Netzwerkkabel über Balkon verlegen

@Ost-Ösi DAS war jetzt alles chinesisch für mich, aber ich habe da sowieso Hilfe bei der Aktion :-)
Was genau macht dieses Auflegewerkzeug?

Noch ne Frage zu den Dosen: Die heißen irgendwie alle Cat 6a - sind das die richtigen? Dachte, CAT 7 Kabel wäre das beste?
 
Ich würde zum Auflegen dennoch unbedingt Auflegewerkzeug verwenden. Die 15€ sind die Mühe nicht wert das irgendwie anders hinzubekommen und sich hinterher mit Verbindungsproblemen zu ärgern.

Kurzes Youtube-Video angeschaut und dann schafft man das auch als Laie.
Nachtrag: z.B. hier (nur kurz durchgezappt, scheint aber gut erklärt zu werden)
 
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oh jaaa, ich vergaß die neuen Möglichkeiten - youtube wird das sicher gut verdeutlichen... Mein Helfer ist zwar handwerklich begabt, aber eher allgemein und wir beide haben eine Netzwerkverkabelung noch nie in Angriff genommen...
 
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Stimme Bender zu. Habe ein ganzes Haus mit Auflegewerkzeug gemacht.
Jetzt die Wohnung mit Keystone. Letzteres ist einfacher (wohl teurer)
 
Wenn ich lese "durch die Balkontür bohren" verspüre ich körperliche Schmerzen... 😅 Kann das aber natürlich nachvollziehen, wenn es der beste Weg sein sollte.

Kurz meine Erfahrung mit "LAN-Kabel draußen": ich hatte vor einigen Jahren ein "Outdoor"-Kabel ins Baumhaus meiner Tochter verlegt. Im vergangenen Sommer hab ich es umgewidmet und betreibe nun damit einen AP im Garten (die Nachbarn freut es :D). Funktioniert nach wie vor problemlos.
 
Gehe da nochmal in mich bzw. berate mich mit meinem Helfer, der der Handwerker ist, ich eher der Theoretiker :-)
Vielleicht wird es doch die 30m Lösung durch die Wohnung, dafür keine Outdoor-Lösung.

JETZT bin ich etwas planlos :-)
 
masafaga schrieb:
äähm, geht es hier jetzt um die Kabel oder die Dosen?!

Es geht um die Dosen. Es gibt zwei Techniken. Bei LSA werden die einzelnen 8 Adern mit einem LSA Werkzeug in die Klemmen gedrückt. Bei Keystone hat man ein Modul, bei dem man am Ende die einzelnen Adern passend einfädelt und mit einer Zange die Keystones schließt. Keystone ist weniger fehleranfällig und somit für Laien zu empfehlen.
 
Man muss nicht unbedingt durch Fenster oder Balkontür, wenn man was nach draußen verlegen will, man kann auch Wände nehmen. Nur mal so angemerkt. Wobei ich selbst immer durch die Wohnung präferiere. Das ist am Ende einfacher, egal wieviel Kabel man braucht und oft sind ja schon entsprechende Kanäle vorhanden.

Und gerade bei neueren Bauten sollte man die Wärmeisolierung nicht vergessen. Daher lieber drinnen verlegen, sonst schafft man sich schnell eine Wärme-/Kältebrücke.

Wenn es dann doch raus soll, eben mit Anschlüssen (auch draußen) um das Kabel schnell mal wechseln zu können. Die Anschlussdosen müssen natürlich entsprechend vor Witterung geschützt werden.

Ein Loch in der Außenwand sollte aber in der Regel besser vermieden werden.
 
Denk aber daran das Kabel beim Durchbruch nicht in Sockelleistenhöhe zu machen.
Kann man abdichten kann auch sehr schnell nass werden in der Wohnung.
Aussen das Leerrohr für den Schutz im Gefälle legen das Feuchtigkeit abfliesen kann.

ich würde von Raum zu Raum durch die Wand gehen....
Kannst ja mal eine Wohnungsskizze hier mit anhängen.
 
Lass deinen handwerklich begabten Helfer das kaufen oder zumindest mitentscheiden. Der muss sich am Ende schließlich damit rumschlagen. Ich würde dir was erzählen, wenn du irgendwelchen Chinamist kaufen würdest, den ich dann installieren soll.
 
Moin @masafaga
ist ja richtig viel Betrieb hier im Beitrag.
Genau sowas in der Art.
Keystone bedeutet einfach, dass du auch die Module wechseln kannst. Theoretisch kannst du in einer zweier Keystone Dose 1x Netzwerk und 1x SAT als Keystone Modul anschließen.
Hier mal ein Bsp. wie die Keystones verbunden werden können:
https://www.homeway.de/wp-content/uploads/2016/10/montageanweisung_Keystone_2020.pdf

Ein Auflegewerkzeug sieht so aus:
https://elektroinstallation-ratgeber.de/netzwerkdose-anschliessen-lsa-auflegewerkzeug/

Einfach gesprochen übernimmt das Werkzeug alle Schritte. Es klemmt das Kabel ein und schneidet es an der richtigen Stelle. Man muss dann nur auf die A und B Belegung achten. Also wie die Verdratung aussieht.
Das ist aber kein Hexenwerk.

Wenn du wirklich auf Nummer sicher gehen willst:
Verlegekabel und dies dann in einem Rohr oder Kabelkanal. Das macht auf Dauer wirklich mehr Sinn. Es kann gerne mal passieren, dass man sonst an das Kabel schrabbt oder ein Mäuschen, anderes Getier auf den Balkon knabbert. Ich denke einen einfachen Kabelkanal, der nicht breiter als das Kabel ist wird nicht auffallen und hat einfach eine enorm höhere Schutzwirkung. Da solltest du nicht dran sparen. Verlegetechnisch auch genau so wie das Kabel. Keine wirkliche Mehrarbeit.

Was den Switch angeht. Ich habe den hier rumstehen:
https://www.amazon.de/gp/product/B07PDHVZNS/ref=ppx_yo_dt_b_search_asin_title?ie=UTF8&psc=1

Den habe ich bewusst gewählt. Ist ein Smart Managed Switch. Der hat das IGMP v3 Snooping.
Bei anderen Switches kann es sein, dass sowas wie Magenta TV etc. nicht ordentlich funktioniert, da es eben das IGMP v3 Protokoll benötigt.
Ich denke da sind 33€ nicht zu viel.

Überlege dir noch ob du irgendwann PoE benötigst also Strom übers Netzwerkkabel. Bspw. für ne Kamera oder sowas. Wenn nicht, brauchte ich auch nicht, reicht der allemal.

Nochmal zurück zu den Keystones:
https://www.kabelscheune.de/Keystone-Module/
Die habe ich benutzt, die von EasyLan aus Deutschland. Bin damit zufrieden. DeleyCon sollen auch okay sein, haben Bekannte verbaut.
Ich würde es zumindest einmal so ordentlich machen, dass du am Anfang und am Ende des Kabels Dosen setzt. Das habe ich bei meiner Neuverkabelung im Haus auch gemacht. Das Verlegekabel einmal ordentlich verpacken und dann passt das. Die Wahl über den Balkon, wenn du die Bohrung ordentlich abdichtest, sollte kein Problem darstellen.

Viel Erfolg
 
@Millkaa Das ist eine gute Zusammenfassung von dir - die sind wirklich nur für LAN - Kabel-TV liegt schon im Schlafzimmer und alles andere brauche ich nicht.

Muss mich dann die Tage entscheiden (nach Besprechung mit dem Handwerker :-) ), ob wir den kürzeren Weg über den Balkon gehen oder den langen durch die Wohnung.

2 Dosen brauche ich ja letztlich sowieso (eine nahe der fritzbox, eine im Schlafzimmer)

Deinen Beitrag zwecks Kauftipps werde ich dann aufrufen, wenn die Entscheidung gefallen ist :-)

Grundsätzlich ist es mir egal, ob es am Ende 80,- oder 120,- kostet, so lange es gut gemacht ist, funktioniert und lange hält...
 
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Genau so bin ich es auch angegangen.
Ich habe bspw. die Wohnung von meinem Cousin übernommen. Der hat ein klassisches Netzwerkkabel ins Dachgeschoss gelegt. So komme ich da nicht dran, ich hoffe, dass es für ewig hält. Falls nicht muss ich mit einigem Aufwand und viel Dreck ein Verlegekabel ziehen.

In der unteren Etage haben wir kürzlich eine Wand raus und eine neue gesetzt. In dem Zuge habe ich mir einen kleinen Netzwerkschrank 10 Zoll hingestellt mit Patchpanel und Switch. Ordentliche Dosen gesetzt und einige Kabel verlegt. Strom für Dosen, SAT für TV und eben CAT7 Verlegekabel um die Netzwerkabdeckung zu gewährleisten.
Ich würde es immer so machen. Im Nachhinein vllt. sogar noch mehr als jetzt, aber ich hätte dann in Räume gehen und Dreck verursachen müssen, wo ich sonst nichts gemacht habe.
So habe ich wirklich nur die Räume angepackt, die sowieso neu gestrichen, verputzt/tapeziert wurden.
Da hat sich das angeboten.

Im Grunde würde ich immer sagen die im Haus Lösung ist besser, da man nicht die Aussenwand angreift.
Wenn das aber ordentlich gemacht wird, sollte das passen.
Hier würde ich aber zweimal hinschauen.

Bei einem befreundeten Paar hat sich eine andere Eigentümerpartei im 3 Parteien Haus einen Außenbalkon bauen lassen. Beim Handwerker gespart, den günstigsten genommen. Was ist wohl passiert? Die ganze Hütte war nass. Der Balkon war nicht ordentlich abgedichtet und alles ist in Haus/Mauerwerk rein. Riesenschaden. Waren nicht mal viele Löcher an der Aussenwand. Reicht aber.
In so Foren ist es immer schwer, man möchte am liebsten seine Meinung kundtun und erhofft sich, dass der andere genau ruft: "Super, genau so mache ich es."
Das musste ich auch lernen.
Es ist dein Eigentum, du musst entscheiden. Was soll man dich überzeugen, dass du lieber durch die Wohnung gehst. Schlimmstenfalls 4 Wände durchbohren und statt 15m eher 35-40m Kabel legen musst.
Macht ja keinen Sinn, wir reden ja nicht davon dich zu überzeugen, dass du nicht auf eine Hochspannungsleitung klettern und dir Strom davon abzwacken sollst. Eher nur um zwei Bohrungen durch die Außenwand an einem Balkon, der ja nach deiner Aussage, eher Trocken und Wetter geschützt daher kommt.
Da aber nur der Rat: Ordentlich prüfen, dass wirklich alles dicht ist und alles passt.
 
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Ein Eli beherrscht sein Montagemesser. Das ist für uns kein Werkzeug, sondern sowas wie der 6. Finger :daumen:

Daneben zu vielen anderen Dingen zu gebrauchen. Für nen LSA Tacker fällt mir indes außer LSA Tackern keine sinnvolle Verwendung ein.
 
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Redet ruhig weiter in eurer Sprache, ich mache einfach ein dummes Gesicht :-)
 
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@masafaga: ich habe meine Kabel alle auf ein Patchpanel aufgelegt. Auch ich würde dir für die Dose zum Keystone Modul raten, weil handlich. Sowas hatte ich als Zwischenlösung und das geht recht simpel.

cat-6a-keystone-modul-netzwerk-rj45-buchse.jpg


Du isolierst dein Kabel ab, steckst die kleinen Drähte durch die Kabelführung mit dem Farbcode und klemmst jedes Kabel in die dafür vorgesehene Öffnung. (Achtung es gibt A und B, ich verwende B. Wichtig ist nur, dass du an beiden Enden das gleiche nimmst.) Überstand abknipsen.

Dann steckst du den weißen Block mit den eingeklemmt Kabeln in den Stecker, schließt ihn fest und sicherst den Kragen mit einem Kabelbinder.

Es gibt Netzwerk-Werkzeug Sets für so 15 - 20€ die auch einen Kabeltester haben. Sowas solltest du nehmen.
 
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