Geschwindigkeitsproblem im Heimnetz

ManniL

Cadet 3rd Year
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Aug. 2011
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Hallo,

ich habe ein Geschwindigkeitsproblem in meinem Heimnetz an dem ich langsam verzweifel.

Folgende Koponenten sind vorhanden:

-Unitymedia 100er Internetanschluß
-Kabelmodem über Lan an Port1 einer Fritz!Box 7390 angeschlossen
-An Lan2 der Fritz hängt ein Netgear GS608v3 Gigabit-Switch. Hier mußte ich das in der Wand verlegte Telefonkabel als Netzwerkkabel mißbrauchen
-An Lan3 der Fitz hängt ein Raspberry Pi
-An Lan 4 ein TP Link DLan Adapter

Am Netgear GS608v3 hängen folgende Komponenten:
-Mein Rechner (Intel 1000 Pro PT Server)
-VU+ Solo2
-HP MicoServer N54L mit XPEnology (Festplatte WD Red 3 TB kein RAID)

Die Fritz Box fungiert als DHCP Server.
Probleme mit der Internetgeschwindigkeit habe ich nicht. Hier kommt die komplette Bandbreite vom UM Anschluß an.

Kopfzerbrechen bereiten mir die Übertragungsraten zum NAS. Hier habe ich sowohl lesend als auch schreibend nur 30MB/s.
Eigentlich sollte es mit dem N54L möglich sein, die volle GBit Geschwindigkeit zu nutzen.

Testweise hatte ich anstatt des Netgear GS608v3 mal ein Netgear GS108E-100PES ausprobiert.
Die Übertragungsraten haben sich nicht verändert.

Beobachtet habe ich eine relativ hohe Prozessorlast auf meinem Rechner beim Kopieren. Ich habe einen i3-2100 und meistens wird ein Core zu fast 100% beim kopieren ausgelastet.

Kann mir da jemand weiterhelfen?

Gruß
Manni
 
ManniL schrieb:
Hier mußte ich das in der Wand verlegte Telefonkabel als Netzwerkkabel mißbrauchen

Wundert dich die Übertragungsgeschwindigkeit im Netz bei so was wirklich? ;) Daß darüber überhaupt Gigabit zustandekommt, ist schon erstaunlich. Fast Ethernet braucht die bei Telephonkabeln häufig verwendeten 2 Adernpaare, für Gigabit müssen es eigentlich 4 Paare sein.

Klemm den Switch testweise über etwas anderes als die Klingelverkabelung an und staune!

Wenn das Problem auch damit weiterhin besteht, probier es mit einem schnelleren Rechner oder einem anderen Protokoll als SMB/CIFS, z. B. FTP.

€dit: Beim dritten Durchlesen fällt mir auf, daß die Telephonkabelstrecke für die Übertragung zwischen deinem Rechner und dem N54L ja gar nicht benutzt wird, beide hängen ja per normalen Netzwerkkabel am Switch, richtig? Dann ist die Strecke nur PC – Switch – N54L. Zu Einbußen solte es dann nur kommen, wenn die Telephonkabelstrecke benutzt wird. Dummerweise hat der Raspi nur eine 100-MBit/s-NIC und deine Internetanbindung überschreitet auch nicht das Maximum von Fast Ethernet. Nur wenn du z. B. vom PC etwas von/auf ein Gerät kopieren würdest, was am LAN4 der FRITZ!Box bzw. dLAN hängt, aber dLAN ist sowieso noch mal ’ne Geschichte für sich …
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

von wo hast du denn die 30 MB/s erreicht? Von deinem Rechner der am selben Switch hängt?
Wenn ja sollte das eigentlich ja kein Problem deiner ganzen Hausverkabelung sein. Da ein Switch ja schlau ist und den Traffic direkt von Port zu Port leitet.

Dennoch müsstest du mir nochmal die Funktion des Telefonkabels erklären? Ist das wirklich ein Telefonkabel mit 2 Adern?


Gruß

Dominik
 
Bart_15 schrieb:
Hi,

von wo hast du denn die 30 MB/s erreicht? Von deinem Rechner der am selben Switch hängt?
Wenn ja sollte das eigentlich ja kein Problem deiner ganzen Hausverkabelung sein. Da ein Switch ja schlau ist und den Traffic direkt von Port zu Port leitet.

Dennoch müsstest du mir nochmal die Funktion des Telefonkabels erklären? Ist das wirklich ein Telefonkabel mit 2 Adern?


Gruß

Dominik

Hallo,

natürlich ist das kein 2 adriges Telefonkabel gewesen. Es sind schon 8 Adern. Die Verbindung in Richtung Internet ist ja auch voll in Ordnung.

Mein Rechner und das NAS sind direkt am Switch angeschlossen.
Ergänzung ()

DeusoftheWired schrieb:
Wundert dich die Übertragungsgeschwindigkeit im Netz bei so was wirklich? ;) Daß darüber überhaupt Gigabit zustandekommt, ist schon erstaunlich. Fast Ethernet braucht die bei Telephonkabeln häufig verwendeten 2 Adernpaare, für Gigabit müssen es eigentlich 4 Paare sein.

Klemm den Switch testweise über etwas anderes als die Klingelverkabelung an und staune!

Wenn das Problem auch damit weiterhin besteht, probier es mit einem schnelleren Rechner oder einem anderen Protokoll als SMB/CIFS, z. B. FTP.

€dit: Beim dritten Durchlesen fällt mir auf, daß die Telephonkabelstrecke für die Übertragung zwischen deinem Rechner und dem N54L ja gar nicht benutzt wird, beide hängen ja per normalen Netzwerkkabel am Switch, richtig? Dann ist die Strecke nur PC – Switch – N54L. Zu Einbußen solte es dann nur kommen, wenn die Telephonkabelstrecke benutzt wird. Dummerweise hat der Raspi nur eine 100-MBit/s-NIC und deine Internetanbindung überschreitet auch nicht das Maximum von Fast Ethernet. Nur wenn du z. B. vom PC etwas von/auf ein Gerät kopieren würdest, was am LAN4 der FRITZ!Box bzw. dLAN hängt, aber dLAN ist sowieso noch mal ’ne Geschichte für sich …

Richtig. Die relevante Strecke ist PC-Switch-NAS.
Ich verstehe allerdings nicht wirklich was der Raspi damit zu tun hat. Der hängt nicht am Switch sondern direkt an der Fritz.
Am Switch sind auch alle Lampen grün (also GBit).

Mich wundert eher die Prozessorlast am PC. Die dürfte doch eigentlich mit der Intel Karte nicht so hoch sein.

Testweise habe ich vorhin auch mal alles außer NAS und PC vom Sitch abgezogen. Selbst ohne die problematische Strecke zur Fritz hat sich nichts geändert.
 
Joar, der Raspi und auch das dLAN sind für die Kopiergeschichte erst mal uninteressant.

Die Intel-NICs sind zwar wunderbar, beherbergen aber trotzdem kein kleines SoC, CPU oder sonst was, was dem PC die Rechenarbeit abnimmt. Trotzdem ist es ungewöhnlich, daß ein Kopiervorgang einen i3 auslastet. Sind das zufällig sehr viele kleine Dateien, die vielleicht auch noch aus einem Truecrypt-Container gelesen werden? Egal was, probier mal, eine unverschlüsselte riesige .iso per FTP auf den N54L zu übertragen und behalte dabei die Auslastung von i3 und N54L im Auge.
 
Problem gelöst.

War wohl ein wildes Treiberkuddelmuddel seitens der Intel Karte.

Komme jetzt in beide Richtungen auf 110MB/s.

Danke für die Hilfe!
 
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