Projekt Outdoor WAKÜ

Che-Tah

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Die Sonne scheint bis max. 10:00 zum Fenster. (Balkon drüber) Daran liegt es nicht.
Das Fenster kann ich max. kippen. Steht der Monitor davor.
Siehe Fotos im Startbeitrag.

Die Türe soll ich beim Zocken zu machen, da da meistens die Kinder schon schlafen und ich im Teamspeak doch manchmal lauter bin ^^)

160W Körperwärme wären ja nicht viel... ich denke beim E-Sport Zocken wird es aber mehr sein.

Mein Haupt Monitor gönnt sich 60-80Watt.
2. Monitor ca. 30 Watt
Boxen: Adam A5X - hab keinen Idle Verbrauch gefunden. Aber die sind im Leerlauf eigentlich immer heiß.
Netzteilverluste (knapp 500€ für ein Wassergekühltes Netzteil sind nicht ohne)
Spannungswandler Mainboard (Wasserkühler kann man da nur Kleben was ich ungern tu - liegt noch in ner Schachtel hier rum)

Irgendwo hab ich noch ein Energiemessgerät rumliegen... Der Stromverbrauch wird ja 1:1 (Bis auf (etwas?) Strahlungsenergie beim Monitor) in Wärme umgewandelt. Energie geht ja nicht verloren... wird nur umgewandelt. (Mechanische, Innere, Strahlungs, Wärme-Energie)
 

modena.ch

Commodore
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Normal strahlt ein Mensch 50-80W an Wärmeenergie ab. Viel mehr als 120W sinds auch mit Zocken kaum.
Ich habe damals das Case auch noch mit Lüftertunneln ausgestattet, dass ich das Case noch Be- und Entlüften kann ohne Wärme und Lärm im Raum zu haben.
 

Che-Tah

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Hier mal ein Update nachdem es draußen endlich kühler wird und was testen kann:

Raumtemperatur ca. 23°C, Außentemperatur ca. 15°C.
Beim Start vom PC fällt die Temperatur doch stark ab auf ca. 18°C.
Im Winter bei -5°C sollte es nicht auf unter 8°C abfallen... Glaube das sich das aber ausgehen wird.

Die Temperatur pendelt sich dann beim Sollwert von 20°C ein.

Die Lüfer vom Radiator außen sind so geregelt, das sie bei tiefen Temperaturen garnicht anspringen und nur voll laufen falls die Wassertemperatur auf >20° geht.

Gleichzeitig gehen die Lüfter vom Inneren Radiator an sobald die Temperatur auf <18° sinkt um das Wasser vorzuwärmen beim Start.

Der Temperaturverlauf beim Start zeigt denke ich nicht die Auswirkungen der Lüfter sondern den Wasserumlauf. Ich brauche offenbar ca. 1,5 Min um das Wasser 1x im Kreis zu Pumpen. Das warme und kalte Wasser (Bei Stillstand jenes Wasser was außen im Radi und Schlauch bzw. innen im Schlauch und AGB ist) braucht offenbar ca. 3-4 Umläufe bis es sich vermischt hat zu einer Einheitstemperatur.

Jetzt in der Übergangszeit funktioniert es Perfekt. - Im Sommer bei 30°C war es aber dennoch heiß.
Achja der Stromverbrauch von meinem PC unter Vollast (inkl. Peripherie aber ohne 2. Monitor) ist 520W und 200W im Leerlauf.

Sofern ich noch Thermodynamik kann ergeben sich aus den 80l/h = 0,022 kg/s und den 3 ° Temperaturunterschied eine Wärmeabfuhrleistung von 66 Watt. (CPU und GPU)

Die 66W wären, gemessen an den 520W Gesamtverbrauch, nicht sehr viel...

Kommentare und Anmerkungen gerne gesehen.
LG Che


PC Start:
Startup.PNG


Game (10 Minuten):
10 Min Last.PNG


Reglereinstellungen:
Regler.PNG
 
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0-8-15 User

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Sofern ich noch Thermodynamik kann ergeben sich aus den 80l/h = 0,022 kg/s und den 3 ° Temperaturunterschied eine Wärmeabfuhrleistung von 66 Watt. (CPU und GPU)
Wenn du ~30 % Glykol im Kühlmittel hast, dann komm ich bei 80 l/h und 3 Grad Temperaturdifferenz auf ~245 W:
Code:
3.0 * (2500 * 0.3 + 4185 * 0.7) * 80 / 3600
Beim Start vom PC fällt die Temperatur doch stark ab auf ca. 18°C.
Kannst du nicht die Pumpenleistung an die Temperatur koppeln?
 

Rickmer

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0-8-15 User

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Naja, wenn man bedenkt das Glykol eine Dichte von 1,11 g/cm³ hat sind's eher ~262W
Ich komm dann auf ~ 253 W. Zumindest sind wir uns bei der Größenordnung einig.
Code:
(22.89 - 19.92) * (2500 * 0.3 + 4185 * 0.7) * 80.9 * (1.110 * 0.3 + 0.997 * 0.7) / 3600
Je langsamer das kalte Außenwasser durch den Kreislauf fließt, umso eher schafft es der Innenradiator, das Wasser aufzuwärmen, bevor es in den CPU Block strömt und damit sollte eigentlich das Risiko, dass sich Kondenswasser an kritischen Stellen bildet, sinken.
 

Rickmer

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Ich komm dann auf ~ 253 W. Zumindest sind wir uns bei der Größenordnung einig.
Ich denke ich bin auf der Tastatur ausgerutscht...
245*1,03 wäre 252W gewesen, das wollte ich vermutlich schreiben (war früh)

Je langsamer das kalte Außenwasser durch den Kreislauf fließt, umso eher schafft es der Innenradiator, das Wasser aufzuwärmen, bevor es in den CPU Block strömt und damit sollte eigentlich das Risiko, dass sich Kondenswasser an kritischen Stellen bildet, sinken.
macht Sinn
 

Hejo

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Nettes witziges Projekt. Aber sobald die Temperatur außen weiter fällt sehe ich hier schwarz.
Welche Pumpe verwendest du? Nicht jede ist für Glykol und zu kühle Temperaturen ausgelegt.
Grundsätzlich hätte ein MORA 420er auch bei Raumluft alles in den Boden gekühlt.
Die beschrifteten Schläuche sind echt übel bei Watercool gibt es bis 16/10 EPDM-Schläuche unbeschriftet die habe ich.
Mein Projekt wäre eher gewesen zwei Mora zusammenzuklemmen mit Lüftern in der Mitte ^^.
 

Che-Tah

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Ahja.... hab die spezifische Wärmekapazität vergessen.


Nettes witziges Projekt. Aber sobald die Temperatur außen weiter fällt sehe ich hier schwarz.
Welche Pumpe verwendest du? Nicht jede ist für Glykol und zu kühle Temperaturen ausgelegt.
Danke :). Ist eine Aquastream XT Ultra (glaub bald 10 Jahre alt....)

Grundsätzlich hätte ein MORA 420er auch bei Raumluft alles in den Boden gekühlt.
Aber es ging darum die Wärme aus dem Zimmer zu bringen.

Je langsamer das kalte Außenwasser durch den Kreislauf fließt, umso eher schafft es der Innenradiator, das Wasser aufzuwärmen, bevor es in den CPU Block strömt und damit sollte eigentlich das Risiko, dass sich Kondenswasser an kritischen Stellen bildet, sinken.
Mein Ansatz war: möglichst schnell durch. Ich denke nicht, dass sich die Bauteile binnen 50 Sekunden von 22 Grad auf 7 Grad abkühlen (Ist aber nur ne Schätzung ^^).
Dazu kommt es mit hoher Geschwindigkeit zu mehr Verwirbelungen/Durchmischung im AGB.

Zur Not kann ich beim Außenradiator den Hahn abdrehen und den Bypass nutzen... oder beides als Drosselventil...wobei ich nicht sicher bin ob das ohne zusätzliche Pumpe klappt.
Es gibt sogar Hähne die sich elektisch ansteuern lassen... aber das geht mir noch etwas zu weit ^^

Ich sehe, das die Fotos der Bypasslösung noch fehlen. Die poste ich am Abend wenn ich daheim bin...
 
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Rickmer

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Hejo

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Che-Tah

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Doch, das ist ja der Sinn von Wasser: Es hat eine enorme spezifische Wärmekapazität.
Dazu kommt das alle Metallteile entsprechend gut Wärme leiten und sich damit schnell an die Temperatur des Wassers annähern.
Bis dato hatte ich hauptsächlich an die Schläuche gedacht... deswegen auch diese extra dicken...

Leider habe ich keinen Temperatursensor Vor und Nach dem AGB. Beim Start vermischt sich dort das Kalte- mit dem Raumtemperaturwasser. In den Diagrammen sieht man aber, dass die Temperatur in der 1. Minute doch sehr stark abgefallen ist nach dem AGB.

Ich bin schon sehr gespannt wenns draußen mal Richtung 0°C geht. :D Ich hoffe ich verschlafe es nicht darauf zu achten. Ich sollt in der Aqausuite mal nen Temperaturalarm erstellen ^^
 

Rickmer

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Ich hatte mir mit einem Peltier-Element eine Kühlung für Flaschen (1,5L Softdrink) gebastelt.
Die kommt locker gegen 0 Grad und da bildet sich ziemlich viel Kondenswasser wenn die 1-2h läuft.

Für mich hat sich übrigens Moosgummi als sehr funktionstüchtiger Insulator herausgestellt, aber auch da kondensiert nach genug Zeit dann Wasser drauf.
 

Che-Tah

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Das Verhältnis "warmes Wasser" zu "kaltem Wasser" ist ca. 3:1 (bin nicht mehr ganz sicher, Glaub ich hab ca. 4 Liter gebraucht und in den Mora draußen passen ca. 1,1 Liter)

Bevor das "kalte Wasser" nun aber wieder zum Außenradiator kommt ist 3x soviel "warmes Wasser" drüber gelaufen. Der Mora Kern selbst hat ca. 4,8 kg => Alu hat 0,888 kJ/kgK spezifische Wärmekapazität, also ein Wärmespeicher-Äquivalent von ca. 1 Liter Wasser.

Mein Monitoring beginnt leider erst mit Windows start. Daher fehlen mir die Daten von den ersten Sekunden...

Aber man sieht, dass im 2. Umlauf das "kalte Wasser" bereits fast die Soll-Temperatur hat... Je kälter es draußen wird umso mehr Umläufe wird es benötigen.
Sorgen um Kondenswasserbildung habe ich aber nur beim 1. Umlauf.

Der zusätzliche AGB im inneren war ja auch dazu da um das Volumen des "Warmen Wassers" zu erhöhen. (und um das Kalte mit dem Warmen zu vermischen.... was anscheinend nur bedingt klappt)
 

Mulleperal

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Wenn wir es jetzt ad absurdum führen.

  • Folgende Annahmen werden getroffen:
    Der MORA3 hat ein ca. Gewicht von 6kg. Ich geh davon aus, dass 5 kg davon die Funktion der Wärmeübertragung übernehmen.
  • Das Material des Mora3 ist natürlich eine Mischung aus Kupfer (Rohre) und Aluminium (Lamellen).
    Ich nehm mal an, dass das Kupfer den Großteil davon ausmacht
    • Gewicht Kupfer = 3,5kg
    • Kupfer = 0,385 kJ / K * kg
    • Gewicht Aluminium = 1,5kg
    • Aluminium = 0,888 kJ / K * kg
  • Es wird keine Wärme während des Aufwärmprozesses des MORA3 an die kalte Außenluft abgegeben.
  • Es wird außer acht gelassen, dass das Wasser-Glykol-Gemisch sich auch erst erwärmen muss.
  • Kondensation bei 16°C

Es werden ca. 2679 Watt benötigt um den MORA3 um 1 Kelvin zu erwärmen.
Bei der vorher errechneten transportierte Wärmemenge von ca. 253 Watt, erwärmt sich der MORA je um 1 Grad in ca. 10 Sekunden.
Somit dauert es je nach Außentemperatur
  • Außentempteratur = -12°C // ca. Delta Temperatur zur Kondensation von 28 Kelvin und somit 280 Sekunden bis die Gefahr der Kondensation gebannt wäre
  • Außentempteratur = 0°C // ca. Delta Temperatur zur Kondensation von 16 Kelvin und somit 160 Sekunden bis die Gefahr der Kondensation gebannt wäre

Edit1:
@Rickmer
Man möge mir Einheitenfehler und meine falschen Ausdrücke von physikalischen Größen vergeben.
Mein Thermodynamik ist doch schon fast ein Jahrzehnt her.
Ich sehe, dass hier eher als Gemeinschaftsaufgabe und freue mich, falls wer meinen Rechenweg bzw. meine Annahmen verfeinert, da ich spaß an solchen Rechenbeispielen habe.
lg
 
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Che-Tah

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Super Berechnung @Mulleperal: !
Bei unter 18° erwärmt mein interner 360er-Radiator das Wasser zusätzlich mit Raumluft.
Auf der anderen Seite werd ich beim Start vom PC noch keine GPU Vollast haben und somit keine 250 Watt Abwärme.

Solange es bei einem Beschlagen wie bei einer Brille bleibt kein Problem...
Aber die Auswirkungen von dem Luftzug beim Internen Radiator und von den Gehäuselüfter kann ich schwer einschätzen. ...nicht das dieser als Kondensator wirkt.

Als Extremlösung könnte man bei Gebäudeeintritt auch bewusst einen "Kondensator" bauen mit Abtropftasse. Radiator mit Lüfter der angeht wenn das zuströmende Wasser "zu kalt" ist.
Stattdessen hab ich jetzt den 880ml AGB bei Gebäudeeintritt.
 

Rickmer

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