Mimir schrieb:
Deshalb sind auch "kleinere" Sparten wie bei nvidia jetzt eben das Gaming weiterhin extrem wichtig, weil Unternehmen den absoluten Wert betrachten und nicht nur den relativen. Nvidia ist Marktführer bei dedicated GPUs. Für Nvidia dürfte Gaming deshalb weiterhin so wichtig wie bisher sein.
Für die Teams die daran beteiligt sind hat es weiterhin die einzige Priorität und Nvidia wird deren Kapazitäten und Budget sicher nicht gekürzt haben.
Ansich stimme ich dir zu:
Die Gamingsparte wirft für Nvidia seit deren Gründung nun schon über viele Jahre verlässliche Einnahmen und Gewinne ab. So ein erwiesenermaßen sicheres Standbein und die Marktführerschaft in diesem Segment gibt man sicherlich nicht leichtgiebig und freiwillig ab.
Wenn es aber beschränkte Kapazitäten gibt (beispielsweise in der Chipfertigung) und man sich entscheiden muss, ob die Fertigungskapazitäten, beispielsweise für 100.000stk GB202 Chips für eine 2400€ RTX 5090, eine 5500€ RTX Pro 5500 Blackwell, oder gar eine 10000€ RTX Pro 6000 Blackwell verwendet und entsprechend bepreist, verkauft werden sollen, wird der Gamingbereich logischerweise den kürzeren ziehen.
Mimir schrieb:
Nvidia ist keine "Person" die nur 8 Stunden am Tag arbeitet und sich in der Zeit lieber auf das konzentrieren sollte, was mehr gewinn abwirft. So läuft das doch nicht.
Das nicht, die anzahl der fähigsten Enwickler, sowohl auf Hardware-, als auch Softwareebene ist aber auch nicht unbeschränkt, insbesondere wenn wir von richtigen Experten für bestimmte Fachgebiete wie beispielsweise das Chipdesign reden. Nvidia wird sicherlich ein starkes Interesse daran haben, ihre fähigsten Leute in den erfolgsversprechendsten Segmenten unterzubringen und bei der Entwicklung von Hard- und Software, die für mehrere Bereiche genutzt werden können, auf diese gewinnbringenden Bereiche die größte Priorität und den größten Fokus legen. (So etwas wie die fehlenden ROPs und die Problemchen mit dem Treiber wäre bei den Pro Karten vermutlich nicht passiert...)
Gleiches gilt für strategische Entscheidungen:
Ich vermute immer noch, dass die Knappheit von VRAM auf den Gaming-Grafikkarten primär daher kommt, dass Nvidia Sorge hat damit ihren eigenen Pro-Karten für AI, die mit wesentlich mehr VRAM bestückt sind, aber eben auch viel teurer verkauft werden, "billige" Konkurrenz aus den eigenen Reihen zu schaffen.
Die Ingenieure bei Nvidia sind ja nicht blöd und wissen sicherlich wie knapp der VRAM auf den aktuellen Gamingkarten ist. Der Preis für die RAM-Module kann eigentlich auch kein Argument sein, wenn es AMD (und Intel) schaffen mehr auf günstigeren Karten zu verbauten und mittlerweile dürften sich auch Leute außerhalb der informierten Technik-Szene fragen, warum neue Grafikkarten für 300-450€ nun schon seit fast 10 Jahren immernoch nur 8GB VRAM verbaut haben, während sich nahezu alle anderen Specs deutlich, um das teils vielfache vergrößert/verbessert haben.
Nvidia wird das Thema Gaming sicherlich nicht aufgeben, allein schon der Deal für die Chips der Switch 2 wird wieder gutes Geld in die Kassen spülen und im Desktopbereich ist die allgemeine Bereitschaft zur Zahlung von vierstelligen Beträgen für eine Grafikkarte die rein der Freizeitbespaßung dient, in den letzten Jahren enorm gestiegen.
In anderen Bereichen wird aktuell aber einfach weit mehr Geld verdient und diese Bereiche werden logischerweise bevorzugt behandelt. (Hinsichtlich Ressourcen und Entscheidungen.)