Kaufberatung Switch - was muss er für mich können?

Mathias09876

Ensign
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Hallo zusammen,


für den Umbau meines Elternhauses plane ich gerade das Netzwerk. Momentan hänge ich aber am Switch, da ich mir nicht sicher bin, ob der, den ich gefunden habe auch wirklich geeignet ist. Vorneweg noch der Hinweis, das ich mich noch nicht lang mit der Netzwerkmaterie beschäftige, deshalb hoffe ich, dass ich die Begriffe richtig verwende.

Jetzt aber erstmal zu meinem Netzwerk und was ich machen will:

Im Zuge der Umbaumaßnahmen werden über das ganze Haus rund 50 Dosen verteilt. Das Haus wird letztendlich von 2 Familien bewohnt, jede hat einen eigenen Telefon/Internetanschluss über die Telekom. Damit ergeben sich schlussendlich zwei Netzwerke, wobei jedes seinen eigenen Internetanschluss hat. Sprich, in meiner Vorstellung stehen jetzt 2 24er Switche im Keller, und die Dosen sind enstprechend verteilt. Ich hätte jetzt aber auch gerne die Möglichkeit ein zusätliches LAN (in meinem Gedankenkonsturkt ein VLAN) zu haben, um beispielsweise ein gemeinsam genutztes NAS anzusprechen. Sprich jeder Rechner in den Netzen kann auf Ressourcen in einem dritten Netz zugreifen. Neben diesen 3 Netzen soll aber auch jede Wohnung ein sperates Gastnetz haben (ggf. reicht auch eines für das ganze Haus). Auch hier dachte ich an ein VLAN, das mittels AP (der mehrere SSIDs kann) den Gästen als WLan zur Verfügung gestellt wird. Wenn nötig kann man dort ja auch eine Dose mit rein nehmen. Meine Eltern nutzen derzeit das Entertainpaket der Telekom, hier habe ich geselen, dass der Switch damit IGMPv3 beherrschen muss. Um möglichst für die kommende Zeit gerüstet zu sein soll IPv6 natürlich unterstützt werden.

Mit diesen Vorgaben habe ich mich jetzt auf die Suche begeben und bin an der 1510er Reihe von D-Link hängen geblieben. In einem anderen Thread, wo es mir mehr um die Kabeltechnik ging wurde mir die 1210er Reihe von D-Link empfohlen, aber der reicht glaube ich für meine Anwendung nicht aus.

Mir stellen sich jetzt noch folgende Fragen:

Was passiert, wenn 24 Ports für ein Netzwerk nicht ausreichen und ich einen zweiten Switch brauche? Benötige ich hier die Stacking-Fähigkeit der 1510er? Wie ich das verstanden habe übernimmt er damit auch die Konfiguration und verhält sich wie ein größerer. Heißt also aus einem 24er+16er würde ein 40 Port Switch. Wie würde das bspw. bei der 1210er Serie gehen? Einfach zusammenstecken und halt händisch gleich konfigurieren?

Wie sieht es mit dem Übergang von einem Netz ins andere aus, soweit ich das bisher verstanden habe brauch ich dafür immer einen Router dazwischen, allerdings stand in den Spezifikationen des 1510er unter dem Punkt L3-Funktionen etwas von Routing. Würde ich denn mit diesen Switchen entsprechende Routingtabellen erstellen können, um eben über unterschiedliche Telekom Router ins Internet zu gehen, aber bei internen Adressen ins andere LAN zu kommen (oder aufs NAS bspw.)?

PoE - hier bin ich mir noch sehr sehr unschlüssig, ob ich es brauche, und wenn ja, ob ich es wirklich auf jedem Port brauche. Wäre hier auch eine mögliche Alternative mittels PoE Injectoren die Spannung an den vereinzelten Leitungen zur Verfügung zu stellen und sich damit ein fast doppelt so teures PoE Modell des Switches zu sparen? So könnte ich dann bei Bedarf einen solchen Injector kaufen und einbauen. Bisher habe ich noch keine Geräte, die das benötigen. Telefone hiermit werden kommen, sollen aber direkt auf die Telefonanlage und sind damit dem Switch egal.

Um mein geplantes KNX-System auch von unterwegs aus zu steuern benötige ich zudem noch einen VPN Zugang, die Frage ist ob hier der Switch etwas besonderes können muss, oder ob das dann auch mehr ein zusätzliches VLAN wäre, in das man da zugreift und der eigentliche "Eintritt" über den Telekomrouter erfolgen muss?


Am Schluss natürlich die entscheidende Frage, macht ein 1510er hier Sinn oder würdet ihr mir andere Modelle/Hersteller eher nahelegen? Oder ggf. eine Lösung mit einfacheren Switchen und dann zusätzlich noch einen Router um die interne Komunikation zu ermöglichen? Nach derzeitiger Planung habe ich vermutlich mehr Dosen, als bisher Ports an den Switchen vorgesehen, allerdings sind nicht alle Dosen gleichzeitig im Gebrauch, weshalb ich da ein defizit in Kauf nehme, bevor dann 50% des Switches brach liegen. Wobei ja auch hier der 1510er ungenutzte Ports abschaltet, wenn ich das richtig gelesen habe.


Hoffe ich konnte mein Anliegen halbwegs klar formulieren und ihr könnt mir dabei weiterhelfen :)

Grüße,
Mathias
 
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firexs

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Da ist ja was los bei dir :)

Ich hätte einfach Netz 1: 192.168.0.x, Netz 2: 192.168.1.x
Dem Nas hätte ich jeweils eine IP aus beiden Netzen gegeben. Bei Physikalischer Trennung zB ein QNAP NAS mit 2 Ports.
Und das Gäste Wlan dann zB 192.168.3.x und 192.168.4.x, jeweils mit dem Router an einer DMZ.

lg
fire
 

Mathias09876

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Man will es ja vernünftig machen ;) zumindest hoffe ich das, dass es mal vernünftig wird.

Du meinst also, nur einen Switch nehmen, an dem beide Router hängen und dann an den jeweiligen PCs enstprechend das Gateway setzen, dass sich der entsprechende PC nur über einen von beiden Routern einwählt? Oder beißt sich das als solches Konstrukt?
 

Madman1209

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Hi,

das würde ich nicht machen. Man sollte es nicht dem Client überlassen, welches Netz er wählt. Entweder ein Switch mit zwei VLANs oder zwei Switche und dann ein NAS mit zwei NICs, welche in jedem der beiden Netze hängt. Zwischen den Netzen / VLANs darf dann natürlich nicht geroutet werden.

Gäste Netz und WLAN funktioniert wie von dir vorgesehen einfach per VLAN. Vernünftige APs (ich habe hier in der Firma Cisco) können auch mit meheren VLAN IDs umgehen und so z.B. auch zwei Netze gleichzeitig austrahlen, einmal das normale und das Gastnetz, mit unterschiedlichen SSIDs und Kennwörtern.

VG,
Mad
 

Mathias09876

Ensign
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Entweder ein Switch mit zwei VLANs oder zwei Switche und dann ein NAS mit zwei NICs, welche in jedem der beiden Netze hängt. Zwischen den Netzen / VLANs darf dann natürlich nicht geroutet werden.
Daran hab ich ehrlich gesagt noch garnicht gedacht, also einen "großen" Switch zu nehmen (48-Ports) und dann die Netze lediglich über VLANs zu trennen. Nur wie würde es dann mit anderen Geräten funktionieren, die keine zwei Netzwerkkarten haben, tortzdem in beiden Netzen zur Verfügung stehen sollen? Da kam der Gedanke her ein drittes Netz zu erstellen (als VLAN), auf das beide Haupt-LANs Zugriff haben. Oder wie meintest du das, dass dann zwischen den Netzen nicht geroutet werden darf? Von den Gäste VLANs muss ich ja auch irgendwie ins Internet kommen, hätte also hier als Gateway den entsprechenden Router der jeweiligen Wohneinheit eingestellt?

Grüße,
Mathias
 

Madman1209

Fleet Admiral
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Hi,

ein VLAN das einfach nur ins Internet soll ist kein Problem, Internet hat alles, was am Switch hängt (solange es nicht explizit anders gesagt wird). Aber untereinander darf nicht geroutet werden, sonst kann das Gastnetz auf das normale Netz zugreifen und genau das soll ja nicht passieren.

Ob es mit einem Switch und zwei Internetanschlüssen geht hängt in erster Linie davon ab, was nach dem Switch kommt. Hier bei uns ist eine Firewall Appliance von Dell geschaltet, die regelt wer über welchen Ausgang nach draußen kommt.

Nur wie würde es dann mit anderen Geräten funktionieren, die keine zwei Netzwerkkarten haben, tortzdem in beiden Netzen zur Verfügung stehen sollen?
Für einzelne Geräte / Ports kann man einstellen, dass sie in beiden VLANs drin sein sollen, so etwas geht natürlich. Sofern das dann kein Router ist ist das kein Problem.

Aber mal ganz ehrlich? Bei einer so großen Installation und dem Vorhaben: schon mal drüber nachgedacht, bei einem Systemhaus anzufragen, was dich das kosten würde?

VG,
Mad
 

Onkelpappe

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Gibts neun Grund für die getrennten Netze? Oder gehts nur um die Bandbreite? Sonst wäre auch noch ein multipath Router eine Möglichkeit. Müsste man nur klären ob entertain damit funktioniert. Was soll das Gäste Netz beherrschen? Nur Internetzugang oder zB auch upload aufs nas?
 

Mathias09876

Ensign
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Aber untereinander darf nicht geroutet werden, sonst kann das Gastnetz auf das normale Netz zugreifen und genau das soll ja nicht passieren.
Achso, ja klar das sollte nicht passieren, aber ich könnte ja die Hauptnetze untereinander routen, die dürften ja jeweils auf den anderen zugreifen.

Über ein Systemhaus habe ich noch nicht nachgedacht muss aber auch ehrlich sagen, dass ich es gerne selbst gemacht hätte, einfach auch, um etwas für mich zu lernen. Aber vielleicht habe ich auch einen Denkfehler gemacht und schieße gerade mit Kanonen auf Spatzen? Hatte nicht gedacht, dass mein Vorhaben doch so komplex ist ^^

@onkelpappe: Grund ist eigentlich, dass eh zwei verschiedene Telefonleitungen benötigt werden und damit auch zwei getrennte Internetanschlüsse da sind. Damit geht es hauptsächlich um die Bandbreite, dank Flat ist Volumen ja kein Thema. Das Gästenetz sollte eigentlich nur ins Internet aber jetzt wo du es sagst wäre auch ein Zugriff auf einen bestimmten Ordner des NAS praktisch, um bspw. den Austausch von Bildern o.ä. zu ermöglichen ganz praktisch.
 
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Madman1209

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Hi,

so wie du es schreibst: warum dann überhaupt zwei getrennte Netze, wenn du dann eh wieder dazwischen routest? Dann würde ich eher einen Multi-WAN-Router mit Load Balancing für beide Internetleitungen nehmen und nur ein großes Netz und ein Gastnetz machen, fertig.

VG,
Mad
 

Mathias09876

Ensign
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Der Gedanke zu den zwei Netzwerken war, falls eine Wohnung mal vermietet wird könnte man die Route raus nehmen und hätte wieder die Trennung. Wobei man dann immer noch einen zusätzlichen Switch besorgen kann und das Netz so leicht trennen. Die Option eines Multi-WAN-Router mit Load Balancing war mir neu, das würde dann in meinem Fall durchaus auch Sinn machen. Ich schaue mir das gleich mal an. Kennt ihr da zufällig schon ein empfehlenswertes Modell oder worauf man achten muss?
 

Onkelpappe

Commander
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load balancinng und multipath routing sollte er beherrschen.

Um es einfach zu halten würde ich das ganze atm so aufbauen. (ohne zu wissen wie das ganze haus aussieht)

Router mit Load Balancing an die 2 Switches fürs Private Netz. Evtl im Haus verteilt noch APs für das Private WLan

Das Gastnetz würde ich über einen NAT Router aufziehen, der per wan an den switch geht und per lan buchse an die 2te NIC des NAS.
Ich hatte zwar noch kein consumer NAS in den fingern, aber dort sollte konfigurierbar sein, dass über NIC2 nur auf den "Gästeordner" zugegriffen werden kann.
Sollte das Wlan Signal aus dem E-Raum nicht fürs ganze haus reichen kannst du auch einfach weitere APs über den Router anschließen und im haus verteilen. wenn du auch Gäste RJ45 anschlüsse willst musst nen router mit genug buchsen oder einen weiteren switch einplanen.

Und wenn später evtl umgebaut werden soll würde ich auf jedenfall mit einem patchpanel und nem kleinen Serverschrank (gibts bei ebay hinterhergeworfen) arbeiten.

Wichtig bevor du mit dem ganze anfängst ist, dass du dich erkundigst ob Entertain mit nem Multipath Router funktioniert.
Sollte das nicht gehen musst du den anschluss deiner Eltern mit einem Tkom Router realisieren von dem verlegst ein kabel in den multipath router und die restlichen zu den Dosen auf denen Entertain abgegriffen werden soll.
 

Mathias09876

Ensign
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Kurz als Beschreibung zum Hause, es ist Keller, EG, 1. OG und DG. EG und 1. OG sind eine Wohneinheit sowie ein Teil des 1. OG und das DG eine. Alle Netzwerkkabel laufen in einem Schacht bis in den Keller und kommen da an einem Patchfeld raus. Das ganze liegt dann auch in einem kleinen Schrank. Die Dosen aus dem Keller werden vermutlich einem der beiden Netze zugeteilt, das lässt sich aber ja flexibel belegen.

Nachdem es nach aktueller Planung - die Bauphase steht noch bevor - eben rund 50 Dosen sind brauche ich eh entweder 2 24er Switche oder einen 48er. Durch die Tatsache der zwei Haushalte, zwei Switche und zwei Tkom Router bin ich dann eben auch auf die beiden Netze gekommen. Damit kann jeder in seinem machen was er lustig ist, es gibt etwas für die Gäste und noch ein gemeinsames Netz. Das war so die Gundüberlegung. Ich frag am besten mal direkt bei der Telekom nach, ob es da Probleme mit dem Entertain gibt.

Was ich noch nicht ganz verstanden habe ist warum du mit dem Gastnetz über einen NAT Router gehst. Ginge da nicht auch ein VLAN, das zum einen auf das NAS geht und zum andern auf APs und so als WLAN zur Verfügung steht?

Ursprünglich dachte ich, ich komme ohne zusätzlichen Router aus, da bei der Tkom ja eh welche dabei sind. Einer halt an den einen Switch, und einer an den anderen ^^
 
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