Bericht „Gaming-Distribution“: CachyOS-Chefentwickler Peter Jung im Interview

JohnMcLane87 schrieb:
Was mir aber konkret noch fehlen würde, wäre aber eine Art "Systemreset"-Funktion, wenn man über denn USB Stick bootet. Es ist halt nervig, wenn man seinen Home Ordner verliert oder umständlich über ein Backup hin und her verschiebt.
Es wäre ein echter Gewinn in Sachen QoL, wenn die Live Version die systemrelevanten Dateien und Boot Konfigurationen im Zweifel "zurücksetzen" und damit wieder bootbar machen könnten.
Saublöde Frage aber was hindert dich daran die integrierte Snapshotfunktion zu nutzen? Das seh ich persönlich als bestes Merkmal. Vor jedem Update wird ein Snapshot angelegt und falls dann irgendwas nicht mehr funktioniert, lädst du halt den Stand von vor dem Update. Deine Nutzerdaten werden dabei, soweit ich weiß, ja nicht angefasst.
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CachyOS war und ist ein Hobby- und Lernprojekt.
Das hier ist der Grund warum ich das Projekt zwar im Auge behalte aber noch bissl abwarte. Aber gut, ich bin ja am Laptop auch mit Debian 12 unterwegs. Durch die Entwicklungen bei Flatpak, ist mein Bedarf nach einem aktuellen Unterbau nicht unbedingt vorhanden. Laufen muss das Zeug. :)
 
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JohnMcLane87 schrieb:
Ich bin auch ein motivierter Nutzer von CachyOS und benutze Windows gar nicht mehr.

Was mir aber konkret noch fehlen würde, wäre aber eine Art "Systemreset"-Funktion, wenn man über denn USB Stick bootet. Es ist halt nervig, wenn man seinen Home Ordner verliert oder umständlich über ein Backup hin und her verschiebt.
Es wäre ein echter Gewinn in Sachen QoL, wenn die Live Version die systemrelevanten Dateien und Boot Konfigurationen im Zweifel "zurücksetzen" und damit wieder bootbar machen könnten.

Falls es das schon gibt, gerne Infos an mich. Dann ist es ggf an mir vorbei gegangen.
Ist doch eine reine Einstellungssache. Ich habe das jetzt mit Ubuntu mehrfach durch. Einfach /home auf eine eigene Partition legen und diese dann bei einer Neuinstallation mit einbinden lassen, ohne sie zu formatieren. Mit Ubuntu geht sowas, und ich denke, mit CachyOS sollte das auch funktionieren. Man kann sogar ein System auf dem Stick so konfigurieren, auf /home auf dem internen Datenträger zuzugreifen.

Worauf man noch achten sollte dabei: Linux verwaltet seine Nutzer intern nicht nach Namen, sondern Nutzer-ID. Die wird einfach fortlaufend vergeben. Bei Einzelbenutzersystemen nicht weiter relevant. Aber wenn man ein Mehrbenutzersystem hat und /home in der neuen Installation nahtlos weiter nutzen will, sollte man die Nutzer in der gleichen Reihenfolge anlegen wie beim vorherigen System, damit sie die gleiche ID haben. Wenn sie dann noch den gleichen Nutzernamen und Passwort verwenden, klappt der Zugriff auf die jeweiligen Home-Laufwerke sofort. Wenn man da irgendwas verändert, muss man noch einiges zurecht basteln, damit die Benutzer wieder auf ihre Daten zugreifen können. Machbar ist aber auch das. Entweder ändert man nachträglich die User-IDs, oder man muss die Ordnerberechtigungen nochmal von Hand anpassen.
 
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Oftmals hat man es mit der Einstellung zu tun: „Wenn du mir nicht sofort hilfst, dann nutze ich dich nicht.“ Das mag ich nicht so gerne.
Das trifft es auch hier im Forum sehr oft.

Kaito Kariheddo schrieb:
Ich habe eine eigene ISO, die mir ein fertig konfiguriertes Arch Linux auf meinen Systemen installiert und damit habe ich alles, was ich brauche.
Dito. ;) Ist halt schön einfach. Installiert sich in 2-3 Minuten (local repo) selbst und man hat bereits alles konfiguriert.

Kaito Kariheddo schrieb:
Eine Umstellung auf CachyOS wäre zwar möglich, aber „never change a running system“
Meine Rede. :)
 
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Zumindest mal in die VM geworfen, um sich das anzuschauen.
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FrozenPie schrieb:
Ich warte eigentlich nur noch darauf, dass OpenZFS als Dateisystem inkl. "ZFS Boot Menu" als Bootloader im Installer endlich ausgereift bzw. enthalten ist.

Das wird wohl bei einer Rolling Distro nie kommen, solange OpenZFS out of tree ist - und das wird sich wohl aufgrund der Lizenzinkompatibilität nie ändern :/
Problem ist einfach, dass OpenZFS immer etwas braucht, bis es die neuesten Kernelversionen unterstützt. Wäre bei RR natürlich fatal, wenn der Kernel geupdated würde und der FS-Treiber für / nicht mehr ginge ;)
 
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Snoopmore schrieb:
Ausprobiert, Audio fürn popo

Wäre es möglich, diese vollkommen pauschale Falschausage mit irgendetwas Konkretem zu hinterlegen?
Was genau funktioniert denn nicht? Und mit welcher Hardware?

Ich z. B. habe zwei PCs mit CachyOS aufgesetzt. Die jeweiligen Mainboard-Chipsätze funktionierten immer sofort, ebenso Audio über HDMI mit Mehrkanal. Alle meine drahtlosen USB-Headsets (Audeze, SteelSeries, Turtle Beach) funktionieren, und auch das testweise angeschlossene USB-Soundinterface Focusrite Scarlet 4th Gen.

Allein das Umschalten der Samplefrequenz und der Bitrate geht nicht über GUI-Bordmittel.

Also: was hast Du für ein Problem?
 
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Termy schrieb:
Das wird wohl bei einer Rolling Distro nie kommen, solange OpenZFS out of tree ist - und das wird sich wohl aufgrund der Lizenzinkompatibilität nie ändern :/
OpenZFS ist bereits enthalten (gibt einen extra Kernel mit einkompiliertem DKMS) und der entsprechend angepasste Kernel hat auch einen eigenen Update Pfad. Es wird also nur der Kernel aktualisiert, wenn eine neue Version des Kernels mit ZFS-Modul vorhanden ist.
Nur die Konfiguration über den Installer ist quasi nicht möglich (außer halt Encryption ein oder aus). Ist also nur eine Beschränkung des Installers.

https://wiki.cachyos.org/de/installation/filesystem/#zfs
CachyOS stellt für jede Kernel-Version ein vorkompiliertes ZFS-Modul zur Verfügung.
 
Zuletzt bearbeitet:
FrozenPie schrieb:
gibt einen extra Kernel mit einkompiliertem DKMS
TIL - gut, wenn das Cachy-Team sich die Arbeit macht und man mit einer kleinen Verzögerung für neue Kernelversionen leben kann, dann ist meine Aussage natürlich hinfällig :D
 
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JohnMcLane87 schrieb:
Falls es das schon gibt, gerne Infos an mich. Dann ist es ggf an mir vorbei gegangen.

Bei Linux Mint macht das timeshift. Funktioniert 1A, durfte ich vor ein paar Tagen mal probieren, nachdem ich mit hilfe der AI mein System zerschossen hatte.

Und ich hab die AI noch darauf hingewiesen, weil ich wusste, dass das in die Hose geht 🤣 KI "nein nein, das funktioniert schon, das hat darauf keinen Einfluss" 🤣🤣🤣

Das eigentliche Problem war automatisches Entsperren des Standard-Schlüsselbundes, was mal Funktioniert bei Auto-Login und mal nicht. Und wenn nicht, dann probiert man verzweifelt 5000 Möglichkeiten druch, die alle nicht funktionieren. Man landet im Endeffekt bei Kennwort von Schlüsselbund entfernen, was die Sicherheit aber senkt. 🙄
 
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Mitte Dezember hab ichs auf einem alten NUC mit i3 5010U ausprobiert weil W11 mit all seinem Kram im Hintergrund die Maschine unbrauchbar machte, Ende Februar dann auf meinem Gaming-Rig. Und seit die Wine und Mesa Updates auch all meine Lieblingsspiele problemlos mit AntiCheat und FSR4 auf RDNA3 gangbar gemacht haben, hab ich W11 nicht mehr zu Gesicht bekommen.

Für den Anfang habe ich zuerst das CB Forum befragt und später dann LLMs genutzt weil es schneller und einfacher war als im Forum oder auf Discord nachzufragen und ich spezielle Wünsche habe.

CachyOS ist für mich ein super Eistieg zurück in die Linuxwelt.

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icetom schrieb:
ist Cachy nur für gamer interessant, oder läuft es auch genauso gut auf alter Hardware z.b. "Windows 7 Hardware"? Bräuchte eher was für einen alten "thin client pc" als Mediencenter am TV.
Auf alter Hardware würde ich kein "bleedging Edge" System laufen lassen, was vor allem den neuesten Shit unterstützt.

Da dürftest du bei anderen Distros besser aufgehoben sein.
 
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MojoMC schrieb:
Deshalb finde ich den Trend zu CachyOS negativ, aus einem ziemlich simplen, aber pragmatischen Grund: Es ist nur eine weitere Distro ohne echtes Alleinstellungsmerkmal, wie Dutzende andere Distributionen und Projekte auch. Diese Fragmentierung ist ein großes Hindernis bei der Verbreitung von Linux.
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Die schnellste Distro zu sein ist kein Alleinstellungsmerkmal? Seitdem Intel die Clear Linux Entwicklung beendet hat, ist CachyOS eigentlich immer an der Spitze. Ob man den Unterschied wirklich bemerkt ist ein anderer. Im vergleich zu den anderen Derivaten macht CachyOS wirklich etwas anders und ist nicht nur ein Skin/GUI-Installer für Arch.
 
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chillipepper schrieb:
Wäre schön, wenn die Installer besser funktionieren würden hinsichtlich DUAL-Boot mit Windows.
Egal ob Legacy oder EFI-BIOS, mit dem Installer ist eine bootfähige Installation parallel zu Windows leider nicht hinzubekommen. Wenn ich das recht in Erinnerung habe, bootet da leider gar nichts, auch wenn man das Bootmenü des BIOS aufruft.
Genau das war der Knackpunkt, warum es nicht CachyOS geworden ist bei mir.
 
icetom schrieb:
ist Cachy nur für gamer interessant, oder läuft es auch genauso gut auf alter Hardware z.b. "Windows 7 Hardware"? Bräuchte eher was für einen alten "thin client pc" als Mediencenter am TV.

Der cachyos Kernel ist bei mir der zweite Kernel falls ich mir mal den ersten zerschieße

OS: Arch Linux x86_64
CPU: Intel(R) Xeon(R) E3-1275 V2 (8) @ 3.90 GHz

noch aelter und die Hardware sagt den Dinos "hallo" :smokin:


Termy schrieb:
Das wird wohl bei einer Rolling Distro nie kommen, solange OpenZFS out of tree ist - und das wird sich wohl aufgrund der Lizenzinkompatibilität nie ändern :/
Problem ist einfach, dass OpenZFS immer etwas braucht, bis es die neuesten Kernelversionen unterstützt. Wäre bei RR natürlich fatal, wenn der Kernel geupdated würde und der FS-Treiber für / nicht mehr ginge ;)

der kernel wird nicht geupdatet, wenn initsramfs den nicht bauen kann, dann bleibt der beim alten.
archzfsrepo ist derzeit bei 2.4.2.2 fuer den aktuellen Kernel.
 
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192.168.178.1 schrieb:
Ich habe mir das mit einigem Aufwand selbst erarbeitet, aber dann seit ca. einem Jahr nicht mehr Windows gebootet 😅 Aber vielleicht hilft es jemandem weiter:

Anhang anzeigen 1716805
Bei mir war die Bootpartition zu klein, damit Windows und Linux gemeinsam reinpasst. Hat der Installer nicht hinbekommen, die zu vergrößern..
 
icetom schrieb:
Bräuchte eher was für einen alten "thin client pc" als Mediencenter am TV.
Ich hab das auf nem lahmen NUC mit i3 5010U mit 2x2GHz installiert und das läuft einwandfrei bisher. Der angepasste Scheduler hat dem alten Gerät wieder neues Leben eingehaucht und es brauchbar gemacht. Schaue jeden Abend Serien, Filme oder Dokus auf der Maschine.
 
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Termy schrieb:
TIL - gut, wenn das Cachy-Team sich die Arbeit macht und man mit einer kleinen Verzögerung für neue Kernelversionen leben kann, dann ist meine Aussage natürlich hinfällig
Ich nehme so eine kleine Verzögerung, sowie die etwas schlechtere Performance + höhere Ressourcenlast gerne in Kauf für das extrem geniale Feature Set von OpenZFS. Ich meine, neben der native Encryption, Deduplication, transparent compression, RAID-Z und Dingen wie ARC und Snapshots, kann man besagte Snapshots auch mittels "zfs send" und "zfs receive" ins Netzwerk an Server schicken bzw. von dort empfangen und so quasi ein "rolling on-demand backup" realisieren ohne das System zu beeinträchtigen (außer der Netzwerklast natürlich). Der Bootloader "ZFS Boot Menu" ermöglicht zusätzlich einen Netzwerkpfad als Eintrag für Snapshots, sodass man quasi beim Booten des Systems auswählen kann von einem der Snapshots auf dem Remote Backup Server zu booten.
 
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netzgestaltung schrieb:
Da bin ich gegenteiliger Meinung. Ohne der Fragmentierung wäre Linux bereits gestorben. Sie bildet das Ökosystem und wie im Interview beschrieben wurde gibt es das Upstream Prinzip, dass schon einiges voran gebracht hat.
Da würde ich nicht mal unbedingt widersprechen.
Aber man kann im Artikel halt schlecht die Fragmentierung von Linux beklagen und direkt danach "Yeah, endlich NOCH eine weitere Distro" bejubeln...

Striker1986 schrieb:
Bitte Artikel lesen -> CachyOS bietet von Haus aus einen angepassten Kernel und Optimierungen an.
Macht Nobara doch aus, bzw. mit Optimierungen wirbt jede zweite Distro. Ist das für dich wirklich ein Alleinstellungsmerkmal? Oder ist ein angepasster Kernel eher Mittel zum Zweck, um Ziel XY zu erreichen?

Krik schrieb:
Für mich gibt es hier ein Alleinstellungsmerkmale:
Der Fokus auf Bleeding Edge (inkl. der Nutzung aktueller Hardware-Features) und gleichzeitig die Vorkonfiguration vieler Pakete für ein gutes Computererlebnis.[...] Abgesehen von CachyOS wüsste ich keine Distro, die das so gut hinbekommt.
"Gut" ist diskutabel, aber Bleeding Edge versprechen auch Nobara, openSuse Tumbleweed und so ziemlich jede Rolling-Release-Distro, würde ich sagen.

Wau schrieb:
Die schnellste Distro zu sein ist kein Alleinstellungsmerkmal?
Wenn man Wert auf die Performance der konkreten Tests aus deinem Diagramm (hier übrigens die Quelle) durchgeführten Tests legt, dann ist CachyOS die richtige Wahl.
Wau schrieb:
Ob man den Unterschied wirklich bemerkt ist ein anderer.
Und deshalb ist ein kleiner Geschwindigkeitsvorteil in einem Subset von Benchmarks für mich kein echtes Alleinstellungsmerkmal.
 
Snoopmore schrieb:
Ausprobiert, Audio fürn popo
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Keine Ahnung was du meinst. Ich hab hier lowlatency Audio mit unter 10ms, wie mit ASIO unter Windows, und kostenlose, qualitativ hochwertige Standalone Plugins die ich in meinen Audiostream einbinden kann.
 
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