Test Linux (Mesa 26) vs. Windows 11 im Test: Aktuelle Gaming-Benchmarks mit Radeon RX & GeForce RTX

x264.exe schrieb:
Rolling Release definiert sich ja eigentlich dadurch, dass es keine Betriebssystem-Versionen gibt. Also eine aktuelle Version und aktualisierte Images. Ich nutze seit 4 Jahren mehrere Solus-Installationen. Solus kann als "cutting edge" Distro bezeichnet werden. Da die Köpfe dahinter etwas länger testen und hin- und wieder auch auf Point-Releases warten. Aktualisierungszyklen finden wöchentlich statt. Das sind also über 200+ Zyklen und mit Ausnahme des WLANs wurde noch nie etwas "breaked". Also es scheint ja zu gehen.

Mit EndeavourOS (bleeding edge) hingehen hatte ich schon nach recht kurzer Zeit einen Totalausfall.
Rolling Release zerschießt dir halt mal gerne irgendwelche Programme oder Dienste wenns ein Major Update gibt. Da stehst in der früh auf, kommen Updates rein und dann geht irgendwas nicht. SteamOS benutzt zwar Arch aber auf Snapshot Basis. Das ist nicht umsonst so...

Deshalb für Linux Noobies immer klar Ubuntu LTS oder ähnliches. Zwar stinklangweilig aber den meisten interessiert es eh null welche Version da jetzt verfügbar ist.
 
Man kann aber hier schon viel durch die Nutzung von z.B. btrfs und snapshots erreichen, automatisch angelegt bei Updates mit snapper. Das ist dann das Auffangnetz für solche Situationen. Das funktioniert sehr gut und ist in vielen Distributionen inzwischen auch schon so schön gelöst, dass man dafür kein Poweruser sein muss, z.B. in CachyOS.

Einfach im geeigneten Bootloader den vorherigen Snapshot laden, nach dem Boot gibt es auf den Desktop eine Benachrichtigung, dass ein gebooteter Snapshot erkannt wurde, und ob man darauf zurückrollen möchte, das entsprechend anwählen. Noch einmal Neustarten, schon ist wieder alles beim Alten und man wartet einfach mit dem Update noch ein paar Stunden.

Hab ich selbst schon genutzt, ist keine Raketenwissenschaft. Das ersetzt zwar nicht die Stabilität eines Pointreleases, wirkt aber solchen Situationen gut entgegen.
 
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Die Ansichten, dass ein Rolling Release gerne mal was zerschießt, sind aber auch übertrieben. Ich hatte mal vor Jahren ein Problem mit Grub nach einem Update. Das hatte ich dann zum Anlass genommen auf systemd-boot zu wecheln. Seit dem war aber nix mehr los.
 
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Ja, es ist nicht oft. Was man aber dennoch machen sollte, eigentlich muss, ist bei RR acht auf die News-Seite der Distribution zu geben. Hin und wieder, allerdings selten, ist manuelles Eingreifen bei Updates erforderlich, das wird dann da angekündigt und beschrieben.
 
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