News La Grande Linux Nation: Frankreich setzt auf das freie Betriebssystem

Naja die Frage ist doch nutzt Frankreich in den Behörden wirklich viele lokale Programme oder sind das eh nicht zum Grossteil Webapps oder eine andere Form von Server Clientapps etc - so dass das OS sowieso hauptsächlich nur den Browser etc zur Verfügung stellt.
 
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chillipepper schrieb:
Es ist zu zeitaufwendig, den Workflow auf ein komplett anderes Produkt umzustellen.
Es geht hier auch nicht um den Profi der damit Geld verdienen möchte, aber der 0815 Hobby Fotograf kann mit den Linux Alternativen auch glücklich werden. Dachte auch lang ich kann ohne Lightroom nicht leben, aber man muss sich halt mal etwas mit der Software auseinandersetzen. Dann kommt man auch drauf das manche Dinge auch besser sind wie in Lightroom. Die Unterschiede in der Qualität mögen schon da sein, ich hab mir aber abgewöhnt alles mit der Lupe zu suchen. Das Motiv macht den Großteil des Bildes aus, ich will ohnehin nur dezent bearbeiten.
 
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Corros1on schrieb:
Ein Systemwechsel aus rein ideologischen Gründen, der solche Risiken für die Bürger ohne Not in Kauf nimmt, ist schlicht verantwortungslos. Ein Staat ist kein Bastelprojekt, bei dem man Inkompatibilität mit ‚Pech gehabt‘ abtun kann.
Die Regierung ist aber auch in der Pflicht die Daten, die sie über ihre Bürger erhebt zu schützen. Bei der Entwicklung seitens Microsoft und auch der Situation, dass USA anscheinend nicht mehr unser Freund ist, ist es nicht mehr tragbar bei BigTech zu bleiben.
 
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Naja wenn man mit Palantir dafür zusammenarbeitet wie das der franz Innengeheimdienst macht glaube ich jetzt nicht dass der Datenschutz so arg steigt?

Man verringert nur die Abhängigkeit bei Programmen, aber Daten überlässt man US Unternehmen nun direkt.

Wenn Palantir sagt wir brauchen die Daten aller Franzosen für Terrorabwehtr XY um die Schläfer zu erkennen dann werden die die doch auch bekommen, wenn die glaubhaft sagen sie hätten das was gehört was konkret in Planung sei. Das läuft dann sicher auch an allen Gerichten vorbei.

Auch in Frankreich sind US Konzerne durch Palantir sehr viel mehr im Innern verankert und daran wird auch Libreoffice statt MS Office nichts ändern. Klar es ist nicht verkehrt Linux zu nutzen aber das ist halt inzwischen nur noch die doch eher unwichtige Oberfläche.

Die USA müssen nicht mehr Daten "abziehen" über MS Office und Co die sagen zu Palantir einfach "so verlangt ihr die Daten mal und sagt denen sonst malt ein Terrorist der Mona Lisa einen Schnurrbart" - und die Franzosen werden sie 1h später zusammen mit einem Früchte, Wein, Käse und Baguette Korb von sich aus schicken :D
 
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Gohma schrieb:
Es zwingt dich ja keiner da Programm/Betriebssystem zu wechseln.
Darum gehts doch gar nicht.
Ich habe nur auf einen Kommentar geantwortet, der mal wieder blind vorschlug, einfach eine andere Linux Open Source Applikation zu verwenden und der damit der Sache nicht gerecht wurde.

Gohma schrieb:
Wenn du dich allerdings dafür entscheidest das Betriebssystem zu wechseln wird es wohl nicht ausbleiben sich mit alternativen und neuen Workflows zu beschäftigen.

Davon kann nicht dir Rede sein, weil die Applikation das wichtige ist.
Das Betriebssystem ist nur das Vehikel.
Schlag doch mal vielmehr vor, dass Linux sich von dem Distributionschaos und eine reife OS Version anbietet, dann hätten es auch die Firmen einfacher, ihre Produkte zu portieren.

Gohma schrieb:
Man kann ja nich immer hoffen das der Hersteller des gewünschten Programms für das gewählte Betriebssystem eine Version bringt.

Das hat mit Linux in den vergangenen 25+ Jahren nicht funktioniert und diese Lage wird sich leider auch nicht grundlegend ändern. 800+ Distributionen sind kein gutes Aushängeschild für Qualität.
Ergänzung ()

PeacemakerAT schrieb:
Es geht hier auch nicht um den Profi der damit Geld verdienen möchte, aber der 0815 Hobby Fotograf kann mit den Linux Alternativen auch glücklich werden.

Ich sprach von kommerziellen Anwendungen und hier im Thread geht es um eine Regierung.

Selbst im Hobbybereich verwenden Leute kommerzielle Anwendungen.

PeacemakerAT schrieb:
Dachte auch lang ich kann ohne Lightroom nicht leben, aber man muss sich halt mal etwas mit der Software auseinandersetzen. Dann kommt man auch drauf das manche Dinge auch besser sind wie in Lightroom. Die Unterschiede in der Qualität mögen schon da sein, ich hab mir aber abgewöhnt alles mit der Lupe zu suchen. Das Motiv macht den Großteil des Bildes aus, ich will ohnehin nur dezent bearbeiten.

Wie oft muss ich noch wiederholen, dass das nur ein Beispiel ist.
Du kannst da noch lange drüber schwadronieren.

Wenn Linux nicht bald deutlich mehr kommerzielle Anwendungen bietet wie Windows und macOS,
dann ist es für viele Dinge einfach nicht zu gebrauchen.
 
Hmmm glaube aber das wäre im Behördenumfeld egal denke das sind eh alles Spezialanwendungen und die laufen auch vermutlich zum Grossteil nicht lokal.

In vielen Behörden wird ja niemand Word nutzen das sind Baukastenbriefe mit vielleicht ein paar kleinen Anpassungsmöglichkeiten - weil die ja die jeweils gültige Gesetzeslage berücksichtigen müssen.

Das sieht ein Brief so aus Bürgernummer eingetippt Vorgangsnummer eingetippt, angeklickt was fällig ist -> Brief ist geschrieben.

Niemand nutzt doch da lokale Wordvorlagen die dann auf hunderttausende Rechner 3x die Woche an aktuelle Änderungen angepasst werden müssen. Jeden(!) Tag werden in der EU 3-4 Rechtsakte erlassen die dann in nationales Recht überführt werden müssen auch dazu führen dass am Tag 3-4 lokale Gesetze (zeitversetzt aber das ja egal ändert nichts an der Zahl) ~ irgendwo in irgendwelchen Behörden geändert werden müssen.
 
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Ich hatte mir zum Jahreswechsel – also vor etwa vier Monaten – eher spontan vorgenommen, mich von den großen US-Big-Tech-Unternehmen zu lösen, zumindest teilweise. Im Idealfall Produkte und Dienste von deutschen oder europäischen Unternehmen und/oder ggf. Open-Source.
Rückblickend war ich mit dem ersten Anlauf überraschend erfolgreich, wie ich finde. Ich war überrascht wie viele deutsche und europäische Alternativen es gibt.

  • OneDrive (Premium), das ich intensiv nutze, habe ich durch Nextcloud ersetzt.
    In meine Fall eine managed Nextcloud Intanz von IONOS.
  • Kontakte (CardDAV) und Kalender (CalDAV) sind ebenfalls zu Nextcloud umgezogen
  • Lokale Office Installation wurde durch Softmaker Office ersetzt.
    Ich verwende Office äußerst selten. Vermutlich würde LibreOffice für mich vollkommen ausreichen
  • von Windows 11 auf Ubuntu gewechselt
    • anstatt Chrome oder Edge verwende ich nun FireFox
  • Ansonsten noch viele weitere Open-Source Programme (Thunderbird, FreeCAD, LibrePCB, etc.)
 
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chillipepper schrieb:
Schlag doch mal vielmehr vor, dass Linux sich von dem Distributionschaos und eine reife OS Version anbietet, dann hätten es auch die Firmen einfacher, ihre Produkte zu portieren.
Wieso sollte ich das? Es wird sowieso nie passieren das plötzlich nur noch eine Linux Distro existiert.

Bitte erkläre mir doch mal wie es denn die Firma hinter OCCT es geschafft hat eine native Linux Version zu bringen, ist ja laut deiner Aussage unmöglich.

Immer die gleiche Leier, Hersteller xy bringt seine Software nicht auf Linux schon wird dafür in die Bresche gesprungen und gesagt die vielen Linux Distros sind schuld oder andere Dinge werden an den Haaren herbeigezogen nur um sich nicht eingestehen zu müssen das Hersteller xy einfach keinen Bock hat was auf Linux zu bringen, sei es weil es kein Geld bringt oder der keine Ahnung von Linux hat.
 
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Hier wird das wieder verpennt. Man kann das Know-how nicht später einfach einkaufen man muss es aufbauen. Und KI wird da auch keine Lösung bringen. Aber die "Internet ist Neuland" Partei war noch nie für ihre Technologie Kompetenz bekannt. Daher braucht man da nicht viel erwarten.
 
chillipepper schrieb:
800+ Distributionen sind kein gutes Aushängeschild für Qualität.
Und auch genauso KEIN aushängeschild gegen Qualität!

Nicht jeder schluss ist brauchbar, deiner an der stelle genausowenig.
 
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Ich sehe schon eine lustige Entwicklung auf uns zukommen.
Ist zwar noch viel zu früh irgendwelche Parallelen zu China zu ziehen, zumal man insgesamt recht wenig hierzulande über die komplette Umstellung erfährt. Im Gegensatz zu anderen Nationen könnten die ja auch sämtliche ausländische Hardware aus ihren Behörden u.ä. verbannen. Entsprechende Apps werden dann halt auch bereit gestellt.
Aber ich denke es ist klar, dass eine straff zentralistische Regierung/Verwaltungsstruktur bei dem Vorhaben ziemlich von Vorteil ist. Gemacht wird was angeordnet wird und Basta.
Frankreich ist zwar auch sehr zentralistisch organisiert aber davon dann doch sehr weit entfernt.

Mit entsprechendem Gegenwind, sei es aus Gewohnheit, rein praktischen oder finanziellen Erwägungen oder sonst was ist zu rechnen.
Und dann kommt man vielleicht in die absurde Situation wo dann plötzlich das 'Zwangs-Linux' das Böse ist und das MS Zeugs für die freie Entscheidung steht.
 
chillipepper schrieb:
Wenn Linux nicht bald deutlich mehr kommerzielle Anwendungen bietet wie Windows und macOS,
dann ist es für viele Dinge einfach nicht zu gebrauchen.
Lass mich raten, du hast vor nicht vor allzu langer Zeit prophezeit das Linux sich niemals durchsetzen wird wenn es nicht endlich eine stabile Schnittstelle für Treiber-BLOBs geben wird.
 
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werty1st schrieb:
Man kann das Know-how nicht später einfach einkaufen man muss es aufbauen
Warum nicht?
Nur weil man evtl. andere Wege gehen muss, heißt das nicht lange nicht dass man das Know-how nicht kaufen kann.
Ich geh sogar soweit zu sagen, es wird gar nicht anders gehen wenn das erfolgreich sein soll.
 
werty1st schrieb:
Hier wird das wieder verpennt. Man kann das Know-how nicht später einfach einkaufen man muss es aufbauen. Und KI wird da auch keine Lösung bringen. Aber die "Internet ist Neuland" Partei war noch nie für ihre Technologie Kompetenz bekannt. Daher braucht man da nicht viel erwarten.

Naja der Bundeswehr hat man ja praktisch beliebige Geldmittel und komplett freie Hand für alles gegeben für die Umstellung auf Digitalfunk und das Ergebnis ist doch komplett absurd crazy schlecht. Also nicht nur schlcht sondern so absurd crazy schlecht dass man sagt ähhh? :D Und das unter der alleiniger SPD Kontrolle das liegvt halt nicht nur an der CDU.

Der Versuch der Digitalisierung - trotz freier Hand und eigentlich "unbegrenztem" Budget - ist doch nach vielen Jahren so absurd schlecht, dass das komplett spassig ist.
 
Das Digitale Funksystem ist doch schon uralt, als ich zur AGA musste war das schon da. Ich meine da war die CDU noch am Ruder. Merkel?

Also wer auch immer da was gemacht hat, das muss nen uraltes tote Leiche im Keller Thema sein

Edit:
Moment, mal nachdenken da war ich gerade noch bei meiner alten Firma in der Ausbildung/gerade Fertig.
Dürfte jetzt 25 Jahre her sein...

so 2001 rum.
Das fällt aber sowas von in den Zeitrahmen!
Bildschirmfoto_20260413_124240.png

Das der Verräter Schröder damit was zu tun hatte könnte auch noch passen, Putin gefällt 100% das das Funksystem GAGA ist.

Und man sollte meinen, wenn die CDU es gut gemeint hätte, das die dann in Fucking 16 Jahren mal etwas hätten anschaffen können, das dann Funktioniert. Oder meint ihr nicht?
 
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Corros1on schrieb:
...Ein Systemwechsel aus rein ideologischen Gründen...
Welche konkrete Ideologie soll das sein, die aus deiner Sicht der Grund dafür ist?
 
Alexander2 schrieb:
Das Digitale Funksystem ist doch schon uralt, als ich zur AGA musste war das schon da. Ich meine da war die CDU noch am Ruder. Merkel?

Das trifft nur auf Teilbereiche wie z.b. den digitalen Behördenfunk zu aber nicht auf die Kerndigitalisierung der Bundeswehr - das eine ganz andere Baustelle.
Das Hauprprojekt D-LBO ist im März 2020 offiziell gestartet - also Digitalisierung des Funks der Bodentruppen.
 
Und ich garantiere dir, das ich schon digital funken in der hand hatte in der aga

Also wenn der neue Kack nicht funktioniert das vorige digital dingens nutzen. das gabs ja offensichtlich schon.
 
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