DerOlf schrieb:
Sicher nichts fĂŒr Menschen, die auch fĂŒr Einkaufen lange Wege auf sich nehmen mĂŒssen ... aber in meiner aktuellen Wohnsituation mMn klar die bessere Alternative.
Genau das ist der Punkt.
Wenn ich zum Arzt laufen kann und die StraĂenbahn 50m neben meiner Wohnung hĂ€lt, wie bei meiner Tochtter in der Landeshauptstadt, ist das gar kein Problem.
Wenn man aber zum einzigen Lebensmittelladen 2 km laufen muà und der Zahnarzt in einem anderen Landkreis wohnt, der Bus alle 2 Stunden fÀhrt und die Autowerkstatt 5 km minimum entfernt ist, dann ist nix mit Fahrrad.
Bei meiner Tochter rosten die bremsen am Auto fest, wenn sie nicht gerade mal auf "Wanderschaft" nach Leipzig zur Buchmesse oder sonst wohin ist.
DerOlf schrieb:
Zum Thema Auto=Freiheit:
Das habe ich als Kind schon nie verstanden ... zu FuĂ bin ich nichtmal an StraĂen gebunden, und einfach ĂŒbers Feld ist im Zweifel schneller, als auf StraĂen aussenrum.
Das geht hier nicht. Wir sind in einem kleinen Ort am Rande des Rennsteigs auf ca. 600m Höhe.
Schnell geht da zu FuĂ gar nichts und man ist auch ziemlich kaputt vom Hoch und runter.
Zur postÀhnlichen Annahmestelle kann ich laufen, das sind so 400m ohne Berg dazwischen.
DerOlf schrieb:
Es ist die Freiheit, im Stau zu stehen
Das habe ich auch immer gedacht am Freitag, wenn ich die A3 von Weinheim nach Hause gefahren bin und an der Erweiterung von 2 auf 3 Spuren auf der Autobahn jedes mal an der gleichen Stelle ein Unfall war.
DerOlf schrieb:
und sich drĂŒber aufzuregen, dass unsere StĂ€dte nicht mit unseren Autos mitgewachsen sind, dass ursprĂŒnglich zweispurig befahrbare StraĂen durch das Parken auf beiden Seiten mittlerweile nur noch einspurig sind ... was das Stauaufkommen noch vergröĂert.
Ja, da hĂ€tte man schon etwas wegreiĂen können von den schönen alten GrĂŒnderzeithĂ€usern in Erfurt, damit man noch mehr Krach machen kann Freitag Nacht.
DerOlf schrieb:
Das Auto bedeutet nur in einer Welt Freiheit, die so sehr aufs Auto ausgerichtet ist, dass ein Auto zwar nicht frei macht ... kein Auto nutzen zu können aber groĂe Unfreiheiten bedeutet.
Also als ich den ersten Golf hatte fĂŒhlte ich mich schon irgendwie besser, als im Zweitakter.
Den konnte man riechen und der Trabbi roch anders, als der Wartburg.
Warum weiĂ keiner, es war fĂŒr alle das gleiche Benzin von Minol.
Der Trabant war glaube ich mit Drehschieber gesteuert am EinlaĂ und der Wartburg hatte einen normalen VergasereinlaĂ.
DerOlf schrieb:
Das macht einen nicht freier, als den Sklaven, der nicht weiĂ, dass es freie Menschen gibt.
Allerdings und da hat man an die Wartung und Pflege noch gar nicht gedacht.
DerOlf schrieb:
Ist aber auch egal ... man bezahlt fĂŒr diese Freiheit ja auch nicht wenig. Mit Auto wĂŒrde mein Job fĂŒr mein Leben jedenfalls nicht genug abwerfen.
Ich konnte nun wieder als Servicetechniker nicht so ganz ohne Auto auskommen.
Man muĂte auch manchmal Service vor Ort machen und da das ganze Zubehör per Fahrrad hinschaffen geht meist nicht.
DerOlf schrieb:
Ich bin so frei, und spare es mir, 5-10 Stunden die Woche nur fĂŒr mein Auto zu arbeiten. Bei mir sinds 5-10 Stunden im Monat fĂŒr das ĂPNV-Abo.
Wenn es da gÀbe bei uns, hÀtte ich das auch.