News Im Test vor 15 Jahren: Die GeForce GTX 590 war Kopf-an-Kopf mit der Radeon HD 6990

Nagilum99 schrieb:
Das die Top-Modelle immer teurer werden, liegt einfach daran, dass die Kosten durch den Aufwand immer weiter steigen.
Das würde eigentlich bedeuten das die marge gleich geblieben ist, aber ich bin mir sicher das sie zumindest bei nvidia gestiegen ist.

Ich finde gefühlt hat es ab dem miningboom nie eine vernünftige Korrektur der Preise gegeben.
 
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Nagilum99 schrieb:
Das die Top-Modelle immer teurer werden, liegt einfach daran, dass die Kosten durch den Aufwand immer weiter steigen.
Naja, gerade Karten wie die 590 waren damals aber ebenso ein enormer Aufwand - zumal die Kosten dort quasi x2 angefallen sind. Zwei GPUs, zweimal Speicher, zweimal Spannungsversorgung (in hochwertiger weil weniger Platz und thermisch höhere Belasung), zwar nur eine Platine, dafür aber einen PCIe-Switch... Und das alles auf den Platz einer quasi normal großen Grafikkarte gequetscht.

Wenn man sich dann halt mal die Quartalsberichte von NVidia und den Chipherstellern von GPU und RAM anschaut kommt ein großer Teil der Mehrkosten auch einfach durch eine gnadenlos erhöhte Marge...

Zum Glück wiegesagt, haben wir nicht mehr die Produktzyklen wie früher, dadurch relativieren sich die höheren Preise durch die Inflation und Marge auch. Und sicherlich ist da zu gewissen Maßen auch der höhere Aufwand für Verbesserungen schuldig. Aber wiegesagt, bei den steigenden Margen halte ich das auch eher für nen kleinen Posten...
 
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Für irgend ein Zukünfiges GTX 590 Quad SLI :D
Gigabyte GTX590.JPG
 
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iGameKudan schrieb:
Naja, gerade Karten wie die 590 waren damals aber ebenso ein enormer Aufwand - zumal die Kosten dort quasi x2 angefallen sind. Zwei GPUs, zweimal Speicher, zweimal Spannungsversorgung (in hochwertiger weil weniger Platz und thermisch höhere Belasung), zwar nur eine Platine, dafür aber einen PCIe-Switch... Und das alles auf den Platz einer quasi normal großen Grafikkarte gequetscht.
Du verkennst:
  • Der Speicher ist heute trotzdem vervielfacht, obwohl nur eine GPU verbaut ist
  • Die Energieversorgung muss heute selbst in einfacher Ausführung viel mehr leisten
  • Thermisch muss heute folglich auch viel mehr abgeführt werden. 3-Slot Karten sind heute keine Seltenheit mehr. Mit einem Lüfter wird quasi nichts mehr verkauft.

Außerdem sind die Chips heute mit ~800 mm² an der Grenze des machbaren, was auch heißt, dass viel weniger Chips pro Wafer rauskommen und der Ausschuss viel größer ist.
2 Chips herzustellen ist Die-technisch erheblich günstiger - aber aufgrund der unlösbaren Probleme eben keine Option. Es wäre wohl heute noch wirtschaftlicher mit 2 Chips zu arbeiten, wenn das problemlos liefe.

Die auch angesprochene Marge von Nvidia wird primär im Profisegment erzielt, nicht mit GeForce.
Ergänzung ()

Der_Dicke82 schrieb:
Das würde eigentlich bedeuten das die marge gleich geblieben ist, aber ich bin mir sicher das sie zumindest bei nvidia gestiegen ist.

Ich finde gefühlt hat es ab dem miningboom nie eine vernünftige Korrektur der Preise gegeben.
Du "vergisst", dass der Gewinn heute primär im Profi-Segment erzielt wird - nicht mit GeForce Karten.
 
Der_Dicke82 schrieb:
Und die heute längere Lebensdauer würde ich persönlich eher der Software (FSR, DLSS) zuschreiben als der Hardware.
Ich persönlich würde es eher auf die Leidensfähigkeit zurückführen.
Meine Vega56 kotzt bei 3440*1440 im Strahl, aber ich sehe es einfach nicht ein ne 9070XT für mehr als 400€ kaufen zu müssen...
(Schon beim Preis der Vega hatte ich mich schwer getan, weil eigentlich damals schon 300€ meine Grenze war...)
 
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Nagilum99 schrieb:
Der Speicher ist heute trotzdem vervielfacht, obwohl nur eine GPU verbaut ist
Du hast (vor der Speicherkrise) ja bspw. auch höhere Arbeitsspeicherkapazitäten, mehr Rechenleistung und größere HDD-/SSD-Kapazitäten für den gleichen Preis wie damals erhalten.

Das Argument, dass es damals auch viel weniger VRAM gab ist strunzendämlich - würde man das nämlich ernst nehmen, wären PCs bzw. Komponenten heutzutage unbezahlbar.
Nagilum99 schrieb:
Die Energieversorgung muss heute selbst in einfacher Ausführung viel mehr leisten
Und auch hier gab es erhebliche Kostensenkungen bzw. Leistungssteigerungen.
Nagilum99 schrieb:
Thermisch muss heute folglich auch viel mehr abgeführt werden
Die für die Spannungsversorgung relevanten Bauteile sind ebenfalls nicht nur erheblich leistungsfähiger, sondern auch erheblich effizienter geworden. Die GTX590 kam mit 5+2 Phasen je GPU - mit dem damaligen Stand der Technik, nicht dem deutlich besseren Heutigem... Damals hat so eine Phase dann nebenher auch noch wesentlich mehr Bauteile benötigt, während heute Driver, Low-Side MOSFET, High-Side MOSFET meist ein Bauteil darstellen, für das auch nur noch 1x Verlustleistung und 1x Bedarf an Platz anfällt.

Thermisch wird da heute also vermutlich auch nicht nennenswert mehr Verlustleistung anfallen. EDIT: Mal abgesehen davon, dass die Spannungsversorgung bzw. -wandlung heutiger Grafikkarten und Mainboards gemessen an dem, mit dem man damals klar kam, sowieso völlig überdimensioniert ist.

Zumal...
Nagilum99 schrieb:
3-Slot Karten sind heute keine Seltenheit mehr. Mit einem Lüfter wird quasi nichts mehr verkauft.
... die Kühlleistung der Kühler heutiger Grafikkarten den Grafikkarten von damals meilenweit überlegen ist und das bisschen Verlustleistung der Spannungswandlung da ziemlich sicher immernoch untergeht. Was primär an der enorm gesteigerten Größe liegt, oder teils auch einfach erheblich besseren Konstruktionen (5090FE, 575W in 2-Slot und dafür verhältnismäßig leise und kühl).

Würde man mit den Ansprüchen an Temperaturen (sehr warm) und Lautstärke (extrem laut) von damals Kühler für heutige Grafikkarten entwerfen, bräuchten die Kühler auch nicht mehr so groß (EDIT:) und die Spannungsversorgungen nicht mehr so fett dimensioniert sein.
Nagilum99 schrieb:
Außerdem sind die Chips heute mit ~800 mm² an der Grenze des machbaren
Die 520mm² des GF110 waren damals auch an der Grenze des Machbaren. Dennoch gab es für ~640€ gleich zwei von diesen GPUs - und vermutlich im Sinne der Leistungsaufnahme sogar die Besten davon.
 
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@Nagilum99
Deine Argumentation würde theoretisch auf alle weiterentwickelten Produkte zutreffen, zum Beispiel ein Auto!
Die erste "C-klasse" (damals noch 190er) kostete in der Basis 1988 ca. 20 000 Euro und das wären inflationsbereinigt heute ca. 38 000 €
Die heute C-Klasse beginnt bei ca. 40 000 €, das ist zwar teurer, aber doch ziemlich nahe dran. Gemäß deiner Logik müsste der Preis wegen serienmäßigen Dingen, wie Radio, besserem Komfort, verringertem Verbrauch, mehr Leistung etc. mindesten doppelt so viel Kosten!

Ich glaube LTT hat auch mal ein Video zu der Preisentwicklung von Computerhardware gemacht und ist zu dem Schluß gekommen das die Preise überdurchschnittlich stark gestiegen sind. Egal ob im Vergleich zur Kaufkraft, oder anderen Produkten.
 
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Da hier ständig vom heutigen hohen Preis die Rede ist:
Meiner Meinung nach hat das drei Gründe:
1.) der allgemein hohe Chip-Hunger global lastet Produktionskapazitäten höher aus. Auch beim sog. Hühnerfutter um die Hochleistungskomponenten.
2.) komplexere Designs und Fertigungsverfahren mit dadurch höherem Ausschuss und geringerem Yield. Auch teurere Fertigungsanlagen und höherer Ressourcenverbrauch wirken da ein.
3.) Monopolstellung. In gewissen Rahmen kann man da auch den Preis diktieren, solange es keinen Gegenspieler gibt.
 
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@lowrider20 4. Geldgier der Konzerne und Aktionäre. Mit 50% weniger Gewinnaufschlag wären die immer noch fett im Geschäft.
 
martma schrieb:
Ist nichts verwerfliches im Kapitalismus. Denn sollte es ihnen mal schlecht gehen, ist es den neuen Big Playern auch egal. Gewinnmaximierung eben. Und das sehe ich bei meinem Punkt 3. Aber wenn es zu teuer ist, wird es auch nicht gekauft. Es geht nunmal nur in einem gewissen Rahmen, bevor es Wucher wird. Die Caritas (wobei ich bei denen auch alles anzweifle) sind sie ja nicht.
 
Bei der 6970 bin ich damals erstmal ne weile geblieben die Dual Teile hab ich komplett ignoriert weil zu laut und zu warm bin dann auf eine 7870 umgestiegen und die hab ich heute noch hier .
 
iGameKudan schrieb:
Du hast (vor der Speicherkrise) ja bspw. auch höhere Arbeitsspeicherkapazitäten, mehr Rechenleistung und größere HDD-/SSD-Kapazitäten für den gleichen Preis wie damals erhalten.
Strunzdämlich ist diese Aussage.

Hättest du vorher drüber nachgedacht:
  • PCs haben heute viel mehr RAM ohne preislich zu explodieren
  • Es geht aber noch erheblich mehr - und dann wird es doch extrem teuer

iGameKudan schrieb:
Die 520mm² des GF110 waren damals auch an der Grenze des Machbaren. Dennoch gab es für ~640€ gleich zwei von diesen GPUs - und vermutlich im Sinne der Leistungsaufnahme sogar die Besten davon.
Und was hat eine Produktionslinie für die damalige Technik ggü. der heutigen gekostet?
Welcher Entwicklungsaufwand hinter der damaligen Transistorzahl vs. der heutigen?

Der_Dicke82 schrieb:
@Nagilum99
Deine Argumentation würde theoretisch auf alle weiterentwickelten Produkte zutreffen, zum Beispiel ein Auto!
Die erste "C-klasse" (damals noch 190er) kostete in der Basis 1988 ca. 20 000 Euro und das wären inflationsbereinigt heute ca. 38 000 €
Die heute C-Klasse beginnt bei ca. 40 000 €, das ist zwar teurer, aber doch ziemlich nahe dran. Gemäß deiner Logik müsste der Preis wegen serienmäßigen Dingen, wie Radio, besserem Komfort, verringertem Verbrauch, mehr Leistung etc. mindesten doppelt so viel Kosten!
Wie du erkannt hast, ist die C-Klasse, als Basismodell, inflationsbereinigt gar nicht viel teurer geworden und bietet trotzdem viel mehr.
Allerdings gibt es inzwischen auch extrem teure Versionen weit oberhalb dessen, was es damals gab.

Equivalent gibt es heute auch eine 5090, die etwa einem hochgezüchteten AMG/Brabus entspricht:
Geht an die Grenzen des (wirtschaftlich) machbaren, verbraucht extrem viel, ist extrem teuer herzustellen.

Du kannst nicht alles über einen Kamm scheren: Die Komplexität bei Radios ist (relativ) kaum gestiegen: Es bleibt relativ einfache Technik, die wenig Chipfläche und "low tech" benötigt.
Hier sind keine 4 nm Prozesse mit Belichtungsmaaschinen für >300 Mio. € (plus Rest) nötig.
Ergänzung ()

lowrider20 schrieb:
Ist nichts verwerfliches im Kapitalismus.
Am Ende wird viele teurer, weil die Entwicklung und Fertigung immer komplexer wird.
Was wir heute für überschaubares Geld unter dem Schreibtisch oder gar im Laptop haben, war damals unvorstellbar oder wäre sündhaft teuer gewesen. Die Technik um das herzustellen und der Entwicklungsaufwand kostet aber auch ein vielfaches von damals.
Ein schönes Beispiel ist: Es gab im X86-Bereich mal Konkurrenz - heute ist die Entwicklung so teuer und die Einstiegshürde so hoch, dass da keiner mehr einsteigt.
 
Nagilum99 schrieb:
war damals unvorstellbar oder wäre sündhaft teuer gewesen.
Kommt auch immer auf den Entwicklungsstand bzw. die Stückzahlen an. Die ersten PCs waren halt Kleinserie. Fertigung meist in westlichen Ländern. Die ganze Produktionskette noch nicht so auf Masse hochskaliert. Das muß sich immer erst mal einpendeln von der Ressourcengewinnung bis zum Fertigprodukt. War bzw. ist auch beim Automobil so. Gemessen an der Kaufkraft kosteten die Dinger ein Vermögen. Wurde irgendwann zum Alltagsgebrauchsgegenstand und verkommt immer mehr wieder zum Luxusobjekt, da es immer mehr können "muss". Der Sonntagsartikel zeigt es auch schön. Die letzten Jahre waren Überfluss an Bauteilen. Da wurde RAM und Speicher bei jeder folgenden Generation reingeballert, als gebe es diesen unendlich. Entsprechend hungrig, sprich schlecht programmiert, war dann über die Jahre auch die Software und die wollte das Mehr. Gefährliche Zeiten.
 
lowrider20 schrieb:
Entsprechend hungrig, sprich schlecht programmiert, war dann über die Jahre auch die Software und die wollte das Mehr. Gefährliche Zeiten.
Ich denke dass schlampig programmierte oder "KI-zusammengeklatschte" Software indiskutabel ein Ressourcenproblem ist, da sind wir uns einig.
 
Nagilum99 schrieb:
da sind wir uns einig.
Wie immer, was zu dem Zeitpunkt günstiger war. Nachhaltigkeit zahlt dir, aktuell zumindest, niemand. Und trieb auch schon so manche Firma in den Ruin.
 
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