Nachhaltigkeit im Alltag - Erfahrungen der Community (1. Beitrag beachten!)

Ein Auto ist schlicht Freiheit. Freiheit überall hinzukommen ohne einen Fahrplan zu beachten, überfüllten Bahnen zu sitzen und so weiter. Freiheit Einkäufe oder andere Menschen zu transportieren.

Deshalb wird sich nie eine alternativ zum Auto durchsetzen. Da alles andere Unfreiheit ist.
 
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DerOlf schrieb:
Daher entscheide ich mich dagegen, den modernen Mobilitätsanforderungen unserer Wirtschaft zu entsprechen ... und arbeite weiter auf Jobs, für die ich keinen FS brauche.
Neben anderen sinnvollen Entscheidungen (wir sind nach unserer Heirat in der Wohnung geblieben, die meine Frau vor vierzig Jahren angemietet hat und wir haben deshalb eine Traummiete - dafür ist das Viertel halt nicht so dolle), hab ich mich vor langer Zeit dafür entschieden, kein Auto oder Motorrad zu fahren, sondern einen 50ccm Roller.

Da ich kaum grössere Wege in Kauf nehmen muss, reicht der aus. In der Stadt, in der ich mich vorwiegend bewege, komme ich damit praktisch immer genauso schnell ans Ziel, als würde ich mich mit einem Auto oder Motorrad fahren. Ich verbringe praktisch nie Zeit damit, nach einem Parkplatz zu suchen, auch dadurch relativieren sich irgendwelche Geschwindigkeitsvorteile von Autos oder Motorrädern.

Die einzige Anpassung in den letzten Jahrzehnten war die, dass ich keinen Zweitakter mehr fahre, sondern inzwischen einen Viertakter mit Einspritzung und Kat, der auch Euro 5 erfüllt. Und mit dem fahre ich im Jahr mehr Kilometer, als meine Frau mit ihrem CitySuv zurücklegt.
 
DerOlf schrieb:
sondern die von diesen veräusserten Verbrenner werden ... zunächst werden nämlich diese Modelle den Gebrauchtmarkt überschwemmen ... erst dann kommen auch Stromer dazu ... vielleicht auch mal welche, bei denen der Akku noch über 50% Leistung bringt.
Das glaube ich auch, man wird sich noch die Augen reiben was man für seinen Verbrenner auf dem Gebrauchtmarkt noch bekommt.
Ich glaube nicht das man es schafft den Akku auf um die 50% runter zu rocken. Vorher fällt alles andere an dem Auto auseinander. Was man bisher im Lanzeitbetrieb sieht müsste der Akku dafür weit über 1 Mio km hinter sich haben....
Rote Rose schrieb:
Deshalb wird sich nie eine alternativ zum Auto durchsetzen. Da alles andere Unfreiheit ist.
Wieder sehr allgemein geschrieben. Beim ÖPNV bin ich bei dir, ich glaube der Anteil der Nutzer wird sich nicht signifikant ändern lassen. Mit dem Aufkommen des E-Bikes gibt es aber eine praktikable Alternative im Individualverkehr. Mittlerweile wird jedes zweite Auto nicht mehr täglich bewegt. Ich kann Dir dutzende Beispiele von Leuten nennen die ein Auto besitzen aber niemals damit fahren.
Wir haben uns vor einigen Jahren von unserem Zweitwagen getrennt und dafür zwei E-Bikes angeschafft mit denen wir ganzjährig fahren. Das Auto steht die meisten Tage im Jahr in der Garage.
 
Rote Rose schrieb:
Freiheit Einkäufe oder andere Menschen zu transportieren.
Hat man auch mit Lastenrad oder einer Rikscha ... und die gibts auch elektrisch ... und vollverkleidet.
(wird nur bei jeder Ausbaustufe teurer, aber das kennt man ja vom Auto).

Sicher nichts für Menschen, die auch für Einkaufen lange Wege auf sich nehmen müssen ... aber in meiner aktuellen Wohnsituation mMn klar die bessere Alternative.

Zum Thema Auto=Freiheit:
Das habe ich als Kind schon nie verstanden ... zu Fuß bin ich nichtmal an Straßen gebunden, und einfach übers Feld ist im Zweifel schneller, als auf Straßen aussenrum.
Es ist die Freiheit, im Stau zu stehen und sich drüber aufzuregen, dass unsere Städte nicht mit unseren Autos mitgewachsen sind, dass ursprünglich zweispurig befahrbare Straßen durch das Parken auf beiden Seiten mittlerweile nur noch einspurig sind ... was das Stauaufkommen noch vergrößert.
Gleichzeitig weigert man sich aber, verbleibene historische Stadtkerne abzureißen, um endlich genug Platz zum Autofahren zu schaffen.

Das Auto bedeutet nur in einer Welt Freiheit, die so sehr aufs Auto ausgerichtet ist, dass ein Auto zwar nicht frei macht ... kein Auto nutzen zu können aber große Unfreiheiten bedeutet.
Das macht einen nicht freier, als den Sklaven, der nicht weiß, dass es freie Menschen gibt.

Ist aber auch egal ... man bezahlt für diese Freiheit ja auch nicht wenig. Mit Auto würde mein Job für mein Leben jedenfalls nicht genug abwerfen. Ich bin so frei, und spare es mir, 5-10 Stunden die Woche nur für mein Auto zu arbeiten. Bei mir sinds 5-10 Stunden im Monat für das ÖPNV-Abo.
 
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Buttkiss schrieb:
Wir haben uns vor einigen Jahren von unserem Zweitwagen getrennt und dafür zwei E-Bikes angeschafft mit denen wir ganzjährig fahren.
Ich würde das so gerne auch machen... Leider klappt es aktuell nicht, aber sobald es irgendwie machbar ist, werden wir genau das auch machen!

Diese Freiheit und Auto Geschichte unterschreibe ich zu 100% auf dem Land mit Kids. Je näher ich Richtung Stadt wohne, desto weiter gehen diese 100% runter, auch mit Kids und ohne dann noch schneller.

Dieses Akku "Argument" ist doch nur vorgeschoben. Mag zu Beginn der ersten E-Autos so gewesen sein, aber mittlerweile ist das doch per se, genau wie die Reichweite. Mir persönlich ist es Wurst welche Technik mein Auto antreibt, praktikabel muss es sein und das werden E-Autos immer mehr und immer mehr.
 
Ob der Umstieg klappt ist halt sehr individuell. Wir wohnen auf dem Land (mit Kids), haben aber beide unter 10km Strecke zur Arbeit, es gibt einen ÖPNV bis 20:00, zwei Supermärkte, Getränkemarkt, Bäckereien im Umkreis von 300m. Dann kann man den Wochenkauf auch mal schnell noch nach der Arbeit abwickeln.
Im Dorf meiner Eltern sähe das ganz anders aus. Nächste Einkaufmöglichkeiten in 8km Entfernung.

FrankenDoM schrieb:
Dieses Akku "Argument" ist doch nur vorgeschoben.
Nach jetzt 4 Jahren und knapp 60t km kann ich nicht sagen das die Reichweite erwähnenswert abgenommen hätte. Die Akkudegeneration sollte jetzt bei etwa 5% liegen.
Mir wäre die Technik nicht Wurst, vor allem aktuell nicht. :)
 
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Buttkiss schrieb:
Mir wäre die Technik nicht Wurst, vor allem aktuell nicht. :)
Das war auch eher so gemeint, dass ich den E-Antrieb nicht deshalb nicht will weil es E-Antrieb ist. Käme morgen der Holzantrieb und der wäre besser als der E-Antrieb würde ich den auch nicht ablehnen weils der Holzantrieb ist.
Wer es kann, der sollte aktuell natürlich zum E-Auto greifen.
Ich hoffe Du weist was ich sagen will :D
Buttkiss schrieb:
Reichweite erwähnenswert abgenommen
Ich hab Reichweite nicht im Bezug auf kaputtem Akku gemeint. Ich wollte sagen, dass zu Beginn die E-Autos kaum Reichweite hatten, egal in welchem Zustand der Akku ist.
Aber ich hab weder Angst vor kaputten Akku und mittlerweile ist auch die Reichweite vollkommen Ok. Wer daheim laden konnte, dem haben auch die Reichweiten zu Beginn gereicht.
Buttkiss schrieb:
Ob der Umstieg klappt ist halt sehr individuell. Wir wohnen auf dem Land (mit Kids), haben aber beide unter 10km Strecke zur Arbeit, es gibt einen ÖPNV bis 20:00, zwei Supermärkte, Getränkemarkt, Bäckereien im Umkreis von 300m. Dann kann man den Wochenkauf auch mal schnell noch nach der Arbeit abwickeln.
Im Dorf meiner Eltern sähe das ganz anders aus. Nächste Einkaufmöglichkeiten in 8km Entfernung.
Genauso hab ich das gemeint :)
Bei uns sind es halt leider keine kleiner 10 km und grad bei meiner Frau ist die ÖPNV Geschichte eine Katastrophe. Bei mir ginge es sogar, aber da ist seit Ewigkeiten auch Baustelle auf der Strecke was die Zeit verdoppelt. Einkäufe machen wir aber auch sehr viel zu Fuß und Getränke holen verbinde ich immer mit dem Bürotagen, außer ich bin mit dem Rad unterwegs.
 
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FrankenDoM schrieb:
Das war auch eher so gemeint, dass ich den E-Antrieb nicht deshalb nicht will weil es E-Antrieb ist. Käme morgen der Holzantrieb und der wäre besser als der E-Antrieb würde ich den auch nicht ablehnen weils der Holzantrieb ist.
Wer es kann, der sollte aktuell natürlich zum E-Auto greifen.
Ich hoffe Du weist was ich sagen will :D
E-Autos gibts seit ca. 138Jahren. Problematik bleibt trotz besserer Akkumulatoren die Selbe -> Energiedichte, Reichweite, Ladeinfrastruktur.

Ab 2018 wurde per Planwirtschaft seitens der EU von fachfremden Menschen, der Flottenverbrauch festgeschrieben und seitdem geht die Automobilwirtschaft in Deutschland bergab. Hausgemachtes Problem, der Mittelstand und die Mitarbeiter können einem da Leid tun. Naja die wirtschaftliche Realität holt uns ja so langsam ein.
 
@Hutzear
Na ja, komm schon. Das kannst du besser. Hier vermischt du die Entwicklung der E-Mobilität mit Maßnahmen zur Begrenzung der schädlichen Klimaentwicklung.

Tesla hat den Markt mit Großserien erstmals Anfang der 2000er betreten, spätestens mit dem Model 3 ab 2017 dann weltweit rasant im Geschäft des Massenmarktes, inkl. Aufbau einer Ladeinfrastruktur. Das ist jetzt über ein Vierteljahrhundert her. Zeit genug eigentlich, um eine technische Transformation einzuleiten und umzusetzen.

Ab ca. Anfang der 2020er kam China mit signifikanten Mengen hinzu (Achtung Planwirtschaft China). Reaktion der vielfach so geschmähten EU: Ausgleichszölle zum Schutz des EU-Binnenmarktes und europäischer Automobilhersteller. Dafür ist die EU dann gut, oder?

Der Flottenverbrauch trat schon ab 2012 schrittweise in Kraft, mit weiteren Meilensteinen ab 2020, 2025 bis 2035. Wobei Letzteres ja auf der Kippe steht.

Die Probleme der deutschen Automobilindustrie sind von daher weniger in gesetzlichen Regelungen zu sehen, von denen einige die Hersteller auch schützen (Zölle bspw.) oder von ihnen umgangen wurden (Stichwort CO²-Pooling), sondern in der Trägheit der Transformation aufgrund von inneren Widerständen, am Festhalten an alten Strukturen.

Nachhaltigkeit (auch im Sinne der Arbeitsplätze) hätte hier mit einer schnelleren Transformation einhergehen müssen.
 
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Kaum ist der Bann abgelaufen, schon geht's weiter?

Hutzear schrieb:
Hausgemachtes Problem
Richtig. Hausgemacht bei den Autobauern. Dazu kann ich eigentlich nur "Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit" sagen. Das hat nichts mit angeblicher Planwirtschaft zu tun, sondern eher mit Lobbyismus gegen sich selbst.
 
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Reglohln schrieb:
Richtig. Hausgemacht bei den Autobauern.
Die Autobauer können da nicht viel für. Die Absatzzahlen waren hervorragend, dann hat Brüssel(fachfremde Personen) Vorgaben gemacht und ab da musste VW auf E-Auto's umsteigen, da sonst die Flottenverbräuchte nicht einzuhalten wären. Die Konsequenzen dürfte dann jetzt so langsam jeder in der Geldbörse spüren.
 
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Einfach nur Meinung ohne Fakten. Fachfremd scheinst auch du zu sein und meinst dennoch fundiert Probleme erfasst zu haben, obwohl im Irrtum unterwegs. Das ist das, was uns noch "nachhaltig" in große Probleme stürzen wird. Aber gut. Ich ziehe schon mal Badebüx und Schnorchelbrille für das Aquarium an 😅.
 
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@Hutzear
Ich hab das jetzt mehrfach gelesen, aber ich komme nicht drauf was Deine Antwort mit dem zu tun hat was Du von mir zitiert hast...

Die deutsche Automobilindustrie schaufelt sich seit Jahrzehnten ihr eigenes Grab.

Die Verkäufer der Videorekorder mussten auch mal ihr erfolgreiches Geschäftsmodell aufgeben/anpassen.
Die Verkäufer der Kutschen mussten... ach lassen wir das.
 
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FrankenDoM schrieb:
Die deutsche Automobilindustrie schaufelt sich seit Jahrzehnten ihr eigenes Grab.
Nein, die Fertigungstiefe ist enorm, die Dichte an Mittelständlern in unmittelbarer Nähe(hidden Champions) massiv und in der Folge konnte man sehr hochwertige Autos bauen und war was Verbrennungsmotoren angeht Weltmarktführer. Da kam niemand ran und es war/ist weltweit nachgefragt.
FrankenDoM schrieb:
Die Verkäufer der Videorekorder mussten auch mal ihr erfolgreiches Geschäftsmodell aufgeben/anpassen
Es war dann eine Verordnung von Leuten, die davon nichts verstehen, die die Misere in die Wege leitete. Das mit dem Videorekorder passt nicht, denn da gab es keine Verordnung und der Markt hat das geregelt, da eine disruptive Technologie auf die nächste folgte.
 
Du ignorierst halt einfach, dass der Rohstoff für Verbrenner endlich ist und da durch Tag für Tag teurer wird. Irgendwann ist er sogar mal weg, egal wie viel er kosten würde. Schlimm genug wenn das das einzige Problem wäre.
Die Entstehung von Schadstoffen bei der Verbrennung tut ihr übriges. Immer mehr Menschen, immer mehr Autos, immer mehr Schadstoffe. Kann man ignorieren und in der Vergangenheit leben oder so wie es die Hersteller getan haben, Messwerte fälschen um das Problem klein zu machen.

Beide Probleme sind für sich schlimm genug für den Verbrenner, aber in Kombination war/ist das sichere Aus nur eine Frage der Zeit.

Der beste Verbrenner stinkt beim Thema Wirkungsgrad halt einfach ab. Ja, stinkt ist hier bewusst gewählt ;)

Es gibt weder eine Energiewende von heute auf morgen und auch keine Verkehrswende. Aber man muss halt mal anfangen und da man es, gerade in Deutschland, über Jahre verzögert und verschleppt hat wird es jetzt halt erstmal mehr wehtun als es hätte sein müssen.
Gerade mit Deinem Spruch von E-Autos gibt es schon seit 138 Jahren zeigst Du doch deutlich, wie lange man gepennt hat.
Halte ich es für richtig mit dem Holzhammer zu sagen, dass es zum Tag x so sein muss? Nein.
Aber ich halte es für sehr richtig auf ein Pferd zu setzen welches nicht schon im sterben liegt und genau das haben wir in Deutschland verpasst. An der Infrastruktur hätte man schon lange arbeiten können! Wird nur unzureichend getan. Wir haben hier im Wohngebiet, welches hauptsächlich aus Mehrfamilienhäusern ohne TG besteht 2 Ladesäulen. Wer hier nicht gerade zu Hause irgendwie laden kann hat ein Problem.

Und genau deshalb ist es ein Fakt, dass die deutsche Automobilindustrie sich seit Jahrzehnenten ihr eigenes Grab schaufelt. Durch Verschleppungs- und Verweigerungstaktik. Der ehemalige Weltmarktführer hat es verpasst mit der Zeit zu gehen und wenn sich da nicht schleunigst was ändert, dann wird sie das gleiche Schicksal erleiden wie das Pferd welches sie zu Tode reiten.

Ich war und bin immer ein Fan deutscher Autos und hoffe sehr, dass man die Kurve kriegt, aber das wird man nicht durch rum nölen und ignorieren der eigenen Versäumnisse schaffen.
 
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Vorweg, ich werte überhaupt nicht ob die politischen Maßnahmen die man gemacht hat richtig oder falsch sind!

Die Stärke der deutschen Automobilhersteller war nicht in günstiger Massenproduktion begründet sondern in der extremen Qualität und Fortschrittlichkeit der Produkte. Die Grenze zum hochtechnologisierten Maschinenbau ist klein und das war und ist eine Stärke von Deutschland. Nicht umsonst kommt einer der besten autobauer der Welt wie Toyota und kauft die komplette Technik bei BMW für den Supra ein, weil so ein technikpaket schnüren in ihrer Qualität Milliarden und viele Jahre kostet (siehe Lexus LFA)

Ich finde es extrem hochmütig und ignorant wenn man - egal ob einer der 82 Millionen Bundestrainer Autoschraubermeister oder Politiker oder wer auch immer - den besten Autobauern der Welt ständig vorwirft sie wären zu dumm, kurzsichtig, whatever um richtige Entscheidungen zu treffen.

Elektroautos sind ein ganz anderer Markt. Da geht es nur um billige industrieproduktion und Technik die mit den Kernkompetenzen der dt. Autobauer wenig zu tun hat. Folgerichtig verkauft man die E-Autos vor allem unter dem Aspekt Luxus, wie Louis Vuitton Taschen und schaut sich um wo man seine Stärken noch anwenden kann:

https://www.handelsblatt.com/untern...teile-in-osnabrueck-herstellen/100211392.html
 
Ford_Prefekt schrieb:
den besten Autobauern der Welt
Das ist aber auch so ein Nimbus, der da aufgebaut wurde. Mag in Teilen richtig sein, aber erstens muss das nicht für ewig gelten und hängt zweitens zusammen mit...
Ford_Prefekt schrieb:
Technik die mit den Kernkompetenzen der dt. Autobauer wenig zu tun hat
Warum ist das so? Wenn sie weiterhin zur Weltspitze gehören wollen, gehört dazu eine nachhaltige Anpassung der Produkte an veränderte Marktverhältnisse und neue Technik. Wenn sie in Zukunft weiterhin eine herausragende Rolle spielen wollen (ich wünsche es ihnen und uns als Gesellschaft), müssen sie sich die neue Technik aneignen und eine mit dem bisherigen Produkten vergleichbare Exzellenz aufbauen.
Ford_Prefekt schrieb:
Die Stärke der deutschen Automobilhersteller war nicht in günstiger Massenproduktion begründet
Eigentlich schon. Oder wer hat den Volumenmarkt mit Polo, Golf, Passat, C-Klassen, 3er etc. bedient? Man konnte oder kann alle Marktsegmente sehr gut bedienen.
Ford_Prefekt schrieb:
sondern in der extremen Qualität und Fortschrittlichkeit der Produkte.
...die in den letzten Jahren aber ein wenig gelitten hat. Wenn man sich das auf die Fahnen schreibt, muss man das auch durchgehend einlösen können.

Nachhaltigkeit (hier im Kontext Businessmodelle) besteht auch immer darin, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit zu erhalten, um sich gerade in Zeiten wie diesen nicht aus dem Markt drängen zu lassen. Und die Exzellenz deutscher Autobauer ist auch mit E-Fahrzeugen möglich und mehr als wünschenswert. Glücklicherweise bekommen sie langsam, wenn auch etwas spät, im wahrsten Sinne die Kurve.

Der Verbrenner wird sich in den nächsten Jahrzehnten zum Nischenprodukt entwickeln. Der Massenmarkt, auch international, wird elektrifiziert. Was auch, wenn wir uns die aktuellste Krise anschauen, mehr als Sinn macht, um sich von der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu lösen. Wenn man weiterhin mitspielen wird, sollte man die neuen Regeln akzeptieren oder besser noch, sie mitgestalten.
 
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Hutzear schrieb:
Ladeinfrastruktur
Der erste Autofahrer bei uns war schon vor dem ersten großen Krieg unterwegs - da gab es bestimmt auch schon an jeder Ecke Tankstellen 🙄
 
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Vigilant schrieb:
Mag in Teilen richtig sein,
Bei 4, 6 und 8 Zylinder Turbo Motoren setzt man den absoluten Benchmark, an dem sich alle orientieren, bei den Getrieben ebenso und da zähle ich ZF mal mit rein. Natürlich hat man einige Irrwege (Lokasil z.b.) beschritten und der Kostendruck und die Komplexität tun ihr übriges v.a. im Massrnmarkt aber an der technologischen Überlegenheit besteht absolut kein Zweifel.
Klar gibt es immer noch die kleinen Schwachstellen wie Plastikwasserpumpengehäuse oder Teilbereiche wo man es mit der Optimierung überreizt (z.b. Kolbenringe vs. Ölintervalle) aber die Basics sind durch. Wassergekühlte Abgaskrümmer, Plasmabeschichtete zylinderlaufbahnen, usw.
€: Letzteres ist auch ein schönes Beispiel dafür, was die Deutschen von den anderen unterscheidet. Während die anderen Eisenschweine bauten oder einfache Buchsen einsetzten, hat man in D immer wieder versucht was neues besseres zu entwickeln. Nikasil, Alusil, Lokasil und jetzt ist man endlich am Ziel und man könnte nach jahrzehntelanger Pionierarbeit mal sein Säckchen schnüren.

Vigilant schrieb:
Wenn sie weiterhin zur Weltspitze gehören wollen, gehört dazu eine nachhaltige Anpassung der Produkte an veränderte Marktverhältnisse und neue Technik. ... Flexibilität,...
Ja klar schöne Worte aber du machst aus einem Michael Jordan nicht mal eben einen Michael Jackson auch wenn es ähnlich klingt. Aber diese Exzellenz brauchst du nun mal wenn du international nicht gegenüber den Supermächten abstinken willst.

Vigilant schrieb:
Oder wer hat den Volumenmarkt mit Polo, Golf, Passat, C-Klassen, 3er etc. bedient? Man konnte oder kann alle Marktsegmente sehr gut bedienen.
Ja früher, aber durch die kostenexplosionen ist das doch alles nur Umsatz.
Mercedes und BMW sind doch schon fast ganz aus dem Segment raus. VAG produziert schon jahrelang im Ausland und schwächelt schon lange, die Kohlen reinholen tut Audi mit Produkten aus Ungarn. Gilt ja für die anderen Massenmarkthersteller aus Europa auch, die leiden alle aber die sind natürlich auch alle kurzsichtig und unfähig. Die Japanern knabbern auch am Hungertuch, außer Toyota, weil deren Kernkompetenz nunmal der preiswerte Massenmarkt ist.

Vigilant schrieb:
...Glücklicherweise bekommen sie langsam, wenn auch etwas spät, im wahrsten Sinne die Kurve. Der Massenmarkt, auch international, wird elektrifiziert.
Ohne Protektionismus keine Chance im Massenmarkt.

"Wenn man weiterhin mitspielen wird, sollte man die neuen Regeln akzeptieren oder besser noch, sie mitgestalten."
Tja, das könnte man genauso gut über die Politik sagen. Die neuen Regeln sind nämlich, Export nach China funktioniert nur über die Statussymbolmethode und die Amis wollen Verbrenner.
 
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