News Intels Itanium verliert weiteren großen Unterstützer

Volker

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#1
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#2
Vielleicht hat die Geldverbrennung Deluxe mit dem Namen Itanium dann ein Ende. Was allein in Pulson an Kohle steckt und keiner weiß wer die CPUs haben will.
 

Mizi Mace

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#3
Einen wunderschönen guten Tag,

schade eigentlich. Das Konzept des EPIC war durchaus vielversprechend. Wie es aussieht, wird wohl damit jetzt Schluss sein. Ich kann aber auch verstehen, dass Unternehmen sich vom Produkt distanzieren, wenn die Entwicklung eher schleppend vorankommt. Da würde ich mich auch eher auf Konkurrenzprodukte konzentrieren. Und da gibt es ja auch welche. Bei Oracle ist es auch durchaus möglich, dass sie (dank der Einverleibung von Sun Microsystems) an einer Eigenentwicklung arbeiten.

Gruss
Mizi
 

CJay

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#4
Eigentlich schade das ganze.

Wer würde sich nicht über ein reines 64-bit System freuen. So wären Software Hersteller mehr gefordert dort mehr ressourcen reinzustecken.


Scheint nun so das Intel jetzt komplett von den AMD64 Befehlssätzen abhängig ist oder?
Da Sie ihr eigenes 64-bit System nicht durchsetzen können/konnten.
 
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#5
Intel wird wohl kaum Itanium einstellen.
Kein Itanium = Kein Zugang zum (echten) Profi-Markt (= Kein Geld, was sich damit durchaus machen lässt)
 
2

2fastHunter

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#6
@CJay: Der Itanium war kein 64Bit-System, welches auf der x86-Architektur aufbaute. Daher musste für diese Prozessoren jede Software komplett neu gebaut werden. Da MS aber keine Lust hatte ihr Windows für zwei Architekturen zu bauen (x86 und x86_64, sowie Itanium) und mit dem x86_64 von AMD auch ein 64Bit-BS auf dem Markt kam, welches x86-kompatibel war, wollte MS nicht auch ncoh den Itanium das Händchen halten müssen. Komischer weise haben die jetzt mit dem ARM keine Bedenken diesbezüglich. Da scheint der Markt wohl groß genug zu sein.
 

Volker

Ost 1
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#7
Artikel-Update: Überraschend schnell hat Intel mit einer knappen Pressemitteilung und einem Statement vom CEO Otellini persönlich auf den Ausstieg von Oracle reagiert. In dieser widerspricht man dem Aussteiger natürlich und schwört damit auch die verbleibende Kundschaft ein. Demnach sei Itanium ein wichtiger Baustein bei Intel und werde in Zukunft entsprechend gefördert und weiter entwickelt. Neben „Poulson“, der auf dem anstehenden IDF Beijing ab dem 12. April eine separate Keynote bekommen wird, bestätigte der Chipgigant auch „Kittson“ als Nachfolger für den „Poulson“, der aktuell entwickelt wird.
 
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#11
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#12
Denke wenn MS und RedHat den Schritt nicht gemacht hätten (und da es bei HP ja auch so aussieht als hätte man kein grosses Interesse mehr am Intanium) hätte Oracle das sicher nicht gemacht.... Aber so und mit der SPARC-Architektur in der Hinterhand (ein Schelm wer böses dabei denkt :) ) ist das eigenltich ein logischer Schritt - bin gespannt wir Intel reagieren und wie's mit Itanium weiter gehen wird...

Just my 2 cents
:) Falko
 
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#13
nur noch mal so am rande, wo werden solche prozessoren eingesetzt und wo kommt die konkurenz her?
kommerzieller Markt, Datenbanken, Transaktionsprozessing.
Urspruegnlich sollte der Itanium auch im HPC Markt eingesetzt werden, das hat aber
aufgrund des Preises nicht so recht geklappt, der Fortschritt ging in der x86 Schiene aufgrund
des Drucks durch AMD64 dann viel schneller vorran.
Der VMS Markt spielt auch eine Rolle, HP musste bei der Uebernahme von DEC und damit VMS der US Regierung zusichern VMS noch einige Jahre zu unterstuetzen. Da die ALPHA CPU als urspruengliche VMS CPU (nach VAX...) eingestellt wurde, und HP eh zusammen mit Intel IA64 als PA-RISC Nachfolger entwickelte wurde VMS auf IA64 portiert - und das ist im Moment die einzige neue Plattform auf der es noch laeuft. Und es heisst immernoch das ein Grossteil der SMS der Welt von VMS Systemen gerouted wird - keine Ahnung ob das Mythos oder Realitaet ist.

Konkurenz sind Xeon-EX aus dem eigenen Hause, SPARC von Oracle, Power7 von IBM - und dann wirds eng. Obenraus noch diverse Mainframes, aber da sind inzwischen auch einige mit IA64 CPUs unterwegs.
Frueher gab es noch PA-RISC, MIPS... aber die spielen keine Rolle mehr in dem Markt bzw wurden eingestellt.
AMD hat in dem Bereich nicht direkt was zu bieten, was die Zuverlaessigkeit angeht.
IA64 zeichnette sich durch Zuverlaessigtkeit und grossen Addressbereich aus, in letzterem Segment wildert der XEON-EX inzwischen, die kuenstlichen Schutzzonen fuer IA64 laesst intel fallen um AMD nicht Teile des Markts zu ueberlassen.
 

xcrist

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#14
@2fastHunter:
M$ hat jahrelang alle drei unterstützt was aber letztendlich im "normalen" Serverbereich DC, Citrix etc nicht viel Sinn ergibt. Und in den TOP 500 auch nicht so richtig da dort dort meistens aufeinander abgestimmte BS/Software/Hardware Systeme zum Einsatz kommen.

@rohbie00:
ich meine sowas wird vor allem in supercomputern eingesetzt. AMD nimmt da auch Opterons was vor allem preisliche vorteile für die kunden bringt.
 
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#15
Somit bleibt wohl nur noch HP auf der Itanic.
Poulson mag vielleicht schneller werden, aber mit der aktuellen lahmen Ente aka Tukwila dürfte es Intel/HP schwer fallen normale Kunden für IA-64 zu begeistern.

Und das US Verteidigungsministerium zähle ich mal nicht dazu, die sind nur wg. VMS daran interessiert. ;)

Kein Itanium = Kein Zugang zum (echten) Profi-Markt (= Kein Geld, was sich damit durchaus machen lässt)
Intels S.1567 Xeons zielen auf das gleiche Segment, sind mindestens genauso flott und können sogar mit x86 Code umgehen.

nur noch mal so am rande, wo werden solche prozessoren eingesetzt und wo kommt die konkurenz her?
Große Server mit mehr als 4 Sockeln, bei denen vor allem Zuverlässigkeit zählt.

Von IBM gibt es den POWER7 und den z196. Von Oracle/Fujitsu den SPARC64 VII+.
Und dann von Intel die S.1567 Xeons (Nehalem-EX/Westmere-EX).

Nein.
 
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#16
Vielleicht hat die Geldverbrennung Deluxe mit dem Namen Itanium dann ein Ende. Was allein in Pulson an Kohle steckt und keiner weiß wer die CPUs haben will.
Schau aus deinem Keller heraus. Es gibt nicht nur Spiele. Die Itanium Architektur geht einen anderen Weg als das der Prozessor die Sprünge vorhersagt. Der Compiler weiß es nunmal besser. Es macht durchaus Sinn zu einem Itanium zu greifen.
Ergänzung ()

@CJay: Der Itanium war kein 64Bit-System, welches auf der x86-Architektur aufbaute. Daher musste für diese Prozessoren jede Software komplett neu gebaut werden.
Das ist natürlich nicht wahr. Es genügt meistens nur den Compiler umzustellen.
 
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#17
So, welchen denn? Nur weil da Intel und HP drauf steht und die Kiste nur halb so schnell ist wie ein POWER7 von IBM? :rolleyes:

Der einzige Sinn besteht darin, daß darauf VMS läuft. Das hat aber nichts mit der EPIC Architektur des Itaniums zu tun, sondern damit, daß HP so blöd war die wesentlich innovativere Alpha Architektur zugunsten des Itaniums einzustampfen.
 

Vektor

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#19
Der Knaller! :D
Software "bauen" = kompilieren. Wenn man den Kompiler "umstellt" muss man die Software per se neu bauen.

@Topic: Intel sollte es einsehen. Die Zeit des Itanium ist vorbei (hat sie ueberhaupt einmal begonnen). Zu jedem Einssatzgebiet des eines IA64 Prozessors gibt es eine mind. gleichwertige Alternative. Sogar aus dem gleichen Lager.
 
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