Wir sind doch schon sehr weit von Thomann entfernt und ich denke, das ursprüngliche Anliegen am Thema liegt im Frust in der doch großen oder nur Deutschen Engstirnigkeit um eingefahrene Strukturen. Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht oder so ähnlich.
Ich habe nicht umsonst seit Einführung der Gaming Headsets diese als pures Marketinggewäsch abgetan.
Das war aber, bevor Steelseries mit dem Siberia auftauchte und ich schaue mir die Entwicklung mittlerweile doch etwas genauer an.
Auch die anderen Headsets im Portfolio sehen stark nach Superlux OEM aus. Wenn Falcon oder jemand anderes sein Steelseries mal aufschrauben würde und auf der Systmplatine den Namen entziffern würde, dann kann man klar den Hersteller zuordnen, wovon ich jetzt schon zu gut 90% Sicherheit ausgehe. Sonst muss sich selber schrauben.
Auf dem Markt tut sich auch seit dem Auftauchen der neuen Sennheiser PC Serie doch mehr, als es früher der Fall war, da die alte PC Serie über Sennheiser Communication vertrieben wurde und technisch auch nichts darüber hinaus leistete. Es werden mittlerweile bessere Systeme und Gehäuse verbaut, die aber in Frequenzgang nochmals zum Anwendungskonzept angepasst werden. Das wird sicher auch auf das Everglide zutreffen, weil das MMX300 auch klar für Spiele und Kommunikation in der Frequenzkurve angepasst wurde.
Der einzige Makel an vielen Gaming Headsets ist heutzutage die schlecht konzipierte geschlossene Bauweise und daran leiden auch sogenannte Hifi orientierte oder einfache DJ Kopfhörer.
Durch die Bank mumpfiger, eintöniger Oberbass ohne Tiefbass mit abnehmenden Mitten und Höhen, oder alles blechig und hallig mit zunehmenden Resonanzen bei höheren Lautstärken.
Beyerdynamic hat bei den Geschlossenen den Dreh raus und die kleineren DT Serien können sich durchaus hören lassen. Das trifft auch auf Ultrasone zu.
Shure und vorallem Audio-technica hat gute Geschlossene.
Creative hat mit dem Aurvana Live klar Qualität in das eigene Boot genommen und das Fatality pro mKII Headset könnte durchaus mal eine Hörprobe wert sein, sofern man es nicht an einer zum Sounding verhängnisvollen Creative Soundkarte betreibt. Sofern es von Foster kommt und nicht völlig verhunzt ist, könnte man über das Fatality Branding bei dem recht günstigen Preis durchaus hinweg sehen. Wäre für mich ein typischer Kandidat gegen das DT235/MMX2.
Daher ist technisch alles, was den DT235 schlägt schon gehobenes low-fi und man könnte es durchaus als Einstiegs Hifi Droge vermarkten, selbst wenn ein Mikrofon dran hängt und recyceltes Toilettenpapier auf den Ohren den Klang erzeugt. Hörgeschmack stinkt halt nicht.
Wie schon erwähnt, ich werde mir mal nächste Woche das Everglide zu Gemüte ziehen und mal schauen, wieviel Audio in dieser geschlossenen Konstruktion wirklich vorhanden ist.
Immerhin war Sony der Inventor für angepasste Papiermembranen in Kopfhörern, die sich technisch von den verbauten Papercone Lautsprechern der 50 - 70 Jahre unterschieden.
Das Papier muss schon extrem leicht und flexibel sein, um maximale Details abzubilden.
Papiermembranen haben soweit ich bis jetzt die Sony und Denon KH gehört habe eine spezifische Eigensignatur, die sich von Mylar unterscheidet. Interessant wird sein, wie weit man tatsächlich durch technische Modifikationen die Systeme zu mylarähnlicher Spielweise animieren kann. Das wird interessant beim Everglide und ist das nicht möglich spricht technisch einiges auch für solche Systeme und deren Eigenschaften.
Ich hoffe auch hier, auch wenn CB nicht das Hifi Forum ist, das wir zumindestens ein etwas objetiveres Kommunikationsformat in diesem Bereich etablieren und mehr bildungserzieherisch wie auch freunschaftliche Hifsbereitschaft aufbauen könnten. Immerhin scheinen gute Kopfhörer und Musik im Allgemeinen intellektuell zu bilden und hier soll keiner nach einer Anfrage dümmer aus dem Forum gehen, nur weil es die anderen selbst nicht besser wissen. Das trifft auf uns alle zu und auslernen tun wir unser Leben lang nicht aus.