Mal was anderes: Deutschland und der Alkohol

@Leon:
Naja, also ich weiß nicht, hab Zivi im Rettungsdienst gemacht und arbeite noch nebenberuflich als RettAss und irgendwie kann ich deine Ansicht nicht teilen! :rolleyes:

Ein Betrunkener/Alki hat genauso das Recht ordentlich behandelt zu werden wie jemand anderes, der hilfsbedürftig ist. Insofern finde ich deine Einstellung nicht gerade sehr nachvollziehbar.
Sicherlich werde manche Betrunkene frech oder kotzen dir die Karre voll, na und? Das ist dein Job! :rolleyes: Ganz davon abgesehen, dass es manchmal auch ganz lustig sein kann! ;)

Es ist löblich, dass du nicht viel trinkst, du erwartest mit Sicherheit auch, dass das so akzeptiert wird. Ebenso solltest du aber auch die Leute respektieren, die sich gerne (natürlich innerhalb gewisser Grenzen) mal einen hinter die Binde kippen.
 
Leon schrieb:
...völlig verblödet...

Ja wie? Ich auch? :watt:

Wenn wir dabei explizit den Begriff "Saufen" betrachten, dann stimme ich Dir zu. Essentiell ist das sicher nicht.
Aber "Trinken" im Sinne von "einen guten Tropfen zu sich nehmen" nimmst Du doch aus, oder?

Wenn nicht, dann würdest Du mich auch für verblödet halten. Ich trinke nämlich gerne alkoholische Getränke, aber nicht um des Alkohols willen, sondern weil es mir schmeckt. Aber eben auch nicht alles. Alcopops können meinetwegen verbrannt und einsachtzig tief vergraben werden, genauso wie alles was in den Supermärkten im Weinregal unterhalb der günstigen italienischen roten steht (Burgwappen und so nen Fusel, uuäh).

Gruß
Morgoth
 
[focusbiker] schrieb:
@Leon:
Naja, also ich weiß nicht, hab Zivi im Rettungsdienst gemacht und arbeite noch nebenberuflich als RettAss und irgendwie kann ich deine Ansicht nicht teilen! :rolleyes:

Ein Betrunkener/Alki hat genauso das Recht ordentlich behandelt zu werden wie jemand anderes, der hilfsbedürftig ist. Insofern finde ich deine Einstellung nicht gerade sehr nachvollziehbar.
Sicherlich werde manche Betrunkene frech oder kotzen dir die Karre voll, na und? Das ist dein Job! :rolleyes: Ganz davon abgesehen, dass es manchmal auch ganz lustig sein kann! ;)

Es ist löblich, dass du nicht viel trinkst, du erwartest mit Sicherheit auch, dass das so akzeptiert wird. Ebenso solltest du aber auch die Leute respektieren, die sich gerne (natürlich innerhalb gewisser Grenzen) mal einen hinter die Binde kippen.


Ne ne, ich behandele die schon Ordungsgemäß und ich bin auch freundlich zu denen aber wenn man den gleichen 3 mal am Tag fährt, ist auch irgendwann mein Verständnis rum! HALLO ich weiss dass das mein Beruf ist, trotzdem brauche ich mich nicht von irgendeinem Flachköpper dumm anmachen zu lassen geschweige denn auf's Maul hauen zu lassen!

Natürlich gönne ich den Leuten ihren kleinen Partyvollrausch, nur muss der mit 12, 13 oder 15 sein ? Diese Altersgruppe nimmt ständig zu und das finde ich bedenklich. Genauso bedenklich finde ich, dass es anscheinend völlig normal ist, fast jedes Wochenende 8 bar auf dem Kessel zu haben um überhaupt Spass zu haben. Gegen ein gepflegten Drink habe auch ich nicht's.


@Morgoth

So fängt es an, "weil's schmeckt"! Ein gepflegtes Glas Rotwein am Abend auf dem Balkon, bei untergehender Sonne, klar kein Problem. Die Flasche Rotwein am Abend, weil man besser schlafen kann ? Bedenklich!

Das Bier am Wochenende beim Fussball oder beim Essen, kein Problem.

2 Flaschen Bier als Durstlöscher, hmm weiss nicht!

Mir ist es wurscht, ich war letztes Wochenende beim Junggesellenabschied rotzdoddelvoll (nach nur 6 kleinen 0,3 Bier). Ich gebe zu, es war lustig aber das war mein 2ter Rausch in den letzten 10 Jahren und unter dem Jahr trinke ich nicht (nur an Silvester und da auch nur 1 Glas Sekt). Schmecken tut mir eigentlich nur Erdbeer-Margaritha und da bin ich dann auch nach 2 völligst bedient!

Ich brauch jedenfalls für die nächsten 2 Jahre nix mehr!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist ja schon Okay! Wollte dir ja nicht zu nahe treten! :) Vielleicht hast du dich nur ein bisl mißverständlich ausgedrückt! ;)
Weiß ja selber, dass es mit den Betrunkenen nicht immer einfach ist. Manchmal, wenn ich samstags in Willingen (absolute Säuferhochburg) arbeite, karren wir so ca. 10 Besoffkis - egal in welchem Zusammenhang - ins Krankenhaus, da kann´s einem hin und wieder vergehen... ;)
 
[focusbiker] schrieb:
Ist ja schon Okay! Wollte dir ja nicht zu nahe treten! :) Vielleicht hast du dich nur ein bisl mißverständlich ausgedrückt! ;)
Weiß ja selber, dass es mit den Betrunkenen nicht immer einfach ist. Manchmal, wenn ich samstags in Willingen (absolute Säuferhochburg) arbeite, karren wir so ca. 10 Besoffkis - egal in welchem Zusammenhang - ins Krankenhaus, da kann´s einem hin und wieder vergehen... ;)


Koi Broblem! :D
 
Leon schrieb:
So fängt es an, "weil's schmeckt"!

Ja, ganz genau. Weil es schmeckt. Und zwar das Getränk, das den Alkohol enthält. Nicht der Alkohol selber. Der schmeckt nämlich pur nicht sonderlich gut, hab ich mir sagen lassen.

Und da ist doch der Hund begraben: es geht um das Getränk, nicht um den Stoff darin.
Es ist eben ein Unterschied, ob man einen Bellingham 2001er Merlot (der ist so trocken, der staubt, wenn man die Flasche öffnet ;)) oder eben den von mir erwähnten Burgwappen trinkt. Wenn es bei mir irgendwann mal so weit ist, dass ich das sauf dann erschießt mich auf der Stelle.

Der Genuss ist völlig unproblematisch, und wird auch nicht zum Problem, solange es nicht mehr nur um den Genuss geht; da gebe ich Dir recht.

Aber die wenigsten, die Bier, Wein oder Whisky genießen, werden dadurch zum Alkoholiker. Es darf nur nicht zu einem bestimmten Zweck geschehen (besser einschlafen), dann ist alles im Lot.

Gruß
Morgoth
 
Mein 14-tägiger Alkoholkonsum im Alter von 15-16 Jahren lag bei einer Wodka-Flasche; ein anderer Kumpel hatte seine eigene Flasche, wir haben das immer in diesem Rhythmus 'vollzogen'. Und heute wäre ich wohl immer noch dabei (wie so viele andere auch) - wäre kein Fall von Alkoholismus im engsten Familienkreis aufgetaucht. Es muss einen wohl erst immer selbst, bzw. die liebe Familie treffen, bis man schnallt was los ist.
Heute kann ich nicht ganz ohne Stolz sagen, seit zwei Jahren keinen Alk mehr angefasst zu haben.
Wie man schon sehr viel weiter oben sagte, ist Alkohol eine Volksdroge. Die meisten nehmen verhältnismäßíg kleine Mengen zu sich, aber die sind ja laut einer Studie (stand vor langer Zeit ein Artikel bei Heise) schon schädlich.

Darüberhinaus ist es schon ein Dilemma, dass der Staat dermaßen viel Geld damit macht. Somit sind damit den Politikern die Hände gebunden - viel mehr als Steuern rauf können sie auch nicht machen.
Ich finde es nicht gut, dass Alkohol überhaupt so gesellschaftlich akzeptiert ist. Ich rede nicht von den Leuten, die auch ohne Alk Spaß haben (LAN und Alk - geht nicht! *g*), sondern davon, dass es der Konsum schon gar nicht mehr freiwillig ist. Insbesondere Männer fallen negativ auf, wenn sie "nicht mal eben auf ein Bierchen mitkommen" oder sich in einer lustigen Runde einem Gläschen Schnaps entziehen. Erst wenn man gar nichts mehr mit dem Zeug zu tun haben will (so wie ich), merkt man, mit welcher Selbstverständlichkeit wir in Deutschland umgehen.
Jeder hat so seine Geschmäcker, dafür gibt es fast so viele unterschiedliche Getränke - aber ohne Alkohol gehts einfach nicht. Für viele ist es unverständlich, wenn man generell ablehnt und das ist nicht ok.
Leider finde ich hierzu keinen passenden Vergleich, denn selbst einem Nichtraucher wird nicht ständig eine Fluppe unter die Nase gehalten - dort ist das individuelle und gesellschaftliche "Nein" schon akzeptiert - beim Alkohol nicht, er bleibt situationsbedingt ein Zwang.

Morgoth schrieb:
Aber die wenigsten, die Bier, Wein oder Whisky genießen, werden dadurch zum Alkoholiker. Es darf nur nicht zu einem bestimmten Zweck geschehen (besser einschlafen), dann ist alles im Lot.
Übrigens: Alkohol wird immer zu einem bestimmten Zweck getrunken, und sei es nur um etwas 'lockerer' zu werden oder weil man sich in guter Gesellschaft befindet. Niemand trinkt Alkohol, wenn er echten Durst hat.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Doppelpost zusammengefügt.)
Odium schrieb:
Wie man schon sehr viel weiter oben sagte, ist Alkohol eine Volksdroge. Die meisten nehmen verhältnismäßíg kleine Mengen zu sich, aber die sind ja laut einer Studie (stand vor langer Zeit ein Artikel bei Heise) schon schädlich.

Da gab es auch etliche Studien, in denen drin stand, dass geringe Mengen von Alkohol regelmäßig konsumiert sogar gesundheitsfördernd sein sollen. Was stimmt denn nun?

Odium schrieb:
Ich finde es nicht gut, dass Alkohol überhaupt so gesellschaftlich akzeptiert ist. [...]
Leider finde ich hierzu keinen passenden Vergleich, denn selbst einem Nichtraucher wird nicht ständig eine Fluppe unter die Nase gehalten - dort ist das individuelle und gesellschaftliche "Nein" schon akzeptiert - beim Alkohol nicht, er bleibt situationsbedingt ein Zwang.

Alkoholische Getränke sind schon seit Jahrhunderten, wenn nicht Jahrtausenden, in unserem Kulturkreis fest verankert; sei es zu religiösen oder feierlichen Zwecken. Er gehört einfach dazu.
Zigarettenrauchen (wohlgemerkt: Zigaretten, Pfeife und Zigarre gibt es auch schon länger) dagegen nicht, das ist relativ neumodisch (anfang letzten Jahrhunderts?). Es hat nie eine derartige Durchdringung unserer Gesellschaft mit dieser Sitte gegeben wie beim Alkohol. Außerdem wurde ja inzwischen eindeutig geklärt, dass schon an einer einzigen Zigarette nichts gutes zu finden ist, sie ist schlicht ungesund. Beim Alkohol - siehe obige Studien.

Odium schrieb:
Übrigens: Alkohol wird immer zu einem bestimmten Zweck getrunken, und sei es nur um etwas 'lockerer' zu werden oder weil man sich in guter Gesellschaft befindet. Niemand trinkt Alkohol, wenn er echten Durst hat.

Ja, Genuss ist auch ein Zweck.
Um meinen Aussage zu präzisieren:
Zwecke wie "besser einschlafen", "lockerer werden", "gegen das Zittern" usw. sind problematisch. Gruppenzwang halte ich für nicht so gefährlich, denn dann trinkt man nur auf Feiern, zu Hause wird dann nichts angerührt.

Gruß
Morgoth
 
Diese "Gruppenzwang-Begründung" halte ich persönlich für absoluten Schmarn! Keiner ist verpflichtet sich zu betrinken, es ist von jedem seine eigene, freiwillige Entscheidung! Ich würde ja auch kein Koks o. ä. nehmen, unter der Begründung: "Meine Freunde machen das doch auch alle!"
pffCyberm.gif

Das wäre genauso eine fadenscheinige Begründung, wie "locker werden", "Spaß haben" oder ähnliches.
 
Der Unterschied ist, wie schon richtig angemerkt, die gegebene Akzeptanz & Integration von Alkohol in die Gesellschaft. Klar wird man als vernünftiger Mensch nicht Kiffen oder Koksen, weil es die Gruppe tut, aber bekommt man den in der Kneipe Hasch und Koks? Im Supermarkt? Auf Feiern? Zum Geburtsag vom Chef? Nein!
Die soziologischen Zusammenhänge sind hier völlig anders, der Gruppendruck wirkt hier ebenfalls anders. Und es soll keiner sagen, ihm wäre grundsätzlich egal, was andere machen. Irgendeine Art von Einfluß hat eine Gruppe/Lebenswelt/Ungebung immer - ob Mitziehen oder Protest, völlige Gleichgültigkeit ist selten.

Ein Fixer gehört schnell zur Subkultur "Drogenszene" und spaltet sich von der Gesamtgesellschaft ab, ein Alkoholkonsument in gemäßigten Rahmen dagegen fördert seine Intergration, weil es nunmal in unserem Umfeld fast immer als normal gilt, Alkohol zu sich zu nehmen.
Bier/Radler/Wein/Weinschorle sind so normal wie Cola & Kaffee. Wer sich allerdings eine Tee oder ein Wasser bestellt, wird schon schief angelinst oder spielt mit dem Autoschlüssel.

Ich trinke selbst gerne Niederprozentiges (Bier, Wein), verabscheue aber Schnäse jeder Art. Beim Griechen werde ich dann blöde Angesehen, weil ich diesen Drecks-Uszo nicht trinke!
 
Morgoth schrieb:
Da gab es auch etliche Studien, in denen drin stand, dass geringe Mengen von Alkohol regelmäßig konsumiert sogar gesundheitsfördernd sein sollen. Was stimmt denn nun?

Diese berühmte Studie hat sich nachträglich als falsch herausgestellt (was natürlich nie an die große Glocke gehängt wurde). Bei besagter Studie ging es sich um den Konsum von Wein und seiner Auswirkung auf die Gesundheit. Danach kam man zu dem Schluss das ein Glas Wein gesundheitsfördernd sein kann (das ist es wohl worauf du dich beziehst).

Diese Studie wurde aufgrund einer statistisch relevanten Korrelation zwischen Weinkonsum/Lebenserwartung & Gesundheit aufgebaut, leider haben die "Forscher" jedoch bei ihrer Auswertung einen groben Statistik-Fehler begangen:

Personen die in einem gefestigten und wohlhabenden sozialem Umfeld wohnen neigen viel häufiger dazu nur ein Glas (bzw. relativ wenig) und dann meist auch nur Wein zu trinken. Dieses wohlhabende soziale Umfeld bringt jedoch automatisch schon einen gesünderen Lebensstil mitsich (ausgewogeneres Essen, Hygiene, Doktoren etc.), der letztendlich auch für die höhere Lebenserwartung und Gesundheit verantwortlich ist.....und nicht wie angenommen das Glas Wein.
 
[focusbiker] schrieb:
Diese "Gruppenzwang-Begründung" halte ich persönlich für absoluten Schmarn!
Ich schliesse daraus, dass du eben nicht die Erfahrung gemacht hast, nicht das zu tun, was alle tun. Ich trinke nie Alkohol. Das heisst: fast nie. Zum Beispiel an Silvester: probier da mal jemandem klar zu machen, dass du einfach nix trinken willst. Glaub mir: die Gesellschaft lässt dich da nicht in Ruhe! Da mir das verleidet, trinke ich dann halt ein Gläschen.

Oder nehmen wir als Beispiel die Schule: wenn da eine Party ist etc, wird man immer aufgefordert, auch etwas zu trinken. Das ist wirklich bock-mühsam! Das kannst mir glauben. Oder an der Maturareise: da kommts dann wieder: "auch wenn du sonst nie etwas trinkst, jetzt musst du doch. Ist schliesslich Maturareise...bla bla". Das kotzt echt an. Ich bin mir aber immer treu geblieben (ausser Silvester), was wirklich nicht einfach ist. Und ich kann mir viele Leute vorstellen, die dem Druck einfach nicht standhalten und dann halt doch mittrinken. Man will ja dazu gehören...

Oder anderes Beispiel: schau dir mal Freundeskreise (im kleineren Sinne, mehr Cliquen von um die 5 Leuten) an und beobachte deren Rauchverhalten. Also so wie ich das sehe ist das in der Regel homogen. Entweder rauchen alle oder keiner. Und das kann also wirklich kein Zufall sein! Beim Alkohol ist es ähnlich: in einer Clique, deren Mitglieder sich am Wochenende versammeln um sich zu betrinken (ja, solche die das Ziel haben, sich vollaufen zu lassen; nicht nur ein zwei Gläser Wein des Geschmackes wegen), wirst du nie und nimmer einen nicht-Alkohol-Konsumenten finden. Und ich behaupte jetzt einfach, dass nicht der Alkohol, sondern die Gruppe zuerst existierte. Woraus sich ergo folgern lässt, dass Gruppenzwang und Alkohol eben doch zusammenpassen...
 
von mir volle Bestätigung in allem! Geht mir genauso...

/edit: Es ist völlig überflüssig, den gesamten post über dem eigenen zu quoten. Deshalb von mir wegeditiert! edit end/
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Stark, noch so ein Abstinenzler! :D
Ja, manchmal ist es nicht einfach. Die meisten glauben einfach, sie tun den Anti-Alks einen Gefallen, wenn sie ihn zu einem Gläschen hier und da überreden. Schließlich wirkt es ja auch bei ihnen...

Beim Alkohol ist es ähnlich: in einer Clique, deren Mitglieder sich am Wochenende versammeln um sich zu betrinken (ja, solche die das Ziel haben, sich vollaufen zu lassen; nicht nur ein zwei Gläser Wein des Geschmackes wegen), wirst du nie und nimmer einen nicht-Alkohol-Konsumenten finden.
Kann ich selber bestätigen.

Aber es hat niemand ernsthaft Interesse daran, an dieser Situation etwas zu ändern. Warum auch? Die Trinker (auch Gelegenheitstrinker) sind zufrieden, den Steuersäckel freut's und die Nicht-Trinker bleiben unter sich und sagen dazu nichts.
 
FH16 schrieb:
Ich schliesse daraus, dass du eben nicht die Erfahrung gemacht hast, nicht das zu tun, was alle tun. Ich trinke nie Alkohol. Das heisst: fast nie. Zum Beispiel an Silvester: probier da mal jemandem klar zu machen, dass du einfach nix trinken willst. Glaub mir: die Gesellschaft lässt dich da nicht in Ruhe! Da mir das verleidet, trinke ich dann halt ein Gläschen. [..]
Oder anderes Beispiel: schau dir mal Freundeskreise (im kleineren Sinne, mehr Cliquen von um die 5 Leuten) an und beobachte deren Rauchverhalten. Also so wie ich das sehe ist das in der Regel homogen. Entweder rauchen alle oder keiner. Und das kann also wirklich kein Zufall sein! Beim Alkohol ist es ähnlich: in einer Clique, deren Mitglieder sich am Wochenende versammeln um sich zu betrinken (ja, solche die das Ziel haben, sich vollaufen zu lassen; nicht nur ein zwei Gläser Wein des Geschmackes wegen), wirst du nie und nimmer einen nicht-Alkohol-Konsumenten finden. Und ich behaupte jetzt einfach, dass nicht der Alkohol, sondern die Gruppe zuerst existierte. Woraus sich ergo folgern lässt, dass Gruppenzwang und Alkohol eben doch zusammenpassen...
Naja, ist halt immer die Frage, mit wem man weggeht. Wenn ich mit meinen Kumpels losziehe und einer muß fahren, dann wird der nicht den ganzen Abend belächelt nach dem Motto: "Hehe, du darfst nichts trinken! Bätsch!" Eher im Gegenteil, derjenige der fährt, erhält den ganzen Abend unalkoholische Getränke von den anderen für lau.

Es kommt wirklich auf die Leute drauf an. Wir haben sowohl Raucher als Nichtraucher in der Clique, ebenfalls Leute, die kaum bis gar nichts tinken. Wo ist das Problem? Wenn jemand nichts trinkt, nörgele ich doch an dem rum, dass er sich doch bitte endlich mal die Birne vollhauen soll, andernfalls erwarte ich dies auch von meinen Freunden, dass die sich genauso verhalten! Toleranz ist das Maß der Dinge! :)

Anders sieht es natürlich mit "entfernten" Bekannten, die man nur hin und wieder auf diversen Festlichkeiten sieht, da stößt man dann schon mal auf Unverständnis, wenn man nichts trinken will, da muß ich dir Recht geben, das ist mir dann, wenn ich mal nichts tinken möchte, relativ Schnuppe, was die sagen....
 
Das ist meistens so, wie FH16 sagte... aber eher unter Jugendlichen, würd ich meinen. Oder eght es gerade darum?

In meinem Freundeskreis (keiner unter 27), wird es respektiert, wenn einem nicht nach Saufen oder Rauchen zumute ist. Egal zu welcher Gelegenheit.
Witzig ist, daß nach und nach alle aufhören zu rauchen. Ich habe 10 Jahre geraucht und bin seit etwa 3 Jahren frei davon. Und wie eklig das jetzt ist, dieses Zeug aus der Entferung auch nur zu riechen!

Beim Alk ist es so, daß ich auch wesentlich mehr getrunken habe, als ich jünger war (15-22/23). Ich hatte eine echt heftige Zeit, in der ich meinem Körper allerhand zugemutet habe... auch aufgrund Gruppenverhaltens.

Zum Glück durfte ich wenigstens ein bißchen weiser werden... ;)
 
Hallo

Na das ist doch mal ein netter Threat, hab den erst jetzt gefunden. Sind ja schon gut Aussagen gemacht worden bezüglich Alkohol. Das das Zeug in unseren Kulturkreis gehört, das ein Gläschen nix macht, das nur der wo billigen Fussel trinkt Alkoholiker ist, man trinkt den Wein wegen dem Geschmack und nicht wegen der berauschenden Wirkung........

Alkohol ist eine Droge-genau so wie Kokain,Nikotin und noch viele andere Sachen auch. Wenn ich eine Droge zu mir nehme muß ich mir immer einen Grund suchen um das Körperschädliche Verhalten mir selbst gegenüber zu rechtfertigen. Ich finde auch den Geschmack von frischem Hanf so angenehm, ich rauch das ja nur wegen dem Geschmack und nicht wegen dem THC.......... :)

Wer Alkohol trinkt nimmt eine Droge zu sich und in wie weit er süchtig ist muß er selbst entscheiden. Wenn ich obrige Aussagen bezüglich Geschmack lese ist mein erster Tipp: Laß mal 6-7 Monate das Zeug stehen, einfach so!, wenn du das nicht kannst könnte das bereits der Anfang eines Problem sein. (Warum du es stehen lassen sollst, ganz einfach weil du es kannst....hoffe ich)

Alkohol ist nur desshalb so beliebt weil es eine der wenigen legalen Drogen ist, und für jeden finanzierbar ist (Pulle Schnaps beim Aldi 3-4 Euro, oder)

Jegliche Verharmlosung einer Droge sollte einem zu denken geben. Sorry Leute, aber bei Alk ist bei mir Schluß. Ich kann das Zeug nicht abhaben und bin auch für ein absolutes Alkohol VERBOT, warum wird Hanf verboten (Nachweislich weniger schädliche Auswirkungen wie Alk) und die Volksdroge Alkohol ist erlaubt, bzw. wird vom Staat sogar noch mit Subvensionen gefördert.
 
Als Erklärungsversuch gilt vielleicht, dass Alkohol ist eine der ältesten Drogen, zumindest in unseren Breitengraden, ist und vorallem auch einer der am weitesten verbreiteten. Ein Alkohlverbot hat sich zumindest mit der Prohibition in den USA nicht durchgesetzt.

Zitat Wikipedia:

Zweck der Prohibition war es:

* das Verbrechen zu reduzieren
* die Armut zu verhindern
* die Sterblichkeitsrate zu verringern
* die Wirtschaft zu verbessern und
* die Lebensqualität zu steigern


Erreicht wurde dadurch:

* das Ansteigen der Kriminalitätsrate bei
o Morden in großen Städten um 78 %
o schweren Verbrechen um 13 %
o Fällen der Trunkenheit am Steuer um 81 % (wobei hier allerdings der gleichzeitige Anstieg der Zahl der überhaupt vorhandenen Autos berücksichtigt werden muss)
o anderen Delikten um 9 %
* dass der Alkoholkonsum stieg durch
o illegale Kneipen (nur Mitglieder kommen rein)
o Trinken von den leichter illegal zu transportierenden Spirituosen anstelle von Bier oder Wein.
o vermehrten Verkauf von medizinischem (95 %) Alkohol um 400 %
o gesteigerten Verkauf von unsauber destilliertem, giftigem Alkohol von 1 % auf 4 %
o Wegfall der staatlichen Einnahmen aus Alkoholsteuern, stattdessen Finanzierung der Mafia durch harmlose Bürger.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo

Könnte man da nicht den Umkehrschluß auf alle Drogen machen?
Sollte man dann nicht alles Legalisieren?

Warum nicht Alkoholverbot für Jugendliche unter 21?
Find es erschreckend wenn ich 13-14 jährige mit ner Bierdose in der Hand sehe.

Doch die liebe Regierung will lieber die Kohle anstatt die Jugend zu schützen. Sieht man am besten an dem neuen Alkoposgesetz. Die Dinger dürften laut Gesetz an Personen unter 18 nicht verkauft werden, anstatt den Händlern/Dealern kräftige Strafen aufzubrummen, wird ne Steuer drauf gedonnert um noch mal abzukassieren, bzw reiche Jugendliche können ja weiter saufen. Hätte man jedem Händler eine Strafe angedroht (20000 Euro zB) dann hätte man mehr erreicht wie durch eine Steuererhöhung. Und wie gesagt der verkauf an Personen unter 18 ist sowieso illegal.

Alkohol ist doch die beste Droge für den Staat, besoffene Bürger machen keine Revolution :) solange du Ihnen Akl gibst.
 
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