Selbst der Nvidia Treiber muß, entweder zentral für jede Distribution, oder lokal für jeden Rechner, kompiliert werden. Und mit zweiterem kommen mehr als genügend User nicht zurecht, häufig selbst mit ersterem, wenn das Paket nicht zum Grundumfang der Distribution gehört und über externe Quellen installiert werden muß, siehe Nvidia unter Fedora oder openSuSE.
So lange es keine absolute Binärkompatibilität aller Distributionen gibt, wird es immer mehr als genügend Hersteller geben, bei denen der Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen steht. Und man muß kein Prophet sein, daß es diese Kompatibilität nie geben wird. So lange sich immer wieder jemand findet, der meint, seine Distribution sei besser als alle anderen, weil er vieles oder gar alles anders macht, ist und bleibt es Wildwuchs. das fängt bei den verschiedensten Paketverwaltungen an.
Es hat seinen Grund, warum vor Jahren selbst der vielversprechende Ansatz United Linux baden gegangen ist.
Windows und Mac OS sind dagegen homogene Betriebssysteme mit fest vorgegebenem Rahmen, da können Hersteller deutlich effektiver arbeiten.
Und nicht zu unterschätzen ist der Aufwand bei der Entwicklung von Treibern und Software für Linux. Den scheuen viele Hersteller, weil sie dann auch wieder zu wenig verdienen. Das Ganze der Community zu überlassen, wäre für viele unernehmen auch keine Lösung, da sie dann ihr gesamtes Know How der Öffentlichkeit zugänglich machen müßten.
Enthusiasmus für Linux in allen Ehren, aber man sollte nicht den Blick für die Realität verlieren. Daß es Steam für Linux gibt, heißt noch lange nicht, daß die Softwarepartner von Valve da alle mitziehen und den hohen Aufwand für die Portierung betreiben. Deshalb ist und bleibt es so, die Sprüche und Ankündigungen kenne ich über 15 Jahre, eingetreten ist davon absolut nichts.