@Aes
Gerade die Autoindustrie halte ich für ein schlechtes Beispiel:
1. Die Verbrauchswerte von Autos sind doch zum großen Teil reine Fantasiezahlen, unter fragwürdigen und Praxisfernen Umständen ermittelt.
Unser neuer BMW 116 (angeblich 5,8 Liter) verbraucht satte 8 Liter im Schnitt, und wir fahren in wirklich möglichst sparsam (Bekannte haben den gleichen, die liegen bei 8,5 L).
Mittlerweile wird auch bei der Leistung geschummelt.
Unser BMW (120 PS), gibt die Leistung einfach nicht frei, da der max. Spritverbrauch ab dem 4. Gang auf 17L (auf 100km) gedrosselt wird.
Nebenbei, bei tempo 130 konstant (völlig freie Bahn), schluckt er ca. 11 Liter. Daher werden die offiziellen Werte nur bis Tempo 80 gemessen (da schlägt er sich auch ganz gut).
Unterm Strich verbraucht er 0,5-1 L mehr als unser alter Golf, der offiziell mehr verbraucht.
2.
Du beziehst dich ja auf mehr Leistung bei weniger Verbrauch.
Das stimmt ja so bei Autos nicht.
Die mehrPS werden ja für die Verbrauchsmessungen nicht genutzt, da man dort gleich schnell beschleunigt.
Gibt man mit den mehrPS auch wirklich mehr Gas, verbrauchen die natürlich wieder entsprechend mehr.
Worauf ich hinaus will ist, dass da gerade in der Autoindustrie mehr Schein als Sein ist.
Mal abgesehen von manchen Dieselmotoren, hat sich da in den letzten Jahren lange nicht soviel getan, wie die Werbung glauben machen will.
Wenn du mal nen P4 mit heutigen Core2Duos vergleichst, hat sich da bei der Performance pro Watt ungleich mehr getan als in der Autoindustrie.
Allerdings ist der Gesamtverbrauch eher gleich geblieben bzw. sogar gestiegen, da man die Effizienzsteigerungen durch mehr Leistung verpuffen läßt.
Somit wieder paralell zur Autoindustrie (mehr PS + Masse).
Nur auf anderem Niveau, die Chipherstellung hat weit höhere Effizienzsteigerungen.
Gruß
Doc