Langlebigste SSD gesucht

Blutschlumpf

Fleet Admiral
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Ich habe ne VM (WinXP64 Host mit vmware Server 1.x) mit Linux/MySQL drauf die (für HDD-Verhältnisse) viel I/O macht und damit ein paar andere Sachen lahmlegt.

Ich überlege die nun auf ne SSD auszulagern und mache mir etwas Sorgen um die Langlebigkeit wenn da nachher 24/7 50 Schreibvorgänge a 20kb pro Sekunde oder was in der Richtung drauf abgehen.
Der Speicherplatz ist eher zweitrangig, das vmdk file mit dem SQL-part wird nur ca. 2-4 GB groß sein (den Rest kann ich auf Platte lassen).
Eine Ramdisk ist für mich keine Alternative.

Ich möchte nun wissen:
Was kaufe ich für maximale Laufzeit / Haltbarkeit im Bereich unter 100 Euro ?
Ich hab überlegt ne normale 60/64er Sandforce zu kaufen und auf die ausreichenden Ersatzsektoren zu hoffen (Ich nutz dann ja nur nen Bruchteil der Kapazität).
Nächste Überlagung war ne alte Vertex 1 zu kaufen, die dürfte ja noch älteren Flash drauf haben der etwas weniger empfindlich ist.
Ist ne m4 evtl. merklich haltbarer aus die ganzen Sandforce-Teile ?
Last but not least kam mir die Intel SSD 311 in den Sinn, sprich 20GB SLC für knapp 100Euro.

Wie schauts das mit der Garantieabwicklung aus wenns mal schief geht?
Gibts da nen empfehlenswerten Hersteller der direkt tauscht und ne Adresse in DE zum Einsenden anbietet oder gar vorab tauscht ?
Hab keine Lust in nem Jahr dann 30 Euro Porto zu zahlen für nen SSD die vielleicht noch 50 Euro wert ist.
 
die langlebigkeit der heutigen ssd kann dir eigentlich keiner so genau sagen, da sie ja noch nicht allzulange auf den konsumer markt sind. dennoch würde ich eher auf intel ssd vertrauen als ocz& co.
 
Einfach ne aktuelle Generation, die haben alle Trim.
Dazu noch die Defragmentierung und den Indexdienst abschalten - Dann ist gut ;)
 
Hallo kaufe Dir eine Crucial m4 ich habe in meinen PC´s nur m4 verbaut und bin voll zufrieden. Hatte Probleme mit Intel OCZ und Samsung.
 
Ich würde da lieber zu einer Intel 311 greifen, denn die dürfte da du den Platz nicht komplett brauchst ewig halten.

Warum noch den 1.xer Server? Gibt schon ewig die 2.xer Version (obwohl die mittlerweile auch schon abgekündigt ist)

Also hast du ca. 100GB/Tag.

Wie hast du das gerechnet? Write Amplifikation bedacht?
 
Zuletzt bearbeitet:
@Na-Krul..... was aber, wenn das System die Daten nicht über die ganze Platte verteilt, sondern ein und denselben Bereich 3000 mal an einem Tag überschreibt?

Ist die Platte dann nach einem Tag hinüber?
 
@samsungtr:
Dass niemand 3-Jahres-Ergebnisse von aktuellen Platten hat ist mir klar, aber man kann es ja ungefähr abschätzen.

@Freak-X:
WinXP kann kein TRIM
Innerhalb einer VM wird TRIM eh nicht funktionieren weil aus Sichtweise des Host-Systems keine Datei gelöscht wird und keine Sektoren freigegeben werden.

@Na-Krul:
das funktioniert aber nur in der Theorie und nicht wenn die geschriebenen Daten deutlich kleiner sind als die Größe in der die SSD abspeichert bzw. bei Veränderungen überschreibt.
Was ich meine: Meine 100GB/Tag bewirken ja vielleicht 5000GB Schreibvorgänge auf den Zellen.

@ottkog / messy:
Was hat das mit dem Thema zu tun ob ihr mit deiner SSD zufrieden seid ? Davon halten die auch nicht mehr oder weniger lang.

@Masamune2:
vmware server 2 ist ne Zumutung, der kommt mir im Leben nicht ins Haus und ESXi ist aktuelle keine Option für mich.
 
Zuletzt bearbeitet:
@easy.2ci: Das macht die SSD intern. Es schaut zwar aus als ob die ssd das selbe immer wieder überschreibt, aber in wirklichkeit landet das immer wo anderers auf dem Flash.
 
easy.2ci schrieb:
@Na-Krul..... was aber, wenn das System die Daten nicht über die ganze Platte verteilt, sondern ein und denselben Bereich 3000 mal an einem Tag überschreibt?
Ist die Platte dann nach einem Tag hinüber?
Deswegen braucht es auch den ssd controller...
Der ist dafür zuständig das die Daten "gleichmässig" auf die Flashzellen geschrieben werden.
d.h. wenn du eine datei neue schreibst werden nicht die alten speicherzellen überschrieben, sondern neue beschrieben und die alten als "frei" markiert.

Das ist auch der Grund warum ganz billige normale Compactflash karten als HDD-ersatz eher bescheiden sind, da bei denen diese Logik fehlt.
 
Eine slc-SSD, die natürlich deutlich teurer ist bzw. weniger Speicherplatz benötigt hat eine über 10x (slc geht glaube bis zu 100.000 Zyklen) so hohe Lebenszeit. Und ich habe schlicht 50 x 20 kb / Sekunde hochgerechnet. Das aus deinem 1MB/s 58MB/s werden kann ich mir schwerlich vorstellen, egal was deine VM so treibt.

Willst du aber auf Nummer sicher gehen, und reicht dir der Speicherplatz, so kauf die Intel 311, ist ein gutes, langlebiges Laufwerk.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Masamune2:
vmware server 2 ist ne Zumutung, der kommt mir im Leben nicht ins Haus und ESXi ist aktuelle keine Option für mich.

Nicht ganz richtig, eine Zumutung ist lediglich die dämliche Weboberfläche. Wenn du den Server mit dem vSphere Client bedienst ist es so komfortabel wie bei der Workstation oder bei nem ESX.
http://technodrone.blogspot.com/2009/09/how-to-manage-vmware-server-20x.html

Google spuckt genug Artikel dazu aus. Versuchs mal.... fühlt sich dann wie ein ESX an^^

@Na-Krul: Beim Schreiben muss eine SSD immer einen kompletten Block auslesen, die Daten löschen und anschließend neu Schreiben. Dadurch wird immer mehr geschrieben als man eigentlich Daten hätte. Das nennt sich dann Write Amplifikation. So einfach ist das also nicht auszurechnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Klares Votum für die 311er.
 
Falls du den Aufpreis zu zahlen bereit bist, solltest du über eine SLC-SSD nachdenken. Die sind gegenüber den herkömmlichen MLC Modellen deutlich langlebiger.

Weiß allerdings nicht, was da aktuelle Modelle sind.

Edit: Man, viel zu lahm :p
 
Blutschlumpf schrieb:
Ich überlege die nun auf ne SSD auszulagern und mache mir etwas Sorgen um die Langlebigkeit wenn da nachher 24/7 50 Schreibvorgänge a 20kb pro Sekunde oder was in der Richtung drauf abgehen.
20k/s gibt 72MB pro Stunde, 1,8GB pro Tag. Die m4 im Dauerschreibtest hat schon über 8200 mal ihre Kapazität geschrieben, was bei einmal die 64GB pro Tag für über 22 Jahre reichen würde. Wenn Du also nur 2 GB pro Tag schreibst, erlebst Du das Ende der SSD in diesem Leben nicht mehr.
Blutschlumpf schrieb:
Der Speicherplatz ist eher zweitrangig, das vmdk file mit dem SQL-part wird nur ca. 2-4 GB groß sein (den Rest kann ich auf Platte lassen).
Brauchst Du bei einer 64GB SSD nicht.
Blutschlumpf schrieb:
Was kaufe ich für maximale Laufzeit / Haltbarkeit im Bereich unter 100 Euro ?
Ich hab überlegt ne normale 60/64er Sandforce zu kaufen und auf die ausreichenden Ersatzsektoren zu hoffen (Ich nutz dann ja nur nen Bruchteil der Kapazität).
Vergiss es, wenn Du bei der zuviele Daten zu schnell schreibst, dann geht es Dir wie denen im Dauertest und Durawrite wird die Schreibgeschwindigkeit drastisch senken. Wer eine SSD mit einer bestimmte minimalen Schreibrate braucht, der ist bei Sandforce am falschen Controller.
Blutschlumpf schrieb:
Nächste Überlagung war ne alte Vertex 1 zu kaufen, die dürfte ja noch älteren Flash drauf haben der etwas weniger empfindlich ist.
Noch schlechter, die Indinx haben eine ganz gewaltig hohe Writeamplification und ein bescheidenes Wearleveling, das sind die einzigen SSDs, die von Forumusern bisher im Normalen Betrieb kaputtgeschrieben wurden, nach weniger als 2 Jahren.
Blutschlumpf schrieb:
Ist ne m4 evtl. merklich haltbarer aus die ganzen Sandforce-Teile ?
Mit Sicherheit, alleine schon weil Du in der m4 garantiert immer nur die Micron NANDs der besten Qualität finden wirst und bei den anderen kannst Du Dich da bestenfalls auf das Versprechen des Herstellers verlassen, nur solche zu verbauen. Wenn er das Versprechen überhaupt abgibt. Willst Du das Versprechen prüfen, dann mußt Du die SSD aufschrauben und verlierst die Garantie, toll. Außerem sterben bei den SF öfter mal die Controller selbst.
Blutschlumpf schrieb:
Last but not least kam mir die Intel SSD 311 in den Sinn, sprich 20GB SLC für knapp 100Euro.
In meinen Augen nicht wirklich. Die SLC NANDs haben zwar die zehnfache Lebensdauer, aber dadurch das nur ein Drittel der Kapazität verbaut ist, bleibt nur ein Faktor 3 übrig. Für anderen Anweundungen sind 20GB dann arg klein, man wird die SSD also schwerlich anderweitig sinnvoll nutzen können.
 
Holt schrieb:
20k/s gibt 72MB pro Stunde, 1,8GB pro Tag. Die m4 im Dauerschreibtest hat schon über 8200 mal ihre Kapazität geschrieben, was bei einmal die 64GB pro Tag für über 22 Jahre reichen würde. Wenn Du also nur 2 GB pro Tag schreibst, erlebst Du das Ende der SSD in diesem Leben nicht mehr.
Wie viel wird denn physikalisch an Zellen beschrieben wenn ich logisch einen 4k Block speichere ?
Meine Befürchtung wäre sowas hier:
Ich hab mal was von 512kB Unterteilung gelesen (weis nicht mehr wo und bei welcher SSD das war). Wenn ich dann 50 verteilte "Blöcke" / Sekunde beschreibe wäre das ein Equivalant zu 12,5MB/sec. Bei 3000 Schreibvorgängen und 60GB komme ich dann auf 4000h Laufzeit, also 166 Tage.

Vergiss es, wenn Du bei der zuviele Daten zu schnell schreibst, dann geht es Dir wie denen im Dauertest und Durawrite wird die Schreibgeschwindigkeit drastisch senken. Wer eine SSD mit einer bestimmte minimalen Schreibrate braucht, der ist bei Sandforce am falschen Controller.
das wäre ja in meinem Fall egal, selbst dann sollte die ja noch deutlich mehr Schreibvorgänge/Sekunde hinbekommen als die HDD.

In meinen Augen nicht wirklich. Die SLC NANDs haben zwar die zehnfache Lebensdauer, aber dadurch das nur ein Drittel der Kapazität verbaut ist, bleibt nur ein Faktor 3 übrig. Für anderen Anweundungen sind 20GB dann arg klein, man wird die SSD also schwerlich anderweitig sinnvoll nutzen können.
Ich denke beim Wiederverkauf macht alleine das "Intel" und der Begriff "SLC" die Kapazität wieder wett. ;)


Wie sieht es mit Garantie bzw. RMA aus, ich tippe mal Micron schickt man nach UK ?
RMA direkt bei Intel gibts vermutlich nicht, oder ?
 
Blutschlumpf schrieb:
Wie viel wird denn physikalisch an Zellen beschrieben wenn ich logisch einen 4k Block speichere ?
Die kleinste Einheit zum Lesen und Schreiben ist bei einer SSD eine Page, die üblicherweise 4k groß sind (bei der m4 256GB und anderen mit modernen NANDs und hoher Kapazität auch schon mal 8k).

Blutschlumpf schrieb:
Meine Befürchtung wäre sowas hier:
Ich hab mal was von 512kB Unterteilung gelesen (weis nicht mehr wo und bei welcher SSD das war).
Das sind die Blöcke, die können aber auch 1M, 2M oder gar 4M groß sein. Diese stellen die kleineste Einheit zum Löschen dar. Ein guter Controller mit einer guten Firmware wie der Marvell mit der FW der m4 wird aber nicht gleich einen ganzen Block löschen, weil eine Page darin beschrieben und dann durch überschreiben von deren LBA (logische Adresse für das Filesystem) überschrieben wurde (was die Daten ungültig macht). Das macht er idealerweise erst, dann alle Pages des Blocks beschrieben und wieder überschrieben wurden, also ungültige Daten enthalten. Enthält der Block noch Pages mit gültigen Daten, so muß der Controller diese vor dem Löschen lesen und woandershin schreiben, was eine Writeamplification bedeutet und der Lebensdauer abträglich ist.

Je voller eine SSD ist (zumindest aus Sicht des Controllers, denn ohne TRIM weiß er z.B. ja nicht gleich, wenn eine Datei gelöscht wurde sondern merkt das erst, wenn deren LBAs überschrieben werden, wie es ja beim dauernden Überschreiben der gleichen Datei, in diesem Fall dem Image der virtuellen Platte, ja der Fall ist. Da braucht man kein TRIM!), umso öfter muß der Controller eben auch die Blöcke löschen in denen es noch gültige Daten gibt und umso schneller verschleisst sie also auch.

Blutschlumpf schrieb:
Wenn ich dann 50 verteilte "Blöcke" / Sekunde beschreibe wäre das ein Equivalant zu 12,5MB/sec. Bei 3000 Schreibvorgängen und 60GB komme ich dann auf 4000h Laufzeit, also 166 Tage.
Wenn Du 50 Blöcke pro Sekunden beschreibst, dann sind das auch mindestend 10MB/s geschriebener Daten! Du sprachst im Eröffnungspost von 20kB/s, das ist ein Faktor 500 weniger!!

Mit den 166 Tagen wäre die SSD dann aber noch nicht automatisch kaputt, das 3 fache kannst Du schon erwarten.
Blutschlumpf schrieb:
Ich denke beim Wiederverkauf macht alleine das "Intel" und der Begriff "SLC" die Kapazität wieder wett. ;)
Man sollte beim Kauf von Hardware nicht unbedingt gleich an den Wiederverkauf denken, denn dann sieht der Markt oft schon ganz anders als man es sich heute vorstellt. :(
 
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