Test Plextor M6e PCIe SSD im Test

Higgs Boson schrieb:
Wo steht das eigenttlich das die Plextor M6e eine Enterprise SSD ist ?
Im meinem Post über Deinem ging es nicht um die Plextor, die findet man auch nicht auf der Micron Homepage. Die Plextor M6e ist natürlich eine Consumer SSD, aber bei der gebotenen Performance kein wirkliches Must-Have, denn dafür ist der Vorteil gegenüber einer schnellen SATA 6Gb/s mit nur 200MB/s beim seq. Lesen einfach zu gering, zumal schnelle SATA 6Gb/s SSDs im Alltag sogar mehr Performance bieten, weil eben so lange seq. Zugriffe doch eher selten vorkommen.
 
@Holt,

es ging nicht um deinem Post, sondern die Frage war speziell auf den Artikel von CB der M6e bezogen.
Aber Danke für die Erklärung, ich hatte diese nun irgendwie ins Auge gefasst um endlich den Schritt von meiner Velociraptor auf ein ordentliche SSD zu gehen, aber das muß ich mir nun doch nochmal sehr gut überlegen.

Dann ist die Mushkin Enhanced Scorpion sicherlich auch keine Enterprise SSD.

http://geizhals.de/mushkin-enhanced-scorpion-480gb-mknp22sc480gb-a915049.html
 
Gegenüber einer Velociraptor ist jede SSD die im ersten Post des [Sammelthread] Kaufberatung und Fragen zu SSD empfohlen wird, sauschnell! Da brauchst Du nicht auf die M6e zu warten, denn selbst die schnellste Raptor schafft seq. nur maximal knapp über 200MB/s und die nur auf den äußeren Zylindern, von den Zugriffszeiten und IOPS gar nicht zu regen, da liegen Welten dazwischen! Nimm also eine normale 2.5" SSD, dann hast Du eine ordentliche SSD!

PCIe wird erst sinnvoll, wenn es eine PCIe x4 SSD ist und auch dann lohnt es sich nur für Leute, die wirklich viele seq. Zugriffe machen, also den Vorteil der Bandbreite der Anbindung auch wirklich nutzen.
 
Das weiß ich doch das die SSD's wesentlich schneller sind und (fast) nur Vorteile haben, aber wenn ich diesen Schritt wage dann sollte es schon in einer anderen Klasse als Consum sein, denn dann bleibe ich noch ein weilchen bei meiner "gewöhlichen" HDD.
 
Das musst Du wissen, aber das ist reine Imagesache, vom der Performance her reichen die normalen SATA 6Gb/s SSD vollkommen und vom P/L Verhältnis her, werden sie wohl noch eine ganze Weile vorne bleiben.
 
Holt schrieb:
Das musst Du wissen, aber das ist reine Imagesache, vom der Performance her reichen die normalen SATA 6Gb/s SSD vollkommen und vom P/L Verhältnis her, werden sie wohl noch eine ganze Weile vorne bleiben.

Das "reichen" ist aber durchaus relativ. Selbst für einen 0815 Anwender kann es Situationen geben, die einfach quälend lange dauern. Natürlich merkt man in Standard-Situationen kaum einen Unterschied zwischen SSDs. Aber die CPU Leistung spielt hierbei auch eine erheblich Rolle. Die Geschwindigkeit von SSD Ladevorgänge ist direkt proportional zu der CPU Leistung. Unabhänig davon wie die CPU Auslastung ist. Selbst wenn also bei einem Ladevorgang die CPU-Auslastung unter 10% ist, merkt man einen Unterschied wenn man den selben Ladevorgang bei höherer CPU-Taktung durchführt.

Daher mein Lieblingsbeispiel mit Anno 1404, ein Spiel das mMn selbst mit aktueller High-End Hardware nicht spielbar ist. Ein anderes gutes Beispiel ist der 1. Schritt der Windows-Installation (dies "kopiere Dateien" usw bis zum Neustart). Das ist für mich der einzige Test der ehrlich die "Rohleistung" eines Systems aufzeigt, bestehend aus dem Produkt aus CPU-Leistung * Storage-Leistung. Keine Treiber, keine Caches, nichts was das Ergebnis irgendwie verfälschen würde. Ich nenne das gerne die DOS-Leistung.

Daher auch meine tiefste Abneigung gegen AMD.Ein AMD System was bei irgendwelchen handelsüblichen Benches noch einigermaßen gut darsteht, kackt hierbei völlig ab. Mein letztes AMD System z.B. mit 939er Toledo Dual-Core mit 2x 2,4 GHz war langsamer als mein P-III 400MHz Singlecore.

Aber zurück zum Thema. Es geht doch nicht darum die Micron auszulasten, warum auch. Es geht darum daß die Micron mit Sicherheit auch gefühlt schneller sein würde als eine 840er Pro. Daß die Micron für einen Homeuser (genau so wie sich einen 6,2L V8 mit 432PS für den reinen Stadtverkehr zu wünschen) natürlich jenseits jeglicher Vernunft liegt ist, steht natürlich außer Frage.

Soll heißen muß irre viel Spaß bringen! :D:D:D
 
Das mal die CPU Leistung und mal die SSD Leistung den Flaschenhals bilden ist klar, denn nur in Benchmarks werden Daten ja nur zum reinen Lesen und Schreiben erzeugt. In realen Anwendungen müssen diese Daten ja auch verarbeitet werden, dafür werden sie ja gelesen bzw. geschrieben, wenn sie erzeugt wurden, da nutzt eine schnellere SSD sehr wenig, wenn die CPU die Daten nicht schneller verarbeiten kann und umgekehrt nutzt eine schnellere CPU nichts, wenn sie nicht Daten versorgt sind.

Wobei es aber gerade unter Windows schwer ist, die genaue CPU Auslastung zu ermitteln und festzustellen, ob die CPU schon limitiert. Unter Linux geht die Anzeige in Tools wie Top für jeden Kern auf 100%, bei einem i7-3930k unter Volllast auf allen Kernen im Ganzen als bis 1200%. Bei Windows zeigt der Taskmanager aber dann nur 100% und wenn nur ein Kern ausgelastet ist, dann geht es eben maximal auf 8%, was aber kaum jemand als Vollauslastung eines Kerns erkennen wird, zumal Windows auch noch die Tasks sehr schnell zwischen den Kernen hin- und herschiebt, so dass man nicht einmal im Graphen die Limitierung der Performance durch einen Kern sehen kann. Die meisten Anwendungen sind ja nun einmal nicht oder nicht besonders gut parallelisiert, spätestens wenn es um die Laderoutinen geht. Das war bei HDDs ja auch sinnvoll, da die bei parallelen Zugriffen ja auch viel zu viel Performance verlieren.
 
@Holt,

bitte gebe mir einen Tipp für mein 2011'er Sys. (Sig.) für eine PCIe SSD die optimal zum System passt, und bei dem meine Daten absolut sicher sind.
 
BlackWidowmaker schrieb:
Daher mein Lieblingsbeispiel mit Anno 1404, ein Spiel das mMn selbst mit aktueller High-End Hardware nicht spielbar ist.

Kannst du den verwendeten Spielstand evtl. zur Verfügung stellen?
Die Zeit beim Laden nutze ich immer um mir einen Kaffee zu holen. ;)
 
Higgs Boson schrieb:
....

bitte gebe mir einen Tipp für mein 2011'er Sys. (Sig.) für eine PCIe SSD die optimal zum System passt, und bei dem meine Daten absolut sicher sind.

Kann ich Dir auch geben, nämlich regelmäßig Backups machen. Daten sind niemals absolut sicher. Es sei denn Du betreibst extrem kostspieligen Aufwand und selbst dann sind sie niemals absolut sicher. Firmen geben für ihre Datensicherheit Millionen aus!
 
@JuggernautX,

darauf wäre ich nun ohne deinen Post niemals von alleine darauf gekommen.

Im übrigen, wie oben schon erwähnt ist die M6e keine Enterprise SSD. :p
 
Zuletzt bearbeitet:
@Higgs Boson

schön, dass ich Dir helfen konnte.:p


Es ging ja auch um dieses Monster, welches bensen im Post #54 eingebracht hat, dachte dass das klar gewesen wäre.
 
Zuletzt bearbeitet:
Higgs Boson schrieb:
@Holt,

bitte gebe mir einen Tipp für mein 2011'er Sys. (Sig.) für eine PCIe SSD die optimal zum System passt
Zu einer PCIe SSD habe ich keinen Tipp, die bisherigen sind entweder dicke Enterprise SSDs oder lohnen sich aus anderen Gründen nicht, wie die Asus RoG RAIDR Express 240 GB PCIe-SSD (Test)zeigt.

Derzeit möchte ich daher keine PCIe SSD empfehlen, weil einfach keine empfehlenswert ist. Man ist mit einer guten SATS 6Gb/s besser dran und da aktuelle Intel Chipsätze auch TRIM im RAID 0 unterstützen, das müsste mit dem X79 auch gehen (ggf. mit dem passenden BIOS), dann eben mit 2 2.5" SSD im RAID 0, wenn man wirklich die hohen seq. Transferraten nutzen kann.

Higgs Boson schrieb:
bei dem meine Daten absolut sicher sind.
Dazu hat JuggernautX schon alles geschrieben und es gilt zu beachten, dass SSD wenn, dann i.d.R. ohne Vorwarnung ausfallen. Viele denken ja erst an die Datensicherung, wenn die ersten E/A Fehler erscheinen, aber mit der Herangehensweise fällt man bei einer SSD ziemlich sicher auf die Nase.
Ergänzung ()

Und es bedrohen natürlich nicht nur HW Ausfälle die Daten, Verschlüsselungsviren sind im Moment in Mode und auch der User selbst ist oft die größte Gefahr für seine Daten, wie ein Blick ins Datenrettungsforum zeigt.
 
BlackWidowmaker schrieb:
Verflucht Bensen, hat das wirklich sein müssen? Mir solche Flausen in den Kopf zu setzen? Kaum hat man seine erste TB-SSD und erstmals einigermaßen Platz darauf, schon kriege ich wilde Phantasien wenn ich mir die Daten von der Micron sehe.

Aber (fast) genau das ist es, worauf ich die ganze Zeit warte. Nur brauche ich kein SLC und keine 50 PB Schreibleistung oder sonstige Enterprise-Features.
Was heißt die ganze Zeit warten. Das teil gibts seit Mitte 2011 oder so.
Und die gibts auch als MLC-Version ->p420m

JuggernautX schrieb:
SLC und 34nm, sind das Restbestände oder wird diese "SSD" aktuell noch gebaut?Wir sind doch mittlerweile weit von SLC und 34nm entfernt oder läuft ein Band bei Micron für die reiche Kundschaft noch?
Was heißt weit entfernt? SLC wurde nie aufgehört zu produzieren und wird es wohl auch nie. MLC kam parallel und hat halt in allen Bereichen SLC abgelöst wo die Belastung nicht all zu extrem ist. Da die Performance auch kein wirklicher Grund mehr für SLC ist, wird der Marktanteil immer kleiner. eMLC hat den schon auf großer Breite abgelöst. Aber in einigen Bereichen ist der immer noch nötig. Fast jeder Hersteller von Enterprise-SSDs hat noch SLC-Geräte im Angebot.
SLC hinkt auch bei der Fertigung etwas hinterher. Da wird erst abgewartet bis der Prozess voll ausgereift ist, bevor da umgestellt wird. Die haltbarkeit ist da wichtiger als der Preis. 34 nm ist bei SLC noch gar nicht so lange her. Wurde vor nciht all zu langer zeit auf 25 nm umgestellt.
 
Zuletzt bearbeitet:
bensen schrieb:
....
Was heißt weit entfernt? SLC wurde nie aufgehört zu produzieren und wird es wohl auch nie. MLC kam parallel und hat halt in allen Bereichen SLC abgelöst wo die Belastung nicht all zu extrem ist. Da die Performance auch kein wirklicher Grund mehr für SLC ist, wird der Marktanteil immer kleiner. eMLC hat den schon auf großer Breite abgelöst. Aber in einigen Bereichen ist der immer noch nötig. Fast jeder Hersteller von Enterprise-SSDs hat noch SLC-Geräte im Angebot.
SLC hinkt auch bei der Fertigung etwas hinterher. Da wird erst abgewartet bis der Prozess voll ausgereift ist, bevor da umgestellt wird. Die haltbarkeit ist da wichtiger als der Preis. 34 nm ist bei SLC noch gar nicht so lange her. Wurde vor nciht all zu langer zeit auf 25 nm umgestellt.


OK, das ist mir neu und ich frage mich, warum INTEL dann in den Enterprise-Produkten keine SLC mehr verbaut. Wenn Du das weißt, dann wissen das die Kunden auch und ich würde da als Kunde nicht mitspielen und eMLC-SSDs kaufen.
 
JuggernautX, die Kunden von Enterprise SSDs rechnen ganz genau und kaufen genau was sie brauchen, ohne die Emotionen die privaten Endkunden immer wieder den Weg zu einer optimalen Lösung versperren. Wenn die Haltbarkeit von eMLC für den geplanten Einsatz und die vorgesehene Einsatzdauer locker ausreicht, dann geben die kein Geld für mehr Haltbarkeit aus, die sie nicht benötigen und Nutzen werden. So einfach ist das und das gilt genauso für die Performance, da wird auch nicht mehr gekauft als man benötigt, wenn man dafür mehr ausgeben müsste.

Aber hier im Forum gibt es nicht so wenige User die schon nach 1 bis 2 Jahren ihre erste SSD ersetzen, aber dann keineswegs eine mit TLC wollen, die auch über 10 Jahren durchhalten würde und notgedrungen eine mit MLC nehmen, die dann vielleicht 100 Jahren halt würde und sich noch beschweren, dass keine mit SLC im Angebot ist, die dann erst nach über 1000 Jahren kaputt geschrieben wäre, dafür würde sie aber gerne den drei- bis zehnfachen Preis bezahlen. Das ist total irrational, aber das spielt ja offenbar beim Hobby keine Rolle.
 
Holt schrieb:
Aber hier im Forum gibt es nicht so wenige User die schon nach 1 bis 2 Jahren ihre erste SSD ersetzen, aber dann keineswegs eine mit TLC wollen, die auch über 10 Jahren durchhalten würde und notgedrungen eine mit MLC nehmen, die dann vielleicht 100 Jahren halt würde und sich noch beschweren, dass keine mit SLC im Angebot ist, die dann erst nach über 1000 Jahren kaputt geschrieben wäre, dafür würde sie aber gerne den drei- bis zehnfachen Preis bezahlen. Das ist total irrational, aber das spielt ja offenbar beim Hobby keine Rolle.

Full ack
 
Das ist ja im Prinzip auch kein Problem, jeder ist seines Glückes Schmidt und gibt hoffentlich nur sein Geld aus, was dann nicht an anderer, wichtigerer Stelle fehlt. Aber man sollte nicht versuchen anderen so ein irrationales Verhalten aufzudrängen!
 
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