Sammelthread Fragen zu Motorrad und Moped (1. Beitrag beachten)

Die RS hat mWn Öhlins verbaut. Da sollte das mit dem Fahrwerk eigentlich passen. Ich bin nächste Woche in der Nähe von Schongau. Da steht beim Händler ne 24er Speed Twin 1200. Vielleicht nutze ich die Gunst der Stunde und fahre die ne Runde, sofern das kurzfristig möglich ist.
 
Huhu,
wie fährt bzw. bremst sich ein Moped mit diesem "Dual-CBS"? Speziell geht's um die X11. War wohl eine der Ersten mit diesem "Feature". Gewöhnt man sich da schnell dran?
Keine Ahnung, was die Hersteller sich dabei denken. Ich will mir eigentlich nicht reinpfuschen lassen, wie hart ich jetzt Vorder- und/oder Hinterradbremse betätige. Oder bringt's irgendwelche Vorteile, die mir jetzt nicht einfallen wollen? 🧐
 
Tonntonno schrieb:
https://de.wikipedia.org/wiki/Honda_CBS#Dual-CBS
Da wird ja mal die Funktionsweise erklärt. Fehler ist es sicher keiner, beim Auto bremst man ja auch nicht Vorder- und Hinterachse getrennt. Beim Motorrad hat man den Vorteil, mit der Hinterradbremse besser in die Kurve eintauchen zu können. Das gebremste Vorderrad stabilisiert dagegen wieder. Gesamt wirds mit erhöhter Bremswirkung (da mehr Auflagefläche verwendet wird) und besserer Dosierbarkeit begründet sein. Wie gesagt: beim Auto denkt man da gar nicht darüber nach, ob da jemand reinpfuscht.
 
Tonntonno schrieb:
Oder bringt's irgendwelche Vorteile, die mir jetzt nicht einfallen wollen?
Dir fallen da echt keinerlei Vorteile ein und du empfindest das als "reinpfuschen"? Bist du wirklich interessiert an der Frage? Denn es klingt eher danach, dass du deine Vorurteile hast und diese nur bestätigt sehen willst.

Der Vorteil ist, dass du wesentlich schneller und einfach besser bremsen kannst und dabei eine höhere Bremswirkung erreichst, vor allem in Schreck- und Stresssituationen. Denn was ist wahrscheinlicher in einer Schrecksekunde? Das du mit Hand und Fuß gleichzeitig ideal bremst, also Hand und Fuß gleichzeitig ideal unter Stress koordinierst oder ist wahrscheinlicher, dass dir das gelingt, wenn du nur die Hand nutzen müsstest?

Gegenfrage: Wann "pfuscht" dir das System denn dazwischen? Oder wann genau ist es von entscheidendem Vorteil, dass du gleichzeitig getrennt bremsen musst? Nur Hinterrad bremsen kannst du ja weiterhin.

Ich würde behaupten, mit dem System (was andere Hersteller inzwischen glaub auch alle verbauen) und ABS bremst selbst ein Profi in Gefahr Situationen auf Asphalt im Schnitt sicher und besser als manuell. Wichtig ist nur, dass man es ggf. deaktivieren kann, wenn man bewusst im Gelände mit losem Boden fährt, also insbesondere ABS.
 
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Habe das System mit ABS bei meiner Honda. Hat bei ner Gefahrenbremsung auf jeden Fall seinen Vorteil, denn ich hab dabei definitiv immer nur am Hebel gerissen ohne den Fuß zu nutzen und es war echt immer knapp. Wer weiß, wie es ohne mit-Bremsung der Fußbremse ausgegangen wäre.
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Wie lest ihr eure Motorräder aus?
Habe mir diesen Adapter bestellt, das soll mit Yamaha und Honda funktionieren. ODB2 Adapter hab ich von Vlinker für die Autos. Torque Pro und ein paar autospezifische Apps hab ich auch.

Hintergrund:
Bin gestern mit der Yamaha Mt07 (1. Gen, Euro3) meiner Frau gefahren und irgendwann aufm Rückweg ist die gelbe MKL angegangen. Müsste nach ner Dorfdurchfahrt gewesen sein, als es auf 70 ging oder noch knapp davor ausm Kreisel raus am Dorfende.
Bin danach bei der ersten besten Möglichkeit von der Straße und haben den Klassiker "turn it off and on again" probiert. MKL blieb an.
Gasannahme (logischerweise nur noch moderat gefahren) war normal und es fuhr sich "wie immer", wobei man das vorsichtige Fahren nur mitm Warmfahren vergleichen kann. Waren noch so 5km bis nach Hause und bin da auch nicht mehr über 4500-5000 U/min gefahren. Dürfte ja eher ein Sensor als was mechanisches sein, weils Fahren "normal" war. Das Adapterkabel kommt heute irgendwann an.

Wenn jemand einen Blick in seine Glaskugel werfen mag - immer gerne :)

Die KI Glaskugel hält die Lambdasonde für sehr wahrscheinlich, zudem wäre was mitm Gleichrichter und Drosselklappensensor/Ansauglufttemperatursensor möglich.
Das Kühlwasser ist im Dorf wieder über 90° gekommen und der Gleichrichter sitzt wohl irgendwo im Luftstrom, wird aber ordentlich heiß bei langsamer Geschwindigkeit und ist entsprechend alt - das MSG soll wohl sehr zickig sein, wenn die Spannung mal minimal nicht im Soll ist. Die beiden Stecker der Sensoren könnten aufgrund von Alter auch minimal korrodiert sein und/oder durch die Vibrationen vom Innerortsfahren den Kontakt unterbrechen.
Lambda wird für wahrscheinlich gehalten, weil die Sonde etwas rußig sein könnte (Alter, jahrelang wenig gefahren) und beim Innerortsverkehr muss die scheinbar extrem oft zwischen Mager und Fett regeln, was dann vl durch die mögliche Verrußung dem Steuergerät nicht schnell genug war. So nervig voll wie gestern war es auch schon lange nicht mehr in den Dörfern.
 
@Scheitel
Das kann alles und nichts sein da hilft nur an nen Tester.
Meine Streety hatte das nach dem Umbau auf die Lithium Batterie gemach und dann aber nach einigen Starts selbst zurückgesetzt.

Die Werkstatt hat nachdem ich zurück war nichts auslesen können weil die wohl nicht akute Fehler nach 10(?) starts selbst aus den Logs löscht.
 
Tonntonno schrieb:
Huhu,
wie fährt bzw. bremst sich ein Moped mit diesem "Dual-CBS"? Speziell geht's um die X11. War wohl eine der Ersten mit diesem "Feature". Gewöhnt man sich da schnell dran?
Kenne das System aus ner VFR. Funktioniert in meinen Augen beim Fahren unauffällig.

Hatte das aber auch mal an einer verranzten Karre zur Wartung. Da ist natürlich ein bisschen mehr dran zu tun. Der linke Sattel sitzt auf einer Kulisse, die drehbar am Gabelfuß gelagert ist und entsprechend den Bremszylinder für die hintere Bremse betätigt. Alles zusätzliche Fehlerquellen, entlüften ist mitunter trickreich, aber alles nix wildes.

Heute wird das bei modernen Fahrzeugen in der Regel über Software gelöst. Ist ja oft Technik von Bosch drin, da die im Prinzip auch nix anderes macht als E-Gas. Die Systeme nehmen Wünsche entgegen, gleichen das gegen die erkannte Fahrsituation ab und ändern die Wünsche ggf. ab.

Bei dem agrikulturell agierenden ABS der 13er Streety bin ich einer kontrollierten Bremsung 2-3m kürzer bei 0 km/h als mit dem ABS. Bei einer Schreckbremsung schaffe ich das schon nicht mehr zuverlässig.
Bei den aktuellen Systemen ist die Regelgüte im vergleich zu der alten Technik dramatisch besser.

@Scheitel Bei den alten Triumphs nehme ich TuneECU, die KTM schiebe ich aktuell noch in die Werkstatt. Da habe ich mich noch nicht mit beschäftigt was ich da brauche.
 
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Necrol schrieb:
Kenne das System aus ner VFR. Funktioniert in meinen Augen beim Fahren unauffällig.
Mir ging's vor allen Dingen darum, dass Motorräder - jedenfalls diese alten Karren, wie ich sie fahre bzw. gefahren habe - (Z1000 J3, 750er Bol d'Or u.s.w.) zum Aufrichten und zum Geradeauslauf neigen, wenn ich mit der Vorderradbremse in einer Kurve bremsen würde/müsste. Wenn man jetzt mit der X11 die Hinterradbremse betätigt, werden zwar nur 2 der 6 Kolben vorne aktiviert, aber es wird eben vorne (mit)gebremst.
Wenn man das, wie du schreibst vernachlässigen kann, dann weiß ich jetzt Bescheid und ich werde weiter über einen Kauf nachdenken. Die hat schon was, die X11, besonders für so Old-Naked-Bike-Lovers wie mich.
Danke dir.
 
Tonntonno schrieb:
jedenfalls diese alten Karren ... zum Aufrichten und zum Geradeauslauf neigen, wenn ich mit der Vorderradbremse in einer Kurve bremsen würde/müsste
Das machen grundsätzlich erstmal alle Motorräder, das ist dir schon bewusst...? :D
 
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Ich denke schon, denn deswegen möchte er ja lieber beide Bremsen unabhängig voneinander bedienen können.
 
Das System bremst auch nicht ohne Grund erst hinten und dann zeitlich verzögert vorne unterstützend. Denn dieses aufrichten macht nicht nur jedes Motorrad, es macht es grundsätzlich auch immer beim Bremsen. Zwar weniger stark wenn hinten gebremst wird, aber auch da. Und dann ist entscheidend, wo die Bremslast liegt und letztlich auch wo zuerst angebremst wird.

Das wissen aber auch Hondas Ingenieure, bzw. die der anderen Marken und deswegen werkelt das Ding auch so und „pfuscht“ da nicht rein.
 
So, morgen gehts mit meiner 2019er KTM 790 Adventure das erste mal zu unserem TÜV. Hab nix dran gemacht, mal sehen ob sie beim 1. Durchgang durch kommt oder ob er was findet :D Bei knapp 5.000km sollte eigentlich alles okay sein :D :D
 
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