Quo vadis BTMG?

AW: Quo vadis Cannabislegalisierung?

Also erstmal davon abgesehen das man Cannabis nicht nur rauchen kann, sondern dieses in anderer Form konsumieren kannst (Kekse, Tee, ja sogar als Limonade), kann man - wenn du schon mit gesunden Eigenschaften kommst - dann wohl auch bei den gesunden Eigenschaften von Cannabis argumentieren.

Ein Freund von mir trinkt zB seinen Cannabis Tee, weil er unter Kopfschmerzen leidet und die "tollen Schmerzmittel" nicht nur seine Leber/Nieren kaputt machen würden, sondern diese Mittelchen teils gar nicht oder kaum anschlagen mit entsprechenden Nebenwirkungen.
Ebenso hat eine Freundin Probleme mit ihrer Menstruation und auch hier half Cannabis. Ebenso in Teeform.
 
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....sicherlich besser als im Rauch - da gebe ich Dir Recht!
Die Limo und andere Dinge sind aber in der Regel ohne THC und das ist dann auch in Ordnung!

Sonst, Heilpraktiker, es ist nicht alles Quatsch was man da bekommt - es gibt viele Pflanzen die positiv wirken, auch ohne berauschende Wirkung!
 
AW: Quo vadis Cannabislegalisierung?

Lars_SHG schrieb:
Cannabis wird ja wohl in der Regel mit Tabak konsumiert, das ist immer schädlich, schon wegen dem Tabak!

Hinzu kommt, wir sind eine Nichtraucher-Familie.

Wie ein Vorredner schon sagte kann man Cannabis wohl auch Oral mit Getränken oder Keksen,etc. einnehmen. Ob das die gleiche Wirkung hat wie beim rauchen kann ich nicht sagen da ich weder das eine noch das andere gemacht habe (bin auch strikter Nichtraucher!).

Zum Thema Cannabis und Tabak möchte ich noch mal eins sagen: Schau mal bitte über den Tellerrand hinaus, dann wirst du sehen das eigentlich nur in Europa diese Unsitte verbreitet ist Cannabis mit Tabak zu mischen. In den USA wirst du als geistesgestört angesehen wenn du dort auf die Idee kommst Tabak mit Marihuana zu vermischen. Warum es in Europa gemacht wird? Ich denke es hängt stark mit der Prohibition zusammen, will mich da nicht aus dem Fenster lehnen.

Wer als Cannabispatient oder-konsument aus Übersee nach Europa kommt, versteht oft die Welt nicht mehr. Hier werden Gras und Haschisch vor dem Konsum mit Tabak gemischt, was in Kanada, den USA sowie vielen anderen Teilen der Welt ein absolutes „No-Go“ ist. Selbst Tabakraucher kämen jenseits des großen Teichs nie auf die Idee, eine „Mischung“ zu inhalieren, sondern trennen den Konsum von Zigaretten und Joints sorgfältig voneinander.
http://sensiseeds.com/de/blog/smoke-ganja-raw-ein-plaedoyer-fuer-puren-genuss/

Fakt ist: Deine Argumentation ist noch ein Grund mehr Cannabis freizugeben, denn dann könnte man auf risikoarme Konsumformen hinweisen! Auch wenn ich mich wiederhole: Du nimmst Auswirkungen die durch die Illegalität entstehen als Begründung für eben diese Illegalität? Paradox oder?
Im Grunde bist du nicht ehrlich, du eierst hier herum so wie viele Befürworter der Prohibtion, nimmst irgendwelche Auswirkungen von Cannabis die im Prinzip 1:1 genauso auf Alkohol zu treffen. Doch da ist es dann auf einmal in Ordnung während beim Cannabis die ganze Sache dramatisiert wird.
Gib es doch endlich zu: Du bist gegen den Cannabisrausch! Alles andere,bzw. der Käse über Gefährlichkeit,etc. ist nur quark und dient dazu dies zu verschleiern. Ein Wenig mehr Ehrlichkeit wäre in dieser Diskussion hilfreich. Sag es frei heraus bevor du mit Pseudo Argumentationen aufwartest.
 
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AW: Quo vadis Cannabislegalisierung?

@ dacapo
In den USA wirst du als geistesgestört angesehen wenn du dort auf die Idee kommst Tabak mit Marihuana zu vermischen.
ich wohne nicht in den USA und ich habe mit denen auch nichts am Hut. Ist auch wenig sinnvoll die USA in dem Zusammenhang hier einzubringen.....

Du hast weder meine Argumente noch meine Punkte verstanden.
Für mich ist der Grund warum es nicht frei gegeben werden sollte, weil ich zu den potentiell alkoholisierten oder sonst wie zugedröhnten Menschen nicht noch eine weitere Gruppe Autofahrer sehen will, die Menschenleben riskieren!
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/49088/Cannabis-verdoppelt-Risiko-von-Verkehrsunfaellen

Die Gründe warum ich es nicht nehmen würde sind hingegen vorwiegend andere.

Und ja, auch wenn man es wie beim Alkohol verbieten würde, also quasi Cannabis legal, aber nicht beim Autofahren, würden es dennoch viele machen - auch hier wieder der Vergleich zum Alkohol, wo es auch so ist!
Und hier sehe ich (meine Meinung) sogar noch mehr Gefahren als unter Alkohol zu fahren - ohne das gut zu heißen!

Der Witz ist doch, einige hier finden Alkohol alle so gefährlich und wollen eine andere Droge mit ähnlichen Eigenschaften freigeben? Wie absurd ist das denn?
Die Argumentation PRO Cannabis kann nicht KONTRA Alkohol sein!

Aber egal, das ist ein Forum und dies ist meine Meinung.

Gib es doch endlich zu: Du bist gegen den Cannabisrausch!
Ja natürlich bin ich dagegen, wo habe ich denn geschrieben das ich dafür bin?

Es gibt sinnvolle Anwendungen für Cannabis, gerade in der Behandlung von schwer kranken Menschen - aber bitte unter medizinischer Indikation.
 
AW: Quo vadis Cannabislegalisierung?

Wie kommst du darauf das Autofahren im Cannabisrausch noch gefährlicher sei als bei Alkohol?
Beides ist hochgefährlich, Alkohol ist da nicht weniger ungefährlich. Bei den erlaubten Promillewerten gibt es schon massive Einschränkungen der Fahrtüchtigkeit. Jeder der mal das Vergnügen hatte nüchtern diese Promille-Brille aufzusetzen weiß das Autofahren bei geringen Promillewerten schon gefährlich ist.
Wie du da auf die Behauptung kommst das Cannabis noch gefährlicher sei, würde mich echt interessieren.

Und weißt du welche Gruppe Menschen dich noch im Straßenverkehr gefährden.
Das sind diejenigen, welche sich legal erhältliche Medikamente einwerfen, gerade bei den Grippe / Erkältungs Medikamenten sind viele Brecher dabei, die die Reaktionsgeschwindigkeit einschränken und dennoch fahren indem Zustand täglich tausende Leute durch die Gegend.

Dennoch muss man dir eine Doppelmoral vorwerfen. Wenn du Cannabis nicht gut heißt, musst du deinen Vorstellungen entsprechend auch Alkohol in jeglicher Form ablehnen, und auch deinem minderjährigen Kind auch 1 oder 2 Bier verbieten.

Cannabis ist nicht schlimmer als Alkohol. Es ist anders.
 
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Lars_SHG schrieb:
Und ja, auch wenn man es wie beim Alkohol verbieten würde, also quasi Cannabis legal, aber nicht beim Autofahren, würden es dennoch viele machen - auch hier wieder der Vergleich zum Alkohol, wo es auch so ist!
Und hier sehe ich (meine Meinung) sogar noch mehr Gefahren als unter Alkohol zu fahren - ohne das gut zu heißen!

Wenn ich mir deine verlinkte Studie anschaue waere es mir aber lieber wenn sich jemand unter THC-Einfluss als mit Alkohol ans Steuer setzt. Dann steigt das Unfallrisiko naemlich nicht um 92% sonder um 169%.

Der Witz ist doch, einige hier finden Alkohol alle so gefährlich und wollen eine andere Droge mit ähnlichen Eigenschaften freigeben? Wie absurd ist das denn?

Nein, der Witz ist, dass beide Drogen vergleichsweise "aehnlich" gefaehrlich sind aber eine davon willkuerlich verboten ist. Entweder beide verbieten oder beide freigeben, alles andere ist inkonsequent.
 
AW: Quo vadis Cannabislegalisierung?

@Lars_SHG

Meine Frage ist nun und das meine ich Ernst: Was hat das BTMG mit Autofahren zu tun? Für die Regeln im Bezug zum Straßenverkehr haben wir das Straßenverkehrsrecht. Und du willst nicht eine weitere Gruppe sehen die im Straßenverkehr unter Drogeneinfluss (bzw. unter Cannabiseinfluss) Menschenleben gefährden?

Das will ich auch nicht, doch die Fahrer unter Drogeneinfluss gibt es heute auch schon und ist unabhängig davon was im BTMG steht.
Bin gerne für 0 Toleranz im Bezug auf alle Drogen, und auch für 0,0% nicht nur bei Fahranfängern.
Ebenfalls bin ich gegen Zigarettengenuss am Steuer, denn es gibt auch eine Menge Unfälle wo einem Fahrer die Zigarette oder das Feuerzeug beim Fahren runter fällt o.ä., es wäre nicht zu viel verlangt zu verlangen zum Rauchen auf einen Rastplatz zu fahren.

Doch auch hier wäre eine Prohibition oder Unterstellung der Substanzen ins BTMG nicht sinnvoll sondern hier helfen nur strikte Verkehrsüberwachung und Kontrollen. Deine Aussage ist also nicht stichhaltig und wieder nur eine Alibi Aussage. Im falle einer Legalisierung von Cannabis wird ja nicht das Fahren unter Cannabis legalisiert. Ich bin auch hier dafür die Strafen drastisch zu erhöhen. Fahren unter Drogen oder Alkoholeinfluss ist nämlich nur eine Ordnungswidrigkeit, und da kommt das perverse System zum Vorschein.
Während selbst der Besitz von Cannabis zur Selbstschädigung eine Straftat ist, ist das Fahren unter Einfluss wo man andere Menschen verletzen oder sogar töten kann nur eine Ordnungswidrigkeit, merkste was?

Der Punkt mit den Gebrauch in den USA ist dennoch erwähnenswert, auch wenn du in Europa wohnst. Warum glaubst du wohl werden riskante Konsumformen (hier das Mischen mit Tabak oder rauchen von ungesunden Rauchgeräten) gewählt? Könnte es nicht daran liegen weil ein Gramm Cannabis teurer wie Gold ist? Und somit versucht man das Zeug mit Tabak zu strecken, damit man mehr Züge machen kann?
Im Falle einer Legalisierung könnte man vorgedrehte pur Joints verkaufen die bei weitem nicht die gleiche Gefährlichkeit haben wie Tabak. Harm Reduction sozusagen. Ein paar Seiten zurück habe ich ein Bild von einer Verpackung von legalem Marihuana gepostet.
Dort wurde Erntedatum, Inhaltsstoffe, Warnhinweis aufgedruckt. Das würde ich mir auch für Deutschland wünschen, damit diejenigen die das konsumieren umfassende Informationen bekommen was sie da eigentlich zu sich nehmen.

Bitte verstehe mich nicht falsch, gerne bin ich bereit deine Argumentation für ein Drogenfreies Leben zu teilen und empfehle dieses auch jedem Menschen. Man kann auch gut drauf sein oder entspannen ohne Drogen jeglicher Couleur, doch müssen wir akzeptieren das es nun mal Menschen gibt die Cannabis als eine in der Mitte der Gesellschaft angekommene Droge ohne Jugendschutz, Konsumentenschutz und in einem kriminellen Umfeld konsumieren.
Und da finde ich es nicht in Ordnung wenn man ankommt und man irgendwelche Argumente hervorbringt die für jetzige legale Drogen genauso gelten. Wenn man ehrlich ist dann sollte man sagen was einen wirklich bewegt, und konsequent wäre es zu sagen:"ich bin dagegen weil ich gegen den Cannabisrausch bin. Und weil "ICH" gegen den Cannabisrausch bin sollen andere auch dagegen sein",
das ist es was ich gemeint habe mit Ehrlichkeit.

Und ob du es mir glaubst oder nicht, ich bin auch gegen den Cannabisrausch und zwar für mich selber. Aber obwohl ich für mich dagegen bin schalte ich trotzdem mein Hirn ein und bin nicht dagegen wenn andere meinen es machen zu müssen. Empfehlen würde ich es niemanden, und jeder Konsument sollte sich bewusst sein das er seinen Körper schädigen könnte, doch wer es macht soll es in einem vernünftigen Umfeld und ohne Strafverfolgung machen können, genauso wie beim Alkohol oder Nikotingenuss heute schon. Verbannen wir den Alkohol aus den Supermärkten und führen wir eine Art Fachgeschäft für Alkohol und Tabak ein (Vorbild Systembolaget in Schweden oder Tabacchino in Italien). Auch Cannabis darf es wenn nur in speziellen Läden geben.
Und das ist der Unterschied zwischen uns beiden die beide gegen Cannabiskonsum sind ;)
 
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AW: Quo vadis Cannabislegalisierung?

Die Legalisierungsgegner kommen immer mit Extrembeispielen. Was wenn einer 10 Jahre lang 10g/Tag raucht, was wenn einer bekifft Auto fährt, oder Flugzeuge fliegt (ok, das wird bei der Lufthansa eh schon gemacht)? Was wenn einer zwei Tage am Stück durchzockt und dann tot vom Stuhl fällt? Ja sogar etwas so banales wie zocken kann bei Missbrauch tödlich enden. Zu viel Abführmittel ist auch gefährlich, vor allem durch die Nase gezogen.

Übrigens nette Aktion von Helikopter-Cem. Wenigstens kurzzeitig das Thema in die Zeitungen gebracht.
 
AW: Quo vadis Cannabislegalisierung?

Analog dazu ein wirklich sehr guter Artikel aus der Zeit von gestern dem 23.01.2015

http://www.zeit.de/2015/04/cannabis-hanf-illegale-drogen-legalisierung

Mittlerweile gibt es viele Menschen die meine Ansicht teilen und selbst so renommierte Blätter wie die Zeit denken langsam aber sicher um
Nicht jeder Befürworter ist einer der gerne straflos kiffen möchte, denn kiffen könnte ich heute theoretisch genauso ohne irgendwelche Einschränkungen (aber mit den negativen Auswirkungen der Illegalität)

Wenn ich es möchte, gut das ich das aber nicht möchte ;)
 
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@ dacapo
Wie kommst du darauf das Autofahren im Cannabisrausch noch gefährlicher sei als bei Alkohol?
Nun auch hier muss man wieder genau darauf achten wie viel man zu sich genommen hat - bei Alk und auch bei THC.
Mein Eindruck ist, dass der Genuss von THC wesentlich schneller zu schlechteren Reaktionen führt - bei Alkohol ist es eher anders, wenig Alkohol kann sogar die Aufmerksamkeit erhöhen - umso schneller gibt es aber Ausfälle bei viel Alkohol.
Wie gesagt, meine Einschätzung und Erfahrung mit Leuten die Alk oder Cannabis konsumiert haben.

Und du willst nicht eine weitere Gruppe sehen die im Straßenverkehr unter Drogeneinfluss (bzw. unter Cannabiseinfluss) Menschenleben gefährden?
Exakt! Es mag sich für die Konsumenten unfair anhören, aber sind wir doch mal ehrlich, die Menge der Menschen die unter Cannabis Auto / Flugzeug / Fahrrad etc. fahren, ist recht klein, weil es eben verboten ist!
Würde man es grundsätzlich erlauben und wie Alk im Straßenverkehr verbieten, würde dennoch die Menge der Menschen steigen, die sich damit im Verkehr bewegen - ist bei Alkohol genau das gleiche und eine zwangsläufige Konsequenz da der Mensch eben denkt "ach komm ein Bier / Joint / Keks geht immer! Da Cannabis aber derzeit verboten ist, ist die Verfügbarkeit geringer genauso wie die Bereitschaft es zu nehmen!

Warum glaubst du wohl werden riskante Konsumformen (hier das Mischen mit Tabak oder rauchen von ungesunden Rauchgeräten) gewählt?
Es ist völlig egal was wie in den USA läuft, da es um die Diskussion zur Freigabe hier in D geht und das ist nun mal etwas völlig anderes!

bei weitem nicht die gleiche Gefährlichkeit haben wie Tabak
wenn Du etwas verbrennst und Rauch einatmest ist es IMMER gefährlich! Allein schon wegen der Hitze des Rauchs aber vor allem auch wegen den Stoffen, die gar nichts mit Cannabis an sich zu tun haben, aber dennoch immer enthalten sind, je nach Anbaugebiet - Schwermetalle, Giftstoffe, Verunreinigungen etc.
Mit anderen Worten, es wäre auch gefährlich Tee zu rauchen!

Bitte verstehe mich nicht falsch, gerne bin ich bereit deine Argumentation für ein Drogenfreies Leben zu teilen
So konsequent will ich gar nicht rüber kommen, könnte man beispielsweise es irgendwie handeln, dass Genuss dieser leichten Drogen wie Alk oder Cannabis in kontrollierter Umgebung eingenommen wird - also z. B. Nutzer hat Urlaub, muss am nächsten Tag nicht arbeiten, sich nicht im Straßenverkehr bewegen - wäre das für mich auch ok! Ich trinke ja auch ein paar Bier im Garten wenn es schönes Wetter ist und ein paar Freunde dabei sind um sich zu unterhalten.
Die Wahrheit ist aber, wird etwas freigegeben, sind die ersten die es nutzen die Kids und die auch ohne Maß!
Würde Cannabis frei gegeben, würde es keine Woche dauern und wir hätten die ersten Kinder die bekifft Alkohol trinken, vermutlich gemischt mit Red Bull und Aufputschtabletten von den Eltern!

Daher, Alkohol ist beschränkt freigegeben, mit all seinen Nachteilen, eine weitere Droge ist immer eine Droge zu viel!

Aber ich denke, wir sind hier nicht weit auseinander mit den Ansichten. Ich bin mir durchaus sicher, dass es Leute gibt, die verantwortlich mit Cannabis umgehen können, aber leider gilt das nicht für alle und ich vermute noch nicht mal für die Hälfte der potentiellen Nutzer.
Und hier gibt es auch einen Ansatz pro Alkohol (allein weil die Nebenwirkungen in der Masse bekannt sind), jeder jetzt lebende Mensch kennt Alkohol und die Wirkung (zumindest in der Theorie oder aus dem Bekanntenkreis). Was nicht bedeutet, dass es jeder richtig nutzen kann, aber würde man Cannabis frei geben, gäbe es doch eine nicht gerade geringe Menge Menschen, die Nebenwirkungen hätten, mit denen sie nicht rechnen - Gedächtnisverlust, Halluzinationen, Herzrasen, Übelkeit etc. - hat nicht jeder, aber bei einer kompletten Freigabe, würden sicherlich die Krankenhäuser, vor allem in den ersten Monaten geflutet!
Natürlich kommt es auch vor, dass Menschen wegen Alk ins Krankenhaus müssen, in nicht gerade kleiner Menge, aber es ist eben frei verkäuflich und ein gutes Beispiel was passieren würde, wenn weitere Drogen freigegeben würden!
 
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@ Lars_SHG

Wenn du schon konventionistisch afrgumentierst - also Alkohol ist OK weil es praktisch nicht verbietbar ist - dann musst du das gleiche Cannabis zugestehen. Auch wenn es in deinem persönlichen Umfeld anders zu sein scheint, die Cannabisillegalität weltweit ist ein Problem, das durch die Kartellfinanzierung einfach ganz praktisch viel mehr Leid in der Welt erzeugt, als es der ausladenste Cannabissuchtmassenanstieg könnte. Die mexikanischen Kartelle setzen mehr Geld im Erhalt ihrer Privatarmeen um, als es der mexikanische Staat mit den Förderungen durch die USA schafft - damit ist genau das Konventionistische Argument, das Alkohol erlaubt hält, bei Cannabis 1:1 der Fall und Sense - "das wäre aber eine mit Alkohol vergleichbare Droghe meghr und wär einfach zu viel, weil eine erlaubte Droge reicht" ist als Gegenargument dagegen einfach völlig unzureichend.
 
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Lars_SHG schrieb:
Nun auch hier muss man wieder genau darauf achten wie viel man zu sich genommen hat - bei Alk und auch bei THC.
Mein Eindruck ist, dass der Genuss von THC wesentlich schneller zu schlechteren Reaktionen führt - bei Alkohol ist es eher anders, wenig Alkohol kann sogar die Aufmerksamkeit erhöhen - umso schneller gibt es aber Ausfälle bei viel Alkohol.
Wie gesagt, meine Einschätzung und Erfahrung mit Leuten die Alk oder Cannabis konsumiert haben.
Nein, das ist schlichtweg falsch! Nur weil bei unter 0,3 Promille bzw bei 0,1 Promille die Redseligkeit beginnt oder man den Eindruck gewinnt man würde aufmerksamer sein, ist dies nicht der Fall!
Den Eindruck von etwas zu haben, und das es auch so ist, sind zwei vollkommen unterschiedliche Dinge!

Bei 0,3 Promille steigt das Unfallrisiko schon stark an aufgrund von Einschränkungen des Sichtfeldes und der Einschätzung von Entfernungen. Und 0,3 Promille können schon bei einem einzigen Bier erreicht werden!
Bei erlaubten(!!!) 0,80 Promille gibt es schon Gleichgewichtstörungen, Tunnelblick und eine deutliche Enthemmung! Und sowas lässt der deutsche Gesetzgeber zu!

Ich empfinde deine Darstellung absolut ausausgewogen, ja sogar Alkohol "verharmlosend" bzw du übertreibst beim Konsum von Cannabis.
Und bzgl der eigenen Einschätzung der Fahrtüchtigkeit nehmen sich beide absolut nichts. Es mag ja Leute geben die Alkohol ("Trainingsbedingt") gut vertragen, aber genau solche sagen dann "Ach 1 Bier kann ich noch trinken" und sind dann die richtig gefährlichen Fahrer.

Es mag sich für die Konsumenten unfair anhören, aber sind wir doch mal ehrlich, die Menge der Menschen die unter Cannabis Auto / Flugzeug / Fahrrad etc. fahren, ist recht klein, weil es eben verboten ist!
Würde man es grundsätzlich erlauben und wie Alk im Straßenverkehr verbieten, würde dennoch die Menge der Menschen steigen, die sich damit im Verkehr bewegen - ist bei Alkohol genau das gleiche und eine zwangsläufige Konsequenz da der Mensch eben denkt "ach komm ein Bier / Joint / Keks geht immer! Da Cannabis aber derzeit verboten ist, ist die Verfügbarkeit geringer genauso wie die Bereitschaft es zu nehmen!
Und hier sprichst du wieder das Versagen des Gesetzgebers an. Dieser erlaubt salopp gesagt bei 0,8 Promille "besoffen" Auto zu fahren. Ja, man ist gut angetrunken bei 0,8 Promille

Ich selbst vertrete übrigens die "keinerlei Alk oder Cannabis/Drogen am Steuer" Politik.
Bei Alkohol mag man noch einen Tolleranzbereich von 0,1 Promille erlauben (sei es das man eine Praline gegessen hat o.ä.), das gestehe ich der Allgemeinheit zu. Alles was darüber ist darf auch keine Ordnungswidrigkeit sein und muss entsprechend geahndet werden. Dann würden sich ein paar Leute nicht nur 2x überlegen zu trinken / zu konsumieren.

Und wenn man mal in die Niederlande guckt gibt es dort keine signifikant höheren Unfallzahlen unter Alkohol oder Drogeneinfluß als in Deutschland, nein die Unfalltoten sind sogar geringer.
Zugegeben, das hat aber auch wahrscheinlich mit der Mentalität der Holländer zu tun. Deutschland ist eben eine "Auto-Nation". Und in Deutschland gibt es die meisten Unfälle auf Landstraßen. Vermutlich diejenigen die besoffen von ihrer Kneipe im Nachbarort heimfahren tragen einen ordentlichen Teil dazu bei. "Yeah"

Die Wahrheit ist aber, wird etwas freigegeben, sind die ersten die es nutzen die Kids und die auch ohne Maß!
Würde Cannabis frei gegeben, würde es keine Woche dauern und wir hätten die ersten Kinder die bekifft Alkohol trinken, vermutlich gemischt mit Red Bull und Aufputschtabletten von den Eltern!
Richtig erkannt, du hast die Fehlerquelle gesichtet. Die Eltern. Mein Sohn wird von mir, entsprechendes Alter vorausgesetzt, aufgeklärt werden, aber unter 18 und in meiner Gegenwart eine 0 Tolleranz Politik. Sei es Alkohol oder Cannabis. Natürlich ist mir bewusst was man alles hinter dem Rücken der Eltern machen kann / macht, aber das ist eine Vertrauenssache.
Ich werde mich aber nicht hinsetzen und wenn er 15/16/17 ist sagen "Hier trink ruhig mal ein Bier/Radler". Wenn er das heimlich mit seinen Freunden macht, seine Sache - aber auch meine wenn ich dahinter komme.

Und auch hier wieder ein Versagen vom Gesetzgeber.
Wer Alkohol oder (legalisiertes) Cannabis an Minderjährige abgibt wird entsprechend bestraft. Wird heute jemand erwischt wie er Alkohol an Minderjährige abgibt gibt es - in meinen Augen - lächerliche Bußgelder.


Ich bin mir durchaus sicher, dass es Leute gibt, die verantwortlich mit Cannabis umgehen können, aber leider gilt das nicht für alle
Nach der Logik dürfte es aber auch keine Fahrerlaubnis aka Führerschein geben. Es gibt genügend Kraftfahrer die damit verantwortlich umgehen können, aber leider gilt das nicht für alle. Verbietet Autos! ;)
Und bezogen auf Alkohol sind auf Deutschlands Straßen wesentlich mehr unverantwortliche Alkoholkonsumenten unterwegs als Cannabis.

Also warum greift der deutsche Gesetzgeber bei Cannabis so hart durch mit einer "quasi 0 Tolleranzgrenze", aber bei Alkohol erlaubt es der Gesetzgeber auch noch mit Ausfallerscheinungen mit 200 Sachen über die Autobahn zu ballern?
 
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AW: Quo vadis Cannabislegalisierung?

Lars_SHG schrieb:
Exakt! Es mag sich für die Konsumenten unfair anhören, aber sind wir doch mal ehrlich, die Menge der Menschen die unter Cannabis Auto / Flugzeug / Fahrrad etc. fahren, ist recht klein, weil es eben verboten ist!
Würde man es grundsätzlich erlauben und wie Alk im Straßenverkehr verbieten, würde dennoch die Menge der Menschen steigen, die sich damit im Verkehr bewegen - ist bei Alkohol genau das gleiche und eine zwangsläufige Konsequenz da der Mensch eben denkt "ach komm ein Bier / Joint / Keks geht immer! Da Cannabis aber derzeit verboten ist, ist die Verfügbarkeit geringer genauso wie die Bereitschaft es zu nehmen!

Wer sagt das innerhalb der Prohibition weniger Menschen unter Einfluss von Cannabis ein Auto lenken? Hast du da mal eine aussagekräftige Studie oder nimmst du es nur an? Und wer sagt nicht umgekehrt wenn Alkohol verboten wäre es genauso viele Trunkenheitsfahrten geben würde? Ob die Verfügbarkeit schon jetzt für diejenigen geringer ist die es konsumieren möchten wage ich zu bezweifeln, denn ich weiß nicht wo du wohnst und in einem Kuhdorf mag das auch zustimmen, aber im Ruhrgebiet und den meisten Großstädten in Deutschland ist der Erwerb von Cannabis eine Sache von Minuten oder zumindest in kürzester Zeit möglich. Eine Altersprüfung findet da nicht statt und wenn du genug "Knete" auf den Tisch legst kannst du jede Menge erwerben die du dir wünscht.
Aber leider auch hier argumentierst du an der Realität vorbei, denn ich habe hier ganz andere Zahlen was legales Cannabis und Straßenverkehr angeht. In den Staaten wo es Cannabis und medizinisches Cannabis gibt scheint die Verkehrssicherheit gestiegen zu sein.
http://www.huffingtonpost.de/2014/09/10/cannabis-legalisierung-autounfaelle_n_5795876.html

Weiter heißt es:
Anfängliche Befürchtungen, die Regulierung ginge mit einer steigenden Zahl an Verkehrsunfällen einher, haben sich nicht bestätigt. Auch hier scheint eher das Gegenteil der Fall zu sein, denn seit der Gesetzesänderung verzeichnet Colorado nicht mehr DUI (Driving under influence) Fahrten oder Unfälle als zuvor. Die Schnelltests, die auch in Colorado eingesetzt werden, sollen hingegen keine positive Auswirkung auf die Verkehrssicherheit haben. Eine andere Studie beweist sogar, dass die Zahl schwerer Verkehrsunfälle in Staaten mit „Medical Cannabis“ von 1999-2009 im Vergleich zur vorherigen Dekade um neun Prozent gesunken ist.
http://hanfverband.de/nachrichten/n...-und-fakten-nach-zwei-jahren-re-legalisierung

Das deckt sich irgendwie gar nicht so recht mit deinen Mutmaßungen, aber natürlich sind das nur Ergebnisse aus den USA und deiner Meinung nach bestimmt wieder nicht auf Deutschland anwendbar^^

Lars_SHG schrieb:
Es ist völlig egal was wie in den USA läuft, da es um die Diskussion zur Freigabe hier in D geht und das ist nun mal etwas völlig anderes!

Es geht darum, dass bei einer Legalisierung ein risikoarmer Gebrauch "erzogen" werden könnte unabhängig wie das nun in den USA konsumiert wird. Ein Beispiel: In der Zeit der Prohibition gab es Alkohol der so gepanscht war das Menschen daran starben oder erblindeten. Nach deiner Logik hätte man sagen müssen:" Alkohol muss verboten bleiben weil man davon Blind wird!"
Doch nach der Freigabe gingen diese Fälle drastisch zurück, und warum? Keiner brauchte mehr gepanschten Alkohol von zwielichtigen Gestalten ohne zu wissen was drinnen ist kaufen. So wurde aus einem riskanten ein Risikoarmer Konsum möglich.
Doch nach deiner Logik müssten ja die Bürger auf den risikoarmen Konsum verzichten und hätten trotz Legalisierung lieber gepanschten Alkohol getrunken.
Also es geht nicht primär um die USA sondern darum das ein Joint mit Tabak nicht die einzige Art des Konsums sein muss.


Lars_SHG schrieb:
wenn Du etwas verbrennst und Rauch einatmest ist es IMMER gefährlich! Allein schon wegen der Hitze des Rauchs aber vor allem auch wegen den Stoffen, die gar nichts mit Cannabis an sich zu tun haben, aber dennoch immer enthalten sind, je nach Anbaugebiet - Schwermetalle, Giftstoffe, Verunreinigungen etc.
Mit anderen Worten, es wäre auch gefährlich Tee zu rauchen!

Stimme ich voll zu, bei Verbrennungen jeglicher Stoffe entstehen immer gefährliche Abbauprodukte. Doch auch hier kann man dann die Konsumenten anhalten lieber eine andere risikoarme Konsumform zu wählen, z.b. Vaporizer der v.a. in der Medizin eingesetzt wird und ohne gefährliche Verbrennungen auskommt. Es gibt mittlerweile THC versetzte Getränke, Schokolade, Bonbons, Puddings, und vieles mehr. Cannabis kann geraucht werden, doch dies muss nicht zwangsläufig gemacht werden, auch wenn es in der Illegalität gemacht wird weil Rauchen die Effektivste Zufuhr darstellt.
Somit müsstest du doch erst recht für die Freigabe sein, denn dann könnte man risikolosen Konsum ermöglichen oder zumindest drüber sprechen. Die einseitige auf Abstinenz basierte Drogenpolitik liefert darauf nur unzureichende Antworten.


Lars_SHG schrieb:
So konsequent will ich gar nicht rüber kommen, könnte man beispielsweise es irgendwie handeln, dass Genuss dieser leichten Drogen wie Alk oder Cannabis in kontrollierter Umgebung eingenommen wird - also z. B. Nutzer hat Urlaub, muss am nächsten Tag nicht arbeiten, sich nicht im Straßenverkehr bewegen - wäre das für mich auch ok! Ich trinke ja auch ein paar Bier im Garten wenn es schönes Wetter ist und ein paar Freunde dabei sind um sich zu unterhalten.

Da hab ich auch nichts gegen, und auch nichts dagegen wenn sich eine lockere Runde im Biergarten zu einem Joint trifft. Warum auch? Die einen wie die anderen stören mich nicht und jeder muss selber entscheiden dürfen ob er mit trinken oder kiffen möchte.


Lars_SHG schrieb:
Die Wahrheit ist aber, wird etwas freigegeben, sind die ersten die es nutzen die Kids und die auch ohne Maß!
Würde Cannabis frei gegeben, würde es keine Woche dauern und wir hätten die ersten Kinder die bekifft Alkohol trinken, vermutlich gemischt mit Red Bull und Aufputschtabletten von den Eltern!

Ist das deine Wahrheit oder woher hast du die? Cannabis soll ab 18 oder meinetwegen 21 Jahren freigegeben werden. Das Argument die könnten dann einen älteren schicken um das Zeug zu besorgen lasse ich nicht gelten. Denn heute müssen die jugendlichen unter 18 Jahren noch nicht mal einen älteren schicken sondern können es sich innerhalb kürzester Zeit selbst besorgen. Ein Dealer fragt nämlich nicht nach dem Alter sondern interessiert sich nur dafür ob du das Geld hast die Drogen zu bezahlen.

Lars_SHG schrieb:
Daher, Alkohol ist beschränkt freigegeben, mit all seinen Nachteilen, eine weitere Droge ist immer eine Droge zu viel!

Jede Droge ist zu viel egal ob legal oder illegal, doch warum Menschen für den Genuss und Besitz bestrafen? Warum einen Schwarzmarkt generieren der nur dem illegalen Verbrechen dient? Im Falle von Cannabis reden wir von zig Tonnen die jedes Jahr in Deutschland konsumiert wird. Die Frage heißt nicht mehr geben wir eine weitere Droge frei sondern regulieren wir eine weitere Droge die de facto jederzeit erhältlich ist. Schau dir die Sicherstellungszahlen der Polizei an und dann bedenke das diese nur max.10 % darstellen. Und was ist mit den anderen 90% ? Die werden unkontrolliert ohne staatliche Kontrolle darüber verbraucht. Da frage ich mich allen Ernstes was soll das?

Lars_SHG schrieb:
Aber ich denke, wir sind hier nicht weit auseinander mit den Ansichten. Ich bin mir durchaus sicher, dass es Leute gibt, die verantwortlich mit Cannabis umgehen können, aber leider gilt das nicht für alle und ich vermute noch nicht mal für die Hälfte der potentiellen Nutzer.

Du vermutest, so so ;) Leider auch hier nur deine Vermutungen, denn die Zahlen sprechen eine andere Sprache:

Bei einer geschätzten Anzahl von mindestens 2.000.000 Cannabis konsumierende Jugendliche und junge Erwachsene in der BRD wären dies ca. 0,15 % (!), die als problematisch Konsumierende erreicht werden.
http://www.akzept-nrw.de/aktuelles/cannabis-gefahr-für-die-jugend/

Und die nicht erreichten sind sicherlich nicht 50%
Auch Konservative Kreise sprechen nicht von annähernd 50% Problemuser im Cannabisbereich.

Ein anderes Beispiel: Ich weiß nicht in welchem Bundesland du lebst, aber in NRW läuft es bei jugendlichen so ab, dass jeder auffällige minderjährige Konsument verpflichtet wird eine Drogenberatungsstelle aufzusuchen, denn sonst greift die Regelung der geringen Menge nicht und wird verurteilt.
Dieser Konsument egal ob er ein Problem hat oder nicht kommt dann in die Statistik rein und dann wird wieder behauptet letztes Jahr gab es einen Zuwachs an jugendlichen die eine Drogenberatung wegen Cannabis durchführen mussten.
Ergo nimmt man an es gäbe Probleme beim Konsum, in Wirklichkeit ist vielleicht ein jugendlicher erwischt worden der nur einen Joint für eine Party dabei hatte und dreimal im Jahr kifft oder so.
Hier muss man also stark differenzieren und ich wäre dafür nur jugendliche zu erfassen die aus freien Stücken so eine Beratungsstelle aufsuchen und nicht weil sie gezwungen werden um straflos zu bleiben!

Lars_SHG schrieb:
Natürlich kommt es auch vor, dass Menschen wegen Alk ins Krankenhaus müssen, in nicht gerade kleiner Menge, aber es ist eben frei verkäuflich und ein gutes Beispiel was passieren würde, wenn weitere Drogen freigegeben würden! Und hier gibt es auch einen Ansatz pro Alkohol (allein weil die Nebenwirkungen in der Masse bekannt sind), jeder jetzt lebende Mensch kennt Alkohol und die Wirkung (zumindest in der Theorie oder aus dem Bekanntenkreis). Was nicht bedeutet, dass es jeder richtig nutzen kann, aber würde man Cannabis frei geben, gäbe es doch eine nicht gerade geringe Menge Menschen, die Nebenwirkungen hätten, mit denen sie nicht rechnen - Gedächtnisverlust, Halluzinationen, Herzrasen, Übelkeit etc. - hat nicht jeder, aber bei einer kompletten Freigabe, würden sicherlich die Krankenhäuser, vor allem in den ersten Monaten geflutet!

Über das Rot markierte musste ich wirklich herzlich lachen, soviel Stuss hab ich selten gelesen. Demnach müssten die Krankenhäuser in den Niederlanden überflutet sein mit halluzinierenden, Herzrasenden und mit Übelkeit geplagten Menschen :evillol:
Das Gegenteil ist der Fall, Cannabis scheint als Droge recht wenige Nebenwirkungen zu haben. Sicher gibt es Menschen die es nicht vertragen und bei unkontrolliertem Genuss auch diese Symptome haben können, aber bei weitem nicht so wie du dir das vorstellst. Aber danke noch ein Grund der für die Legalisierung spricht:
Da es keine Inhaltskontrollen gibt weißt du ja auch nicht was du da rauchst. Wer sagt das zum Beispiel Nutzhanf der genauso aussieht nicht mit anderen Drogen angereichert wurde? Könnte mir gut vorstellen das Cannabis mit LSD, oder flüssigem Ecstasy oder Aphetamin solche Effekte hervorrufen könnte. Oder wie zur Zeit in allen Zeitungen zu lesen ist mit synthetischen Cannabinoiden zugesetzt wie sie auch in dieses künstliche Marihuana zum Einsatz kommt (Spice,etc.)

Reines sauber kontrolliertes Cannabis wird sicherlich nicht diese Effekte wie du sie beschreibst hervorrufen. Das erinnert mich an einen Satz den ein Politiker in Colorado nach der Freigabe sinngemäß sagte: "Ich dachte nach der Freigabe sind unsere Straßen mit Marihaunaleichen gepflastert, doch nichts passierte"

Lars_SHG schrieb:
Natürlich kommt es auch vor, dass Menschen wegen Alk ins Krankenhaus müssen, in nicht gerade kleiner Menge, aber es ist eben frei verkäuflich und ein gutes Beispiel was passieren würde, wenn weitere Drogen freigegeben würden!

Liegt das beim Alkohol nicht eher daran das Alkohol ein gefährliches Zellengift ist, das ab einer gewissen Menge die körpereigenen Funktionen lahm legt und am Ende sogar zum Tode führen kann? Cannabis kann diese Nebenwirkungen nicht auslösen´

Edit

Ganz neue Studie die heute veröffentlich wurde:

Ein Joint täglich schadet der Lunge nicht
http://www.n24.de/n24/Wissen/Gesundheit/d/6039694/ein-joint-taeglich-schadet-der-lunge-nicht.html
 
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AW: Quo vadis Cannabislegalisierung?

PiPaPa schrieb:
Und hier sprichst du wieder das Versagen des Gesetzgebers an. Dieser erlaubt salopp gesagt bei 0,8 Promille "besoffen" Auto zu fahren.

Nein, das erlaubt der deutsche Gesetzgeber ganz sicher nicht.
Eine relative Fahruntüchtigkeit (und damit strafbares Handeln!) kann ab 0,3 Promille bestehen, wenn zeitgleich Ausfallerscheinungen, die kausal auf den Rauschmittelgenuss zurück zuführen sind, festgestellt werden können. Die Grenze für die absolute Fahruntüchtigkeit beginnt selbstverständlich später - für Kfz-Führer ab 1,1 Promille und für Fahrradfahrer ab 1,6 Promille. Aber eine Ordnungswidrigkeit ist, ebenfalls früher, nämlich ab einer Grenze von 0,5 Promille gegeben. 0,8 Promille sind also alles andere als erlaubt!

[...] aber bei Alkohol erlaubt es der Gesetzgeber auch noch mit Ausfallerscheinungen mit 200 Sachen über die Autobahn zu ballern?
Probier das bitte mal aus und lass dich dann von der Polizei anhalten. Viel Spass!
 
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AW: Quo vadis Cannabislegalisierung?

http://www.gesetze-im-internet.de/stvg/__24a.html

Achja stimmt, die 0,8 Promille Grenze wurde ja auf ganze 0,5 Promille gesenkt... Das stimmt, mein Fehler. Das ist ja soviel besser :rolleyes:

Der Gesetzgeber sieht fahrten über 0,5 Promille als Ordnungswidrigkeit.

Fakt meiner Aussage bleibt bestehen. Der Gesetzgeber erlaubt es angetrunken Auto zu fahren -> Gesetzgeber versagt.

Alles andere ist noch aufgeweichtes bla bla, bzgl Ausfallerscheinungen.... Dann lass ihn eben bei 0,49 Promille über die Autobahn ballern, wenn solange er "sicher fährt" :rolleyes:

Großartig.
 
AW: Quo vadis Cannabislegalisierung?

Solange er sicher fährt ist doch alles okay, oder weswegen genau willst Du jemandem dann verbieten Auto zu fahren?
 
AW: Quo vadis Cannabislegalisierung?

Wenn schon ab 0,3 Promille Einschränkungen im Reaktionsverhalten und der Einschätzung von Entfernungen eintritt, so ist wohl kaum ein sicheres Fahren gewährleistet.
Und nur weil jemand bei 0,5 Promille seine Karre noch gerade auf der Bahn halten kann hat das auch nichts mit sicher fahren zu tun...

Überhaupt das es jemals möglich war mit 0,8 Promille rumzufahren -> Versagen des Gesetzgebers.
 
AW: Quo vadis Cannabislegalisierung?

Wir halten also fest:
a. Der Gesetzgeber versagt, weil er in Deinem Interesse ein Gesetz verschärft hat.
b. Der Gesetzgeber versagt, weil sich jeder mit 0,3 Promille und mehr strafbar (!) macht, wenn er ein Fahrzeug führt und dabei Ausfallerscheinungen zeigt.
c. Der Gesetzgeber versagt, weil jeder - ohne Ausfallerscheinungen - ab 0,5 Promille eine Ordnungswidrigkeit begeht.

Sorry, Deine Logik verstehe ich nicht - schließlich beziehst Du dich einzig auf eine "Regelungslücke" von verschwindend geringen 0,2 Promillen, nämlich zwischen 0,3 und 0,5 Promille, in der jemand, der nachweislich keinerlei Auffälligkeiten zeigt, keine Ordnungswidrigkeit oder Straftat begeht. Auf diese Art und Weise trägt der Gesetzgeber, völlig zu Recht, dem Umstand Rechnung, dass Alkohol auf jeden anders wirkt und daher die gesetzlichen Regelungen eine gewisse Flexibilität benötigen. Man kann das Leben auch überregulieren!
 
AW: Quo vadis Cannabislegalisierung?

Schade das du nicht verstehst das Alkohol am Steuer überhaupt nichts zu suchen hat und sowas als Ordnungswidrigkeit geahndet ein Versagen des Gesetzgebers darstellt.
 
AW: Quo vadis Cannabislegalisierung?

Du bist also der Ansicht, man sollte hier rein präventiv, also nur aufgrund der abstrakten Gefahr eines Schadens - weil tatsächliche Ausfallerscheinungen sind ja nicht gegeben -, bereits strafrechtlich belangt werden? Wenn ja können wir die Diskussion direkt abbrechen, da kommen wir nie zusammen. Mal abgesehen davon, dass es hier im Thread eigentlich nicht um Alkohol geht.
 
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