Leserartikel Noctua NH-D15 im Test - Der AiO-Killer?

sav

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Noctua NH-D15 im Test - Der AiO-Killer?


Einleitung


Meinen heutigen Test nehme ich zum Anlass, bewusst die verkrusteten Strukturen aufzubrechen. Jede Art von Kühlern haben selbstverständlich ihre Vor- und Nachteile, die je nach Präferenzen des Anwenders entweder einen Luftkühler oder eine Kompaktwasserkühlung präferieren. Fakt ist, die letztere Lösung hat es in den letzten Jahren geschafft, immer erfolgreicher zu werden. Das liegt nicht zuletzt daran, dass gerade AiOs bei der Verwendung von beleuchteten Komponenten meistens besser zur Geltung kommen, und somit der Einsatz in mühsam konfigurierten Builds oftmals sinnvoller erscheint. Außerdem wird ihnen, ab einer Radiatorgröße von 240 Millimetern, in der Regel eine höhere Kühlleistung nachgesagt. Doch gibt es wirklich keine Alternativen mehr?

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Zugegeben die meisten Nutzer wissen, dass der NH-D15 ein leistungsstarker Vertreter der klassischen Luftkühler ist, und genau deswegen lasse ich ihn heute gegen ein bunt gemischten Testfeld antreten. Ich bin nämlich, sofern es mir die Zeit erlaubt, auf der Suche nach gleichwertigen Lösungen. Und was wäre denn schöner, als beim ersten Test Noctuas aktuelles Flaggschiff unter die Lupe zu nehmen? Die folgenden Kapitel werden im Gegensatz zur Einleitung wieder einen gewöhnlicheren Aufbau verfolgen. Der Fokus liegt jedoch klar auf den Messungen, und daher rücken die bauartbedingten Vor- und Nachteile demnach bewusst in den Hintergrund. Welcher CPU-Kühler kann es mit ausgewachsenen Kompaktwasserkühlungen aufnehmen? Die Idee dazu kam mir in meinen letzten Artikeln, die sich vorwiegend mit Vertretern aus dem Single-Tower Segment befasst haben. Das Auffällige: Jedes Testsample hatte seine Besonderheiten. Sei es eine besonders leise Kühlkombination (NH-U12S), oder aber eine unerwartet hohe Performance (Hyper 212 RGB Black Edition). Auf die Idee zu diesem Projekt hat mich allerdings der NH-U14S gebracht, er war bisher der einzige Proband, der es geschafft hat, es mit den AiOs aufzunehmen. Und ich hoffe, dass ich in der Zukunft noch weitere spannende Vertreter entdecken kann.

Viel Spaß beim Lesen!


Danksagung


Ich danke Noctua für das Bereitstellen des Testmusters und das damit entgegengebrachte Vertrauen.


Verpackung und Lieferumfang


Bei der Verpackung setzt Noctua auf ihre typisch braun-weiße Farbgebung. Die Vorderseite hält für den Anwender bereits die signifikantesten Informationen bereit. Zu diesen zählen neben einem Hinweis auf diverse Auszeichnungen von renommierteren Print- und Onlinemagazinen unter anderem die Dual-Tower Bauweise mit insgesamt sechs Heatpipes. Eine hohe RAM-Kompatibilität wird ebenfalls garantiert, sofern der CPU-Kühler nur mit einem Lüfter betrieben wird. Auch lassen sich erste Informationen zum vielseitigen Lieferumfang sowie der sechsjährigen Garantie entnehmen, die schon im Vorfeld suggeriert, dass man es hier mit einem Premium-Produkt zu tun hat. Die Seiten der Verpackung beherbergen unterdessen die technischen Details des NH-D15.

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Nach dem Öffnen der Verpackung zeigt sich zunächst eine braune Schachtel, in denen sich neben dem Montagematerial für AMD- und Intel-Systeme ein zweites Paar Lüfterklammern befindet. Zusätzlich gibt der Hersteller neben der hauseigenen NT-H1 Wärmeleitpaste zwei L.N.A. Adapter (Low-Noise-Adapter) sowie einen Schraubendreher mit, der für die spätere Montage genutzt wird. Darunter befindet sich der Kühlkörper inklusive einem vormontierten Lüfter, der gut gepolstert und stoßfest verpackt wurde. Direkt daneben befindet sich, ebenfalls gut gesichert der zweite Impeller. Die lediglich in englischer Sprache gehaltene - jedoch sehr ausführlich bebilderte - Montageanleitung komplettiert letztendlich den umfangreichen Lieferumfang. Sofern eine Bedienungsanleitung auf Deutsch gewünscht wird, kann sich der Anwender diese auf Noctuas Website im PDF-Format herunterladen. Allein hier wird dem Käufer für den recht hoch erscheinenden Kaufpreis von aktuell 86 Euro ein umfangreiches Zubehör geboten, die den Straßenpreis somit teilweise schon wieder amortisiert.

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Da das Zubehör sehr umfangreich ausfällt, listen wir dieses übersichtlich in der folgenden Tabelle auf:

  • 1x Montage-Halterung für Intel LGA 1150/1151/1155/1156/2011/2011-3/2066

  • 1x Montage-Halterung für AMD FM1/FM2/FM2+/AM2/AM2+/AM3/AM3+/AM4

  • 1x Backplate

  • 4x Abstandshalter für die Intel Montage-Halterung für Sockel 1150/1151/1155/1156

  • 4x Abstandshalter für die Intel Montage-Halterung für Sockel 2011/2011-3/2066

  • 4x Schrauben für die Verbindung zwischen Intel Montage-Halterung und Backplate

  • 4x Abstandshalter für die AMD Montage-Halterung für Sockel FM1/FM2/FM2+/AM2/AM2+/AM3/AM3+

  • 4x Abstandshalter für die AMD Montage-Halterung für Sockel AM4

  • 4x Schrauben für die Verbindung zwischen Montage-Halterung und AMD Retention-Modul

  • 2x NF-A15 PWM 140-Millimeter-Lüfter

  • 1x zweites Paar Lüfterklammern

  • 2x Y-Adapter für das Anschließen der Lüfter am Prozessor-Lüfter-Anschluss

  • 2x Low-Noise-Adapter (L.N.A.)

  • 1x Kreuzschlitz-Schraubendreher

  • 1x Spritze NT-H1 Wärmeleitpaste

  • 1x Spritze WärmeleitpasteNoctua Metall-Aufkleber


Technische Daten


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CPU-Kühler im Detail


Wie man bereits nach dem ersten erkunden der Verpackung sowie dem Lieferumfang vermuten konnte, präsentiert sich auch der NH-D15 selbst von Allerhöchster Güte. Um den CPU-Kühler trotz seiner Abmessungen in möglichst vielen Gehäusen unterzubringen, fällt die Höhe des Kühlkörpers mit 165 Millimetern noch ziemlich moderat aus. Nutzer mit hohen Arbeitsspeichermodulen hingegen müssen bei der Kompatibilität durchaus Kompromisse eingehen. Die Aussparungen der Aluminiumlamellen garantieren bei zwei installierten Lüftern lediglich einen Platzbedarf von 32 Millimetern. Um diese Situation etwas zu entschärfen, lässt sich der betroffene Ventilator zwar etwas höher montieren, in kompakt gehaltenen Gehäusen gibt es jedoch nur begrenze Ausweichmöglichkeiten nach oben. Daher sollte sich der potentielle Käufer bereits vor dem Kauf vergewissern, ob im Notfall genügend Reserven vorhanden sind. Tendenziell sollten daher Dual-Tower Lösungen aufgrund ihrer Bauart in geräumig angelegten Cases betrieben werden. So kann man mögliche Inkompatibilitäten mit den angrenzenden RAM-Bänken bereits im Vorfeld weitestgehend ausschließen. Die Aluminiumlamellen sind symmetrisch aufgebaut und zu meiner Freude wurde die Größe des Kühlkörpers gut auf die des Lüfters abgestimmt, um so das volle Potenzial aus dieser Kombination herausholen zu können. So kann der Hersteller sicherstellen, dass die aufgenommene Abwärme optimal vom Luftstrom des NF-A15 PWM abtransportiert werden kann. Sofern vom Anwender eine höhere Kühlleistung gewünscht wird, kann dieser bei Bedarf einfach den zweiten im Lieferumfang befindlichen Impeller montieren.

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Um vor Korrosion zu schützen ist die leicht konvex angeordnete kupferne Bodenplatte vernickelt und die Kontaktfläche außerdem matt poliert worden. Die sechs Heatpipes sind von Noctua ebenfalls mit diesem Qualitätsmerkmal ausgestattet, und daher mit der Bodenplatte verlötet. Auf die Heatpipe-Direct-Touch-Technologie verzichtet man hingegen bewusst um den eigenen - sehr hohen - Qualitätsansprüchen gerecht zu werden. Alle Bauteile sind sauber entgratet und weisen demnach keine scharfkantigen Stellen auf, an denen man sich verletzen könnte. Die Verarbeitung des Kühlers ist hervorragend und lässt keinen Anlass zur Kritik, sehr gut! Das optische Finish wird durch die obersten Aluminiumlamellen realisiert, die zusätzlich mit dem Firmennamen und dem Herstellerlogo ausgestattet sind.

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Um die entstehende Abwärme zuverlässig abzuführen, setzt man bei Noctua auf den hauseigenen NF-A15 Lüfter mit patentiertem SSO2-Lager (selbststabilisierendes Öldruck Lager). Dieser Lüfter wurde speziell für eine sehr hohe Kühlleistung auf aktuellen High-End CPU-Kühler entwickelt. Der Drehzahlbereich erstreckt sich von 300 bis 1500 Umdrehungen pro Minute und erzeugt dabei einen adäquaten Volumenstrom von bis zu 140,20 m³/h. Mit einem 4-Pin PWM Anschluss ausgestattet und einer maximalen Lautstärke von angegebenen 24,6 dB(A) soll dieser zwar leicht hörbar, aber nicht zu laut seinen Dienst verrichten. Sofern der Anwender eine geringe Akustik präferiert, kann die Drehzahl dank L.N.A. Adapter (Low-Noise-Adapter) auf 1200 U/Min limitiert werden.

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Noctua hat seine TDP Richtlinien grundlegend überarbeitet, und gibt daher ihre Kühllösungen nicht mehr prinzipiell bis zu einer bestimmten thermischen Verlustleistung frei. Der Anwender kann sich im Vorfeld über eine generelle Mainboard- (Sockel und Hersteller), sowie eine Prozessor-Kompatibilität (CPU inklusive Übertaktungsspielraum) informieren. In unseren Fall unterstützt der NH-D15 alle aktuellen AM4 Prozessoren, inklusive eines hohen Übertaktungspotenzials.


Montage


Die Kühler-Installation geht dank des SecuFirm2 Montage-Systems nicht nur sehr einfach, sondern auch relativ zügig von der Hand. Da für die Befestigung die Backplate des AM4 Retention Moduls genutzt wird, müssen auf der Vorderseite die Montage-Halterungen abmontiert werden. Anschließend werden die vier grauen Abstandshalter in Position gebracht, auf denen die zwei Montage-Halterungen verschraubt werden. Nun ist es auch schon an der Zeit den Heatspreader (IHS) der CPU mit Wärmeleitpaste zu versehen und die Kontaktfläche auf dem Prozessor zu platzieren. Da die Halterungs-Schrauben bereits ab Werk fest mit dem Kühlkörper verbunden sind, kann dieser nun sehr komfortabel festgeschraubt werden. Dafür muss aus Platzgründen vorher lediglich der Lüfter demontiert werden. Die Federung, die in den Schrauben integriert wurde, verhindert zum einen das Überdrehen der Schrauben und stellt zum anderen sicher, dass der korrekte Anpressdruck erreicht wird. Nachdem beide Impeller am Kühlkörper befestigt wurden, können die NF-A15 PWM mit dem Y-Kabel und anschließend mit dem Prozessor-Lüfter-Anschluss auf dem Mainboard verbunden werden. Nun ist es an der Zeit, dass der NH-D15 endlich zeigt, wie viel Kühlleistung wirklich in ihm steckt!

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Testsystem


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Um das volle Potenzial aus dem Testkandidaten herausholen zu können, setze ich bei meinem Testsystem auf den Zeppelin-Die basierenden AMD Ryzen R5 1600. Im Jahr 2017 kam endlich die lang erwartete Zen-Architektur aus dem Hause Advanced Micro Devices (AMD) in den Handel und ebnete so den Weg für Sechskern- und Achtkern-Prozessoren im Mainstream-Segment. Durch ihre sehr hohe Rechenleistung, beispielsweise für Foto- und Videobearbeitung, sowie einer guten Spiele-Performance, etablierte sich die CPU in Windeseile zum absoluten Sweetspot im Massenmarkt. Des Weiteren muss sich der NH-D15 in dem facettenreichen Testparcours gegen eine Vielzahl von leistungsstarken Kompaktwasserkühlungen sowie potenten Luftkühlern behaupten. Abgerundet wird das Testfeld durch den AMD Wraith Spire Boxed-Kühler, der besonders bei der Lautstärke für Verblüffung sorgen konnte. Gerade die ML240R ARGB konnte sich durch ihre hervorragende Kühlleistung in der Vergangenheit als meine Referenz etablieren. Ich bin gespannt, ob Noctua mit ihrer Dual-Tower Lösung einen AiO-Killer im Portfolio beherbergt, und sich so konsequent an die Spitze des Testfeldes kühlt?

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Testverfahren


Damit ich die Drehzahlen, die Kühlleistung und die Lautstärke des NH-D15 besser bewerten kann, habe ich insgesamt drei verschiedene Testszenarien durchgeführt, in denen meinen Testprobanden ihr vollständiges Potenzial abverlangt wird. Um sehr viel Abwärme zu erzeugen, verwende ich im Testparcours das Stress-Test-Tool "Core Damage", welches den AMD Ryzen 5 1600 kräftig ins Schwitzen bringt. Anschließend führe ich jeweils eine Testsession bei 50-, 75- und 100 Prozent PWM-Drehzahl durch, womit ich die Leistung aller im Testparcours befindlichen Modelle korrekt miteinander vergleichen kann.

Die Kühlleistung werde ich in einem geschlossenen System ermitteln, da normalerweise das Gehäuse bei den Anwendern ebenfalls geschlossen zum Einsatz kommt. Das hat den Vorteil, das reale Einsatzgebiet bestmöglich nachzustellen. Zur Feststellung der Lautstärke wurde eine Lautstärkemessung mit Hilfe eines PCE-MSM 2 durchgeführt. Das Schallpegelmessgerät wird dafür in einem Abstand von 50 Zentimeter vor dem Gehäuse positioniert.

Um die ermittelten Werte unabhängig von äußeren Einflüssen wie etwa der Jahreszeit oder der Witterung vergleichbar zu machen, gebe ich das Ergebnis als Differenz zur Raumtemperatur in Kelvin an. Das bedeutet, wenn die Temperatur um ein Grad steigt, ist das bei Celsius und Kelvin gleich viel. Lediglich der Punkt an dem null Grad ist unterscheidet sich. Daher sind die Messwerte immer als "X Grad mehr als die ermittelte Zimmertemperatur" zu lesen.

Ein Beispiel: Ein Testsample erreicht bei der Messung 25 Grad Kelvin, die Raumtemperatur liegt hingegen bei 22 Grad Celsius. Die CPU wird letztendlich insgesamt 47 Grad heiß.

Folgende Software benutze ich für meinen Test:





Drehzahl


Im Vorfeld habe ich zuerst die Drehzahlbereiche mit Hilfe der Gigabyte SIV Software ermittelt, um einen ersten Eindruck auf die mögliche Kühlleistung und die Geräuschentwicklung zu erhalten. Besonders aufgefallen ist mir, dass die Werte wie für Noctua gewohnt, bei 100 Prozent PWM-Drehzahl etwas niedriger als wie auf dem Datenblatt angegeben ausfallen. Der Wert von maximal 1500 U/Min wird nach dem Kalibrieren der Lüfter um 139 U/Min unterboten. Bei Verwendung des Low-Noise-Adapters wiederholt sich dieses Phänomen ebenfalls. Da ich den NF-A15 PWM bereits vom NH-U14S kenne, gehe ich trotzdem von einem etwas lauterem Betrieb bei höheren Drehzahlen aus.

Allgemeiner Hinweis: Im normalen Nutzungsbetrieb erreichen die Lüfter von CPU-Kühlern nie den Drehzahlbereich von 100 Prozent.

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Lautstärke


Wie bereits im Vorfeld vermutet, steigt die Lautstärke mit einer höheren Drehzahl sukzessive an. Spätestens ab 75 Prozent PWM-Drehzahl befindet sich der NH-D15 auf dem Level der Kompaktwasserkühlungen. Mit dem Low-Noise-Adapter hingegen, bleibt die Lautstärke zu meiner Freude sehr gering, Da könnte sich unter Umständen ein netter Sweetspot zwischen Kühlleistung und Lautstärke entwickeln, ich bin gespannt!

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Kühlleistung


Die Kühlleistung ist, wie man es von Noctua inzwischen gewohnt ist, ohne Zweifel die Paradedisziplin des Dual-Tower Kühlers. Bereits bei 50 Prozent PWM-Drehzahl schafft es der NH-D15, sich an die Spitze zu setzen, und baut diese auf am Ende ganze 2 Kelvin aus. Wie vermutet, ist der Low-Noise-Adapter ein guter Kompromiss, da man sich auch hier ohne Probleme auf dem Niveau der Kompaktwasserkühlungen bewegt.

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Fazit


Dass Noctua mit dem NH-D15 einen sehr leistungsstarken Luftkühler auf dem Markt positioniert hat, war mir bereits durch die vielen anderen Tests bekannt. Überrascht hat mich allerdings das hohe Potenzial im Vergleich zu gleich oder leicht teureren Kompaktwasserkühlungen. Hier hatte der Dual-Tower Kühler zu keiner Zeit Probleme und konnte von Anfang an die Spitzenposition bekleiden. Die von mir in der Einleitung gestellte Frage, ob es sich um einen AiO-Killer handelt, kann ich heute definitiv mit einem klaren ja beantworten. Und selbst wenn man für eine moderate Geräuschkulisse den Low-Noise-Adapter verwendet, befindet man sich bei der Kühlleistung immer noch problemlos auf Augenhöhe.

Natürlich muss man immer abwägen, welche Anforderungen man als Anwender an einen CPU-Kühler stellt. Für meine private Arbeitsspeicher und Gehäuse Kombination wäre der NH-D15 schlichtweg zu groß. Eine gute Alternative ist für mich der NH-U14S, der aufgrund seiner Bauart eine viel höhere Kompatibilität, zumindest beim RAM ermöglicht, aber ebenfalls über eine sehr hohe Kühlleistung verfügt. Für alle Nutzer die nicht unter empfindlichen Ohren leiden, und über genügend Platz im Tower verfügen, ist der Dual-Tower definitiv die erste Wahl wenn es um die maximale Rohleistung geht. Der Preis von rund 86 Euro wird durch die sechs Jahre Garantie, den großen Lieferumgang und die hervorragende Verarbeitung meiner Meinung nach amortisiert.

Pro_und_Kontra.jpg


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KnolleJupp

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rxamax

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Schöner Test und schöner Kühler!
Hier:
Der Drehzahlbereich erstreckt sich von 300 bis 1200 Umdrehungen pro Minute und erzeugt dabei einen adäquaten Volumenstrom von bis zu 140,20 m³/h.

Müsste doch eigentlich 300 bis 1500 Umdrehungen pro Minute stehen
 

Flomek

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Vielen Dank für die tolle Arbeit.
 

sav

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Vielen Dank für euer Feedback! Mal schauen welche Kühler ich noch organisieren kann. Ein paar Kompaktwasserkühlungen sollten wohl aber auch Mal wieder gemessen werden. :)
 

Ben81

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Danke für den Test hat mich bei meiner Kaufentscheidung nur bestärkt. Hatte vorher den Thermalright HR-02 Macho, und es sind "Welten" was Temperatur anbelangt für 88€ nichts falsch gemacht! :daumen:
 

tackleberry

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Übersehe ich was oder ist das der 1000ste Test zu diesem Kühler? Habe ihn auch aber verstehe den Wertwert dieses Tests nicht.
 

rentex

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Besser einen Test mehr als zu wenig. So kann man die übrigen Reviews miteinander vergleichen und auf Plausibilität prüfen.
 

sav

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Genauso sehe ich das auch! Es hat ja auch jeder verschiedene Punkte, die er besonders positiv oder negativ empfindet. Wenn man das für sich selektiert, kann man schon gut abschätzen ob das Produkt seine Präferenzen erfüllt. :)
 

Nozomu

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Schöner Test.

Hab diesen seit letztes Jahr auch im Einsatz und würde nie wieder was anderes wollen. Vor diesen hatte ich eine AIO von BQ die aber nach 3 Monaten schon angefangen hat zu rattern. Lieber nehme ich die Lautstärke der Lüfter hin als mir das geratter nochmal anzutun. Und teurer ist dieser kack auch noch.

Hab bei meinem Kühler sogar 3x NH A15 Lüfter verbaut.

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Duke711

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Wobei der Titel sowie das Fazit vollkommen überzogen ist.

Beim DH 15 wurden mit 2x 140 mm Lüfter getestet.
Die AIOs nur mit 2x 120 mm Lüfter, dabei gibt es für den Preis eines DH 15 auch ohne weiteres AIOs mit 280 mm bzw. 2x 140 mm Lüfter. Die getesteten 2x 120 mm AIOs sind mit 55 Euro auch deutlich günstiger als der DH15.

Somit hat man hier Äpfel mit Birnen vergleichen, da 140 mm Lüfter einen deutlich größeren Durchsatz haben und von AIO Killer kann hier nicht die Rede sein.

Lange Rede kurzer Sinn:

Der DH 15 hat das gleiche Kühlpotential wie eine gleichwertige Wakü bzw. AIO (280 mm). Jedoch wegen des doppelten Turmaufbaus, Turm 1 zieht warme Luft von Turm 2 ist der bei langsamen Drehzahlen deutlich unterlegen.
 
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sav

Lt. Commander
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Das die AiOs alle 55 Euro kosten stimmt überhaupt nicht. Das ist einfach nur eine Behauptung, ohne jegliche Substanz.

Im Artikel geht es doch darum, leistungsstarke Kühllösungen miteinander zu vergleichen, unabhängig davon welches Konzept sie verfolgen. Das als Kritikpunkt anzugeben finde ich schon fraglich. Hättest du den ersten Absatz gelesen, wüsstest du das auch.
 

Duke711

Lieutenant
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Die Argus Storm 2 und ML240 L kosten sehr wohl nur 55 Euro. Wenn es angeblich um leistungsstarke Kühllösungen geht, dann frage ich mich warum dann keine vergleichbare 280 mm AIO getestet wurde, ab ~ 90 Euro. Somit ist das ein berechtigter Kritikpunkt und keines falls fraglich.
Aber alleine die Reaktion verrät mir doch das dieser Test doch eher als Werbung zu werten ist.
 

cool and silent

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Aber alleine die Reaktion verrät mir doch das dieser Test doch eher als Werbung zu werten ist.
Noctua betreibt ein Marketingprogramm "Testmuster gegen gefällige Testberichte aus der Hobbyschrauberszene", dies ist ja kein großes Geheimnis und sie sind nicht der einzige Hersteller, der so vorgeht. Das Ergebnis sind wohlwollende Testberichte, wie hier vorliegend. Kritikpunkte wie der ambitionierte Verkaufspreis und das bescheidene Finish geraten da in den Hintergrund, wenn sie überhaupt erwähnt werden.
 

Nozomu

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Macht es erstmal besser bevor ihr eine harte Arbeit kritisiert. Das ist unverschämt mehr nicht.
 
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sav

Lt. Commander
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Es passen leider keine größeren Radiatoren in das Gehäuse, und ein offener Aufbau ist meiner Meinung nach einfach zu praxisfern.

Im Test geht es ja gar nicht um besser oder schlechter, sondern ob es eine Alternative darstellen kann. Nicht jeder hat die gleichen Präferenzen und braucht unbedingt eine AiO.

In der Regel kann man ja auch einfach freundlich nachfragen, meine Reaktion ist einfach nur ein Spiegelbild deiner Schreibweise. Da muss man dann schon mit Leben können, finde ich. 😉

Das ganze soll ja dazu dienen, dem Anwender das Produkt näher zu bringen. Die Kühlleistung ist ja nur ein Teil, Haptik, Montage, Optik oder Verarbeitungsqualität. Das sind alles Punkte über die man einen möglichst Objektiven Eindruck gewinnen kann. Es bietet auf jeden Fall einen gewissen Mehrwert, als nur die Website des Herstellers als Informationsquelle zur Verfügung zu haben.

Ob einem der Preis das alles am Ende Wert ist, muss doch jeder für sich selbst entscheiden. Finde ich ihn nach nachvollziehbar ist er für mich konform. Finde ich ihn zu hoch, erwähne ich auch das. Verstehe da die künstliche Problematik nicht.

@Nozomu

Die Grafikkarte hast du scheinbar auch gemodded? 😁
 

Narbennarr

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cool and silent

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Von "gefällig" oder anderer Einflussnahme vorab ist da aber nichts.
Selbstverständlich wird das nicht offiziell gefordert, wohlmöglich auch noch schriftlich. Wenn das bekannt würde, wäre der PR-Gau groß!

Ich denke auch nicht, dass der Hersteller so euphorische Testberichte, wie hier präsentiert, insgeheim erwartet. Nur: Es macht schon einen Unterschied, ob über selbst gekaufte und bezahlte Ware berichtet wird, oder über geschenkte Testmuster.
 
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