Politikstudium

Hi

was sind so die Inhalte des Studiums? Unter den Allgemeinsätzen die man so auf den Uni-seiten findet kann man sich nicht allzu viel vorstellen. Ich studiere zur Zeit schon im 4. Semester BWL denke aber über einen Fachbereichswechsel bzw. Fachhochschulwechsel nach. Mit abgeschlossenem Grundstudium kann man ja soweit ich weiß auch mit FH-Abschluss an Unis.

gruß

smacked2
 
Die Inhalte des Studiums hängen stark von der Uni ab, an der Du Politik studieren willst. An welcher Uni möchtest Du denn Politik studieren? Und wenn wir schon einmal bei den Fragen sind, warum willst Du Politik studieren und mit BWL aufhören?
 
Am naheliegendsten wäre für mich die Uni Mainz bloss haben die mittlerweile nen NC von 2,1 ich aber auf meinem FH Zeugnis nur ne 2,8 als NC. Gründe für mich mit BWL aufzuhören wären der doch relativ große Mathemtikanteil im Grundstudium (obs jetzt im Hauptstudium besser wird kann ich noch nicht sagen, komme ja gerade erst rein) Zudem tue ich mich noch mit manchen Vordiplom Klausuren wie Rechnungswesen etc. die ich noch nachschreiben müsste schwer.
 
Oh ja, an meine Rechnungswesen-Prüfungen erinnere ich mich auch noch mit Grausen, da ich auch noch Personalwirtschaft studiert habe. Allerdings bezog sich meine Frage eher darauf, was Du letztendlich mit dem Politikstudium anfangen willst. Du solltest schon ein klar abgegrenztes Berufsbild haben, damit Du mit dem Politikstudium auch etwas anfangen kannst. Bei BWL ist das leichter, solche Gestalten werden immer irgendwo gesucht.

Aber zurück zum Politikstudium. Mainz ist eine gute Wahl, mit Größen wie Falter und Roller hast Du da eine sehr fundierte Ausbildung.

Grundsätzlich unterteilt sich das Studium in verschiedene Fachbereiche von denen die üblichen sind:

- Politische Theorie

Hier lernt man etwas darüber, wie Politikwissenschaft überhaupt funktioniert, über die verschiedenen Staatsformen, die antiken Demokratietheorien der griechischen Stadtstaaten und ähnliches.

- Politisches System der BRD

Wie der Name schon verrät, beschäftigt man sich hier mit dem politischen System Deutschlands. Wie ist das politische System aufgebaut, wie werden Gesetze geschaffen, was machen die einzelnen Kammern usw.

- Internationale Beziehungen

Hier geht es um internationale Organisationen, nicht-staatliche Akteure, Weltordnungen usw., also unter anderem um die UN, die Europäische Union u.ä.

- Analyse und Vergleich

In diesem Lehrbereich werden einem die einzelnen Methoden näher gebracht, die es einem ermöglichen, politische Systeme miteinander zu vergleichen. Mit Hilfe dieser Vorgehensweise beschäftigt man sich mit Themen wie dem Unterschied bzw. den Vor- und Nachteilen von Präsidentialismus und Parlamentarismus, dem Mehrheits- versus dem Verhältniswahlrecht und ähnlichen Themen.

In Mainz gibt es noch einen weiteren Fachbereich, der von Prof. Kunz geleitet wird:

- Wirtschaft und Gesellschaft

Frag mich nicht, dieser Bereich ist mir völlig schleierhaft...

Absolut essenziell sind die Metawissenschaften, die einem wissenschaftliches Arbeiten überhaupt erst ermöglichen und das Verständnis wissenschaftlicher Texte verbessern:

- Statistik und Methoden

Hier wird Dir Mathematik im weitesten Sinne wieder begegnen. Ein Forschungsprozess besteht heutzutage auch meist aus einer empirischen Analyse, die man mit Mikro- oder Makrodaten durchführt. Mit Hilfe von statistischen Berechnungen und unter Verwendung von Programmen wie SPSS, STATA o.ä. möchte man so Zusammenhänge rechnerisch aufzeigen und Hypothesen damit untermauern oder verwerfen (z.B.). Mit "Methoden" wird Dir beigebracht, wie man überhaupt forscht, also ein Problem wissenschaftlich angeht.

Aber lass Dich von der Statistik nicht erschrecken, so wild wie im BWL-Studium ist das Rechnen nun auch wieder nicht. Für ein Politikstudium muss man vor allem Zusammenhänge begreifen können und wollen, komplex denken, gerne lesen und keine Abneigung gegen empirische Methoden haben.
 
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smacked2 schrieb:
...Gründe ... relativ große Mathemtikanteil im Grundstudium (obs jetzt im Hauptstudium besser wird kann ich noch nicht sagen,...) ... Vordiplom Klausuren wie Rechnungswesen etc. die ich noch nachschreiben müsste schwer.

Es klingt fast so als ob du das Studium der Politikwissenschaft als einfacher ansiehst als BWL. Klausuren vom Kaliber ReWe sind auch in der Politik zu finden, das ist dort nicht einfacher, nur das Thema ist ein anderes. Und es kann gerade dort gewaltig langweilig (subjektiv) und sehr theorielastig werden. Dagegen ist das praxisorientierte FH-BWL-Studium das reinste Praktikum ;).

Vor allem solltest du dich fragen wie die Jobchancen danach stehen. Mit BWL kommst du immer irgendwo unter, aber mit Politik musst du schon sehr gut sein.
Mein Cousin studiert Politk in Potsdam, aber der Typ ist auch wie geschaffen dafür :D.
 
Ich hatte Politik im Magister-Nebenfach (in München). Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen was man damit als Hauptstudium mal wollen sollte, ausser in der Forschung zu bleiben (gute Stellen sehr rar , der Rest unglaublich schlecht bezahlt) oder Sozialkunde-Lehramt zu machen :p

Ich hatte als Magister-HF Kommunikationswissenschaft und als zweites NF Soziologie, da war es im Kontext ganz spannend, vor allem was Systemforschung anging, dummerweise lernt man an den meisten Unis in Politik im Hauptfach keinerlei empirische Methoden und das ist imo das einzig Interessante an der Sache.
 
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Magisterstudiengang Politikwisssenschaft-Neuere/Neueste Geschichte/Soziologie. Grund, diese Kombination zu wählen, war mein politisches Engagement seit der zehnten Klasse. Zukunftsperspektiven eher gering, dennoch habe ich das Studium durchgezogen - aktuell arbeite ich als Vertriebsleiter in der KEP-Branche. Hat zwar nichts mit Politik zu tun, ist aber dennoch ein guter Job. Mittlerweile würde ich jedem raten, sich vorher Gedanken zu machen, in welche Richtung er sich später entwickeln will. Wie oben bereits geschrieben: die Stellen in der Forschung sind rar gesät, außerdem muß man das mögen. Im Bereich PR habe ich nichts bekommen und bin dann in den Vertrieb im KEP-Bereich reingekommen und mich recht schnell entwickelt.
 
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