News Flexible Solarzellen aus Siliziumdrähten

BlueWolf schrieb:
Skuzzle schrieb:
hab ich das richtig verstanden das die Dinger einen Wirkungsgrad von um die 80% haben? Das wäre ja eine enorme Steigerung gegenüber heutigen Solarzellen.
Ja das stimmt, Aktuelle Solarzellen schaffen es nicht Das Gesamte Licht in Strom umzuwandeln.
Hätte nicht gedacht das nach Jahrzehnten der Erfindung der ersten Solarzelle so schnell eine Neuere Bessere Version dieser entwickelt wurde.
Also: Skuzzle, du hast das falsch verstanden. Die Solarzellen haben keinen Wirkungsgrad von 80%. Der momentane Weltrekord von Solarzellen liegt bei ca 45%.
BlueWolf, so schnell geht es leider auch nicht.

Fatal!ty Str!ke schrieb:
Hab letztens ne Doku auf Phoenix geseehen. Das Jahr 2050 oder so ähnlich.

Da wurde auch an Solarzellen geforscht und sie glaubten, dass man es mit viel Glück bis zum Jahr 2050 schaffen könnte, 85% des Lichts in Energie zu verwandeln. Jetzt, nichtmal ne Woche Später lese ich diese News...

Unglaublich! :eek:
Also, ich persönlich bezweifle etwas dass man es bis 2050 schafft, Solarzellen mit 85% Wirkungsgrad für den Massenmarkt produzieren zu können. Wie schon oft gesagt, ist nicht der Wirkungsgrad entscheidend, sondern die Kosten pro Watt.

Sejaar schrieb:
wenn du die mögliche leistung, die einstrahlt, mit der, die am ende rauskommt, dann schon. allein der verlust der durch kupferdrähte kommt ist nicht gerade gering.

muss zugeben, dass mich der wikipediaartikel mich etwas verwirrt, da dort in der tat von 85% wikrungsgrad gesprochen wird, welcher sich durch P_elektrisch/P_licht berechnet wird. kann mir das persönlich nicht vorstellen, da ich meine im physikunterricht gelernt zu haben, dass das theoretische maximum einer silizium-solarzelle bei ca. 40% liegt(?). man möge mich berichtigen wenn ich falsch liege. wäre schon wenn sich mal einer äußert, der das evtl. studiert hat.
Ich hab sowas in die Richtung studiert... darum versuche ich auch verzweifelt, die ganzen Fehlinfos zu korrigieren, aber es werden hartnäckig immer wieder neue geschrieben ;).

Es ist so, dass 85% der sogenannte thermodynamische Grenzwirkungsgrad ist. D.h. wenn alle Energie, die von der Sonne kommt genutzt werden könnte. 100% Effizienz ist nicht möglich, weil ein Körper immer wieder auch Energie abstrahlt. Man müsste dann so einen Konzentrator bauen, dass die Solarzelle nur noch die Sonne sieht und keinen kalten Weltraum, wo sie ihre Energie hinstrahlen könnte. Wenn man diesen Konzentrator bauen könnte, würde die SZ so heiß wie die Sonnenoberfläche werden, und selbst dann würde sie noch an die Sonne Energie abstrahlen. Wenn die Sonne eine Punktförmige Energiequelle wäre, was sie nich ist, dann wäre theoretisch ein höherer Wirkungsgrad möglich (soweit ich das verstanden habe).

florian. schrieb:
Da gefallen mir die Solarthermie Kraftwerke um einiges Besser.
+Billiger + Effizienter
Du hast recht, dass sie Solarzellen leider noch nicht selbst tragen... Sie halten ja auch keine 80 Jahre. Wenn der Strompreis steigt, kann sich das aber auch schnell ändern. Außerdem gab es ich glaube sogar schon 2008 im Sommer in Spanien Zeiten zu denen Solarstrom billiger produziert werden konnte als er an der Börse gehandelt wurde.

Effizienter sind Solarthermiekraftwerke übrigens nicht unbedingt. Sie haben aber andere Vorteile. Da Wärme produziert wird, ist es möglich, diese in Wärmespeichern zu speichern und dann bei Bedarf zur Verfügung stellen zu können.
 
Pedim²: Die Induktionsautos kannst du vergessen. Die Umsetzung der Idee wird solange nicht kommen. Es gibt einfach keine Möglichkeit festzustellen, wer wie viel Energie verbraucht hat -> Jeder fährt 100km zahlt für 1km.

florian.: Bezüglich der Solarthermie Kraftwerken gebe ich dir völlig recht. Sie sind Effizienter und Billiger, aber nicht überall anwendbar. Nicht jeder hat bei sich im Keller eine Turbine die für die Stromerzeugen benötigt wird. Dezentrale Stromversorgung ist das Thema.

Klar hat der Leistungswiderstand was mit der Effizienz zu tun. Je mehr Leistung an Widerständen in Form von Wärme abfällt um so geringer ist
Stromausschöpfung.

btt: Ich finde es momentan nur Schade, das die Kreativität der Forscher, sich von der ebenen (simplen) ebenen Fläche auf Effizientere und Ressourcensparende "Berglandschaften" umzustellen nicht gewürdigt wird.
Es ist nicht schwer ein Schwarzseher sein, aber leider bringt es die Menschheit kein Schritt weiter.
 
Zuletzt bearbeitet:
drago-museweni schrieb:
Das finde ich super da musste sich auch was tun da die jetzigen Solarzellen nicht wirklich effektiv sind, bin mal gespannt wie viel Leistung dann ein solches neues Panel haben wird, und vor allem wie der Preis aussieht sollte doch günstiger werden.
Es ist wirklich relativ egal, wie effizient die Solarzellen sind. Und so schlecht sind sie übrigens auch gar nicht. Sie sind nur einfach noch zu teuer.
Ergänzung ()

Die Fi schrieb:
florian.: Bezüglich der Solarthermie Kraftwerken gebe ich dir völlig recht. Sie sind Effizienter und Billiger, aber nicht überall anwendbar.
Richtig, nicht überall anwendbar... effizienter sind sie aber nicht.

Die Fi schrieb:
btt: Ich finde es momentan nur Schade, das die Kreativität der Forscher, sich von der ebenen (simplen) ebenen Fläche auf Effizientere und Ressourcensparende "Berglandschaften" umzustellen nicht gewürdigt wird.
Es ist nicht schwer ein Schwarzseher sein, aber leider bringt es die Menschheit kein Schritt weiter.
Was meinst du damit? Also, mit Berglandschaften?
 
Die Fi schrieb:
Nicht jeder hat bei sich im Keller eine Turbine die für die Stromerzeugen benötigt wird. Dezentrale Stromversorgung ist das Thema.
Ist es wirklich Nötig das jeder Strom erzeugt?
was ist an großen Kraftwerken schlecht?

Bei Dezentraler Stromversorgern bekommst du ein Problem mit der Über/Unterproduktion.
es ist also alles nicht so leicht wie manche denken.


Klar hat der Leistungswiderstand was mit der Effizienz zu tun.
Der Leitungswiderstand innerhalb einer Solarzelle ist doch mehr als gering.
ich würde sogar soweit gehen das man ihn komplett vernachlässigen kann.
zumal er bei Bisherigen Solarzellen in selber höhe vorhanden ist.

OKJ schrieb:
Richtig, nicht überall anwendbar... effizienter sind sie aber nicht.
Gut, Effizienter sind sie nicht, aber billiger pro Watt.
für das Selbe Geld bekommt man mehr Leistung.
Die Effizienz pro Geld ist also höher ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
silent-efficiency schrieb:
"beckenrandschwi" hat doch schon richtig gesagt, dass es nicht 80 Prozent Wirkungsgrad sind und auch erklärt auf was sich die 80 Prozent beziehen! Wieso plappert ihr weiter was von 80 Prozent Wirkungsgrad?
(und das ist auch nur eine rhetorische Frage)

Es gibt allgemein schon Pläne die Ökonetze in der EU zusammen zu schließen um die Länder mit der überschüssigen Energie zu speisen die ja tag täglich aufkommt.

Dr.Vojtech schrieb:
Auch diese Solarzelle hat wie jede andere Silizium Solarzelle maximal 25% Wirkungsgrad. Physikalisch ist sowieso nicht mehr als 45% möglich bei einer reinen Si-SZ.

Bei der aktuellen Forschung in Sachen Si-SZ wird eine Steigerung des Wirkungsgrades in den nächsten Jahren um 2-3% angepeilt. Es hat schon einen Grund, warum hier nur von der Lichtabsorption usw. und nicht vom Wirkungsgrad die Rede ist ;)

Trotzdem wäre ein - wenn auch theoretischer - effektiver Leistungsvergleich bei gleicher Fläche nicht schlecht damit man in etwa abwägen kann (als Laie) wie viel Mehrleistung dabei nun herum kommt.

Ansonsten natürlich eine schöne Entwicklung, nur schade das man nicht schon Jahrzehnte früher in diese Richtung entwickelt hat dann sähe unser Leben heute sicherlich anders aus.
 
Hallo,

ich habe gerade mit einen Kommiliton über diesen Artikel diskutiert. Ich glaube nicht, dass diese Solarzelle einen Wirkungsgrad von 85% hat. Dies wäre nur möglich, wenn man Solarzellen mit Quantenpunkten, die das gesamte Lichtspektrum abdecken, bauen würde. Siliziumzellen verwenden nur einen Teil des Sonnenlichts und zwar den Teil, der in der Nähe des Infrarots liegt.

Die Absorptionsrate des gesamten einfallenden Lichts beträgt 85 Prozent, bei einer einzelnen Wellenlänge sind es sogar 96 Prozent.

Deshalb kann dies wohl kaum stimmen. Anderesseits wird in der Zelle ein durchlässiges Material verwendet, diese können die Wellenlängen des Lichts verändern und so könnte mehr auf dem Spektrum gewonnen werden -dazu noch die Reflektion - dann könnte der Wirkungsgrad sicher steigen - aber nie auf 85%. Wenn wir das erreicht hätten, könnte die Kohle- und Gaslobby sich einsargen lassen.

Dazu kommt auch noch, dass Polymere auf Erdöl ergestellt werden, was nicht ganz toll ist, denn so bleibt man abhängig vom Erdöl.

Hier ein Beitrag zur Solarzelle der Zukunft: 2057 Teil 3.1
 
Zuletzt bearbeitet:
florian. schrieb:
Bei Dezentraler Stromversorgern bekommst du ein Problem mit der Über/Unterproduktion.
es ist also alles nicht so leicht wie manche denken.
Naja, das Problem haste bei zentraler Versorgung aber auch. Und regeln kann man viele kleine sicher auch.
florian. schrieb:
Der Leitungswiderstand innerhalb einer Solarzelle ist doch mehr als gering.ich würde sogar soweit gehen das man ihn komplett vernachlässigen kann.
zumal er bei Bisherigen Solarzellen in selber höhe vorhanden ist.
Das stimmt so nicht. Der Serienwiderstand gerade bei den fertigen Modulen ist durchaus noch ein Verlustmechanismus. Vernachlässigen kann man den leider noch nicht.

Dr.Vojtech schrieb:
Auch diese Solarzelle hat wie jede andere Silizium Solarzelle maximal 25% Wirkungsgrad. Physikalisch ist sowieso nicht mehr als 45% möglich bei einer reinen Si-SZ.
Der maximal mögliche Wirkungsgrad einer reinen Silizium Solarzelle ist 29%, nicht 45%.
Ergänzung ()

Spock55000 schrieb:
ich habe gerade mit einen Kommiliton über diesen Artikel diskutiert. Ich glaube nicht, dass diese Solarzelle einen Wirkungsgrad von 85% hat. Dies wäre nur möglich, wenn man Solarzellen mit Quantenpunkten, die das gesamte Lichtspektrum abdecken, bauen würde. Siliziumzellen verwenden nur einen Teil des Sonnenlichts und zwar den Teil, der in der Nähe des Infrarots liegt.
Nee... Si-Solarzellen absorbieren das Sonnenlicht bis hin zu Wellenlängen von etwa 1100nm (das ist nahes Infrarot). Alles was länger ist wird nicht absorbiert. Aber alles was darunter liegt, also rotes, grünes und auch blaues Licht, sowie UV wird ganz wunderbar absorbiert. Nur dass die zusätzliche Energie, die diese Photonen gegenüber den roten haben, nicht genutzt werden kann, sondern lediglich die Solarzelle erwärmt.
 
Zuletzt bearbeitet:
OJK schrieb:
Es ist wirklich relativ egal, wie effizient die Solarzellen sind. Und so schlecht sind sie übrigens auch gar nicht. Sie sind nur einfach noch zu teuer.
Ergänzung ()

Richtig, nicht überall anwendbar... effizienter sind sie aber nicht.

Ok, sry hab mich von meinem Physiklehrer verar... lassen. Hab jetzt auch nachlesen können, dass sie einen Wirkungsgrad von ca. 14% haben.

2007 ging das Nevada Solar One in Boulder City/Nevada mit einer Leistung von 64 MW und einem Wirkungsgrad von 14 Prozent ans Netz.


OJK schrieb:
Was meinst du damit? Also, mit Berglandschaften?

Die einzelnen Röhren und Kügelchen halt ^^, also zu der üblichen Fläche kommt noch in die Tiefe hinzu, welches eben die so hohe Absorptionsgrade ermöglicht.
 
Die Fi schrieb:
Die einzelnen Röhren und Kügelchen halt ^^, also zu der üblichen Fläche kommt noch in die Tiefe hinzu, welches eben die so hohe Absorptionsgrade ermöglicht.

Ja... das Problem dabei ist, dass man auch viel mehr Fläche passivieren muss. Also dafür sorgen muss, dass die generierten Ladungsträger-Paare nicht wieder rekombinieren. Man kann auch normale Waferobeflächen so strukturieren und beschichten, dass ziemlich viel Licht absorbiert werden kann.
 
in fünf Jahren haben unsere Jack Wolfskin Jacken austauschbare Solarpanels hinten drauf. Fände es gut! ein schöner Handylader
 
OJK hier ein Link: http://www.tu-harburg.de/et3/students/Skripte_ws09_10/V712_10_2009.pdf

Hier kannst du auf Seite 15 erkennen welche Wellenlänger von einer SI Zelle absorbiert werden.
also rotes, grünes und auch blaues Licht, sowie UV wird ganz wunderbar absorbiert. Nur dass die zusätzliche Energie, die diese Photonen gegenüber den roten haben, nicht genutzt werden kann, sondern lediglich die ...

Argh! Genau das meinte ich doch. Ich kann auch sagen "Mein Panel absobiert fast alles, nur wird nur ein kleiner Teil in Strom umgewandelt." Die SI Zelle nutzt nur einen bereich des Spektrum aus, um daraus Strom zugewinnen - daraum geht es mir! Die Wärme habe ich garnicht betrachten wollen, denn die kannst du ja so nicht direkt nutzen.

Deshalb meine ich auch, dass diese Solarzelle hier, niemals einen Wirkungsgrad von 85% haben kann.
 
CB_KeinNameFrei schrieb:
Wow. Reguläre Dünnschicht-Solarzellen haben (wenn ich mich nicht irre) eine Umwandlungseffizienz von vielleicht 20%. Und diese Technologie verspricht mindestens eine Verdreifachung, bei gleichzeitiger Senkung der Material- und Produktionsprozesskosten.

Das ist ziemlich heftig... wenn die das tatsächlich zur Serienreife bringen, dann steht der Solartechnik ein neuer Frühling ins Haus.

Also der Weltweite Markführer von Dünnschichtmodulen hat derzeit 11,1% Effizienz ;) 20 wären enorm.

Der Preis für ein Solches Modul wird jedoch bei mindestens 5-6 Dollar Pro Watt liegen, was wiederum viel zu hoch ist.

Und wieso 2. Frühling? die Solartechnik brummt nach wie vor, auch wenn es nichtmehr so viele Produzenten gibt wegen der Wirtschaftskriese.
Die Firma für dich ich arbeite ist bis Mitte 2015 schon Ausgebucht ;)
 
Ich habe lange überlegt ob ich überhaupt schreiben soll, aber bei so viel bullsh*t muss ich einfach etwas sagen. Vorneweg ich studiere Energietechnik, meine Meinung überschneidet sich zu 80% mit den Kommilitonen und den Profs, auch entschuldige ich mich im Vorfeld für die direkte, harsche Wortwahl.
Regenerative Energien sind der größte Mist überhaupt, sind weder umweltfreundlich, noch sparen sie Co2 (Co2-Lüge mal außen vor), noch amortisieren sie sich jemals, noch ist es die Zukunft. Davon ausgenommen ist Wasserkraft, das ist wirklich eine wunderbare Sache ohne Haken, und der größte Haken bei Wind- und Solarkraft ist nun mal die fehlende Verfügbarkeit, es ist nämlich herzlich egal welcher Wirkungsgrad vorliegt, wenn ich keine verlässliche Verfügbarkeit habe, ist es auch ziemlich egal wie viel Strom eine Anlage liefert. Dies wird natürlich in keine Energiebilanz eingebaut. Denn das Stromnetz verträgt keine Schwankungen, das Stromnetz verträgt es schon nur unsere Geräte nicht. Wenn wir alle gleichzeitig den Strom komplett ausmachen, brennen überall die Wandler durch und ein paar Kraftwerke gleich mit. Gleichmäßige Last, zur Not vorhersehbare Änderungen, nur so kann unser Elektizitätszeitalter funktionieren. Die Wind- und Solarkraft braucht mehrere Puffer: kurzfristig Kondensatoren, mittelfristig Batterien und schließlich Generatoren (meist Dieselgeneratoren). Stellt euch mal vor wir sind komplett auf Solar umgestellt, eine Woche lang prasselt die Sonne auf Deutschland, nächste Woche ist es finster. Wie soll die einwandfreie Versorgung stattfinden? Evtl. mit Puffern, nur wie sollen Sie dimensioniert werden? Komuliert man auf ein Monat, ein Jahr oder gar 10 Jahre (nicht jedes Jahr ist gleich, und die natürliche Klimawandlung haben wir auch noch) ? Es entbehrt jeglicher Vorstellungskraft welche Ressourcen aufgebracht werden müssen. Es sind solche riesigen Mengen - über Jahre - an Strom alleine beim Produzieren notwendig, dass man mehrere Atommeiler bauen müsste, damit der Strom beim täglichen Leben nicht fehlt. Es wäre einfach absurd. Fragt jeden Fachkundigen in dem Gebiet, ein jeder wird bestätigen (es sein denn er verdient sein Brot damit), dass die "Regenerative Energie" keine Wh und kein Gramm CO2 eigespart hat oder je wird einsparen können. Es ist eine Sackgasse. Der einzige Grund warum das so gepusht wird: Enorme Gewinne, Subventionen (die unseren Strom künstlich teuerer machen), eine riesige Industrie (Arbeitsplätze) die davon lebt, Beruhigung des Gewissens der Bevölkerung (man tut ja was Gutes) Geltungsdrang etc. Unglaublich krank wenn man dahinterkommt, aber wer schlachtet schon die heilige Kuh? Zwar sehe ich schon die Steine der grünen Gutmenschen in meine Richtung fliegen, so sieht es aber traurigerweise aus. Beschäftigt euch mit dem Thema und ihr bekommt die selbe Einsicht.

So jetzt aber was direktes zum Thema:

der maximal mögliche Wirkungsgrad bei PV liegt bei etwa η= 0,46 durch den Innenwiderstand der Zelle findet eine Leistungsanpassung statt, welche die Nutzleitung im günstigsten Fall halbiert.
Auch verliert die Zelle über die Zeit an Effizienz, nach 10 Jahren schäft keine mehr als 0,05
 
Zuletzt bearbeitet:
Spock55000 schrieb:
Argh! Genau das meinte ich doch. Ich kann auch sagen "Mein Panel absobiert fast alles, nur wird nur ein kleiner Teil in Strom umgewandelt." Die SI Zelle nutzt nur einen bereich des Spektrum aus, um daraus Strom zugewinnen - daraum geht es mir!
Ok, ich glaube, ich weiß was du meinst. Wenn man ganz genau ist, stimmt das allerdings so auch nicht ganz und hier eine Menge Mist geschrieben wird, hab ich auch erstmal widersprochen.
Etwas ungünstig formuliert hast dus aber immer noch, denn: Eine Si-SZ nutzt den gesamten Bereich des Spektrums mit Wellenlängen kleiner 1100nm aus, um daraus Strom zu gewinnen. Nur leider wird eben die Energie "verschenkt", die Photonen mit einer Energie größer der Bandlücke von Si (ca 1100nm) haben.
Ergänzung ()

Booby schrieb:
Vorneweg ich studiere Energietechnik, meine Meinung überschneidet sich zu 80% mit den Kommilitonen und den Profs, auch entschuldige ich mich im Vorfeld für die direkte, harsche Wortwahl.
Regenerative Energien sind der größte Mist überhaupt, sind weder umweltfreundlich, noch sparen sie Co2 (Co2-Lüge mal außen vor), noch amortisieren sie sich jemals, noch ist es die Zukunft. Davon ausgenommen ist Wasserkraft, das ist wirklich eine wunderbare Sache ohne Haken, und der größte Haken bei Wind- und Solarkraft ist nun mal die fehlende Verfügbarkeit, es ist nämlich herzlich egal welcher Wirkungsgrad vorliegt, wenn ich keine verlässliche Verfügbarkeit habe, ist es auch ziemlich egal wie viel Strom eine Anlage liefert. Dies wird natürlich in keine Energiebilanz eingebaut. Denn das Stromnetz verträgt keine Schwankungen, das Stromnetz verträgt es schon nur unsere Geräte nicht. Wenn wir alle gleichzeitig den Strom komplett ausmachen, brennen überall die Wandler durch und ein paar Kraftwerke gleich mit. Gleichmäßige Last, zur Not vorhersehbare Änderungen, nur so kann unser Elektizitätszeitalter funktionieren. Die Wind- und Solarkraft braucht mehrere Puffer: kurzfristig Kondensatoren, mittelfristig Batterien und schließlich Generatoren (meist Dieselgeneratoren). Stellt euch mal vor wir sind komplett auf Solar umgestellt, eine Woche lang prasselt die Sonne auf Deutschland, nächste Woche ist es finster. Wie soll die einwandfreie Versorgung stattfinden? Evtl. mit Puffern, nur wie sollen Sie dimensioniert werden? Komuliert man auf ein Monat, ein Jahr oder gar 10 Jahre (nicht jedes Jahr ist gleich, und die natürliche Klimawandlung haben wir auch noch) ? Es entbehrt jeglicher Vorstellungskraft welche Ressourcen aufgebracht werden müssen. Es sind solche riesigen Mengen - über Jahre - an Strom alleine beim Produzieren notwendig, dass man mehrere Atommeiler bauen müsste, damit der Strom beim täglichen Leben nicht fehlt. Es wäre einfach absurd. Fragt jeden Fachkundigen in dem Gebiet, ein jeder wird bestätigen (es sein denn er verdient sein Brot damit), dass die "Regenerative Energie" keine Wh und kein Gramm CO2 eigespart hat oder je wird einsparen können. Es ist eine Sackgasse. Der einzige Grund warum das so gepusht wird: Enorme Gewinne, Subventionen (die unseren Strom künstlich teuerer machen), eine riesige Industrie (Arbeitsplätze) die davon lebt, Beruhigung des Gewissens der Bevölkerung (man tut ja was Gutes) Geltungsdrang etc. Unglaublich krank wenn man dahinterkommt, aber wer schlachtet schon die heilige Kuh? Zwar sehe ich schon die Steine der grünen Gutmenschen in meine Richtung fliegen, so sieht es aber traurigerweise aus. Beschäftigt euch mit dem Thema und ihr bekommt die selbe Einsicht.
Du teilst die üblicher Ansicht der Vertreter der "Konventionellen Energien". Es stimmt natürlich, dass die mangelnde Vorhersagbarkeit die Technik vor neue Aufgaben stellt. Ich bin der Meinung, dass es wert ist und vor allem absolut sinnvoll, sich diesen Herausforderungen zu stellen.

Booby schrieb:
der maximal mögliche Wirkungsgrad bei PV liegt bei etwa η= 0,46 durch den Innenwiderstand der Zelle findet eine Leistungsanpassung statt, welche die Nutzleitung im günstigsten Fall halbiert.
Auch verliert die Zelle über die Zeit an Effizienz, nach 10 Jahren schäft keine mehr als 0,05

Das ist beides wiederum falsch. Ein Standardmodul wird mit einer Leistungsgarantie verkauft soweit ich weiß verpflichten sich die Modulhersteller, dass das Modul in 20 Jahren noch 80 % der am Anfang bereitgestellten Leistun (beim Standardtestbedingungen) bereitstellen kann.
Die Grenzwirkungsgrade haben nichts mit dem Innenwiderstand der Zelle zu tun. Und wie weiter oben schon geschrieben: es gibt bereits Solarzellen die 44% Wirkungsgrad haben. Sie bestehen aus drei Absorberschichten und verschenken damit weniger Energie der hochenergetischen Photonen als es die Standard-Si Zelle tut. Theoretisch kann man auch noch mehr als drei Schichten nehmen und dann wird auch der theoretische Wirkungsgrad höher.
 
Das ist beides wiederum falsch. Ein Standardmodul wird mit einer Leistungsgarantie verkauft soweit ich weiß verpflichten sich die Modulhersteller, dass das Modul in 20 Jahren noch 80 % der am Anfang bereitgestellten Leistun (beim Standardtestbedingungen) bereitstellen kann.
Absolut korrekt. :daumen: Zusätzlich wird auch noch 20Jahre auf Vergilbung gegeben. (letzten Sommer arbeitete ich 3 Monate bei einem Hersteller, der einen Teil von Solarpanelen produziert)

@Bobby
Grundlast, Spitzenlast...hast du diese beiden Begriffe schon gehört? Also lass dein Solarzellen Bashing.;)

Fragt jeden Fachkundigen in dem Gebiet, ein jeder wird bestätigen (es sein denn er verdient sein Brot damit), dass die "Regenerative Energie" keine Wh und kein Gramm CO2 eigespart hat oder je wird einsparen können.
Sorry, aber das ist kompletter Blödsinn. Windkraft amortisiert sich sehr schnell (energetisch sowie die Finanzierung selbst)
btw: Die Wasserkraft ist in Europa schon ziemlich bis ans Ende ausgeschöpft. 95% der Großprojekte und 65% der Kleinprojekte sind bereits realisiert. (leider habe ich keine genauen Zahlen mehr im Kopf aber in etwa so war es.)

Studierst du hier? http://www.tuwien.ac.at/lehre/masterstudien/elektrotechnik/masterstudium_energietechnik/
 
Oha, da wird ja fleissig Verwirrung gestiftet (mich selbst nicht ausgenommen in einem früheren Post...).

Aber danke OJK für deine Bemühungen die Sache ins rechte Licht zu rücken ;)

Was Booby eben gesagt hat, ist auch nicht zu vernachlässigen. Die möglichen Stromschwankungen durch jähe Verfügbarkeit wären auf jeden Fall ein Problem, das man in den Griff kriegen müsste. Bei der Solarthermie tritt das Problem ja nicht auf bzw. kann Kraftwerksintern gelöst werden. Die Solarthermiewerke sind sicher nichts Schlechtes, aber um diese in entsprechender Grösse und bei einer garantierten Verfügbarkeit bauen zu können (Wüste), ist der Transportweg ein noch grosses Problem, da die Verluste (noch) zu gross sind.

Idealerweise stelle ich mir Wasserkraft und Solarthermie (wo die Transportwege nicht abnormal lang sind) für die Spitzen und Fusion (sowie sie denn mal soweit ist) für die benötigte Bandernergie vor. Für Solar- und Windkraftwerke braucht es erstmal noch geeignete Speicher (vielleicht klappts mit dem Kreisel, aber da kenne ich mich zu wenig aus), die die Energie auch halten können.
 
Es war mir klar, dass ihr euch an Kleinigkeiten aufhängt, gegen die generelle Machbarkeit zwecks Verfügbarkeit kann man nicht argumentieren...

Immer schauen woher die ganzen Studien stammen!
Von Herstellern und Entwicklern von PV. All diese Werte stammen aus Hochrechnungen, keiner weiß wie sich moderne Zellen in 25 Jahren verhalten werden. All' die Werte der Labore sind schönwetter Traumwerte. In 25 Jahren wird man niemanden belangen können.

Amortisierung der Windkrafträder, dass ich net lache. Was nützt es mir wenn das Integral der Energie an einem schönwetter Windort über zwei Jahre für die Produktion des Windrates ausreicht, wenn ich zur Absicherung immer einen Dieselgenerator benötige, welcher anspringt, wenn man keinen Wind hat? Stauseen kann man bei solchen Dimensionen vergessen, nicht genug Wasser, nicht genug passenden Platz.
Nochmal, eine komplette Stromversorgung mit Wind- und Solarkraft ist nicht möglich, das ist Tatsache. Am meisten profitiert von den reg. Energien haben übrigens Firmen wie Exxon mobile, also jene die eigentlich vom Öl leben, denn den Mehrverbrauch für die Produktion eurer tollen Wind- und Solarkraft musste jemand bedienen.

Leider ist jegliche Argumentation, ein Kampf gegen Windmühlen (-räder) ;)
Gegen Ideologien helfen keine Fakten :)

In dem Sinne, tut weiterhin was vermeintlich Gutes, das hilft nur den Leuten die nutzbare Energie "herstellen"
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Problem der Energiespeicherung könnte gelöst werden indem man Wasserstoff durch Elektrolyse herstellt, wobei man als Stromquelle Solarstrom oder Windstrom verwendet. Dieser, ein in flüssiger Form leicht zu transportierender Energieträger, könnte das Erdgas bei der Wärmeerzeugung von Gebäuden ersetzen. Darüberhinaus könnte man mit wasserstoffbetriebenen Autos Ressourcen wie Öl einsparen und den Energieeigenbedarf von Gebäuden durch Brennstoffzellen bedienen.
Es ist klar, dass hierbei eine gewaltige Investitionsmenge vonnöten ist. Denn der Grund, weshalb Ideen und Innovationen scheitern, ist immer wieder das schöne Geld.
 
@Booby
Ich werde die Kritik versuchen mitzunehmen.
Auf Probleme folgen immer viele Lösungen und die werden wir finden.
Studiere Regenerative Energietechnik und stütze meine Erwartungen darauf.

Kritische Ansichten gehören immer dazu.
Mir fehlen einfach vergleichende Ökobilanzen, die aufzeigen, dass die Rechnung nicht aufgeht.

@Hypn0
Ich danke dir für den Anstoß in Richtung Wasserstoff, da wollen doch welche tatsächlich den Wirkungsgrad auf 100% bringen. Biomasse genauso.

Die Speicherung muss einfach gesteuert und organisiert werden, damit man das Netz effizient betreiben kann.

Wärme Energie brauchen wir ja auch noch. Zwar nicht mehr soviel durch Niedrigenergiehäuser, aber einen Brennstoff zum Heizen werden wir immer brauchen, außer der Wirkungsgrad für die elektrische Heizung steigt.
Ich erinnere mich nur an den grässlichen alten Boiler. Was für ein Energieschlund.
 
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