Platten springen beim herunterfahren an

CaptainPicard

Commander
🎅Rätsel-Elite ’25
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Juli 2013
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Hi!

Ich habe meine 2 großen Platten schon länger so eingestellt, dass sie nach 5 Minuten abschalten.
Seit ein paar Tagen nun dauert das Herunterfahren des PCs ewig, weil Windows meint, die ruhenden Platten nochmal anwerfen zu müssen. Für mich sinnfrei.
Gibts eine Lösung, damit das übersprungen wird?

Beste Grüße, Jan
 
Meiner Erfahrung nach war das schon immer so. Ob man das überhaupt verhindern kann, bezweifel ich. Vom Bauchgefühl her sind 5 Minuten schon recht kurz und eventuell nicht förderlich für die Haltbarkeit. Sind dir die HDDs zu laut? Vielleicht kannst du sie entkoppeln. Ich habe deswegen seit geraumer Zeit ein NAS im Flurschrank, wo die HDDs mehr oder weniger durchlaufen. Die Clients selbst haben alle SSDs.
 
Es ist nicht sinnfrei, sondern teilt den Platten den bevorstehenden Spannungsabfall durch das Ausschalten mit.
 
5 Minuten ist verdammt kurz, ich mache das nie unter einer halben Stunde, das ist wie erwähnt eher nicht förderlich für die Lebensdauer der Festplatten.
 
Schliesse mich an, 5 Minuten sind viel zu kurz, da gehn dir die Platten schon mal eher hops.
Ich hab's bei mir auf 20 Minuten eingestellt und fahr damit seit Jahren problemlos. Bei zu lauten Platten hilft entkoppeln oder halt ein Austausch.

Aber Windows wird die Platten immer aktivieren vor dem Shutdown. War und ist immer so und ich denke auch nicht, dass du deinen Platten einen Gefallen tun würdest, könnte man das irgendwie umgehen.
 
Danke für die Antworten!
Die 5 Minuten sind so gewählt, da es reine Datengräber sind. Riesig und selten gestartet, vielleicht 4-5x am Tag inkl. booten etc. Alles andere ist auf meiner SSD.
@Holt: Das macht Sinn. Nicht dran gedacht.
@Wilhelm14: Ein NAS im Schrank ist eine gute Idee!
 
Holt schrieb:
Es ist nicht sinnfrei, sondern teilt den Platten den bevorstehenden Spannungsabfall durch das Ausschalten mit.

und warum müssen dafür die Platten rotieren? Es reicht doch eigentlich, dass die Logik überprüft ob der Cache vollständig zurückgeschrieben wurde und dann kann der Spannungsabfall kommen...
 
Warum müssen die Platten rotieren, wenn man nur die S.M.A.R.T.Werte ablegt? Offenbar sind die Entwickler von HDDs alle doof oder sie lesen dort für die Anzeigen der S.M.A.R.T. Werte etwas aus oder schreiben bei Erhalt des Befehls bei Runterfahren was auf die Platten, z.B. damit es beim nächsten Hochfahren eben nicht als unerwarteter Spannungsabfall gewertet wird.
 
Je öfter eine Platte an- und aus geht, desto mehr wird die Mechanik belastet.
Wenn eine Festplatte jedoch 24/7 läuft, garantieren die Hersteller auch nur bei bestimmten Serien die Zuverlässigkeit, die Wahrheit liegt da in der Mitte.
 
HDDs sind für eine Nutzungsdauer von 5 Jahren ausgelegt, was Samsung früher auch immer recht offen in die Datenblätter geschrieben hat, so wie hier:
Bei aktuellen HDDs steht das nur noch sehr selten so offen im Datenblatt, aber indirekt findet man es auch immer noch, so steht bei der ST1000VX005 im Product Manual auch noch
Aus 50.000 insgesamt und 10.000 pro Jahr ergibt sich dann aber doch wieder der Hinweis auf die geplante Nutzungsdauer von 5 Jahren und diese 10.000 Start Stopp Zyklen der Spindel sind typisch für die allermeisten HDD, allenfalls einige Enterprise Nearline HDDs vertagen weniger. Die gelten aber meist nur unter optimalen Bedingungen, also in einem engen Temperaturfenster, aber selbst wenn man die HDD Zehnmal täglich in den Sandby schickt, wäre es nur etwa ein Drittel davon. Man sollte also ab und zu auf den Rohwert des Attribute 04 schauen, der zeigt an wie viele Start-Stopp Zyklen der Spindel schon vorgekommen sind.
 
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