wunschiwunsch schrieb:
irgendwie ist mir dein Post ein wenig schräg. Kannst du vielleicht erklären welches scheinheilige Getue du meinst?
Ich kenne genug Nichtraucher, denen ich das ähnlich mit Alkohol erkläre, ich selber trinke sehr wenig und sehr selten, kennen aber sehr viele Nichtraucher, die ihren Alkohol aufs schärfste verteidigen, von mir aus darf der ganz weg. Aber lassmer das Thema mal.
Willst du sagen, Rauchen hilft seinen Geist zusammen zuhalten? Und in wie fern meist du müsse man den "Aussteiger" helfen?
Medizinisch unterstützen beim Ausstieg, psychologisch beim Ausstieg und der Zeit danach, vor allem die Zeit nach 1 Jahr ist wieder hart, da werden sehr viele rückfällig.
Meinst du nicht eure Regelung ist einfach dumm? Wie viel rauchst du wären der Arbeitszeit? 5, 10, 15? Kommen dann 30 Minuten oder doch eher 1 Stunde Pause zusammen? Ich würde sagen die vernünftige Lösung und komplett ohne kosten wäre es einfach zu sagen, jeder hat 30-45 Minuten Pause, die er sich frei einteilen kann und per Stechkarte kontrolliert werden egal ob Raucher oder Nichtraucher. Das Rauchen hat nämlich gar nicht damit zu tun wie du schon selbst festgestellt hast, dass die Nichtraucher bei euch nicht arbeiten wollen, sondern bloß, weil sie viel mehr arbeiten müssen. Durch eure Sucht werdet ihr auch noch bevorteilt.
Erstens ist diese Regelung nicht dumm, sondern wenn dann nicht fair oder nicht wirklich förderlich. Zweitens, je nach Stresspegel 4-5 Zigaretten á 6 Minuten (Treppe rauf und runter kommt dazu, 4 Stockwerke.). Stechkarte gibts bei uns nicht, wird es auch nie geben, da der Betriebsrat dagegen ist. Ausserdem gibt es bei uns einen Leistungsindex, wer wieviel "abarbeitet" und alle Raucher haben bessere Zahlen/Werte und mehr abgearbeitet Fälle/Störungen/Aufträge als die Nichtraucher, im Schnitt ca. 9% mehr. Das heisst also eigentlich, das alle Raucher in weniger Zeit mehr Arbeit leisten, als die Nichtraucher mit mehr Zeit. Wir lassen also nciht die Nichtraucher unter unserenem Zigarettenkonsum mehr Arbeit machen, sondern wir selber als Raucher erledigen mehr.
Hier ist also deine Schlussfolgerung, das die Raucher schuld dran sind, das die Nichtraucher bei uns verheizt werden nicht richtig, da ja anhand von Leistungsindexen festgestellt wird seit Jahren, das die Raucher mehr Arbeit leisten als die Nichtraucher. (Btw. haben wir 20 Raucher und 30 Nichtraucher in unserer Abteilung, sehr nette Aufteilung.) Das sieht man übrigens in fast allen Abteilungen bei uns in der Firma, in der von etwa 1100 Mitarbeitern knapp 45% Raucher sind.
Im Grunde aber sollte das rauchen während der Arbeitszeit ganz verschwinden imho, aber das wird aufgrund meiner Tätigkeit nicht passieren, alle Kollegen die mit rauchen aufgehört haben, haben nach spätestens 2-3 Monaten wieder angefangen. Rauchen beschert mehr Pausen, ergo besser für die Psyche bei uns. Btw. heute hat uns wieder ein Nichtraucher verlassen, nach 7 Monaten in unserer Abteilung Burn Out Syndrom mit 27 Jahren. Und sowas hat studiert und ist Informatiker, naja.
Zum Thema Kostenübernahme für andere Sachen. Vielleicht wäre es dazu hilfreich, dass in der Gesellschaft Rachen als Sucht angesehen wird. Dagegen sind allerdings gerade die Raucher. Die m einen ja das ist doch nur ein Genussmittel. Warum soll jetzt das Gesundheitssystem zur abgewöhnen von Genussmitelan bezahlen?
Ich sehe rauchen als Sucht an und wenn man wie oben geschrieben rauchen als ganzes Verbieten würde, wäre es kein Genussmittel mehr, sondern eine illegale Droge. Btw. wieso soll das Gesundheitssystem dann jetzt weiter für Alkoholkranke zahlen, Alkohol ist ja auch nur ein Genussmittel. Wieso Hustenbonbons? Sind auch nur Genussmittel (Ich habe nen Bekannten, der ist süchtig nach Hustenbonbons, der futtert 2 Packungen am Tag auf der Arbeit.). Generel wieso Fettleibigkeit vom Gesundheitssystem bezahlt wird? FastFood, Fetthaltiges und Zuckerhaltiges sind auch Genussmittel, wobei mittlerweile nachgewiesen wurde, das Zucker und Fett abhängig machen. (
Hier lesen,
Hier lesen und
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Die Frage ist nicht obs jemand anerkennt, den ein Süchtiger wird normal nie zugeben das es eine Sucht ist, das ist bei Drogensüchtigen dasselbe, sondern als was es die Gesellschaft anerkennt, bzw. das Gesundheitswesen. Im Grunde ist deine Frage am Ende ein Eigentor, da somit alle süchtigmachenden Genussmittel ja garnichtmehr den Schutz des Wortes "Sucht" geniessen dürften und auch somit vom Gesundheitssystem nichtmehr getragen werden sollten, was in einer rasenden Geschwindigkeit zu einem Kollaps führen würde.
Btw. hast du schonmal nen Entzug mitgemacht? Nein, dann halt dich bei solchen Themen bitte etwas bedeckt, da ich schon zweimal den Entzug hinter mir habe, nur immer schwach wurde, da keine Nachbetreuung vorhanden war. (Und ich nicht wusste, das es sowas gibt auch für Raucher, beim nächstenmal weis ichs.)
P.S.: Entschuldigung für die Zitierweise, aber ohne Vollzitat wäre der Kontext verschwunden gewesen.