitalisieren müsste ja der Kopierschutz umgangen werden und es würde eine illegale Kopie entstehen oder sehe ich das falsch? Ebenso lassen sich heutige Spiele mit Onlinezwang usw. kaum archivieren.

Hier sollte man evtl. einmal international eine rechtlich sichere Lösung finden und jedes neue Spiel sollte an einem zentralen Punkt (mit Backup) vom "Inverkehrbringer" in einem dauerhaft spielbaren Zustand und mit Zusicherung der Rechte auf alle Zeit in digitaler Form "abgegeben" werden.
Außerdem sollten die Spiele natürlich auch (digital) verliehen werden können, sie sollte ja schließlich für die Nachwelt erlebbar sein.

Ansonsten gibt es ja viele private Museen/ Sammelstellen auf der ganzen Welt.
Fraglich ist hier wirklich ob hier jedes Land Milliarden in die Katalogisierung und Aufbewahrung von Spielen ausgeben sollte.
 
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Wilfriede schrieb:
Warum? Macht doch keinen Sinn^^ Klar wird es Retro auch in 30 Jahren noch geben.
Gibt halt immer weniger Spiele, die offline noch funktionieren bzw. von denen du überhaupt noch offline Kopien erstellen kannst.
 
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Manegarm schrieb:
Wenn die CDs irgendwann nicht mehr gehen ist es für immer verloren. Nicht dass ich das noch mal spielen wollen würde, aber es ist Kultur und Geschichte.
Es sind ja nicht nur die Datenträger selbst. Du brauchst ja auch die Hardware auf der das Zeug überhaupt läuft. Und dann brauchst du natürlich auch das Wissen wie das alles funktioniert.

Wer, außer ein paar Enthusiasten und denen die damals selbst dabei waren, weiß denn noch wie ein Amiga oder Atari funktioniert? Wer weiß heute noch was SCSI ist und wie es funktioniert? Ich behaupte mal, daß die meisten die Schnittstelle einer alten MFM-Festplatte nicht einmal mehr erkennen würden, geschweige denn wüssten wie man so eine Festplatte (vorausgesetzt sie funktioniert noch) zum laufen bekommt. Und dann gibt es ja noch die ganzen Konsolen. Es sei denn wir vergessen die Hardware und machen alles mit Emulatoren.

Leider ist es halt nicht damit getan die Datenträger irgendwo in eine Vitrine zu packen. Jedenfalls nicht wenn die Nachwelt auch noch was davon haben soll.
 
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Chilisidian schrieb:
das sind knapp 40k pro Monat. Es ist schon fragwürdig, wo das ganze Geld hingeht.
Menschen, vor allem Wissenschaftler, haben dafür Vollzeit gearbeitet.

Aber deine Atbeit ist sicher wichtiger und mehr wert, ja ja ja
 
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